Politiker stopen in der aktuellen Gesundheitspoli

Hallo,

ich verstehe nicht, das keiner was sagt gegen die aktuelle Regierung betreffend der Gesundheitspolitik. Nun muss man schon 10 Euro pro Quartal für eine Untersuchung zahlen. Hat man kein Geld, wird man nach Hause geschickt. Was soll das??? Wer will das? Warum zahlen wir nicht gleich alles selber, zusätzlich der Steuern etc.? Kann man dagegen denn gar nichts tun???

Gruß …

hallo.

also wenn das gesundheitssystem aufgrund den lautstarken protesten der ärzte-lobby schon nicht radikal umgebaut wird, find ich 10 euro pro arztbesuch durchaus gerechtfertigt. dann überlegen sichs die ganzen idioten wenigstens zweimal, ob sie wegen jedem wehwehchen zum arzt rennen. klar, die kehrseite der praxisgebühr is, daß jemand gerade dann NICHT zum arzt geht, wenns nötig wäre, und die folgen - auch für die kasse - weitaus gravierender sind.

aber es sieht doch momentan so aus, daß der gemeine bürger gar net weiß, was in ihm abgeht. er hat doch keine ahnung davon, was normal ist und was nicht. „gesundheitsbewußtsein? was ist das?“ wenns zwickt, geht er zum arzt, weil er denkt er muß bald sterben. und er geht ohne rezept nicht wieder raus. das is teuer. kleinvieh macht hier ziemlich viel mist.
richtig wäre es, die ärzte nicht (nur) dafür zu belohnen, daß sie kranken menschen helfen, sondern vor allem dafür, daß sie gesunde menschen gesund halten! welches interesse könnte ein arzt im jetzigen system denn an rundum gesunden mitmenschen haben? gar keins! dann isser nämlich arbeitslos.
ob so eine reform durchsetzbar wäre? ich glaube kaum. sie würde - mal wieder - scheitern an den überstarken lobbys der ärzte und der arzneimittelhersteller. es sei denn, ein nicht zu verachtender teil der bevölkerung würde eine solche reform fordern. auch wenn dadurch „tausende arbeitsplätze in der pharmaindustrie in gefahr“ wären. auf arbeitsplätze in gefahr reagiert man heutzutage ja allergisch… andererseits… irgendwo muß man mal konsequent reformieren. das gesundheitssystem wäre ein guter anfang.

gruß

michael

Also ich denke ein ganz entscheidender Punkt wurde hier angesprochen. Einige gehen dann NICHT vorsorglich zum Arzt, weil kost ja Geld. Ist das Fort- oder eher Rückschritt???

Davon ab stören mich 2 Sachen noch viel mehr.
1.: Hat man keine 10 Euro, wird man nicht behandelt!
Man stelle sich vor krank zu sein und kein Geld im Haus zu haben. Da muss ich erst zur Bank rennen, bevor ich zum Arzt kann (im kranken Zustand).
2.: Der Bürger wird hier gar nicht gefragt. Und es stört wohl keinen. Die Politiker entscheiden einfach!!!

Also ich denke ein ganz entscheidender Punkt wurde hier
angesprochen. Einige gehen dann NICHT vorsorglich zum Arzt,
weil kost ja Geld. Ist das Fort- oder eher Rückschritt???

hallo.

ja. das sind ja auch meine bedenken… das problem ließe sich aber sicher lösen.
anstatt vom kindergarten bis zum greisenalter immer nur leistung zu fordern, könnte man den kindern schon in der schule - zensurfrei! - verstärkt beibringen, was man tun kann, um gesund zu bleiben, welche reaktionen des körpers als normal anzusehen sind… ich denke, wenn man über sich selbst besser bescheid weiß, kann man auch selbst besser beurteilen, ob ein arztbesuch oder ein medikament überhaupt nötig ist.

Davon ab stören mich 2 Sachen noch viel mehr.
1.: Hat man keine 10 Euro, wird man nicht behandelt!
Man stelle sich vor krank zu sein und kein Geld im Haus zu
haben. Da muss ich erst zur Bank rennen, bevor ich zum Arzt
kann (im kranken Zustand).

stimmt schon. die 10 euro bar bezahlen zu müssen is ne ziemliche schnapsidee. aber an der gebühr an sich ist der bürger teilweise auch selbst schuld. nicht nur die krankenkassen mit ihren horrenden ausgaben zu ihrer selbstverwaltung haben zur misere im gesundheitswesen geführt, auch das „jetzt hab ich monatelang in die krankenversicherung eingezahlt, jetz hol ich auch mal was raus“-denken hat dazu beigetragen.
bei der kfz-versicherung sagt man doch auch nicht: „jetzt hab ich so viel eingezahlt, jetz bau ich aber mal nen unfall…“
warum geht man mit seinem körper nicht genauso sorgsam um wie mit seinem auto?
der arzt sagt freilich nicht nein, wenn man ein erkältungsmittel verlangt. er verdient schließlich dran. genauso wie der apotheker und der hersteller des mittels.
wüßte der patient, daß ihm ein solches mittel auch nicht schneller gesund macht, wäre erstens der arztbesuch und zweitens das rezept völlig überflüssig. nur mal so als beispiel.

2.: Der Bürger wird hier gar nicht gefragt. Und es stört wohl
keinen. Die Politiker entscheiden einfach!!!

doch. es stört jeden. aber jeder lästert nur im stillen kämmerlein und wählt bei der nächsten wahl nicht mehr die spd, sondern die cdu. WOHLWISSEND, daß die 16 jahre lang die karre erst richtig in den dreck gefahren hat und auch jetzt keine vernünftigere lösung parat hält als die spd.
ein wirklicher denkzettel für beide „großen“ parteien wäre mal eine richtige protestwahl wie in frankreich. ein bloßes umschwenken von spd auf cdu macht deutschland nicht gesund.

daß die politiker sich ihre entscheidungen einfach machen, glaub ich nicht. schröder hat damals sicher guten mutes sein amt angetreten. aber er hat wohl die macht der gewerkschaften, der industriebosse und der lobbys gewaltig unterschätzt.
wollte er früher wirklich was für’s volk bewegen, geht’s im heute wie jeder anderen regierung: er is nur spielball aller interessengruppen, will’s - oder MUSS - es jedem recht machen, und dann kommt halt so halbherziger pfusch bei raus… schade :frowning:

gruß

michael

Hi,

was meckerst du hier? Wenn dir irgendwas nicht passt, dann mach doch Revolution.
Was erwartest du von einer Führungselite, die noch nicht mal zählen kann? Weisst du, dass Ökonomie ein etwas extrem komplexes Gebilde ist?
Wenn, dann muss die komplette Gesellschaft weltweit dialektisch gekippt werden, sonst funktionierts nicht.

Gruß
Frank

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Hi,

was meckerst du hier? Wenn dir irgendwas nicht passt, dann
mach doch Revolution.

Genau diese Einstellung stört mich. Das ändert bestimmt was daran…

Was erwartest du von einer Führungselite, die noch nicht mal
zählen kann? Weisst du, dass Ökonomie ein etwas extrem
komplexes Gebilde ist?

komplex: Richtig. Verdammt Komplex. Aber die einfachsten Dinge schaffen die ja net mal…

Wenn, dann muss die komplette Gesellschaft weltweit
dialektisch gekippt werden, sonst funktionierts nicht.

Aber wie? Oder gibt es was sinnvolleres? Eine Zusammenarbeit zwischen Regierung und Bürger z.b…

Gruß
Frank

Gruß Thomas

Hi,

was meckerst du hier? Wenn dir irgendwas nicht passt, dann
mach doch Revolution.

Genau diese Einstellung stört mich. Das ändert bestimmt was
daran…

hm :smile: Ich denke das sollte aggressiv zum nachdenken anregen.

Was erwartest du von einer Führungselite, die noch nicht mal
zählen kann? Weisst du, dass Ökonomie ein etwas extrem
komplexes Gebilde ist?

komplex: Richtig. Verdammt Komplex. Aber die einfachsten Dinge
schaffen die ja net mal…

Unter näherer Betrachtung ist es garnicht sooooo komplex. Dazu muss man nur wissen, dass es unmöglich ist, diese Gesellschaft an ihrer tatsächlichen Entwicklung aufzuhalten. Die Weltwirtschaft wird, wie immer im Kapitalismus, wieder zusammenbrechen. Das einzige, was der Staat will, ist, diese Entwicklung hinauszuzögern.

Wenn, dann muss die komplette Gesellschaft weltweit
dialektisch gekippt werden, sonst funktionierts nicht.

Aber wie? Oder gibt es was sinnvolleres? Eine Zusammenarbeit
zwischen Regierung und Bürger z.b…

Lol. Du löst den Widerspruch nicht, indem du ihn aufhebst. Das wäre Selbstvernichtung. http://kds-nano.dyndns.biz/physik-live/physik/der%20…
Die Wirtschaft muss geändert werden. Das geht aber nur weltweit unter Wiedereinführung einer auf der Arbeitswerttheorie basierenden Wirtschaft. Alles andere führt unweigerlich wieder zum Kollaps.
Man kann nur hoffen, dass das beim Vereinigungsprozess der Arbeiter weltweit auch verstanden wird, z.B. hier: http://www.weltsozialforum.de
Von denen, die sich derzeit Kommunisten nennen, ist nichts zu erwarten. Die gibt es nur, weil es Marx gab, haben aber mit der tatsächlichen Bewegung wenig gemein.
Parteien sind ebenso unsinnig und bürgerlich. Die Dialektik bietet die Möglichkeit zum erkennen der menschlichen Entwicklung und ist das Werkzeug zum verändern der Gesellschaft.

Gruß
Frank

Die Wirtschaft muss geändert werden. Das geht aber nur
weltweit unter Wiedereinführung einer auf der
Arbeitswerttheorie basierenden Wirtschaft. Alles andere führt
unweigerlich wieder zum Kollaps.
Man kann nur hoffen, dass das beim Vereinigungsprozess der
Arbeiter weltweit auch verstanden wird, z.B. hier:
http://www.weltsozialforum.de
Von denen, die sich derzeit Kommunisten nennen, ist nichts zu
erwarten. Die gibt es nur, weil es Marx gab, haben aber mit
der tatsächlichen Bewegung wenig gemein.
Parteien sind ebenso unsinnig und bürgerlich. Die Dialektik
bietet die Möglichkeit zum erkennen der menschlichen
Entwicklung und ist das Werkzeug zum verändern der
Gesellschaft.

Ja, der Ansatz ist gut. Das problem liegt meines Erachtens bei der Umsetzung. Die Leute schweigen lieber, als was zu sagen (was dann auch nichts ändert)…

Warum??? (bereits oben erwähnt) Ohne was zu sagen wird es doch nicht besser :frowning:

Hallo Michael,

also wenn das gesundheitssystem aufgrund den lautstarken
protesten der ärzte-lobby schon nicht radikal umgebaut wird,
find ich 10 euro pro arztbesuch durchaus gerechtfertigt. dann
überlegen sichs die ganzen idioten wenigstens zweimal, ob sie
wegen jedem wehwehchen zum arzt rennen.

Ist Dir bewußt, daß Deutschlandweit der Krankenstand zurück geht? das bedeutet nicht, daß man nicht wegen jerder Kleinigkeit zum Arzt geht, sondern daß die Leute trotz Krankheit arbeiten gehen!

klar, die kehrseite
der praxisgebühr is, daß jemand gerade dann NICHT zum arzt
geht, wenns nötig wäre, und die folgen - auch für die kasse -
weitaus gravierender sind.

Du sagst es! Aber das ist bereits jetzt die Praxis.

aber es sieht doch momentan so aus, daß der gemeine bürger gar
net weiß, was in ihm abgeht. er hat doch keine ahnung davon,
was normal ist und was nicht. „gesundheitsbewußtsein? was ist
das?“ wenns zwickt, geht er zum arzt, weil er denkt er muß
bald sterben. und er geht ohne rezept nicht wieder raus. das
is teuer. kleinvieh macht hier ziemlich viel mist.

das halte ich (und nicht nur ich) für eine grobe Fehleinschätzung. Für Arbeiter trifft das mit Sicherheit nicht zu! Bei Beamten oder Angestellten im Staatsdienst könnte das nocht anders sein, da kenne ich mich nicht aus.

richtig wäre es, die ärzte nicht (nur) dafür zu belohnen, daß
sie kranken menschen helfen, sondern vor allem dafür, daß sie
gesunde menschen gesund halten! welches interesse könnte ein
arzt im jetzigen system denn an rundum gesunden mitmenschen
haben? gar keins! dann isser nämlich arbeitslos.
ob so eine reform durchsetzbar wäre? ich glaube kaum. sie
würde - mal wieder - scheitern an den überstarken lobbys der
ärzte und der arzneimittelhersteller. es sei denn, ein nicht
zu verachtender teil der bevölkerung würde eine solche reform
fordern. auch wenn dadurch „tausende arbeitsplätze in der
pharmaindustrie in gefahr“ wären.

Und da soll eine Benachteiligung der Ärmsten helfen? Wie?

auf arbeitsplätze in gefahr
reagiert man heutzutage ja allergisch… andererseits…
irgendwo muß man mal konsequent reformieren. das
gesundheitssystem wäre ein guter anfang.

Tolle Idee, aber wie?
Wenn die Rentnerin mit 400 Euro Rente, von der sie noch Miete Zahlt und der Angestellte mit 4000 Euro Gehalt, jeder 10 Euro pro Quartal ‚Eintritt‘ beim Arzt zahlen, dann geht die kranke Oma nicht mehr hin und der gesunde Angestellte tut es, um zu zeige´n, daß Geld keine Rolle spielt.
Was 'n Schwachsinn!

cu Rainer

Hallo Frank,
das klingt aber mächtig nach Marx. :smile:
Gilt der denn immer noch nicht als widerlegt?
Hast Du Marx und Lenin schon mal kritisch gelesen? Versetze Dich in die Situation, diese Texte lesen und interpretieren zu müssen, obwohl Du das nicht willst. Du entdeckst erstaunliches!

Ein Zentraler Punkt bei Marx ist ja die Definition: ‚Freiheit ist die Einsicht in die Notwendigkeit‘ … (wow, 25 Jahre her und ich weiß es noch. :wink:) Sieh Dir mal den Text um diese Aussage herum an. Da wird diese Aussage bewiesen, indem abwechselnd das selbe Wort mit verschiedenen Bedeutungen belegt wird. So kann ich beweisen, daßß rot schwarz ist.:

’ ich nehme an, daß ich die Farbe rot auch mit der Bezeichnung schwarz versehen kann. Damit ist rot gelich schwarz und schwarz gelich schwarz, womit bewiesen ist, daß rot gleich schwarz ist.’

Nicht toll? Ne, aber nciht schlechter als Marx. :wink:

Lenin meinte, daß man die Arbeiter in den USA vom Kapitalismus befreien muß, wenn es sein muß auch mit Waffengewalt und gegen ihren Willen.

Das war Kriegstreiberei!

Und auf diese Leute berufst Du Dich, deren Thesen hältst Du für Theorien?
Mit der aktuellen Entwicklung bin ich auch unzufrieden. Den Neoliberalismus halte ich auch für den falschen Weg. Das ist aber noch kein Grund, überholte Ansichten zu übernehmen und bekannt falsche Thesen zur Diskussionsgrundlage machen zu wollen.

Marx hat sich an vielen zentralen Stellen geirrt und das auch selbst bemerkt. Um das zu verschleiern hat er mehrfach seine Theorie mit genau dieser Theorie zu beweisen versucht. Damit hat er sich selbst disqualifiziert. Diese ‚Werke‘ sind der Erwähnung nicht wert.

In vielem hast Du recht, versuche aber doch mal selbst zu denken, statt falsches zu wiederholen.

cu Rainer

Hallo Rainer,

das klingt aber mächtig nach Marx. :smile:
Gilt der denn immer noch nicht als widerlegt?
Hast Du Marx und Lenin schon mal kritisch gelesen? Versetze
Dich in die Situation, diese Texte lesen und interpretieren zu
müssen, obwohl Du das nicht willst. Du entdeckst
erstaunliches!

Wenn ich alles nur nachplappern würde, könnte ich das nachvoillziehen. Tue ich aber nicht, es sind eigene Erkenntnisse.

Ein Zentraler Punkt bei Marx ist ja die Definition: ‚Freiheit
ist die Einsicht in die Notwendigkeit‘ … (wow, 25 Jahre her
und ich weiß es noch. :wink:) Sieh Dir mal den Text um diese
Aussage herum an. Da wird diese Aussage bewiesen, indem
abwechselnd das selbe Wort mit verschiedenen Bedeutungen
belegt wird. So kann ich beweisen, daßß rot schwarz ist.:

Das erklärst du mir bitte am konkreten Beispiel.

’ ich nehme an, daß ich die Farbe rot auch mit der Bezeichnung
schwarz versehen kann. Damit ist rot gelich schwarz und
schwarz gelich schwarz, womit bewiesen ist, daß rot gleich
schwarz ist.’

Nicht toll? Ne, aber nciht schlechter als Marx. :wink:

Auch logisch. Hier gehts nur um Begriffe - die sind beliebig vertauschbar. Ein Lieblingsspiel der Philosophen.

Lenin meinte, daß man die Arbeiter in den USA vom Kapitalismus
befreien muß, wenn es sein muß auch mit Waffengewalt und gegen
ihren Willen.

Das war Kriegstreiberei!

Ja.
Mit Lenin will ich aber garnicht anfangen. Der war Revoluzzer und 1917 aktuell.

Und auf diese Leute berufst Du Dich, deren Thesen hältst Du
für Theorien?
Mit der aktuellen Entwicklung bin ich auch unzufrieden. Den
Neoliberalismus halte ich auch für den falschen Weg. Das ist
aber noch kein Grund, überholte Ansichten zu übernehmen und
bekannt falsche Thesen zur Diskussionsgrundlage machen zu
wollen.

…wen es mal überholt wäre. Aber die derzeitige Wirtschaft funktioniert erstmal nach hegelscher Dialektik. Marx war noch garnicht.

Marx hat sich an vielen zentralen Stellen geirrt und das auch
selbst bemerkt. Um das zu verschleiern hat er mehrfach seine
Theorie mit genau dieser Theorie zu beweisen versucht. Damit
hat er sich selbst disqualifiziert. Diese ‚Werke‘ sind der
Erwähnung nicht wert.

Putzig, dass sie dennoch recht behalten. Seine Kapitalanalysen bleiben so lange aktuell, wie es Kapitalismus gibt.

In vielem hast Du recht, versuche aber doch mal selbst zu
denken, statt falsches zu wiederholen.

Ich kann dich beruhigen, das tue ich. Im Gegenteil habe ich ihn noch um den Determinismus erweitert.

Gruß
Frank

Arztbesuch und Blumenkohl

Also ich denke ein ganz entscheidender Punkt wurde hier
angesprochen. Einige gehen dann NICHT vorsorglich zum Arzt,
weil kost ja Geld. Ist das Fort- oder eher Rückschritt???

Das ist doch Quatsch. Wenn man sich so krank fühlt, daß einem die Verbesserung des Gesundheitszustandes noch nicht 10 Euro wert ist, dann ist man offensichtlich nicht krank genug. Die Leute haben sich schon viel zu sehr daran gewöhnt, mit einer Erkältung (bei der man ohnehin nur die Symptome bekämpfen kann und das auch noch besser mit Hausmitteln als mit Chemie) zum Arzt zu rennen, daß wir genau die Probleme haben, die wir haben.

Davon ab stören mich 2 Sachen noch viel mehr.
1.: Hat man keine 10 Euro, wird man nicht behandelt!
Man stelle sich vor krank zu sein und kein Geld im Haus zu
haben. Da muss ich erst zur Bank rennen, bevor ich zum Arzt
kann (im kranken Zustand).

Auch Quatsch. Nach dem Arzt geht es zur Apotheke und jeder weiß, daß man da eine Zuzahlung zu berappen hat. Ohne Geld ist also ohnehin nichts los.

2.: Der Bürger wird hier gar nicht gefragt. Und es stört wohl
keinen. Die Politiker entscheiden einfach!!!

Besser, sie würden überhaupt niemanden befragen, sondern einfach mal was machen. Die Tatsache, daß jedewr meint, in seinem Interesse an den Entscheidungen herumdiskutieren zu können, ist unser Hauptproblem. Der Bundestag ist die Legislative und nicht die Bildzeitung, das Ärzteblatt oder die Leserbriefseite in der Tageszeitung.

Im Übrigen: Nur weil das Volk meint, etwas wäre gut für das Volk, muß das noch lange nicht stimmen. Das Volk hat den volkswirtschaftlichen Sachverstand eines Blumenkohls und wie man gerade in Berlin sehr gut erkennen kann: Grünes Gemüse regiert nicht gut.

Gruß,
Christian

Hallo,

Das erklärst du mir bitte am konkreten Beispiel.

Hab ich das nicht im nächsten Satz?

Hier gehts nur um Begriffe - die sind beliebig
vertauschbar. Ein Lieblingsspiel der Philosophen.

So verliert die Sprache aber ihren Sinn und man kann sich das Ganze sparen, weil es genau NICHTS aussagt.

Ich halte es da mit den Mathematikern. Tausende Beispiele reichen nicht um die Richtigkeit einer Aussage zu bestätigen. Ein Gegenbeispiel reicht aber, um zu beweisen, daß eine Theorie falsch ist.
Das gilt dann für die gesamte Theorie, nicht nur für diesen einen Fakt.

Der Kommunismus mag ja von vielen gut gemeint sein, aber er funktioniert nun mal nicht mit Menschen.

cu Rainer

Hallo,

Das erklärst du mir bitte am konkreten Beispiel.

Hab ich das nicht im nächsten Satz?

Hier gehts nur um Begriffe - die sind beliebig
vertauschbar. Ein Lieblingsspiel der Philosophen.

So verliert die Sprache aber ihren Sinn und man kann sich das
Ganze sparen, weil es genau NICHTS aussagt.

Oh, das stimmt nicht. Denn es ist genau das Problem der Sprache.
Beispielsweise ist es in den angloamerikanischen Ländern so, dass es Begriffe gibt, di im Deutschen garnicht existieren und umgekehrt. Andere werden im Sprachgebrauch vollkommen anders verwendet. Genau über dieses Problem gehts dabei. Es ist nicht wichtig, ob es rot oder schwarz heisst, sondern wie es vergleichbar im Zusammenhang wirkt. Dialektik ist Lehre von Bewegung - deshalb sind seine Texte arg mit Vorsicht zu geniessen, da teils sehr abstrakt. Es kommt nur auf die Zusammenhänge an.

Ich halte es da mit den Mathematikern. Tausende Beispiele
reichen nicht um die Richtigkeit einer Aussage zu bestätigen.
Ein Gegenbeispiel reicht aber, um zu beweisen, daß eine
Theorie falsch ist.
Das gilt dann für die gesamte Theorie, nicht nur für diesen
einen Fakt.

Mathematiker begreifen schonmal nicht, dass 1+1 NIE zwei ist.

Der Kommunismus mag ja von vielen gut gemeint sein, aber er
funktioniert nun mal nicht mit Menschen.

Schau dir die Welt an. IUm Gegensatz zu den Prophezeiungen der Ökonomieorakel sind die durch seine Analysen gewonnenen Voraussagen exakt eingetroffen.
Hier gehts also nicht darum, ob ich den Kommunismus will oder nicht oder es dir passt oder nicht, sondern dass sich beim Kommen nicht wieder irgendwelche Weltverbesserer an die Spitze stellen und der Rest nach deren Pfeiffe tanzt.

Gruß
Frank

Hallo,

Oh, das stimmt nicht. Denn es ist genau das Problem der
Sprache.
Beispielsweise ist es in den angloamerikanischen Ländern so,
dass es Begriffe gibt, di im Deutschen garnicht existieren und
umgekehrt. Andere werden im Sprachgebrauch vollkommen anders
verwendet. Genau über dieses Problem gehts dabei. Es ist nicht
wichtig, ob es rot oder schwarz heisst, sondern wie es
vergleichbar im Zusammenhang wirkt. Dialektik ist Lehre von
Bewegung - deshalb sind seine Texte arg mit Vorsicht zu
geniessen, da teils sehr abstrakt. Es kommt nur auf die
Zusammenhänge an.

Genau da liegt ja mein Problem damit. Man kann nicht ein Wort aus dem Sprachgebrauch mit einer entgegengesetzten Bedeutung belegen und dann damit beweisen, daß das Wort im Sprachgebrauch einfach nur imme wieder von allen falsch verstanden wird.

Hier gehts also nicht darum, ob ich den Kommunismus will oder
nicht oder es dir passt oder nicht, sondern dass sich beim
Kommen nicht wieder irgendwelche Weltverbesserer an die Spitze
stellen und der Rest nach deren Pfeiffe tanzt.

Och da dürfen schon irgendwelche Weltverbesserer kommen. :wink:
Das Problen ist dabei nur, daß die das dann selbst so schnell vergessen und auch wieder nur in ihre eigene Tasche wirtschaften.
Aber selbst das ist ja das kleinere Problem.
Wirklich problematisch wird es ja, wenn diese Leute dann der Meinung sind, sie wären im alleinbesitz der Wahrheit, diese Wahrheit allen anderen aufzwingen und Gegenmeinungen unter Strafe stellen.

Ja, die Diktatur ist dabei das Problem, das siehst Du wohl richtig. War es nicht das, was Marx als Lösung gesehen hat? Die Diktatur des Proletariats? Auch das klingt mir nach Unterdrückung, deshalb mag ich’s nicht. :wink:

cu Rainer

Danke für Dein agressives Kommentar.

Also ich denke ein ganz entscheidender Punkt wurde hier
angesprochen. Einige gehen dann NICHT vorsorglich zum Arzt,
weil kost ja Geld. Ist das Fort- oder eher Rückschritt???

Das ist doch Quatsch. Wenn man sich so krank fühlt, daß einem
die Verbesserung des Gesundheitszustandes noch nicht 10 Euro
wert ist, dann ist man offensichtlich nicht krank genug. Die
Leute haben sich schon viel zu sehr daran gewöhnt, mit einer
Erkältung (bei der man ohnehin nur die Symptome bekämpfen kann
und das auch noch besser mit Hausmitteln als mit Chemie) zum
Arzt zu rennen, daß wir genau die Probleme haben, die wir
haben.

Hausmittel helfen also. Hmmm, komisch. Im Mittelalter haben die nicht sehr alt gemacht :wink: Aber Spaß beiseite. Wieviel ist dann die Gesundheit Wert??? 10€? 100€? 1000€? Wie willst Du Gesundheit an einem Kostenpunkt aufhängen??? Ausserdem ging es mir nicht mal um die 10 Euro, sondern mehr um die Ablehnung des Arztes, wenn man kein Geld dabei hat. Das ist mir nun schon öfters passiert, das ich kein Geld dabei hatte…

Davon ab stören mich 2 Sachen noch viel mehr.
1.: Hat man keine 10 Euro, wird man nicht behandelt!
Man stelle sich vor krank zu sein und kein Geld im Haus zu
haben. Da muss ich erst zur Bank rennen, bevor ich zum Arzt
kann (im kranken Zustand).

Auch Quatsch. Nach dem Arzt geht es zur Apotheke und jeder
weiß, daß man da eine Zuzahlung zu berappen hat. Ohne Geld ist
also ohnehin nichts los.

Siehe oben. Wer richtig krank ist, ist froh, wenn er beim Arzt angekommen ist, egal ob mit oder ohne Geld.

2.: Der Bürger wird hier gar nicht gefragt. Und es stört wohl
keinen. Die Politiker entscheiden einfach!!!

Besser, sie würden überhaupt niemanden befragen, sondern
einfach mal was machen. Die Tatsache, daß jedewr meint, in
seinem Interesse an den Entscheidungen herumdiskutieren zu
können, ist unser Hauptproblem. Der Bundestag ist die
Legislative und nicht die Bildzeitung, das Ärzteblatt oder die
Leserbriefseite in der Tageszeitung.

Im Übrigen: Nur weil das Volk meint, etwas wäre gut für das
Volk, muß das noch lange nicht stimmen. Das Volk hat den
volkswirtschaftlichen Sachverstand eines Blumenkohls und wie
man gerade in Berlin sehr gut erkennen kann: Grünes Gemüse
regiert nicht gut.

In diesen Dingen magst Du vieleicht ein bisschen Recht haben. Aber nur ein bisschen. Das unterstützt mehr die Theorie „Klappe halten“. Ob es das bringt… Sicherlich haben die meisten Bürger keine Ahnung von Politik und versuchen nur das beste für sich rauszuholen, aber halt nicht alle.

Ausserdem hat die Regierung keinerlei Erklärung abgegeben, wozu diese 10,- Euro dienen. Soll das die Kassen füllen??? Oder die halb kranken vom Arzt weg halten? Es trifft damit die Falschen. Die die richtig Krank sind und es nicht wissen, somit auch nicht zum Arzt gehen, weil kost ja 10 Euro, was ist mit denen? Die verschenken ihr Leben und wissen es nicht… Ist das Fortschritt???

Hi,

Genau da liegt ja mein Problem damit. Man kann nicht ein Wort
aus dem Sprachgebrauch mit einer entgegengesetzten Bedeutung
belegen und dann damit beweisen, daß das Wort im
Sprachgebrauch einfach nur immer wieder von allen falsch
verstanden wird.

Beschwer dich darüber bei den Philosophen, Marx kann da tatsächlich überhaupt nix dafür.

Ja, die Diktatur ist dabei das Problem, das siehst Du wohl
richtig. War es nicht das, was Marx als Lösung gesehen hat?
Die Diktatur des Proletariats? Auch das klingt mir nach
Unterdrückung, deshalb mag ich’s nicht. :wink:

Darum rede ich ja auch hier darüber, damit das gesehen wird.
Was Marx unter Diktatur desProletariats verstand, ist die Diktatur einer Klasse. Derzeit leben wir in der Diktatur des Kapitals. Verwechsel das bitte nicht mit einer Diktatur von einer handvoll Proleten wie in der DDR. Mit ersterer Diktatur hätte ich keine Probleme, sie besagt ja nur das Verbot von Kapital (im Kontext), was vernünftig ist.

Gruß
Frank

Hallo,

Darum rede ich ja auch hier darüber, damit das gesehen wird.
Was Marx unter Diktatur desProletariats verstand, ist die
Diktatur einer Klasse. Derzeit leben wir in der Diktatur des
Kapitals. Verwechsel das bitte nicht mit einer Diktatur von
einer handvoll Proleten wie in der DDR. Mit ersterer Diktatur
hätte ich keine Probleme, sie besagt ja nur das Verbot von
Kapital (im Kontext), was vernünftig ist.

Damit habe ich auch ein Problem. Wie soll die Wirtschaft funktionieren? Wo sollen die Anreize her kommen, ein neues Produkt ‚auf den Markt‘ zu bringen? Wer soll das machen? Und warum? Was, wenn er sich irrt?

cu Rainer

Hallo Frank,

Was Marx unter Diktatur desProletariats verstand, ist die
Diktatur einer Klasse. Derzeit leben wir in der Diktatur des
Kapitals. Verwechsel das bitte nicht mit einer Diktatur von
einer handvoll Proleten wie in der DDR. Mit ersterer Diktatur
hätte ich keine Probleme, sie besagt ja nur das Verbot von
Kapital (im Kontext), was vernünftig ist.

Wenn Jemand Etwas diktiert (befiehlt), unterdrückt er zwangsläufig einen Anderen.
Kapital kann man nicht verbieten, wenn Du Das wirklich für Dich willst, solltest Du jeden Tag Dein Konto leerräumen und das Geld an ärmere Menschen weitergeben, die aber dann wiederum das Problem haben, dass sie im Augenblick der Weitergabe Kapitalisten sind (sie besitzen Kapital).
Es geht doch eigentlich um die Umverteilung von zukünftigem Kapital und in dieser Hinsicht besitzt man in der Regel doch schon jetzt eine gewisse Macht als Verbraucher - Konsumauswahl/-einschränkung/-verzicht.
Natürlich büssen zuerst einmal die „Kleinen Leute“, da sie dann u.U. ihren Arbeitsplatz verlieren.
Wenn man das Spiel weitertreibt, werden letztendlich auch die Grosskapitalisten büssen müssen, indem sie soziale Unruhen riskieren, währenddessen sie auch ihr Kapital u.U. Umständen ihre Gesundheit einbüssen könnten.
Um soziale Unruhen zu vermeiden, ist m. E. konstruktives Diskutieren angesagt - im Klartext „ich hab’ keinen Bock auf Leichen vor meiner Wohnung“.

Gruß
Frank

Gruß
karin
dieinKatastrophenfällenzumEinsatzverdonnertwird

Hallo,

Damit habe ich auch ein Problem. Wie soll die Wirtschaft
funktionieren? Wo sollen die Anreize her kommen, ein neues
Produkt ‚auf den Markt‘ zu bringen? Wer soll das machen? Und
warum? Was, wenn er sich irrt?

Nein, bitte nicht schonwieder. Lies vielleicht mal im Finanzbrett meine vielen Debatten mit exc nach.
Hier gehts auch nicht drum, was schönes zu machen, sondern das einzig mögliche. Zur Hersterllung von Waren brauchst du zwei Dinge definitiv nicht: Kapital (in seiner abstrakten Form) und Lohnsklaven.
Ein Markt stellt kein Problem dar. Die Anreize sind auch anderweitig setzbar. Du kannst aber beispielsweise auf ALG und SoHi fast vollständig verzichten als „Staat“.
Irren ist nicht, bin ich mit exc durchgegangen. Ausserdem kann man auf die Resultate aus den Wirtschaften im Realsozialismus zurückgreifen. Warum die Pleite gingen, ist auch geklärt (politisch pleite, finanziell unmöglich).
Anreize für neue cProdukte hab ich massenhaft hier rumliegen. Ist nur unmöglich, diese hierzulande auf den Markt zu bringen.
Da Geld eh an Bedeutung verlieren wird, wirst auch du dir sicherlich andere Quellen zur Selbstbestätigung suchen :smile:

Gruß
Frank