Polo, niedriger Benzinverbrauch?!

Hallo,

ich habe einen etwa 10 Jahre alten Polo, 50 PS.
Die letzten Tage bin ich vor allem Berg hoch und Berg runter gefahren, habe häufig gebremst und dann wieder Gas gegeben.
Heute tanke ich und was sehe ich? Ein durchschnittlicher Benzinverbrauch von 5,9 liter/100km. Das kommt mir irgendwie unheimlich wenig vor. Ist das „normal“?

Danke, Maria

Hallo Maria,

Ein durchschnittlicher Benzinverbrauch von 5,9 liter/100km. Das kommt mir irgendwie unheimlich wenig vor. Ist das „normal“?

Das ist normal.
Wie hast du den Verbrauch ermittelt: Per „MFA-Mäusekino“ (die Anzeige ist recht genau) oder aus der getankten Menge ? Letzters beinhaltet bei nur einem Tankvorgang eine ziemlich Ungenauigkeit, da die Füllstände nicht genau definiert sind.
Gruß
Karl

Hallo Maria,

der Verbrauch ist recht unterschiedlich. Mit kaltem Motor und Stadtfahrt kann er doppelt so hoch liegen wie Überlandbetrieb und eine weitere Strecke. Da ist es egal ob es viel bergauf und -ab geht, der Motor läuft da im Teillastbereich. Bei nur einer Messung gibt es auch viele Unwägbarkeiten, volltanken und volltanken kann schon mal um 1-2 ltr differieren.
Gruß elmore

Hallo,

der Verbrauch in den Bergen ist oft geringer als in der Ebene. Zumindest, wenn man nicht mit Dauervollgas bergauf fährt und bergab (z.B. durch enge Serpentinen) ewig bremsen und wieder beschleunigen muss.
Konkretisiere deswegen mal „habe häufig gebremst und dann wieder Gas gegeben.“ bzw. verrate uns mal, was Du normal verbrauchst.

Achte auch mal beim nächsten Tanken auf den Verbrauch. Wenn der dann unnatürlich hoch ist, hat das letzte Mal die Zapfpistole zu früh abgeschaltet. Das verfälscht den Verbrauch auch manchmal.

Beste Grüße
Guido

Hallo Guido,

der Verbrauch in den Bergen ist oft geringer als in der Ebene.

hast du dafür eine Erklärung oder (reprodizierbare) Werte ?
Was bergauf und bergab angeht: da kompensieren sich die Energie-Erfordernisse von beidem, wenn man auf derselben Höhe aufhört auf der man losfuhr. Also gibt’s daraus keinen Einfluss.
Aber vielleicht aus dem Fahrtverhalten/Fahrstil, habe aber keine Idee dazu.
Gruß
Karl

welche Reifen?
Moin,

mit den selben Reifen wie immer? Oder diesmal Winterreifen? Gleiche Größe wie immer oder andere?
Auch der Wegstreckenzähler im Auto hat eine gewisse Ungenauigkeit die sich bei unterschiedlichen Reifengrößen auch noch verändert. Ist der Umfang z.B. 10% kleiner (gibt es!) sind es dann nicht 5,9l auf 100km sondern 5,9l/90km was dann schon 6,6l/100km ergibt!

VG
J~

vielleicht isses ein diesel? :wink:

Hallo,

eine Möglichkeit wäre, dass

  1. der Motor seinen höchsten Wirkungsgrad nahe Vollast hat und damit die Bergaufstrecken effizienter bewältigt werden (beim Runterfahren dann Nullverbrauch wg. Schubabschaltung)
  2. geringere Geschwindigkeiten gefahren wurden und damit der Luftwiderstand weniger Energie gefressen hat

wie geagt, nur eine Möglichkeit.

Gruß, Niels

Hallo,

mal zum Vergleich:

ich habe als Student mal bei einer Schwarzwaldtour einen verbrauch von 6,9 l/100 km erzielt. Mit einem Kadett B mit 40 PS Baujahr: 1972.

Vor ein paar Jahren dann eine Fahrt durch den Pfälzer Wald mit einem Omega A 2,4 (125 PS) ergab ebenfalls einen Verbrauch von 6,9 l/100 km.

Mit unserem Agila B 86 PS) haben wir im Allgäu letztes Jahr rund 5 l/100 km verbraucht.

Insofern scheint mir der Verbrauch von 5,9 für einen Kleinwagen mit 50 PS nicht besonders niedrig.

Gruß, Niels

Hallo Karl,

irgendwie ist meine Antwort verschwunden. Hier noch mal:

Es handelt sich um Erfahrungswerte, allerdings mit älterer Technik, so 80er bis Mitte 90er BJ. Durch die Schubabschaltung sollte das aber auch bei heutigen Motoren noch leichter machbar sein.

Meine Theorie: Bergauf braucht der Motor natürlich mehr Kraftstoff als in der Ebene, aber deutlich weniger als die doppelte Menge. Bergab ist die Ersparnis größer als der Mehrverbrauch bergauf. Zumindest wenn man nicht mit Dauervollgas bergauf fährt und der Streckenverlauf passt, man also nicht bergab ewig vor Kurven bremsen muss.

Beste Grüße
Guido

Hallo Niels,

eine Möglichkeit wäre, dass

  1. … (beim Runterfahren dann Nullverbrauch wg. Schubabschaltung)

aber nur dann, wenn man wirklich voll vom Gaspedal runtergeht.

  1. geringere Geschwindigkeiten gefahren wurden und damit der
    Luftwiderstand weniger Energie gefressen hat

Das wird es sein !
Gruß,
Karl

Verbrauch Bergfahrten
Hallo Karl,

hast du dafür eine Erklärung oder (reprodizierbare) Werte ?

Eine Erklärung habe ich dafür nicht. Komischerwerise habe ich mit 2 verschiedenen Autos (einmal 60 PS Vergaser, einmal 75 PS Einspritzer) einen sehr niedrigen Verbrauch (bei dem Vergaser war es der niedrigste Verbrauch, den ich überhaupt mit der Kiste erreicht habe) auf einer Fahrt gehabt, die mich über mehrere Alpenpässe (u. a. Stilfser Joch) geführt hat. Und gefahren bin ich durchaus recht flott!

Das heißt aber aquch: ca 300 km Strecke ständig bergauf und bergab von ca. 500m Meerrehöhe bis 2700m!

Die einzige Erklärung: Vollgas in einem Geschwindigkeitsbereich, der oft nur bis 50 km/h und sehr selten über 100 km/h geht.
Oder eben garkein Gas, wenn es bergab geht…

Viele Grüße
HylTox

Hallo Hyltox,

Eine Erklärung habe ich dafür nicht. Komischerwerise habe ich
mit 2 verschiedenen Autos (einmal 60 PS Vergaser, einmal 75 PS
Einspritzer) einen sehr niedrigen Verbrauch (bei dem Vergaser
war es der niedrigste Verbrauch, den ich überhaupt mit der
Kiste erreicht habe) auf einer Fahrt gehabt, die mich über
mehrere Alpenpässe (u. a. Stilfser Joch) geführt hat. Und
gefahren bin ich durchaus recht flott!
Die einzige Erklärung: Vollgas in einem Geschwindigkeitsbereich, der oft nur bis 50 km/h und sehr selten über 100 km/h geht. Oder eben garkein Gas, wenn es bergab geht…

Noch zwei Erklärungen: 1.) Auf der Strecke, in einem Stück gefahren, wurde der Motor nie kalt. 2.) Das Geschwindigkeitsniveau war vergleichsweise niedrig, deswegen ein geringerer Luftwiderstand.
Gruß,
Karl

Hi,

Meine Theorie: Bergauf braucht der Motor natürlich mehr
Kraftstoff als in der Ebene, aber deutlich weniger als die
doppelte Menge. …

Das liegt wohl daran, daß der Wirkungsgrad mit der abgegebenen Leistung steigt. Sieht man auch daran, daß z. B. ein Auto, das mit 200 km/h fährt, nur verhältnismäßig wenig mehr Treibstoff verbraucht, als wenn es mit 100 km/h fährt, obwohl sich die nötige Antriebsenergie vervierfacht.

Gruß S