Hallöchen,
dein Beitrag klingt recht negativ.
- Jeder Kauf kommt zunächst der deutschen Wirtschaft zugute (USt. und Gewerbesteuern durch Firma und Gebäude-Vermieter)
- Die Mitarbeiter zahlen Steuern und Sozialabgaben. (solange sie halt einen Job haben)
Es gibt garantier noch so manche andere Abgabe. Die zähle ich nicht auf, da sie dann von Buchführung, Kalkulation etc. abhängt und man sich davor evtl. davor „herumbiegen“ könnte.
Bevor man sich (ganz allgemein) für „deutsche Produkte“ stark macht, sollte man evtl. mal ins Innenleben der Geräte schauen.
„Buy American“ ?
Kauft deutsche Ware ?
Bitte sehr.
Einen VW gefälligst, der ausschließlich von deutschen Mitarbeitern hergestellt wird ? öööööh ? Gibts nicht.
Eine Waschmaschine, die ausschließlich in Deutschland hergestellt wird ?.. such mal.
Es gibt nur ganz rare Produkte, die wirklich komplett „Made in Germany“ sind… und die kann sich ein „Normalverbraucher“ nicht leisten.
Man unterstützt mit dem Kauf auch automatisch ausländische Zulieferer. Das ist normal.
Wenn ich nun das skandinavische Markenhandy kaufe, das im Rheinland gebaut wird… dann geht eben auch Kohle in Richtung Norden… da kannste nichts gegen machen.
So arm kann man nicht dran sein ?
Ein Hartz 4- Empfänger hat ca. 350 € zum Leben. Woher soll er sich eine „Markenmaschine“ leisten können ?
Ein Zeitarbeiter hat ~ 1000 € brutto… als Single damit ca. 7-800 €
Miete + Nebenkosten + Lebensmittel abgezogen…
was bleibt da noch über ?
Viele bringen damit sogar auch noch einen 4-Personen-Haushalt durch - ohne Anspruch auf staatliche Hilfe.
Frisöre, Kellner, Schnellimbiss-Bedienung, Fensterputzer und so weiter und so fort …
Es gibt seeehr viele Berufsgruppen, die sich den ganzen Tag abrackern müssen und am Ende nur gerade so viel haben, dass sie gerade überleben können.
Offiziell wird die „Armutsgrenze“ überschritten… weil ja immer nur vom Bruttoverdienst ohne Wohnkosten ausgegangen wird.
Im „Bedarfsfall“ heißt es dann: „Zieh doch aufs Land. Da ist es billiger“… und fahr täglich 150 Km durch die Gegend um zur Arbeit zu kommen. Die Kosten dafür kannst du dann mit der Ersparnis aufrechnen… und stellst fest, dass du ca. 60 Stunden/Monat auf der Straße verbringst und dafür insgesamt genau so viel zahlst, als wenn du nicht „aufs Land“ gezogen wärst.
Nicht jeder Haushalt hat mal eben so einige 100 € MEHR für ein „Markenprodukt“ übrig. ´Jeder hat das Recht, Geld zu sparen.
Wer dagegen nur mit Kreditkarte bei ausländischen Anbietern im Internet einkauft… DER nutzt der deutschen Wirtschaft nicht… weil eben von der Kohle nichts hier bleibt.
Mal so kommentiert
Salü
BJ