Polypen OP und Röhrchen ins Ohr. Ist dass sinnvoll

Hallo, Mein Tochter, 1 Jahr und 5 Monate, ist seit 5 Monaten in der Krippe und seitdem auch oft krank Sie hat nun schon dreimal eine starke Angina gehabt und hat dann immer Fieber um die 40 Grad und die Ohren waren von innen ständig rot. Einmal stand sie kurz vor einer Mittelohrentzündung. Da es nicht gut ist, wenn sie jedesmal Antibiotika bekommt, hat uns die kinderärztin zu einem HNO Arzt geschickt. Er hat in Nase, Mund und Ohren geschaut und hat mir erklärt, dass die Ohren sehr doll angegriffen sind und dass sich dort auch irgendwie Wasser gebildet hat. Nun soll sie zur Mandelrachen entfernung - dass sollen wohldie Polypen sein. Und wenn durch einen Schnitt ins Trommelfell das Wasser nicht abläuft, sollen ihr auch die Röhrchen eingesetzt werden. Dort habe ich auch sehr schnell einen Termin bekommen. Nun frage ich mich, ob dieses sinnvoll ist, denn es ist ja mit einer Narkose verbunden und die kleine ist ja noch nicht so alt.

Freue mich über jede Antwort und bedanke mich schonmal im Voraus

Gruß Dörte

Ich hatte bei meinen beiden Söhnen daß gleiche Problem und habe die Polypen entfernen lassen, Paukenröhrchen waren nicht notwendig.Der Eingriff wurde aber erst mit ca. 5 Jahren durchgeführt.
Durch meine Arbeit im Kindergarten werde ich manchmal auch zu solchen Gesprächen unter den Müttern hinzugezogen und stelle fest, dass die Tendenz eher zum „nicht operieren“ besteht. Grund dafür liegt im Wachstum. Der Kopf wächst ja auch, somit wird Raum in den Nebenhöhlen, Nase und Ohren auch größer, die Polypen haben somit auch mehr Platz und Sekrete, Wasser etc. können besser abfließen, es staut sich nichts mehr und es können sich keine Entzündungen mehr bilden. Aus diesem Grund warten viele Eltern ca. bis zum Vorschulalter und schauen wie sich die Situation entwickelt, oft ist dann eine OP nicht mehr notwendig. Anderes reagieren würde ich, wenn das Gehör beeinträchtigt ist, weil dadurch die Sprachentwicklung verzögert werden könnte.
Leichte Entzündungen etc. könnte man auch mit Hausmitteln wie Quarkumschläge, Kartoffeln oder Zwiebelpäckchen behandeln, aber wie gesagt nur leichte!

Vielleicht solltest Du noch zweite ärztliche Meinung einholen.

Gruß Evi