Hallo,
für etliche Punkte ein verdientes Sternchen von mir.
Einige Details muß ich aber - pedantischer Klugscheißer der ich manchmal bin - leider korrigieren.
Polypropylene zeichnen sich u.a. durch hohe Härte und
Wärmebeständigkeit aus sowie dadurch, dass sie eine gute
Chemikalienbeständigkeit aufweisen.
Naja - Härte und PP sind keine wahren Freunde. PP ist sogar relativ weich, sonst würd´s als Dübel nicht taugen. Wenn Festigkeit und Steifigkeit gefordert sind, dann gibt man kurze Glasfasern hinzu, oder nimmt gleich ein faserverstärktes PA.
Mit den von Dir in Erwägung gezogenen Chemikalien wirst Du
nicht viel ausrichten, aber auch sonst ist schwer zu sagen,
was helfen könnte, da ihnen oft Zuschläge beigemischt werden
(Talkum, Kreide, Holzmehl, Glasfasern, metallische
Überzüge…), die ihre Haltbarkeit weiter erhöhen. Da auch
kurzfristiges Erwärmen bis ca. 140 Grad ihnen nichts anhaben
kann, würde ich es am ehesten mit Vereisen versuchen - das
kann (Fehlen entsprechender Zuschläge vorausgesetzt) dazu
führen, dass sie spröde werden und sich relativ leicht
zerbröseln/mechanisch zerkleinern lassen.
Korrekt.(*chen)
Sollten keine
UV-Stabilisatoren beigemischt sein, kannst Du es auch mit
UV-Licht (Augen schützen!) versuchen.
Uff, wenn es wirklich ein Dübel ist, der in der Wand steckt, dann kannst Du lange mit UV draufballern. Denn: erstens sind inzwischen fast alle PP-Sorten bereits ab Werk (sprich: ab Polmerisation) mit diversen Stabi´s ausgerüstet, zum zweiten mußt Du das UV erst mal an den Werkstoff heranbekommen. Und drittens: Wenn wir PP im QUV prüfen, dann „braten“ wir es 200-1000 Stunden im Xenonstrahler. Der ist stark genug, um einen gewöhnlichen Ballermann-Asi binnen Minuten in eine halbrohe Kopie von Roberto Blanco zu verwandeln.
Mit Muttis Schwarzlichtröhre ist da nix zu holen.
Zum Ursprungsproblem: Ausbohren wurde schon genannt, wie ist es denn mit einem Schraubhaken, halb reingedreht und dann mit roher Gewalt rausgerissen?
Gruß
BeLa