Poolüberdachung begehbar

Hallo,

ich benötige Unterstützung bei der statischen Beurteilung meiner Poolüberdachung. Die Überdachung ist ca. 6x3,5m.

Aktuell besteht die Konstruktion aus 40x40x4 mm Vierkantrohren (siehe Foto). Das Problem ist, dass sich die Konstruktion über die Zeit in der Mitte sichtbar setzt bzw. durchbiegt (ca. 3cm). Ich bin daher auf der Suche nach einer geeigneten Verstärkung, bin mir aber unsicher, ob diese besser über zusätzliche Längsträger oder Querträger erfolgen sollte.

Eine Herausforderung ist, dass ich nur sehr eingeschränkt von unten schweißen kann. Daher habe ich folgende Idee in Betracht gezogen: Die gesamte Konstruktion um ca. 20 cm anzuheben, um mittig einen stärkeren Träger (z. B. 100x40x4 mm) einsetzen zu können. Dieser könnte im Bereich der aktuellen Durchbiegung sauber angeschweißt werden. Zusätzlich würde ich links und rechts davon weitere Längsverstärkungen aus 40x40x4 mm Vierkantrohren im Abstand von ca. 1 m vorsehen.

Ich wäre sehr dankbar für eine fachliche Einschätzung:

  • Ist dieser Ansatz sinnvoll?

  • Würden Längsträger das Problem ausreichend lösen, oder wären andere Maßnahmen zielführender?

Ich wollte auf die Poolüberdachung Holzdielen befestigen und Gartenmöbel. Aktuell ist die mitte das Problem und ich kenne mich hier zu wenig aus :slight_smile: Bin über jeden Rat dankbar. Die Überdachung lässt sich via Motor bewegen und soll den Pool schließen.

Vielen Dank im Voraus für Ihre Unterstützung!

Mit freundlichen Grüßen

Hallo,
zunächst einmal: Ich bin Elektriker und kein Statiker.

Warnhinweis Nummer 2: Auch wenn die Absturzhöhe gering ist, so ist beim Versagen der Konstruktion dennoch leider denkbar, dass man beim Durchbrechen mit den Beinen sich die Aterie am Oberschenkel am scharfkantig abgebrochenen Metallteil aufreißen könnte - das wäre tödlich.

Dennoch hätte ich eine Idee, die du aber bitte auf eigene Gefahr und am besten nach Rücksprache mit einem Statiker umsetzst.

Du hast aktuell Quaadratrohr, welches auf Biegung belastet wird. Es wird sich immer biegen, du kannst den Betrag nur durch mehr Material oder rechteckige Profile, die hochkant eingeschweißt würden, stark verringern.

Wenn du aber unter der Konstruktion diagonale Querträger einsetzt, die zusätzlich den mittleren Längsträger unterstützen, dann würden diese bei Belastung auf Zug belastet und die vorhandenen Querträger auf Druck. Da können enorme Kräfte ohne merkliche Längenänderunga aufgenommen werden - wenn die Schweißnähte perfekt sind.
Schwarz eingezeichnet die vorhandenen Querträger, rot die neuen.

Aus dem Bauchgefühl würde ich da mit vielleicht vier Stück rechnen.

Du bildest so absolut stabile Dreiecke, die sich ohne Längenanderung der Seiten rein geometrisch nicht ändern können. Die roten Träger würden bei Belastung auseinander gezogen werden, die schwarzen gestaucht werden. Ich erwarte, dass sich die Durchbiegung damit dramatisch verringern würde. Je hoher die mittlere Stütze wird, desto geringer ist die Belastung und umso niedriger die Durchbiegung.

Zusätzliche Vierkantohre haben denselben Effekt - gerne rechteckige, nicht quadratische Profile hochkant einschweißen. Aber das erfordert mehr Materialeinsatz, da du auch dort, wo das Material nur niedrig bis gar nicht beansprucht wird, dennoch die volle Wandstärke hast.

(Wie man gut erkennt, bin ich nicht nur kein Statiker, sondern auch kein Technischer Zeichner)

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