Porto höher angegeben als tatsl. Porto

Hallo Sandra,

Ich glaube auch langsam man ist zu gut für diese Welt! Aber
ich könnte trotzdem nicht so unkulant sein und ich will mich
auch nicht ändern!!

Der Punkt, der mich am meisten ärgern würde, ist der, daß der VK eben sagt, Päckchen geht nicht, deshalb 7 Euro Porto, eben Paketkosten. Nun ist ein Päckchen aber doch möglich, worauf basieren dann die 7 Euro?

Wie oft hab ich schon Schuhgeschäfte abgeklappert, um an kostenlose Kartons zu kommen, und den Weg zur Post hab ich auch nicht berechnet. Ich würde mich ganz einfach schämen, über die tatsächlichen Versandkosten hinaus noch für niemanden nachvollziehbare Verpackungs- und Wegekosten zu berechnen. Das einzige, was ich dem Käufer in Rechnung stelle, ist im Falle eines Falles eben ein großer Luftpolsterumschlag, denn der ist einfach schweineteuer. Das war’s dann aber auch.

Nun ist es aber nicht mehr zu ändern, gib eine entsprechende Bewertung ab, das erleichtert vielleicht etwas und läßt zukünftige Käufer dann doch eher mal genau nachfragen.

Gruß,
Doro

… ich nochmal. Ja, Du triffst genau meine Meinung.
Aber wenn ich ihm jetzt eine neg. Bewertung gebe, dann habe ich meine erste neg. Bewert. und das weil sich der andere nicht korrekt verhält!
Ich muß mal schauen, was ich mache.
Gruß Sandra

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GESAMTPREIS!!!
Moien!

Wäre anderes Poroto angegeben wäre vermutlich der Auktionsbetrag höher gewesen. Du hast den Artikel zum Gesamtpreis incl. Porto ersteigert und das Geschäft ist völlig korrekt abgewickelt worden!

Bernd

Hi!

Wat is los? Entschuldige bitte, aber… da find ich ja keine Worte mehr! Der VK hat doch zu gegeben, daß der 1. Schalterbeamte 7,-€ verlangt hätte und als sie es dann zur Post gebracht haben um es zu verschicken, bei einem anderen Beamten, haben sie tatsächlich 4,10€ bezahlt!! Das sind mind. 2,-€ in die Tasche gesteckt.
Soviel zu : „Korrekt abgewickelt“

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Also, vielleicht nochmal ein bißchen näher erklärt: Der VK hat im Nachhinein erklärt, daß der 1. Schalterbeamte seiner Frau gesagt hat, das geht nur als Paket(7,-€). Und als sie es aufgegeben haben, sagte ein anderer Schalterbeamte auf einem anderen Postamt:"4,10€ als Päckchen-so ist es dann auch hier angekommen.
Und mir geht es nur darum, daß ich schon oft genug die Differenz zurück überwiesen habe, weil ich das nur fair finde!
Wenn ich das bei 10 Artikeln so mache wie dieser, dann hab ich schon 20,-€ in der Tasche!!?
LG Sandra

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Dumm ausgedrückt…
…hat sich der Verkäufer mit dem Satz: „Wegen der Größe muß ich leider 7,00 Euro Porto nehmen, da es nicht als Päckchen verschickt werden kann.“

Er hätte schreiben sollen: 7 € Versandkosten und sonst nix.

Wenn man bedenkt, wie hier eine streitbare Weiberfront diese „Untat“ eines offenkundigen Gelegenheitsverkäufers anprangert, kann es einem schon übel werden. Dabei geht Ihr doch sicher auch irgendwo arbeiten. Und? Wie verdient Euer Chef seine Mäuse, um Euch samt Sozialabgaben bezahlen zu können? Er drückt sich klarer aus als dieser Gelegenheitsverkäufer bei Ebay, ob aber seine Preise so fair sind, steht auf einem anderen Blatt.

Ihr vergesst offenbar, dass auch bei Kauf in einem Kaufhaus „Versandkosten“ anfallen: Ihr müsst das Auto in Gang setzen, Spritt und Zeit vergurken und ggf. feststellen, dass im Kaufhaus a) nicht das Richtige ist. Und dann geht’s weiter ins nächste Geschäft…

Bei mir steht bei Ebay lapidar € 7,50 versichert und € 4,50 unversichert. Und wenn der Kunde Pech hat, kommt die Ware im Einschreibebrief, der ist ebenso billiger als ein Paket und entsprechend Normalbrief statt Päckchen. Ich werde einen Teufel tun und meine Verpackungskünste auch noch honorarfrei zur Verfügung stellen. Außerdem kostet es schon mal auch meinen ganzen Charme, der Postfrau klarzumachen, dass 5,5 cm in Wirklichkeit nur 5 cm sind, wenn sie ein bisschen drückt. Und damit bin ich dann bei 2,20 (Maxibrief) statt 4,10 (Päckchen). Beim Postmann klappt das nicht, der ist stur und führt mir immer seine Schablone vor. Selbst ein Witzchen wie „bei der Hitze ist wohl die Schablone zusammengeschrumpft“ nützt nichts. Also wenn mir dann ein Kunde käme (es kam aber bis heute noch keiner!), die Portomarken wären aber billiger als meine Versandkosten, dann bekäme er die Antwort, nochmal mein Angebot genau durchzulesen. Es wird doch schließlich niemand gezwungen, irgendetwas zu ersteigern, oder?

Gruß in die Nacht
Richard

p.s.: Bei Ebay klemmt im Moment sowieso die neue Software. Heute konnte ich gar nichts einstellen, ich kam einfach nicht auf meine Seite.

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Hi Sandra,

daß ich schon oft genug die
Differenz zurück überwiesen habe, weil ich das nur fair finde!

ich finde es wirklich einen netten Zug von dir, wenn du gespartes Porto zurücküberweist (musst du dafür keine Überweisungsgebühr bezahlen??). Aber VERLANGEN kann das keiner. Weder von dir, noch von deinem Verkäufer.

Ich fände es einfach unfair, wenn du negativ bewerten würdest. Meiner Ansicht nach hat der VK eben korrekt gehandelt, auch wenn der Beschreibungstext etwas „unklar“ war.

Viele Grüße,
J~

Hallo, jetzt misch ich mich auch mal ein :smile:

Mal abgesehen davon, dass ich auch die Versandkosten manches mal schon zu hoch angesetzt habe (im Gegenzug auch schon drauf gezahlt habe) habe ich mich m. E. auch immer korrekt verhalten und dann einfach das zu viel bezahlte Geld wieder mit verschickt (vor dem zur Post bringen eben mal abmessen und wiegen, dann weiß man, wie viel es wirklich kosten wird).

Ich kann auf der einen Seite verstehen, dass du dich ärgerst, weil ja in der Beschreibung stand, dass ein Päckchen nicht möglich ist. Ein „netter“ Verkäufer hätte dir das aber - so sehe ich das zumindest - schon per Mail mitgeteilt noch bevor das Päckchen da ist und hätte dir angeboten, dir das überzahlte Geld zurück zu erstatten. Und wenn du dann nett gewesen wärst hättest du es ihm als „Trinkgeld“ gelassen, um 2€ ärgert man sich nicht… aber er hat eben nichts gesagt und da wäre ich dann auch nen bisschen verärgert…

… ich nochmal. Ja, Du triffst genau meine Meinung.
Aber wenn ich ihm jetzt eine neg. Bewertung gebe, dann habe
ich meine erste neg. Bewert. und das weil sich der andere
nicht korrekt verhält!
Ich muß mal schauen, was ich mache.
Gruß Sandra

Du musst deine Bewertung nicht unbedingt sofort abgeben, du hast dafür bei Ebay 90 Tage Zeit und unter dieser
http://www.wortfilter.de/bew90.html Adresse kannst du es sogar noch später machen.

Bis dahin wird der Verkäufer sicherlich bewertet haben oder aber er tut es gar nicht mehr (und den Trick mit dem Formular bei Wortfilter.de muss er ja auch nicht unbedingt kennen bzw. benutzen).

Außerdem musst du ja nicht unbedingt gleich negativ bewerten, da es ja wohl von ihm keine Absicht war, dich zu vera***. Eine neutrale Bewertung reicht doch auch. Negativ würde ich nur bewerten, wenn etwas wirklich schlimmes passiert wäre (wie 6 Monate Wartezeit bis die Ware kommt, oder Ware unbrauchbar o.ä.).

Liebe Grüße
Timid

Hallo Sandra,

sieh’s mal so: wären die Versandkosten niedriger gewesen, hätten mehr Leute mehr geboten. Und wenn die Leute erstmal mitgeboten haben, gehen einige auch immer höher nur um zu gewinnen. Unter Umständen wäre der Gesamtpreis also vielleicht 9 € + 2,50 € Versand = 11,50 € gewesen.
Das Geld das du überweisen musst ist doch gleich viel, egal ob du Preis 6€ + Versand 2€ oder Preis 2€ und Versand 6€ überweisen musst. Die einzigen, die sich beschissen fühlen dürften sind eBay, und wenn’s die nicht juckt…

Gruß
Daniel
(der nur ein Problem hat, wenn keine Versandkosten angegeben werden und dann wird abgezockt --> da hilft wirklich nur noch nicht bieten)

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Hallo Ulla,

Deswegen ja die sachliche Bewertung (die trotzdem positiv sein
kann) mit dem Zusatz: „Zuschlag auf Porto 2,80 €“ Es gibt
viele Käufer, die das interessiert.

mal ganz ehrlich: Welcher Käufer liest sich die ganzen positiven Bewertungen vor dem Bieten durch? Man sieht, wie viele % positiv ist, fliegt mal drüber und schaut sich (ich zumindest) vorwiegen negative und neutrale Bewertungen ab um zu sehen, welche Probleme es gab.

Eine Anmerkung der „Portoabzocke“ in den ganzen positiven Bewertungen wird kaum jemand sehen.

(Und diese Anmerkung ohne jetzt gleich loszuschreiben, dass ich ne negative Bw abgeben würde. Würde ich nämlich auch nicht, außer es war vom VK wirklich als Abzocke „geplant“, wonach es nicht aussieht.)

Liebe Grüße
Timi

Grüße von der streitbaren Weiberfront
Hallo Richard,

wer prangert hier eigentlich wen an? Du doch uns „Weiber“. Und mit Übelkeit kann man zwar auf eine Meinungsverschiedenheit zu reagieren, muss man aber nicht.

Das Ganze ist doch längst geklärt. Die Diskussion verlief auf (mindestens) zwei verschiedenen Ebenen: einer vertraglich-rechtlichen und einer „weibermäßig“ emotionalen. Deswegen wurde auch so viel aneinander vorbei geredet.

Gruß
Ulla

Wenn man bedenkt, wie hier eine streitbare Weiberfront diese
„Untat“ eines offenkundigen Gelegenheitsverkäufers anprangert,
kann es einem schon übel werden. Dabei geht Ihr doch sicher
auch irgendwo arbeiten. Und? Wie verdient Euer Chef seine
Mäuse, um Euch samt Sozialabgaben bezahlen zu können? Er
drückt sich klarer aus als dieser Gelegenheitsverkäufer bei
Ebay, ob aber seine Preise so fair sind, steht auf einem
anderen Blatt.

Ihr vergesst offenbar, dass auch bei Kauf in einem Kaufhaus
„Versandkosten“ anfallen: Ihr müsst das Auto in Gang setzen,
Spritt und Zeit vergurken und ggf. feststellen, dass im
Kaufhaus a) nicht das Richtige ist. Und dann geht’s weiter ins
nächste Geschäft…

Guten Morgen, Ulla!

Anprangern ist nicht gewollt, aber „verdeutlichen“ und das darf dann auch mal etwas provokant sein.

wer prangert hier eigentlich wen an? Du doch uns „Weiber“. Und
mit Übelkeit kann man zwar auf eine Meinungsverschiedenheit zu
reagieren, muss man aber nicht.

Ooch, übel war mir nicht gerade bei Abfassen des Postings :smile:

Das Ganze ist doch längst geklärt. Die Diskussion verlief auf
(mindestens) zwei verschiedenen Ebenen: einer
vertraglich-rechtlichen und einer „weibermäßig“ emotionalen.
Deswegen wurde auch so viel aneinander vorbei geredet.

Tja, so ist das mit Euch „Weibsen“: hauptsache emotional, rational ist out, aber nicht bei allen, zugegeben. Zwischenmenschlich mag ich ja auch gern emotional.

Aber nochmal zum Kern: Da hat so ein unbedarfter Ebayer ein schlechtes Gewissen bei Erhebung seines Versankostenpreises und „mogelt“ da was von Paketpreis, wohl ahnend, dass so ein gebrauchts Teil nichts bringen wird (ein Gebührenhfeft der Post hat er sicher in der Schublade) und schwupp ist er „erwischt“ worden. Hätte er die Wickelunterlage in den Müll getan, hätte er vermutlich mehr Spaß gehabt durch die dazugewonnene Freizeit.

Ich finde es irgendwie zum Kotzen, wenn nun hier von der „streitbaren Weiberfront“ der Fall derrickartig mit dem Brustton der Empörung aufgetischt wird. Am liebsten würden sie ihn teeren, federn und ans Rad spannen und von der Zugspitze runterrollen lassen. Und so kommt es dann, dass viele Anbieter die Lust verlieren, was ja auch zu sinkenden Umsätzen bei Ebay geführt hat (dafür steigen kleinere Auktionshäuser, was ja auch ok ist). Wenn ich bedenke, wieviel Zeit so ein Gebrauchthändler aufbringen muss (Digitalfoto machen, auf den PC übertragen, Text fabrizieren, von Hand ohne Turbolister einstellen und dann Karton besorgen, verpacken, zur Post rennen oder fahren, Schlange stehen, bis er dran kommt, Sprit, Zeit usw.), um dann möglichst noch einen Strafpunkt für ganze 3 Euronen zu ergattern, dann wundere ich mich immer wieder, wie naiv da munter weitergemacht wird. Oder ist das Masochismus? Was sagt die Psychologin dazu?

Gruß
Richard

Moin Richard,

Tja, so ist das mit Euch „Weibsen“: hauptsache emotional,
rational ist out, aber nicht bei allen, zugegeben.
Zwischenmenschlich mag ich ja auch gern emotional.

Na, eine gewisse Emotionalität und großes Engagement kann man ja einigen „männlichen“ Postings nicht ableugenen, gelle?

Ich finde es irgendwie zum Kotzen, wenn nun hier von der
„streitbaren Weiberfront“ der Fall derrickartig mit dem
Brustton der Empörung aufgetischt wird.

Das ganze Diskutiere darüber und noch genauer und detaillierter und noch mehr Begründungen suchend kam doch erst aufgrund der vielen empörten Gegenstimmen. Das hat sich doch gegenseitig hochgeschaukelt; es gehören immer mindestens zwei zum Streiten.

Am liebsten würden sie
ihn teeren, federn und ans Rad spannen und von der Zugspitze
runterrollen lassen.

Ach wo, sondern sich nur mal darüber austauschen, dass man sich in so einem Fall eben vom VK irgendwie verar… vorkommt. Das ist die emotionale Seite, die ich meinte. Die ganze Aufregung um Für und Wider, die Anmachereien etc. ist dann drumrum entstanden aus gegenseitigem Unverständnis, da auf verschiedenen Ebenen argumentiert wurde.

Wenn ich bedenke, wieviel Zeit so ein
Gebrauchthändler aufbringen muss (Digitalfoto machen, auf den
PC übertragen, Text fabrizieren, von Hand ohne Turbolister
einstellen und dann Karton besorgen, verpacken, zur Post
rennen oder fahren, Schlange stehen, bis er dran kommt, Sprit,
Zeit usw.), um dann möglichst noch einen Strafpunkt für ganze
3 Euronen zu ergattern, dann wundere ich mich immer wieder,
wie naiv da munter weitergemacht wird.

Genau, es kommt auf die Motivation des Einzelnen an, warum er sich das Verkaufen bei eBay antut. Ich bin übrigens selbst aktive eBay-Verkäuferin (im privatem Rahmen) und kenne o.g. Aufwand durchaus. Bloß würde ich mir, wie wohl Sandra auch, blöd dabei vorkommen, mir die gebrauchten Kartons/Umschläge und den anderen Zeit- und Mühe-Einsatz extra bezahlen zu lassen. Leute, die das anders handhaben, würden sich sicher auch nicht drüber ärgern, wenn jemand einen kräftigen Zuschlag zum Porto nimmt, klar.

Oder ist das
Masochismus? Was sagt die Psychologin dazu?

Nein, Masochismus sicher nicht. Im Gegenteil: Spaß am Verticken von übrigen Sachen, ein gewisser Reiz (Zockerei), einen ansehnlichen Preis zu ergattern, Platz zu kriegen und auch noch Geld dafür, einen guten Punktestand… Und zu genau diesen Motiven passt eben diese (krass formuliert) Portoabzocke nicht.

Jedenfalls hab ich mich gefreut, dass du dir die Mühe gemacht hast, zu antworten und finde diesen Thread langsam fruchtbar.

Viele Grüße
Ulla

Hallo Ulla,

Engagement und Emotionalität, falls Dir Gottschaldt (Kurt) noch was sagt, der sprach vom „Aufforderungscharakter“ einer Sache, hier also Ebay.

Na, eine gewisse Emotionalität und großes Engagement kann man
ja einigen „männlichen“ Postings nicht ableugenen, gelle?

Männer und Frauen sind nun mal mitunter kilometerweit auseinander, beie Fraktionen sollten von einander lernen. Das hilft dann auch im täglichen Leben weiter.

Das ganze Diskutiere darüber und noch genauer und
detaillierter und noch mehr Begründungen suchend kam doch erst
aufgrund der vielen empörten Gegenstimmen. Das hat sich doch
gegenseitig hochgeschaukelt; es gehören immer mindestens zwei
zum Streiten.

Die empörten Gegenstimmen kamen hauptsächlich von der „militanten Weiberfront“ (hach ein schönes Wort, ich sage ja nicht Schwanzabfraktion). Interessant war zu bemerken, wie eher unterwürfig und flehend einiger Männer hier um Gnade für den Delinquenten winselten.

Am liebsten würden sie
ihn teeren, federn und ans Rad spannen und von der Zugspitze
runterrollen lassen.

Ach wo, sondern sich nur mal darüber austauschen, dass man
sich in so einem Fall eben vom VK irgendwie verar… vorkommt.
Das ist die emotionale Seite, die ich meinte. Die ganze
Aufregung um Für und Wider, die Anmachereien etc. ist dann
drumrum entstanden aus gegenseitigem Unverständnis, da auf
verschiedenen Ebenen argumentiert wurde.

Das ist es: Frau kommt sich wohl hautpsächlich deshalb verar… vor, weil inkompetenterweise da ein Mann ein frauenspezifisches Produkt anbietet. Nun ist ja die Scharfrichterin schon so gnädig und nimmt ihm das Dingsbums ab für einen ganzen Euro, aber dann bitteschön sollte auch das Porto im Verhältnis stehen, also möglichst 10 Cent oder noch besser nix. Und wenn sie sich schon herablässt, dann hat er nicht noch wirtschaftlich zu denken, claro: Verpacken, Postweg, alles für umme. Ganz sicher hat er draufgelegt bei diesem Superdeal, aber dennoch ist er der Böse.

Genau, es kommt auf die Motivation des Einzelnen an, warum er
sich das Verkaufen bei eBay antut. Ich bin übrigens selbst
aktive eBay-Verkäuferin (im privatem Rahmen) und kenne o.g.
Aufwand durchaus. Bloß würde ich mir, wie wohl Sandra auch,
blöd dabei vorkommen, mir die gebrauchten Kartons/Umschläge
und den anderen Zeit- und Mühe-Einsatz extra bezahlen zu
lassen. Leute, die das anders handhaben, würden sich sicher
auch nicht drüber ärgern, wenn jemand einen kräftigen Zuschlag
zum Porto nimmt, klar.

Nun, über die Karton- und Verpackungsqualität habe ich nichts hier gelesen, aber offenbar ist ja diese Babyunterlage heile angekommen. Ob sie wohl noch frisch gewaschen war, hygienisch einwandrei, keine Motten? Who knows? Das teuerste ist doch wohl die Zeit als Faktor einer Dienstleistung, weniger der Meter Klebestreifen. Aber so sollte man(n) nicht denken, wenn eine Frau der Käufer ist? Entscheidend ist doch das Kaufobjekt selbst, und darüber hat Sandra kein negatives Wort verloren. Für 8 € ins Haus geliefert, ohne Parkplatzpropoebleme, ist doch ein fairer Preis. Zudem kann ja Sandra, wenn auch ihr Baby zu groß geworden ist, den Flunder wieder bei Ebay einstellen. Am besten nimmt sie dann noch das alte Bild vom Bösewicht (Urheberrecht egal) und nimmt dann beim Porto noch 50 Cent mehr. Und da sie eine Frau ist, wird sie in der Müttersolidargemeinschaft sicher auch mehr als diesen lumpigen Euro wiederbekommen.

Oder ist das
Masochismus? Was sagt die Psychologin dazu?

Nein, Masochismus sicher nicht. Im Gegenteil: Spaß am
Verticken von übrigen Sachen, ein gewisser Reiz (Zockerei),
einen ansehnlichen Preis zu ergattern, Platz zu kriegen und
auch noch Geld dafür, einen guten Punktestand… Und zu genau
diesen Motiven passt eben diese (krass formuliert)
Portoabzocke nicht.

Ja, es gibt ja auch schon Verkaufsseminare für Ebayaner, wo dieser Aspekt angesprochen wird. Man verkauft nicht mehr eine Sache, sondern sich selbst als humorvollen, sympathischen Verkäufer (bei Autoverkauf habe ich in etwa folgenden Text gelesen: „Diese Beule hier stammt von meiner Frau - naja, Sie wissen ja - aber das Garagentor hat es klaglos hingenommen und wartet geduldig auf den nächsten Bums…“. Und da Ebay und auch andere Auktionen häufig als Spaß zu sehen sind, gibt es ja dann auch die Spaßbieter oder die Unwissenden, die schon mal negative Punkte vergeben, obwohl sie noch gar nicht bezahlt haben. - Die Motivation, bei Ebay zu surfen, wobwohl man eigentlich nichts sucht, ist häufig Langeweile und/oder nur mal so zum Spaß. Google mit seinen permanenten Querverweisen tut ein übriges (die leben davon nicht schlecht). Aber der Wettbewerbsaspekt, den Du da ansprichst, ist es eigentlich in Wahrheit. Etliche Käufer wollen eigentlich gar nichts kaufen, aber dem Mitbewerber eins auswischen, so nach dem Motto: Frechheit, der glaubt wohl, ich könnte nicht (Potenz- oder Phallussyndrom): mein Haus, mein Boot, meine Frau, na den Werbeslogan kennst Du sicher…

Jedenfalls hab ich mich gefreut, dass du dir die Mühe gemacht
hast, zu antworten und finde diesen Thread langsam fruchtbar.

Ich habe mir die Mühe gerne gemacht, weil mich der werbepsycholgische Aspekt dabei interessiert. Eine Gesellschaft, die ja eigentlich schon fast alles hat, ergötzt sich im interaktiven Wettbewerbsspiel bei Ebay. Hätte das Fell in einer offenen Mülltüte am Wegrand gesteckt, hätte Sandra garantiert nicht zugegriffen: ICH DOCH NICHT!

Viele Grüße
und Happy Kadaver (FronLeichnam) :smile:
Richard

Genau das trifft es auf den Punkt!
man kauft doch ein produkt nicht wegen der versandkosten, oder gar der versicherung!

man sieht sich das produkt an, rechnet, ob das abzugebende gebot + zusätzlicher kosten das produkt einem wert ist, oder nicht.

entweder es ist´s wert, dann bietet man, oder halt nicht.