Hallo Uta,
Was mir wirklich Sorgen macht sind Sachen wie „Warum immer
ich?“…wobei sie in den letzten Jahren tatsächlich allerhand
mitgemacht hat. „Eine Strafe dafür, dass ich mein Leben nicht
selbst auf die Reihe bekomm…“ und sowas.
Damit umzugehen ist nicht einfach. Vor allem am Tele.
„Warum ich?“ Nun, vielleicht weil sie schon lange genug gelebt hat, um Krebs zu bekommen. Du schreibst nicht dazu, wie alt sie ist, aber doch so um die 30 bzw. 40, oder?
Viele Menschen bekommen einfach deshalb keinen Krebs, weil sie vorher verhungert oder von einer Bombe in die Luft gesprengt worden sind. Nicht hier in Deutschland natürlich, aber anderswo auf der Welt.
Ich sehe so eine „Zivilisationskrankheit“ wie Krebs als den Preis für ein langes Leben.
Übrigens, zur Frage „warum immer ich“: Vielleicht deshalb, weil sich deine Freundin selbst als Opfer sieht. Worauf man seine Aufmerksamkeit richtet, das bekommt man auch. Wenn man sich auf das Schlechte in seinem Leben konzentriert, zieht man es magisch an.
Kennst du „Bestellungen beim Universum“ (Bärbel Mohr) und ähnliche Bücher? Wenn nicht, lies mal eines davon. Vielleicht wäre auch eines als Geschenk für deine Freundin geeignet.
Ich jedenfalls wäre ganz froh, wenn ich nur Krebs hätte. Wegschneiden, Chemo, erledigt. Meine MS kann ich dagegen ständig mit irgendwelchen Mitteln bekämpfen, die alle nicht so richtig wirken, weil die Forschung einfach noch nicht so weit ist. Jetzt bin ich eh schon in einer Studie, bekomme also das Neueste vom Neuesten, und trotzdem ist es nur eine Notlösung. Das ist vielleicht ein blödes Gefühl, wenn man praktisch zusehen kann/muss, wie das Medikament gegen die eigenen Krankheit erst noch gefunden wird. Alles, was momentan auf dem Markt ist, hilft nur ein bisschen.
Das ist bei Krebs anders. Der ist heilbar.
Schöne Grüße
Petra
P.S. Die Frage „warum ich?“ habe ich mir nie gestellt. So war mein Leben eben vom Universum geplant, warum auch immer.