Pos. Mammobefund. Wie trösten?

Hallihallo, Ihr Schlauen,

eine gute Freundin rief mich vorhin an, ihre vor einiger Zeit gemachte Mammographie hätte einen positiven Befund ergeben. Dass sie total fertig ist, ist wohl klar.

Termin hat sie Montag, will aber morgen schon mal zum Doc, schadet sicher nicht. Und das lange Wochenende in völliger Ungewissheit wäre wohl auch nicht toll.

Sicher nicht verwunderlich, ich fühle mich reichlich hilflos. Möcht ihr helfen und weiß nicht wie. Wir haben leider eine ganze Menge Kilometer zwischen uns, im Moment bleibt nur Telefon und PC.

Hat vielleicht wer von euch ne Idee? Oder hat wer ähnliches mitgemacht und kann mir von seinen Erfahrungen erzählen?

Ich wäre euch wirklich sehr dankbar.
Schönen Abend noch!
Uta

Hi,

Was heißt positiver Befund bei dir ?
Man kann zum Teil aus den Mammobildern schon ne gute Ahnung entwickeln, wie sehr man sich nen Kopf machen muß, also nur weil da nen „rundherd“ ist heißt das nicht zu 100%, dass das maligne sein muss.
In jedemfalle sollte man eine Biopsie nehmen, das wird aber wohl ziemlich sicher auch passieren.
Wenn du ihr beistehen willst, sag ihr nicht immer das wird schon, das bringt die meisten Leute noch tiefer in ein seelisches Loch. Die meisten fühlen sich erleichtert wenn man ihnen ein bischen was über die Hintergründe erklärt:

  1. es besteht eine Chance, dass es nix ist
  2. es besteht die Chance, dass es krebs ist ABER mittlerweile gibts gegen einige Östrogenabhängige Tumorentitäten relative gute Therapien UND wenn mans früh genug erkennt, sind die Langzeitergebnisse durchaus nich SOOO schlecht.
    Im endeffekt muß man sich sagen ändern kann mans so oder so nichtmehr, aber ein direktes Todesurteil ist das auch nicht mehr.
    Ansonsten lass sie reden, hör dir ihre sorgen und ängste an und tu sie nicht ab, sondern empfinde sie nach. Damit komme ich bei den meisten betroffenen immer relativ gut hin.

Alles gute und ich drück die Daumen auf nen gutes Bioptat ergebnis

Tiallu

Hallo Tiallu,

ein ganz herzliches Dankeschön an dich!

So ganz wollt sie nicht raus mit der Sprache und bohren wollt ich nicht mehr als nötig. Ein „die haben was gefunden“ reicht mir im Moment.

Sie ist medizinisch nicht ganz unbeleckt und von daher sollten ihr die Möglichkeiten…nach dem ersten Schock…sicher vertraut sein.

Was mir wirklich Sorgen macht sind Sachen wie „Warum immer ich?“…wobei sie in den letzten Jahren tatsächlich allerhand mitgemacht hat. „Eine Strafe dafür, dass ich mein Leben nicht selbst auf die Reihe bekomm…“ und sowas.
Damit umzugehen ist nicht einfach. Vor allem am Tele.

Na, vielleicht wird die Sache morgen schon ein wenig klarer. Dann kriegen wir den Rest auch wieder hin.

Schönen Abend wünsch ich dir!
Uta

Hi Uta,

Oder hat wer ähnliches
mitgemacht und kann mir von seinen Erfahrungen erzählen?

Ich bin gerade in der gleichen Situation, nur dass bei mir die Biopsie bereits hinter mir liegt und das „positive“ Ergebnis bestätigt wurde. Heute Mittag habe ich einen Termin im KH, wo besprochen wird, wie OP und Therapie aussehen werden.

Zu meiner Verfassung kann ich nur sagen: Ich blühe regelrecht auf, weil ich mich endlich wieder wichtig nehme. Bin seit Jahren Depressionspatientin und saufe und habe mich einen Dreck um meine Gesundheit gekümmert. Auf einmal ist alles anders. Ich bin aufmerksam zu mir, liebevoll, nehme mich ernst.

Und wenn die Titten wegmüssen, dann sind sie halt weg. Das Leben spielt sich nicht in den Brüsten ab. Und wenn die Haare durch Chemo ausfallen, dann will ich mir so lustige indische Käppis kaufen mit den kleinen Spiegelchen drin, das wollte ich schon vor Jahren. Und dann soll es eine tolle Reha-Klinik für Krebskranke auf Sylt(!) geben, da will ich dann unbedingt hin. Ich mit meiner Altersarmut hatte aus finanziellen Gründen das Thema Urlaub schon abgeschrieben - und jetzt geht’s ans Meer, was ich so liebe! usf.

Einen Tipp, wie man jemandem, der unter einer Krebsdiagnose zusammenbricht, hilft, kann ich Dir nicht geben, aber eben nur sagen, dass es auch anders geht.

Gruß,

Anja

„Warum immer ich?“

Hallo,
auch wenn es viele nicht so empfinden, keinen Krebs zu bekommen ist seltener als Krebs zu bekommen. Nach Statistik haben rund zwei Drittel in ihrem Leben Krebs. Zaehlt mal bei einer Familienfeier durch, Krebs, Krebs, kein Krebs, Krebs, Krebs, kein Krebs, usw., erschreckend und statistisch wahr.
Gruss Helmut

Hallo Uta,

Was mir wirklich Sorgen macht sind Sachen wie „Warum immer
ich?“…wobei sie in den letzten Jahren tatsächlich allerhand
mitgemacht hat. „Eine Strafe dafür, dass ich mein Leben nicht
selbst auf die Reihe bekomm…“ und sowas.
Damit umzugehen ist nicht einfach. Vor allem am Tele.

„Warum ich?“ Nun, vielleicht weil sie schon lange genug gelebt hat, um Krebs zu bekommen. Du schreibst nicht dazu, wie alt sie ist, aber doch so um die 30 bzw. 40, oder?

Viele Menschen bekommen einfach deshalb keinen Krebs, weil sie vorher verhungert oder von einer Bombe in die Luft gesprengt worden sind. Nicht hier in Deutschland natürlich, aber anderswo auf der Welt.

Ich sehe so eine „Zivilisationskrankheit“ wie Krebs als den Preis für ein langes Leben.

Übrigens, zur Frage „warum immer ich“: Vielleicht deshalb, weil sich deine Freundin selbst als Opfer sieht. Worauf man seine Aufmerksamkeit richtet, das bekommt man auch. Wenn man sich auf das Schlechte in seinem Leben konzentriert, zieht man es magisch an.

Kennst du „Bestellungen beim Universum“ (Bärbel Mohr) und ähnliche Bücher? Wenn nicht, lies mal eines davon. Vielleicht wäre auch eines als Geschenk für deine Freundin geeignet.

Ich jedenfalls wäre ganz froh, wenn ich nur Krebs hätte. Wegschneiden, Chemo, erledigt. Meine MS kann ich dagegen ständig mit irgendwelchen Mitteln bekämpfen, die alle nicht so richtig wirken, weil die Forschung einfach noch nicht so weit ist. Jetzt bin ich eh schon in einer Studie, bekomme also das Neueste vom Neuesten, und trotzdem ist es nur eine Notlösung. Das ist vielleicht ein blödes Gefühl, wenn man praktisch zusehen kann/muss, wie das Medikament gegen die eigenen Krankheit erst noch gefunden wird. Alles, was momentan auf dem Markt ist, hilft nur ein bisschen.

Das ist bei Krebs anders. Der ist heilbar.

Schöne Grüße

Petra

P.S. Die Frage „warum ich?“ habe ich mir nie gestellt. So war mein Leben eben vom Universum geplant, warum auch immer.

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Hi Helmut,

auch wenn es viele nicht so empfinden, keinen Krebs zu
bekommen ist seltener als Krebs zu bekommen. Nach Statistik
haben rund zwei Drittel in ihrem Leben Krebs.

Auch wenn ich diese Angabe für übertrieben halte ist sie ein Beweis für eine ausgesprochen gesunde Gesellschaft.

einer Familienfeier durch, Krebs, Krebs, kein Krebs, Krebs,
Krebs, kein Krebs, usw., erschreckend und statistisch wahr.

Aber nur wenn man alle Unter-95-Jährigen ausser Acht lässt.

Gruss,
TR

einer Familienfeier durch, Krebs, Krebs, kein Krebs, Krebs,
Krebs, kein Krebs, usw., erschreckend und statistisch wahr.

Aber nur wenn man alle Unter-95-Jährigen ausser Acht lässt.

Zumindest bei mir in der Familie würde das stimmen. Die meisten haben den Krebs in irgendeiner Form U-60 bekommen, wenn nicht U-70. Oder eben doch schon früher in den 40ern.

Und die beiden Älteren aus der Familie, bei denen nie Krebs diagnostiziert wurde, die waren aber auch bis auf Wundversorgung nie beim Arzt. Ob die nun an Krebs, Altersschwäche oder sonstwas gestorben sind?

Letztendlich bin ich überzeugt:
Jeder (jede Familie) hat sein Päckchen zu tragen!!
Ob nun Krebs schlimmer ist als ein Unfall oder ein Schlaganfall mit Folgen?

VG
Monroe

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Hi Petra,

Das ist bei Krebs anders. Der ist heilbar.

Schön wär’s ja, aber die vier besten Freundinnen meines Lebens sind alle zwischen 45 und 55 an Krebs verstorben - alle im Zeitraum von 1,5 Jahren seit der Diagnosestellung.

Gruß,

Anja

DANKESCHÖN!!!
Hallo Ihr,

ich danke euch für eure Worte. Helfen mir wirklich sehr!

Anja, ich hoffe, wenns wirklich ganz schlimm kommt, kann sie es irgendwann so sehen. Das wäre schon ein toller Erfolg. Trotz allem.
Denn im Moment kommt bei allem, was schief geht…warum ich. Dass vieles auch anderen passiert und das meiste sich bald wieder auflöst, das kann sie nicht sehen.
Wenn nicht ein paar hundert Kilometer zwischen uns lägen, würd ich sie in den Arm nehmen und weinen lassen, tut schließlich auch gut, aber wie stellt man das am Telefon an?

Petra, sorry, ich war gestern Abend auch nicht ganz bei mir. Sandra ist knapp über 50, die erste Mammo und dann sowas. Shit hoch drei oder so.
Das Buch kenn ich, liegt bei mir auf dem Fensterbrett und ich werds ihr mal schicken. Normalerweise sagt sie zwar, alles nur Käse, aber wenns dann da liegt, guckt sie vielleicht ja mal rein. Einen Versuch ist es auf jeden Fall wert.

Ich wünsch euch beiden alles, alles Gute und hoffe sehr, eure Träume werden wahr.

Helmut und Thomas, Statistiken sind so eine Sache. Wenns einen trifft, ist es im Moment total egal, wieviele andere noch sowas haben. Oder nicht? Ich danke euch trotzdem.

Und Monroe, deinen letzten Satz kann wohl jeder unterschreiben. Aber für den, der was auch immer hat, ist im Moment genau das das Schlimmste.

Heute kurz vor Feierabend bekam ich eine SMS von ihr. „War beim Doc, der konnt mich erstmal ein wenig beruhigen. Muss Montag trotzdem noch mal hin.“

Klingt doch schon ein kleines bißchen besser. Wir werden sehen, wos hinführt.

Ich wünsch euch allen ein schönes Wochenende!
LG von Uta

Hallo Uta,

ein ganz anderer Ansatz. Hat auch mit Statistik zu tun, aber die besagt, dass Deine Freundin eher unwahrscheinlich Brustkrebs hat!

http://www.brustkrebs-info.de/patienten-info/index.p…

Wenn sie keine Beschwerden hatten und „einfach nur so“ eine Mammographie, dann bekommen von 1000 Frauen 70 vom Radiologen einen Befund „Brustkrebs“. Wenn man diesen Befund, dann aber durch eine Operation überprüft, bestätigt sich die Diagnose nur bei 7 (!) von ihnen. D.h. 90% der Frauen mit der Diagnose „Brustkrebs“ aus der Mammographie haben gar keinen! Das bedeutet, dass 63 Frauen umsonst operiert wurden. Dass keine von ihnen sich beklagt, liegt wohl an der Erleichterung nach der Angst vor dem Brustkrebs…

Die Methode ist sicherlich etwas verfeinert worden, aber die Größenordnung bleibt bestehen!

Ich will damit nicht sagen, dass Deine Freundin keinesfalls Brustkrebs hat. Aber mutmachenderweise ist die Diagnose auch jetzt noch unwahrscheinlich.

Gruß,
Manticor

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Hi Manticor,

Wenn sie keine Beschwerden hatten und „einfach nur so“ eine
Mammographie, dann bekommen von 1000 Frauen 70 vom Radiologen
einen Befund „Brustkrebs“. Wenn man diesen Befund, dann aber
durch eine Operation überprüft, bestätigt sich die Diagnose
nur bei 7 (!) von ihnen. D.h. 90% der Frauen mit der Diagnose
„Brustkrebs“ aus der Mammographie haben gar keinen! Das
bedeutet, dass 63 Frauen umsonst operiert wurden. Dass keine
von ihnen sich beklagt, liegt wohl an der Erleichterung nach
der Angst vor dem Brustkrebs…

Das ist doch Unsinn. Nach einer Mammographie mit „unklarem Befund“ (und von nichts anderem redet man anhalt des Roentgenbildes) wird standardmäßig eine Biopsie angeordnet. Und diese ist ausschlaggebend für eine Diagnose.

Die Methode ist sicherlich etwas verfeinert worden,

eben

aber die Größenordnung bleibt bestehen!

Na, na. Kein Arzt wird von „Krebs“ aufgrund eines Roentgenbildes reden. Wie oben schon gesagt: die Biopsie und die Diagnose des Pathologen sind ausschlaggebend.

Ich will damit nicht sagen, dass Deine Freundin keinesfalls
Brustkrebs hat. Aber mutmachenderweise ist die Diagnose auch
jetzt noch unwahrscheinlich.

Aufgrund eines reinen „Verdachts“ (Knoten fühlen) mag das zutreffen, aber damit zu beschwichtigen halte ich auch für eine völlig falsche Vorgehensweise.

Gruß,

Anja

Hallo Anja,

also in der Originalfrage steht, dass die Pat. einen positiven Mammographiebefund hat und KEINE Biopsie und dass sie deswegen jetzt Angst hat. Die Zahlen, die ich benutze sind keine Fanatsiekonstrukte, sondern bilden die Realität ab. Deshalb gilt meine Antwort, auch wenn eine große Lobby versucht den Frauen das Gegenteil einzureden.

Außerdem macht man eben KEINE Biopsie, sondern muss das verdächtige Gewebe im Ganzen entfernen, da man mit einer Biopsienadel im Stichkanal Krebszellen verschleppen und damit verbreiten könnte, außerdem, wer sagt mir denn, dass nicht einen Millimeter neben der Biospienadel der Krebs lauert? Das bedeutet für die Frauen eine OP und eine Narkose mit allen Risiken und vor allem der Angst.

Die Brustkrebsfrüherkennung ist vor allem ein Geschäft mit der Angst. Bist Du meinem Link mal gefolgt?

Gruß,

Manticor

Hallo nochmal,

tut mir Leid, aber ich habe diesen Deiner Beiträge zu spät „entdeckt“. Bei Dir scheint es anders abgelaufen zu sein als oben von mir geschildert. In den Leitlinien gibt es min. drei verschiedene Biopsiebegriffe, die je nach Situation anders zutreffen können und ggf. ist da auch eine Biospie ohne Narkose und echte OP möglich.

http://www.senologie.org/download/pdf/s3_brustkrebsf… Seite 145

Gruß und alles Gute,

Manticor

Noch ein paar Gedanken von mir…
Hallo Ihr,

Manticor, danke dir für deinen Link, schadet auf keinen Fall diese Daten zu kennen. Und wer, der nicht damit zu tun hat, kann das von sich behaupten? Man, oder zumindest ich, geht doch davon aus, dass die flächendeckende Mammographie wirklich Sinn macht.

Na, na. Kein Arzt wird von „Krebs“ aufgrund eines
Roentgenbildes reden. Wie oben schon gesagt: die Biopsie und
die Diagnose des Pathologen sind ausschlaggebend.

Anja, ich habe in den letzten Tagen ganz viel drüber nachgedacht, ich selbst habe bis zu einer möglicherweisen Aufforderung ja noch ein bißchen Zeit.
Denn deine Worte enthalten nach meiner Meinung genau den springenden Punkt. „Kein Arzt…“
Ist es wirklich der richtige Weg (man mag mich berichtigen, wenn ichs nicht so richtig im Kopf hab), die Frauen mit einem Schreiben einzuladen und dann das Ergebnis per Brief, ohne weiteren Kommentar mitzuteilen? Mit einem Termin in der nächsten Woche zwar, aber erstmal wird man damit allein gelassen. Familie und Freunde mit.
Sicher gibt es Frauen, die es so nehmen wie es ist. Als einen Verdacht…sehen wir mal weiter, wird sich schon klären.
Mindestens soviele bekommen Panik, oder nicht? So wie meine Freundin.
Muss das wirklich sein? Erst recht, wenn damit doch nicht so viel gefunden wird, wie gedacht (Manicors Link).
Also ich weiß nicht…

Ich gehe eigentlich mit jedem Tag mehr davon aus, dass es ein falscher Alarm ist und hoffe seht, bei dem Termin morgen wird sich das bestätigen.
Und wenn nicht, ist dies bestimmt nicht die letzte Frage an euch, denn dann bin ich auf jeden Fall für sie da, solang sie das möchte.

Ich wünsch euch nen schönen Sonntag nachmittag!
Uta

Hallo,

Was mir wirklich Sorgen macht sind Sachen wie „Warum immer
ich?“…wobei sie in den letzten Jahren tatsächlich allerhand
mitgemacht hat. „Eine Strafe dafür, dass ich mein Leben nicht
selbst auf die Reihe bekomm…“ und sowas.

das sind normale Reaktionen. Wenn einem ein Schicksalsschlag widerfährt, betrachtet jeder das Leben aus dieser Perspektive. Verliebt sie sich morgen unsterblich in jemanden aus dem Wartezimmer, wird sie womöglich überglücklich sein, dass der Tumor ihr das Glück ihres Lebens gebracht hat. Zumal, wenn er heilbar ist. Nur so als Szenario. Abgerechnet wird zum Schluß.
Die Frage warum ich einfach umstellen - warum soll es die anderen treffen? Es ist eben das was Zufall genannt wird. irgendwas hat jeder zu tragen. Von Krankheit über Unterdrückung, untreuen Partner, Kinderlosigkeit, früh verstorbene Kinder, die Liste geht ewig weiter. Hör ihr einfach zu, frage nach. Ob du der richtige Gesprächspartner bist, findet sie selbst heraus.

pp

Hi Manticor,

Außerdem macht man eben KEINE Biopsie, sondern muss das
verdächtige Gewebe im Ganzen entfernen, da man mit einer
Biopsienadel im Stichkanal Krebszellen verschleppen und damit
verbreiten könnte,

Genau das habe ich meinen behandelnden Arzt gefragt und er meinte, genau das passiert nicht.

außerdem, wer sagt mir denn, dass nicht
einen Millimeter neben der Biospienadel der Krebs lauert?

Also ich habe die „Stanzbiopsie“ am Bildschirm mitverfolgt. Der Arzt hat in dem Moment „gestanzt“, als sich die Nadel genau im Mittelpunkt des Knotens befand. Das hab’ ich sogar als Laie gesehen, dass es punktgenau geschah.

Das bedeutet für die Frauen eine OP und eine Narkose mit allen
Risiken und vor allem der Angst.

Die Biopsie ist ja dafür da, dass keine Frau unnötig operiert wird - deshalb ist sie doch ganz segensreich, oder?

Die Brustkrebsfrüherkennung ist vor allem ein Geschäft mit der
Angst.

Was für ein „Geschäft“? Das Screening, zu dem Frauen über 50 eingeladen werden, ist kostenlos und freiwillig. Kann also jede Frau selbst entscheiden, ob sie das will oder nicht. Ich selbst bin schon von jeher „Risikopatientin“ gewesen (Mutter und Tante hatten Brustkrebs) und habe es eher sträflichst vernachlässigt, diese bisher in Anspruch zu nehmen.

Gruß,

Anja