Positive - negative Gefühle erzeugen

Hallo,

allgemein negative Gefühle bei anderen Menschen zu erzeugen ist sehr viel einfacher als positive zu erzeugen.

Wenn man sich positive verhält bekommt man oft positive Reaktionen, aber erzeugt keine Freude.

Wenn man sich negativ verhält bekommt man oft negative Reaktionen und erzeugt schnell Hass.

Warum ist das so? Warum flippen Menschen eher negativ aus als dass sie sich enorm freuen?

Eencockniedo

das war schon immer so

Warum ist das so? Warum flippen Menschen eher negativ aus als
dass sie sich enorm freuen?

Kurz und schmerzlos: JA. Menschen behalten meistens mehr schlechtere Dinge im gedächtnis und reagieren mehr auf negative Dinge als auf positive Dinge.

Das ist schade, aber bei vielen kleinigkeiten zu beobachten. DAS GLAS IST HALB LEER------nein, das Glas ist halb voll! Ich glaub, du weiß was ich meine.

Menschen trachten mehr danach, schlechtere Dinge zu empfinden und zu erzählen als positive. Man kann sich auch besser stundenlang aufregen als das man sich über schöne Sachen unterhält.

Ich persönlich versuche immer, auch die positiven Sachen zu sehen.

Grüße

nur ein Modell…
Womöglich weit hergeholt, vielleicht ist aber auch tatsächlich was dran:

Gefühle können „zu Ende“ gefühlt werden - und dann sind sie…fertig.
Allgemein neigt man dazu, angenehme Gefühle durchaus „zu Ende“ zu fühlen, unangenehme jedoch werden weggedrängt, also nicht zu Ende gefühlt.
Beispiel: Freude kommt, wird genossen, schwillt ein paar mal an und wieder ab und irgendwann ist Schluss. Wenn sie das nicht kann, bleibt sie hintergründig am wirken - denkt doch nur mal an Lachen, wo mans nicht darf… das kann stundenlang gehen, dieses giggeln im Unterricht oder in der Kirche :o)

Andersrum: Manche unangenehme Zustände/Gefühle verschwinden tatsächlich, wenn man sie einfach mal zu Ende fühlt. Einfach so. Dauert vielleicht 20 Minuten, ist vielleicht nicht ganz angenehm, bringt aber auch nicht um. Dann aber ist´s gut. Das ist übrigens eine Erfahrung aus der Praxis.

Im Lauf des Lebens fühlen wir dauernd angenehme Gefühle zu Ende, aber Unmengen unangenehmer Empfindungen werden weggedrückt. Über Jahre. Nur lassen sie sich halt nicht wirklich wegdrücken sondern wabern immer ein wenig unter der Oberfläche, jederzeit bereit, wieder auszubrechen.
Voila.

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Hallo,

allgemein negative Gefühle bei anderen Menschen zu erzeugen
ist sehr viel einfacher als positive zu erzeugen.

das sehe ich nicht ganz so.
wenn ich mich mit menschen umgebe die meine lebenseinstellung
ein stück weit teilen, sind dies menschen die z.b noch erkennen,
das im frühling die blätter eine andere farbe haben als im sommer.
und sie freuen sich daran.

genussfähigkeit war mir immer wichtig, aber ich glaube dazu muss
man mit sich schon oft ins gericht gegangen sein.
man kann wohl nur wirklich geniessen und freude empfinden wenn man
in die eigenen abgründe geschaut hat und über einen lernprozess
z.b erkannt hat, was wirklich wichtig ist, was die wahren freuden
des lebens sind.

wenn jemand aber z.b glück darin sieht, nen dicken wagen zu fahren,
wird dieser mensch sich evtl schwertun sich an einer netten geste
zu erfreuen, weil er/sie es praktisch voraussetzt (selbst aber nicht
gerade verschwenderisch damit umgeht)

die allgemeinheit kommt mir auch ähnlich vor wie du es beschreibst.
aber ich habe vor langer zeit beschlossen - wer die welt verändern
will muss bei sich beginnen. - und da wird man auch fündig und kann
sich selbst glücklich machen mit einigen änderungen.
und witzig daran ist immer wieder das man damit sein umfeld positiv
beeinflusst und damit bekommt man ja auch eine menge zurück.

erwarten darf ich es freilich nicht. - das tue ich aber auch nicht,
früher schon - da sollten mich die anderen ja freudig stimmen -
heute erwarte ich das nicht mehr, also stellt es kein problem mehr
dar.

Wenn man sich positive verhält bekommt man oft positive
Reaktionen, aber erzeugt keine Freude.

in anlehnung an meine obigen zeilen sehe ich das auch nur bedingt so.
ausserdem stellt sich die frage - wie ist man selbst denn drauf?
freut man sich über positives oder nimmt man es nur distanziert
wohlwollend - für das gegenüber unspürbar oder gar selbstverständlich wahr? - und eben nicht als etwas schönes im sinne von besonders?

somit hat es aus meiner sicht oft etwas mit überzogenen erwartungshaltungen zu tun wenn jemand sich nicht mehr wirklich freuen kann - im allgemeinen sinne.
und ich denke, das betrifft auch die person die „erwartet“ dass sich anderen „in angemessener weise“ freuen.
für mich fühlen sich diese beiden dinge eher wie eine sache an - bei der einer es aber gerne anders hätte - vom anderen - selbst aber evtl
eben nicht anders damit umgeht.

Wenn man sich negativ verhält bekommt man oft negative
Reaktionen und erzeugt schnell Hass.

hass? - also wenn man als erwachsener hasst - liegt es meiner ansicht nach an einer negativen haltung zu sich selbst und/oder oder einer negativen grundhaltung zum leben.
ich kenne niemanden der hasst oder hasse niemanden.
früher war das mal eine weile anders - aber da war ich auch eine ecke unreflektierter und fand (unbewusst) dass mein wohl in der verantwortung anderer liegt - das sehe ich heute nicht mehr so - und damit fallen gefühle wie hass/verachtung etc. total aus meiner gefühlswelt heraus. gute sache sowas:smile:
damals z.b hatte ich eine freundin, die war auf alles und jeden neidisch im sinne von missgunst. wenn man sich selbst alles gönnt - aber nichts dafür tut es zu bekommen - und anderen alles missgönnt, die wiederum viel dafür getan haben - wird man zum menschen mit negativer ausstrahlung (nur ein beispiel). das wurde sie.
nach 2 jahren stress für mich habe ich mich von ihr als freundin getrennt, es tat mir nicht gut und ich wollte das nicht mehr mittragen.
ändern wollte sie nichts und somit war die sache klar.

natürlich gibts noch viele menschen die so oder so ähnlich „drauf“ sind, aber ich halte mich von ihnen fern so irgend möglich.
ich verlange nicht, das jemand anders ist, aber ich will so nicht leben und auch nicht „mitleben“.
für mich ist das inzwischen sehr einfach.

Warum ist das so? Warum flippen Menschen eher negativ aus als
dass sie sich enorm freuen?

ich glaube - aus obigen mal zusammengefasst - wenn menschen sich nicht mit sich befassen und ihre altlasten immer weiter wie gehabt mit sich tragen - sich nicht entwickeln - ihre ziele weniger mit ihrem innenleben als mit äusseren dingen zu tun haben - verlieren sie sich selbst und damit natürlich auch den blick für das wichtige im leben.
die fähigkeit sich zu erfreuen muss man sich wohl erhalten und das scheint mir nur mit einer gewissen arbeit und einem gewissen aufwand möglich zu sein - vor allem wenn man es nicht gelernt hat.

menschen lernen ja auch (wenn überhaupt) eher aus negativen erfahrungen denn aus positiven. ich denke das es einen zusammenhang mit eigenverantwortung hier gibt und auch mit der gleichgültigkeit, der geringeren wertschätzung am menschen selbst (also auch an sich).
unsere wetmaßstäbe richten sich doch eher nur noch nach leistung und funktion denn nach dem „echten“ leben. und immer mehr sind andere zuständig für das eigene glück - das ist der grösste fehler meiner meinung nach von allem.

da bleibt dann ne menge auf der strecke… von generation zu genetation evtl ein wenig mehr und so muss jeder immer mehr kämpfen um sich bestimmte dinge zu erhalten oder wiederzubeleben.

aber das ist wieder nur ein ausschnitt eines blickwinkels -
eigentlich müsste ich hier einen roman schreiben dazu,
bleibe aber lieber beim kurzroman*g

LG
nina

Hallo,

das scheint wohl an dir und den Menschen zu liegen mit denen du dich umgibst. Ich kenne das nicht so.

Gruß

Phoebe

Hallo,

mit Informatikern umgebe ich mich normalerweise nicht. :wink:

Aber mal von pauschalen Aussagen abgesehen, kann ich versuchen, „meine“ Welt zu verdeutlichen.

In England ist die Sprachverwendung so, dass man versucht äußerst höflich zu sein und selbst bei unterschiedlichen Auffassungen niemals den Gesprächspartner direkt konfrontiert.

So ist es üblich sich zu entschuldigen wenn man gerempelt wird, auch wenn eventuell der andere eigentlich mehr „Schuld“ hat.

Das zeigt für mich, dass die Engländer Angst davor haben negative Gefühle zu erwecken und viel dafür tun, dass dies nicht passiert.

Die Taktik der Deutschen ist es, sich gegenseitig gefühlsmässig abzustumpfen, aber auch mit dem Hintergedanken, dass man so vermeidet negative anfällig für negative Emotionen zu sein, wenn mal jemand etwas äussert, was uns nicht so gefällt.

Beide Verhaltensweisen, habe ihre Vor- und Nachteile.

Solche Verhaltensmuster sind gang und gäbe und wenn Du wirklich meinst, dass Du und Dein Bekanntenkreis es einfacher finden jemanden zu erfreuen als ihn zu ärgern, dann würde ich mich freuen, wenn ihr alle hier in www mitschreibt.

Eencockniedo

Hallo,

Danke für den Kurzroman :wink:.

Jetzt warte ich nur noch auf den Beitrag, in dem mir erklärt wird, warum sich der Mensch so „entwickelt“ hat, dass er sich erstmal „entwickeln“ muss, bevor er enspannt und glücklich herumleben kann.

Eencockniedo

Hallo Nina

genussfähigkeit war mir immer wichtig, aber ich glaube dazu
muss
man mit sich schon oft ins gericht gegangen sein.
man kann wohl nur wirklich geniessen und freude empfinden wenn
man
in die eigenen abgründe geschaut hat und über einen
lernprozess
z.b erkannt hat, was wirklich wichtig ist, was die wahren
freuden
des lebens sind.

Daraus würde folgen, daß junge Menschen, vor allem Jugendliche und Kinder, weniger genießen und weniger Freude empfinden könnten als (ältere) Erwachsene, da jene aufgrund der Tatsache, daß sie noch nicht so lange gelebt haben, erst am Anfang ihrer Entwicklung stehen und daher meist auch noch nicht so in ihre Abgründe geschaut haben wie die Älteren.

Ist das wirklich so?

Die Beobachtung scheint eher das Gegenteil zu zeigen.

Grüße,

I.

grüss dich odomeneo,

wieso folgt das daraus? verstehe ich nun nicht wirklich.
es kann daraus folgen und wie man beobachten kann ergeht
es ja vielen jugentlichen nach und nach so, je älter sie
werden. - das waren ja meine ausführungen.

freudlos, sinnlos oder sonstig „-los“ geboren wird niemand.
und nichtmal ein mensch ohne freude hat keine in sich, ist
aus meiner sicht eher überlagert oder verdeckt von anderen
„dingen“.

habe ich dich missverstanden oder du mich? ich weiss es nicht.

LG
nina

bitte, hatte meinen selbstlosen tag:wink:

wieso wartest du auf so eine ausführung?
grundlegend werden menschen mit allem geboren was sie zum leben brauchen - auch mit freude etc. - was das alles übertünchen kann liegt doch auf der hand - da muss man nur bei sich selbst anfangen… und sich umsehen.

LG
nina

dazu kann ich etwas aus eigener erfahrung sagen.

es gab bei mir eine zeit - da wurde ich überall angerempelt, bekam jedes mal beim einkaufen einen wagen in die fersen gefahren und in der bar wollten die leute immer da wo ich am tresen stand bestellen - egal wo ich mich später hinstellte.

wie die motten das licht zog ich diese leute an…

klar hat sich auch nie wer entschuldigt, im gegenteil.
ergebnis: ich habe mich ständig aufgeregt über die unhöflichen, sturen und ignoranten leute… - davon aber das ergebnis war wiederum = 0!

irgendwann ist mir eine freundin aufgefallen der es ebenso erging.
aber komisch - anderen erging es nicht so - jedenfalls nicht vergleichbar - also musste es etwas mit mir zu tun haben (und bei der freundin nat. mir ihr)

menschen strahlen ja ne menge aus - und ziehen damit umbewusst eben
bestimmte menschen an - oft genau die, die sie eben nicht wollen (siehe auch das brett lust und liebe*g)

ich will nun gar nicht genau ausführen was da vorgelegen hat, es sind eh immer mehr als nur eine sache die da zu grunde liegen.
jedenfalls habe ich diese dinge verändert - und mit der veränderung „meiner eine“ änderte sich auch das. - sicher wird es jene menschen grundlegend noch immer geben - aber nicht mehr in meinem leben.
vielleicht 3 mal im jahr erlebe ich noch sowas - und da muss ich mich nicht aufregen, ich merke ausserdem auch sehr deutlich, das ist dann ein tag wie früher - innerlich meine ich.

wie schon in meinem anderen beitrag geschildert - phoebe hat recht.
nur habe ich halt div. ausführungen dazu geschrieben wo er einen satz
brauchte*g (wobei ich es so ausführlich schreiben wollte)

jedenfalls - deine umwelt - jeden den du triffst - ist ein stück weit ein spiegel - es hat also sehr viel mit einem selbst zu tun wen man wie auf welche weise begegnet und was geschieht - selbst wenn man scheinbar nichts damit zu tun hat.

LG
nina