Hallo,
allgemein negative Gefühle bei anderen Menschen zu erzeugen
ist sehr viel einfacher als positive zu erzeugen.
das sehe ich nicht ganz so.
wenn ich mich mit menschen umgebe die meine lebenseinstellung
ein stück weit teilen, sind dies menschen die z.b noch erkennen,
das im frühling die blätter eine andere farbe haben als im sommer.
und sie freuen sich daran.
genussfähigkeit war mir immer wichtig, aber ich glaube dazu muss
man mit sich schon oft ins gericht gegangen sein.
man kann wohl nur wirklich geniessen und freude empfinden wenn man
in die eigenen abgründe geschaut hat und über einen lernprozess
z.b erkannt hat, was wirklich wichtig ist, was die wahren freuden
des lebens sind.
wenn jemand aber z.b glück darin sieht, nen dicken wagen zu fahren,
wird dieser mensch sich evtl schwertun sich an einer netten geste
zu erfreuen, weil er/sie es praktisch voraussetzt (selbst aber nicht
gerade verschwenderisch damit umgeht)
die allgemeinheit kommt mir auch ähnlich vor wie du es beschreibst.
aber ich habe vor langer zeit beschlossen - wer die welt verändern
will muss bei sich beginnen. - und da wird man auch fündig und kann
sich selbst glücklich machen mit einigen änderungen.
und witzig daran ist immer wieder das man damit sein umfeld positiv
beeinflusst und damit bekommt man ja auch eine menge zurück.
erwarten darf ich es freilich nicht. - das tue ich aber auch nicht,
früher schon - da sollten mich die anderen ja freudig stimmen -
heute erwarte ich das nicht mehr, also stellt es kein problem mehr
dar.
Wenn man sich positive verhält bekommt man oft positive
Reaktionen, aber erzeugt keine Freude.
in anlehnung an meine obigen zeilen sehe ich das auch nur bedingt so.
ausserdem stellt sich die frage - wie ist man selbst denn drauf?
freut man sich über positives oder nimmt man es nur distanziert
wohlwollend - für das gegenüber unspürbar oder gar selbstverständlich wahr? - und eben nicht als etwas schönes im sinne von besonders?
somit hat es aus meiner sicht oft etwas mit überzogenen erwartungshaltungen zu tun wenn jemand sich nicht mehr wirklich freuen kann - im allgemeinen sinne.
und ich denke, das betrifft auch die person die „erwartet“ dass sich anderen „in angemessener weise“ freuen.
für mich fühlen sich diese beiden dinge eher wie eine sache an - bei der einer es aber gerne anders hätte - vom anderen - selbst aber evtl
eben nicht anders damit umgeht.
Wenn man sich negativ verhält bekommt man oft negative
Reaktionen und erzeugt schnell Hass.
hass? - also wenn man als erwachsener hasst - liegt es meiner ansicht nach an einer negativen haltung zu sich selbst und/oder oder einer negativen grundhaltung zum leben.
ich kenne niemanden der hasst oder hasse niemanden.
früher war das mal eine weile anders - aber da war ich auch eine ecke unreflektierter und fand (unbewusst) dass mein wohl in der verantwortung anderer liegt - das sehe ich heute nicht mehr so - und damit fallen gefühle wie hass/verachtung etc. total aus meiner gefühlswelt heraus. gute sache sowas:smile:
damals z.b hatte ich eine freundin, die war auf alles und jeden neidisch im sinne von missgunst. wenn man sich selbst alles gönnt - aber nichts dafür tut es zu bekommen - und anderen alles missgönnt, die wiederum viel dafür getan haben - wird man zum menschen mit negativer ausstrahlung (nur ein beispiel). das wurde sie.
nach 2 jahren stress für mich habe ich mich von ihr als freundin getrennt, es tat mir nicht gut und ich wollte das nicht mehr mittragen.
ändern wollte sie nichts und somit war die sache klar.
natürlich gibts noch viele menschen die so oder so ähnlich „drauf“ sind, aber ich halte mich von ihnen fern so irgend möglich.
ich verlange nicht, das jemand anders ist, aber ich will so nicht leben und auch nicht „mitleben“.
für mich ist das inzwischen sehr einfach.
Warum ist das so? Warum flippen Menschen eher negativ aus als
dass sie sich enorm freuen?
ich glaube - aus obigen mal zusammengefasst - wenn menschen sich nicht mit sich befassen und ihre altlasten immer weiter wie gehabt mit sich tragen - sich nicht entwickeln - ihre ziele weniger mit ihrem innenleben als mit äusseren dingen zu tun haben - verlieren sie sich selbst und damit natürlich auch den blick für das wichtige im leben.
die fähigkeit sich zu erfreuen muss man sich wohl erhalten und das scheint mir nur mit einer gewissen arbeit und einem gewissen aufwand möglich zu sein - vor allem wenn man es nicht gelernt hat.
menschen lernen ja auch (wenn überhaupt) eher aus negativen erfahrungen denn aus positiven. ich denke das es einen zusammenhang mit eigenverantwortung hier gibt und auch mit der gleichgültigkeit, der geringeren wertschätzung am menschen selbst (also auch an sich).
unsere wetmaßstäbe richten sich doch eher nur noch nach leistung und funktion denn nach dem „echten“ leben. und immer mehr sind andere zuständig für das eigene glück - das ist der grösste fehler meiner meinung nach von allem.
da bleibt dann ne menge auf der strecke… von generation zu genetation evtl ein wenig mehr und so muss jeder immer mehr kämpfen um sich bestimmte dinge zu erhalten oder wiederzubeleben.
aber das ist wieder nur ein ausschnitt eines blickwinkels -
eigentlich müsste ich hier einen roman schreiben dazu,
bleibe aber lieber beim kurzroman*g
LG
nina