Postpartale Depression

Hallo ,

hab da mal eine Frage;

Meine Tochter ist jetzt schon 8 Monate alt(sie ist ein echtes Wünschkind, haben sehr lange auf sie gewartet) und ich habe mich seit der Geburt sehr verändert, sagt mein Mann,(er hat nicht ganz unrecht) wir streiten nur noch ,eine Fliege an der Wand bringt mich zum durchdrehen…und wir denken schon über Trennung nach!
Stille sie noch zum Teil, von daher schläft sie leider noch nicht durch:frowning: ansonsten ist sie ein echter Sonnenschein.
Kann echt nicht verstehen, warum ich trotz der lieben Maus so unzufrieden bin, vielleicht geht es noch einer Mami so!?
Kann es sein , das ich postpartale Depression habe?

LG Mönchen

P.s. Danke schon mal…

Hallo,

ich kann dir leider nicht weiterhelfen, da ich lediger Single bin und ich mich mit postpartaler Depression überhaupt nicht auskenne. Sorry.

Hallo Mönchen
Ferndiagnose ist schwierig.
Ich find aber, wenn Ihr euch etwas wert seid, dann geht doch zusammen oder Du alleine zu ner Psychotherapeutin und lasst das abklären.
Leider bin ich wohl zu weit weg… Meldet euch / dich doch umgehend an für n Erstgespräch, und schaut was es für Möglichkeiten gibt / was Euch die Psychotherapeutin (sie sollte auch Ausbildung im Bereich Paartherapie haben) sagt.
Jedenfalls würd ich’s Dir, Deiner kleinen „Maus“ und Deinem Partner gönnen, wenn nicht alles kaputt geht…
Liebe Grüsse
Ruedi Steiger
http://www.therapiedschungel.ch

Guten Tag,

vielen Dank für Ihr Vertrauen.
Es klingt für mich auf den ersten Blick nicht nach einer PPD.
Im Einzelfall kann dies aber am ehesten ein Psychologe Ihres Vertrauens vor Ort herausfinden.

Eine Geburt, die Ankunft eines Kindes verändert in der Regel jede Mutter, Vater und die Partnerschaft.
Schlafentzug, veränderte Lebensgewohnheiten, die ständige Konzentration aufs Baby anstatt auch mal auf sich selbst, das alles kann schon sehr unzufrieden machen - eine Depression muss das nicht sein.
Eher eine Verstimmung - oder auch zu einem guten Teil der Normalfall, wenn ein dritter Mensch in die Partnerschaft kommt.
Ich weiß wovon ich spreche: unsere Tochter ist 19 Monate alt. Mich bringt immer noch jeder kleine Mist auf die Palme - aber es ist ganz wichtig, dass Mann+Frau hier sehr zusammenhalten, füreinander da sind und dass frau sich auch zugesteht, dass die Zeit erstmal nicht einfach ist!
Bei mir hat 1x wöchtenlich eine Stunde Klangmeditation enorm viel gebracht. Es war eine Stunde ohne Mann und Kind, ohne Verpflichtung, ohne Anspruch an mich - Zeit nur für mich. Das hat vieles irgendwie automatisch reguliert.
Spannen Sie alle Omas und Opas, Tanten und Onkel, Freundinnen ein, alle, die Sie bekommen können.
Es macht einfach hinterher zufriedener, wenn Sie auch mal ein paar Minuten oder Stunden OHNE den Sonnenschein haben. Ich liebe unsere Tochter auch über die Maßen aber vll. gerade deshalb tut eine Auszeit auch sehr gut.
Gerade habe ich zudem eine Kur beantragt, Mutter-Kind-Kur, um auch dort noch mehr über z. B. Entspannung etc. zu lernen.
Ich habe das über das Müttergenesungswerk gemacht.
Mal sehen, ob die Kur genehmigt wird.

Ich hatte mir Mutter-sein viel weniger anstrengend vorgestellt - ich wusste aber auch nicht WIE schön es sein kann :o) Die Hormone, die wir bei der Geburt mitbekommen sind wohl noch viel intensiver in jeder Hinsicht als man sich das gemeinhin vorstellen kann…

Alles Gute für Sie, ich hoffe ich konnte ein kleines bisschen eine Hilfe oder ein Denkanstoß sein bzw. geben.

Viele Grüße

Guten Tag,

vielen Dank für Ihr Vertrauen.
Es klingt für mich auf den ersten Blick nicht nach einer PPD.
Im Einzelfall kann dies aber am ehesten ein Psychologe Ihres Vertrauens vor Ort herausfinden.

Eine Geburt, die Ankunft eines Kindes verändert in der Regel jede Mutter, Vater und die Partnerschaft.
Schlafentzug, veränderte Lebensgewohnheiten, die ständige Konzentration aufs Baby anstatt auch mal auf sich selbst, das alles kann schon sehr unzufrieden machen - eine Depression muss das nicht sein.
Eher eine Verstimmung - oder auch zu einem guten Teil der Normalfall, wenn ein dritter Mensch in die Partnerschaft kommt.
Ich weiß wovon ich spreche: unsere Tochter ist 19 Monate alt. Mich bringt immer noch jeder kleine Mist auf die Palme - aber es ist ganz wichtig, dass Mann+Frau hier sehr zusammenhalten, füreinander da sind und dass frau sich auch zugesteht, dass die Zeit erstmal nicht einfach ist!
Bei mir hat 1x wöchtenlich eine Stunde Klangmeditation enorm viel gebracht. Es war eine Stunde ohne Mann und Kind, ohne Verpflichtung, ohne Anspruch an mich - Zeit nur für mich. Das hat vieles irgendwie automatisch reguliert.
Spannen Sie alle Omas und Opas, Tanten und Onkel, Freundinnen ein, alle, die Sie bekommen können.
Es macht einfach hinterher zufriedener, wenn Sie auch mal ein paar Minuten oder Stunden OHNE den Sonnenschein haben. Ich liebe unsere Tochter auch über die Maßen aber vll. gerade deshalb tut eine Auszeit auch sehr gut.
Gerade habe ich zudem eine Kur beantragt, Mutter-Kind-Kur, um auch dort noch mehr über z. B. Entspannung etc. zu lernen.
Ich habe das über das Müttergenesungswerk gemacht.
Mal sehen, ob die Kur genehmigt wird.

Ich hatte mir Mutter-sein viel weniger anstrengend vorgestellt - ich wusste aber auch nicht WIE schön es sein kann :o) Die Hormone, die wir bei der Geburt mitbekommen sind wohl noch viel intensiver in jeder Hinsicht als man sich das gemeinhin vorstellen kann…

Alles Gute für Sie, ich hoffe ich konnte ein kleines bisschen eine Hilfe oder ein Denkanstoß sein bzw. geben.

Viele Grüße.

Hallo,
keine Panik, alles wird gut!
Durch die Schwangerschaft sind die Hormone durcheinandergeraten. Zudem bedeutet die Geburt eines Kindes eine enorme Umstellung im Leben.
Durch den neuen Stressfaktor und evtl Schlafmangel, kann es gut sein, dass die Nerven blank liegen.
Ihr Kind schläft noch nicht durch. Es ist völlig natürlich, dass Ihre nervliche Belastung beeinträchtigt ist, wenn Sie monatelang nicht genügend Schlaf bekommen.Aber wie gesagt, keine Panik. Mein Rat in Ihrem Fall wäre sich, wenn möglich, Auszeiten zu nehmen. Gibt es Verwandte die sich gelegentlich dem Kleinen widmen können? Sie sind gerade in einer schwierigen Phase in Ihrem Leben, die es gilt gemeinsam zu bewältigen. Reden Sie mit Ihrem Partner darüber das derartige Probleme in der Zeit nach der Geburt nicht selten sind. Sich nun zu aller Herausforderung auch noch über eine Trennung Gedanken machen zu müssen ist eine enorme Zusatzbelastung. Es wäre für Ihre Beziehung vielleicht ratsam, wenn sie sich einmal gemeinsam in ein Beratungsgespräch begeben würden. Durch eine Aufklärung könnte Ihrem Partner die Angst genommen werden, dass es sich hier um einen unveränderlichen Zustand handelt. Anworten würden dazu beitragen, dass Ihr Partner Verständnis für Ihre Situation entwickelt.
Zu einer PPD gehören auch Symptome wie Ängste, innere Leere, Traurigkeit. Trifft das ebenfalls bei Ihnen zu? Wenn ja, sollten Sie sich an Ihren Hausarzt wenden. Evtl. kann dann auch eine kurzftristige psychologische Betreuung angezeigt sein. Eine evtl Einnahme von Baldrian zur Nacht, für einen erholsameren Schlaf würde ich ebenfalls einmal ansprechen.
Ich wünsche Ihnen alles Gute und viel Kraft!

Hallo,

das, was du beschreibst, lässt auf jeden Fall auf eine gewisse Dünnhäutigkeit schließen. Fühlst du dich vielleicht mit der neuen Situation etwas überfordert oder bist sonstwie gestresst …?

Dass es sich um eine postpartale Depression im klinischen Sinne handelt, glaube ich allerdings eher nicht … in der Regel sollten dann noch weitere typisch depressive Symptome wie Schlafstörungen, Hoffnungslosigkeit, Wein- und Leidensdruck, Gedankenschleifen (bis hin zu Suizidgedanken), innere Unruhe, Antriebslosigkeit, Gefühllosigkeit (auch gegenüber dem Kind) usw. dazukommen.

Aber du solltest vorsichtshalber auf jeden Fall mit einem Arzt darüber sprechen. Ich möchte mir hier keine Ferndiagnose anmaßen. Vielleicht ist es eine leichtere Form, aber das heißt ja nicht, dass es nicht behandlungsbedürftig und -würdig wäre …

Viele Grüße und alles Gute,
A.

Guten Tag.

Leider kann ich Ihnen auf Ihre Frage keine Antwort geben, da ich

  1. die postpartale Depression nicht kenne und
  2. eine Diagnose nur von einem Arzt bzw. Psychotherapeuten erfolgen sollte.
    Ich kann Ihnen nur den Tipp geben, mit Ihrer Fragestellung zu Ihrem Hausarzt zu gehen und der wird Sie Ihnen dann mit Sicherheit weiterhelfen können und Sie evtl. an einen Fachmann überweisen.

Mit freundlichen Grüßen

bruegging

Hallo Frau Mönchen,
das was Sie beschreiben, würde ein Mediziner wahrscheinlich schon eine Postportale Depression nennen. Sie sollten mit Ihrem Arzt klären, in wieweit hormonelle Veränderungen Ursache dafür sein können.

Darüber hinaus möchte ich Ihnen ein paar Gedanken aus psychotherapeutischer Sicht näher bringen. Ein Kind zu bekommen verbindet sich immer mit tiefgreifenden Veränderungen. Wo vorher zwei waren, sind nun drei mit ganz unterschiedlichen Wünschen und Bedürfnissen. Natürlich ist es schön ein Kind zu bekommen, zumindest bei einem Wunschkind wie bei Ihnen. Aber wahrscheinlich mussten Sie dafür auch vieles verändern und Einiges aufgeben. Was man verloren hat bekommt man häufig zuerst gar nicht so deutlich mit, weil das Neue, das Kind einen ganz in Beschlag nimmt, faszinierend ist und man sich freut. Unbewusst wird es aber doch als Verlust erlebt und führt zu Unzufriedenheit.

Daraus ergibt sich aus meiner Sich für Ihre Situation Folgendes: Zum einen sollten Sie schauen, was Sie vor Ihrer Mutterschaft gerne getan haben, was Sie befriedigt hat und wie sie das wieder aufleben und in Ihr Leben mit dem Kind integrieren können. Ihr Kind ist absolut wichtig, doch dürfen Ihre eigenen Bedürfnisse nicht hinten runter fallen. Zweitens gilt quasi das Gleiche für Ihre Beziehung mit Ihrem Mann. Wie können Sie Ihre Zweisamkeit, die Sie ja vor der Geburt hatten, auch jetzt wieder leben, obwohl Sie zu dritt sind?

Ich hoffe, ich habe Ihnen mit meine Gedanken hilfreiche Anregungen geben können. Wenn sie noch weitere Fragen oder Gedanken äußern wollen, bin ich gerne zu einem weiteren Austausch bereit und würde mich darüber freuen.

Viele Grüße
Thomas

Hallo Mönchen,

nach deiner Schilderung bin ich sicher, dass du unter einer Depression leidest.
Nimm es bitte nicht auf die leichte Schulter und suche bei einem Profi Hilfe. Du wirst sehen bei einer entsprechenden Behandlung wird sich dein Zustand bald verbessern und möglicherweise auch die Probleme mit deinem Partner.

Alles Gute
Karl

Sorry, für die überspäte Antwort. Vermutlich hast du schon etwas unternommen. Ich hätte den Gang zu Facharzt für Psychiatrie empfohlen.

Viele Grüße

Niki