mein Problem bezieht sich auf die Elektroinstallation in unserem Haus. Wir haben unser Haus (Baujahr 1936) vor ca. 3 Jahren gekauft. Wie das nun mal so ist, achtet man leider nicht auf alles und so musste ich jetzt feststellen, dass das Haus über keinerlei Potentialausgleich verfügt.
Am Hausanschluss (Panzersicherung) kommen vier Leitungen an ( 3 x Phase, 1 x 0-Leiter). Diese wurden vom Vorbesitzer in das 1.OG auf die dortige Unterverteilung gelegt.
Nachdem ich den Verteilerkasten mal geöffnet habe, musste ich feststellen, dass die 0-Leiterschiene und Schutzleiterschiene gebrückt sind.
Ich habe dann in den Kellerräumen nach einem Erdband gesucht, allerdings vergebens.
Deshalb nun meine Frage:
Kann ein Erdband nachträglich installiert werden und mit welchem Aufwand ist dies verbunden?
Ich kenne es normalerweise so, dass ein Erdband als Ringband um und in das komplette Fundament eingebracht wird.
Am Hausanschluss (Panzersicherung) kommen vier Leitungen an (
3 x Phase, 1 x 0-Leiter). Diese wurden vom Vorbesitzer in das
1.OG auf die dortige Unterverteilung gelegt.
Nachdem ich den Verteilerkasten mal geöffnet habe, musste ich
feststellen, dass die 0-Leiterschiene und Schutzleiterschiene
gebrückt sind.
Das ist bei vielen Netzen normal. Nennt sich TN-System. Dein jetziger Nachteil: Du bekommst vom Netzbetreiber Neutralleiter und Schutzleiter „in einem“ geliefert, das nennt sich PEN. Wenn der vom Bagger angeknabbert wird, dann hast Du keinen Schutzleiter mehr und einige Deiner Geräte werden nun an bis zu 400V anliegen.
Kann ein Erdband nachträglich installiert werden und mit
welchem Aufwand ist dies verbunden?
Man kann einen Banderder nachräglich einmal ums Haus legen, dann bitte aber aus Edelstahl. Das wäre optimal, aber sündhaft teuer.
Man kann auch Kreuz- oder Staberder nachträglich in den Boden kloppen, die haben aber wegen ihrer geringeren Oberfläche oft nur mäßige Widerstände im zig-Ohm Bereich. Also entweder richtig tief ins Grundwasser, oder mehrere nehmen. Früher gab es glaub ich mal den Richtwert 4 Ohm.
Das ist aber kein Potenzialausgleich. Dieser sorgt dafür, dass auch alle leitfähigen Rohrsysteme im Haus auf Erdpotenzial liegen.
Was wäre zu tun?
Sorge für einen Potenzialausgleich. D.h. Wasser-, Gas- und Heizungsleitungen mit einer Potischiene verbinden lassen.
Dann von der Potischiene einmal auf den Hausanschlusskasten und das andere mal auf den Erder. Hier gilt: Ein Erder kann gar nicht gut genug sein! Je besser er ist, desto autarker ist Dein PE und Dein N.
Richtig stark wird er im Verbund mit den Häusern um Dich herum. Wenn ein Bagger tatsächlich mal in der Straße eine Leitung erwischt und nicht alle Leiter trennt, sondern nur den PEN und maximal zwei der drei Außenleiter, dann bilden alle noch an diesem teilweise abgetrenntem Stück verbleibenden Häuser ihren eigenen PEN, der kann sogar so gut sein, dass man von einem getrennten PEN gar nichts bemerkt.
mein Problem bezieht sich auf die Elektroinstallation in
unserem Haus. Wir haben unser Haus (Baujahr 1936) vor ca. 3
Jahren gekauft. Wie das nun mal so ist, achtet man leider
nicht auf alles und so musste ich jetzt feststellen, dass das
Haus über keinerlei Potentialausgleich verfügt.
Am Hausanschluss (Panzersicherung) kommen vier Leitungen an (
3 x Phase, 1 x 0-Leiter). Diese wurden vom Vorbesitzer in das
1.OG auf die dortige Unterverteilung gelegt.
Nachdem ich den Verteilerkasten mal geöffnet habe, musste ich
feststellen, dass die 0-Leiterschiene und Schutzleiterschiene
gebrückt sind.
Das ist nicht grundsätzlich falsch. Irgendwo und wann wird N und Erde sowieso gebrückt. Erst bei Verwendung eines FI muss das wieder getrennt werden.
Ich habe dann in den Kellerräumen nach einem Erdband gesucht,
allerdings vergebens.
Nach einer PEN-Schiene, von 1936, vergiss es.
Deshalb nun meine Frage:
Kann ein Erdband nachträglich installiert werden und mit
welchem Aufwand ist dies verbunden?
Nein, der Aufwand wäre abreißen und neu bauen.
Ich kenne es normalerweise so, dass ein Erdband als Ringband
um und in das komplette Fundament eingebracht wird.
Ja, so ungefähr. Der PEN-Leiter wird an das Moniereisen im Fundament fest angeschlossen. Zusätzlich wird oft noch ein Flachbandeisen mit eingegossen. Aber das wurde nicht 1936 gemacht.
Wenn du einen funktionierenden Erder haben möchtest, kannst du auch eine Eisenstange drei Meter tief in den Boden schlagen und regelmäßig wässern, damit der erforderliche Widerstand von 2? Ohm immer unterschritten bleibt.
Hallo,
bei alten Haeusern kann auch die Wasserleitung als Erder funktionieren, wenn Metall und nicht Kunststoff eingesetzt ist als Zuleitung.
Gruss helmut
mein Problem bezieht sich auf die Elektroinstallation in
unserem Haus. Wir haben unser Haus (Baujahr 1936) vor ca. 3
Jahren gekauft. Wie das nun mal so ist, achtet man leider
nicht auf alles und so musste ich jetzt feststellen, dass das
Haus über keinerlei Potentialausgleich verfügt.
Na und, ein Potentialausgleich ist nicht zwinend erforderlich.
Am Hausanschluss (Panzersicherung) kommen vier Leitungen an (
3 x Phase, 1 x 0-Leiter). Diese wurden vom Vorbesitzer in das
1.OG auf die dortige Unterverteilung gelegt.
Nachdem ich den Verteilerkasten mal geöffnet habe, musste ich
feststellen, dass die 0-Leiterschiene und Schutzleiterschiene
gebrückt sind.
IMHO ok
Ich habe dann in den Kellerräumen nach einem Erdband gesucht,
allerdings vergebens.
?? Sind die Gebäude im Wohnbezirk oberirdisch verkabelt ??
Deshalb nun meine Frage:
Kann ein Erdband nachträglich installiert werden und mit
welchem Aufwand ist dies verbunden?
Frage ist, ob ein Erdband vorgeschrieben ist … wahrscheinlich nicht …
Ich kenne es normalerweise so, dass ein Erdband als Ringband
um und in das komplette Fundament eingebracht wird.