Potentialdifferenz / Spannungsunterschied zwischen 2 Windungen

Hallo,

wie kann ich bei einer Spule den Spannungsunterschied zwischen 2 Windungen ausrechnen? Ein Experiment hat ergeben, dass es bei 2 aneinander gelegten Kupferlackdrähten und 3 kV Spannungsunterschied zwischen beiden zu Durchschlägen kommt. Nun möchte ich herausfinden, ob es bei der Spule zu solchen hohen Spannungsdifferenzen zwischen 2 Windungen kommen kann?

Grüße
assesino

Hi, je nach Spule kann es normal sein oder fehlerhaft.
Normal z.B.: bei einer Teslaspule die ja primärseitig nur mit wenigen Windungen (2-5) aber vielleicht 20KV angelegt hat.
Fehlerhaft z.B.: bei einem Netztrafo etc.

OL

Spannungsunterschied zwischen 2 Windungen

Hallo,
denk mal nach, ob es 2 gewickelte Windungen sind? Oder doch 150?
Die erste Windung ist hier, dann gehts vielleicht die ganze Spule der Laenge nach entlang, in eine andere Lage, die ganze Laenge zurueck und beruehrt dann die erste beschriebene Windung.
Gruss Helmut

Hallo assesino,

wie kann ich bei einer Spule den Spannungsunterschied zwischen
2 Windungen ausrechnen? Ein Experiment hat ergeben, dass es
bei 2 aneinander gelegten Kupferlackdrähten und 3 kV
Spannungsunterschied zwischen beiden zu Durchschlägen kommt.
Nun möchte ich herausfinden, ob es bei der Spule zu solchen
hohen Spannungsdifferenzen zwischen 2 Windungen kommen kann?

Tja, Spulenspannung geteilt durch Windungszahl der Spule.

Nur hilft dir das noch wenig!

Du musst wissen wie die Spule gewickelt ist!

Eine Lage wird z.B. von links nach rechts gewickelt, dann kommt die nächste Lage von links darüber.
Die höchste Spannungsdifferent zwischen zwei Drähten hast du dann auf der linken Seite:
Vdiff = Spannung_pro_Windung * Windungen_pro_Lage * 2

Wenn dann die Lackisolation nicht reicht muss man z.B. auf mehrere Kammern wickeln, damit die Lagen kürzer werden, oder zusätzlich zwischen jeder Lage mit Folie isolieren.
Besonderes Augenmerk muss man auch darauf verwenden wir die Drähte aus dem Spulenkörper herausgeführt werden. Da ist es Möglich, dass der innerste Draht dann an allen Lagen vorbei muss, dann muss da noch ein Zusätzlicher Isolationsschlauch drüber.

Wenn „wild“ gewickelt wird, kannst du nichts berechnen, bzw. musst mit einer wesentlich höheren Spannung pro Windung, evtl. mit der ganzen Spulenspannung, rechnen.

MfG Peter(TOO)

Hallo Peter

Wenn „wild“ gewickelt wird, kannst du nichts berechnen, bzw. musst mit einer wesentlich höheren Spannung pro Windung, evtl. mit der ganzen Spulenspannung, rechnen.

Das wird nicht reichen.

In einer Spule können bei „hartem“ Abschalten (Kontakt, ohne Freilaufdiode bzw. Varistor) erheblich höhere Spannungen auftreten als die ursprünglich an die Anschlussklemmen angelegte Spannung.

In diesem Fall ist auch die Obergrenze nicht kalkulierbar.

Gruß merimies

1 Like

Hallo,

also mal angenommen du hast eine spule mit zylindrischer wicklung würde ich es einfach mal mit dem prinzip des spannungsteilers versuchen. Also eine spule mit 10 windungen wirft, da der widerstand an jeder windung ja gleich ist, an jeder windung 1/10 der angelegten spannung ab. also 1 V an der Spule macht 0,1 V zwischen jeder windung. 10 V -> 1 V, 100 V -> 10 V.
Ob du natürlich überhaupt so viel spannung an die spule anlegen kannst kommt auf die frequenz an. da der kupferdrad ja einen sehr kleinen ohmschen widerstand besitzt. das heißt du kannst keine hohe gleichspannung anlegen, weil du damit im prizip einfach nur einen kurzschluss baust. je höher die frequenz desto höher wird allerdings der induktive widerstand der spule (X_L) sodass du auch höhere spannungen anlegen kannst.

Vielen Dank. Es soll eine Sekundärspule eines Tesla-Transformators werden. Die wird ja nur einlagig gewickelt. Also ist es dann einfach Sekundärspannung geteilt durch die Windungen. Hab gedacht, dass das komplizierter ist. Aber jetzt leuchtet es mir auch ein.

Tesla-Transformators werden.

hab ich mir es doch gedacht.-
gut lackieren!

OL