Poti-Reinigung: Religionskrieg?

Moin Experten,

ich habe ein Problem mit einem Poti in einem Joystick (unsauberes Signal, Spikes, „Hänger“). Mir wurde von verschiedener Seite gesagt: reinigen!

Nur das wie - daran scheinen sich die Geister zu scheiden: die einen sagen „einfach reichlich WD-40 drauf, einige Male hin- und her, dann überflüssiges abtupfen“, die anderen kriegen beim Gedanken an Sprühöl einen Anfall und schwören auf Tunerspray, wieder andere lassen nur reinen Alkohol an die Potis oder lassen das halbe Produktspektrum von Kontaktchemie auf das arme Ding los.

Ja, wat’ denn nu’???

Verwirrte Grüße
Stefan

Moin Experten,

Moin moin,

ich habe ein Problem mit einem Poti in einem Joystick
(unsauberes Signal, Spikes, „Hänger“). Mir wurde von
verschiedener Seite gesagt: reinigen!

Nur das wie - daran scheinen sich die Geister zu scheiden: die
einen sagen „einfach reichlich WD-40 drauf, einige Male hin-
und her, dann überflüssiges abtupfen“, die anderen kriegen
beim Gedanken an Sprühöl einen Anfall und schwören auf
Tunerspray, wieder andere lassen nur reinen Alkohol an die
Potis oder lassen das halbe Produktspektrum von Kontaktchemie
auf das arme Ding los.

Ja, wat’ denn nu’???

Verwirrte Grüße
Stefan

Also …

was Du brauchst, ist ein Mittel, welches

  • keine Rückstände auf der Widerstandsschicht hinterlässt,
  • die Widerstandsschicht nicht angreift,
  • die Verschmutzungen löst.

Maschinenöl, WD-40 sowie Salzsäure halte ich deshalb nicht für geeignet. Mit reinem Alkohol, ggf. auch Spiritus, wirst Du nicht falsch liegen.

Mit einem Mittel der Kontaktchemie, das speziel für die Reinigung von Potentiometern entwickelt wurde (und bei dem das auch in der Gebrauchsanweisung geschrieben steht), liegst Du natürlich auch nicht falsch.

Gruß merimies

was Du brauchst, ist ein Mittel, welches

  • keine Rückstände auf der Widerstandsschicht hinterlässt,
  • die Widerstandsschicht nicht angreift,
  • die Verschmutzungen löst.

Mit einem Mittel der Kontaktchemie, das speziel für die
Reinigung von Potentiometern entwickelt wurde (und bei dem das
auch in der Gebrauchsanweisung geschrieben steht), liegst Du
natürlich auch nicht falsch.

Gruß merimies

Schließe mich dem an. Ich selbst habe es früher auch mit WL versucht.
Erfolge: Das Kratzende Geräusch im Lautsprecher war zeitweilig weg.
Andere Frage: Wenn ein Abnehmer auf einer anderen Schicht reibt, geht das ohne Materialverluste???
Also ich glaube eher, das es ein Materialabrieb gibt. Die Oberflächen werden rauher zund der Anpressdruck wird niediger. Bei Einstellpotis ist das nicht so von belang aber bei exakten Werten für ein Spiel?
Wäre es da nicht besser und auch preiswerter das def. Poti gegen ein „neues“ auszutauschen?

ich habe ein Problem mit einem Poti in einem Joystick (unsauberes Signal, Spikes, „Hänger“).

Denn nach einem Austausch gibt es über einen längeren Zeitraum wieder „saubere“ Signale und das Spielen macht mehr Spass!
Viel Erfolg und Spass beim …!
Werner

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Hallo Stefan,

ich habe ein Problem mit einem Poti in einem Joystick
(unsauberes Signal, Spikes, „Hänger“). Mir wurde von
verschiedener Seite gesagt: reinigen!

Ja, wat’ denn nu’???

Es gibt für diesen Effekt zwei Gründe:

  1. Es ist Staub eingedrungen.
    Dieses Problem tritt nur bei Potis auf, welche nicht staubdicht sind.
    Hier hilft reinigen, also die Dreckpartikel auf der Widerstandsbahn entfernen.
    Öl und Fett haben zwei Nachteile: Einerseits verändert sich der Übergangswiederstand zwischen Schleifer und Widerstandsbahn und andererseits klebt der Staub am Öl erst recht fest …

  2. Das Poti hat seine Lebensdauer erfüllt.
    Hier hilft nur auswechseln.

Bei deinem Joystick tippe ich eher auf die Lebensdauer.
Einfache Potis haben eine Lebensdauer von etwa 50´000 Betätigungen.

MfG Peter(TOO)

Hi,

Wäre es da nicht besser und auch preiswerter das def. Poti
gegen ein „neues“ auszutauschen?

Bisher habe ich den Stick noch nicht aufgemacht, habe also noch keine Ahnung wie kompliziert das wäre und ob ich Grobmotoriker da überhaupt eine Chance hätte. Zudem wird wohl auf dem Poti nicht unbedingt draufstehen, was für Spzifikationen der hat. Hier http://www.saitekforum.com/showthread.php?t=11686 (ich hoffe man kann das ohne Anmeldung lesen) steht zwar was von 47k linear, aber irgendwie sieht das Ding etwas anders aus als in den üblichen Produktabbildungen bei Reichelt.

Gibt es da eigentlich Qualitätsunterschiede bei den Poti’s? Kann irgendwo eine spezielle, besonders gute Qualität bekommen?

Gruß
Stefan

Moin Peter,

Bei deinem Joystick tippe ich eher auf die Lebensdauer.
Einfache Potis haben eine Lebensdauer von etwa 50´000
Betätigungen.

50k? Oha!
Das wäre bei einem Joystick wahrscheinlich eine gute Woche abendlicher Spielbetrieb.
Ich vermute also mal, dass da nicht unbedingt „einfache“ Potis verbaut wurden. Und damit fängt das Problem mit der Ersatzbeschaffung an…

Gruß
Stefan

Hallo,

50k? Oha!
Das wäre bei einem Joystick wahrscheinlich eine gute Woche
abendlicher Spielbetrieb.

Da überschätzt Du Dich. Miss mal die Zeit, die Du für hundertmal rauf und runter benötigst. Die Zahl bezieht sich zudem auf die jeweilige Position, Du bewegst aber das Ding normal nicht immer an genau der selben Stelle (außer bei Mittenrückstellung).

Ich vermute also mal, dass da nicht unbedingt „einfache“ Potis
verbaut wurden.

Nö, das sind schon ganz normale Dinger. Spezielleres (genauer, haltbarer, staubdicht etc.) findet man im Hifi-Bereich, nicht bei solchen Billigdingern (auch wenn Du mehr bezahlt hast: der Gewinn ist so klein, dass der Hersteller auf jeden Zehntelcent aufpassen muss).

Und damit fängt das Problem mit der
Ersatzbeschaffung an…

Das fängt vor allem mit der Mechanik an, nicht mit der Haltbarkeit des Ersatzteils.
Gruß
loderunner

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Hi,

Da überschätzt Du Dich. Miss mal die Zeit, die Du für
hundertmal rauf und runter benötigst.

Im Fight? 3-4 Minuten sage ich mal. Aber Du hast natürlich recht - man fightet ja nicht ständig.

Die Zahl bezieht sich
zudem auf die jeweilige Position, Du bewegst aber das Ding
normal nicht immer an genau der selben Stelle (außer bei
Mittenrückstellung).

Das ist ja das Problem: meist „sägt“ man doch immer auf den selben Stellen rum - selten dass man mal von 0 auf 100 und wieder zurück geht.

Und damit fängt das Problem mit der
Ersatzbeschaffung an…

Das fängt vor allem mit der Mechanik an, nicht mit der
Haltbarkeit des Ersatzteils.

Ich frage mich sowieso, wie man einem Stick, der über 100 Ocken kostet, für die 2 Hauptachsen optische Sensoren spendiert und dann trotzdem noch zwei billige Potis für Z-Achse und Schubregler verbaut, die das Ganze abwerten und ein Quell ständigen Ärgers sind. Darauf wäre es nun wirklich nicht mehr angekommen. Wenn ich ja wüsste wie, ich würde so was nachrüsten. Da käme es mir auch nicht aufs Geld an.

Aber seit MS den FF2 nicht mehr herstellt gibt es sowieso keinen wirklich guten PvP - Stick mehr, egal wie viel Geld man auszugeben bereit ist… :frowning:

Gruß
Stefan