Der polnische Botschafter heißt eigentlich Potocki (Graf auf Lancut),
hier ein paar Dokumente (ob allerdings das Gesuchte dabei ist entzieht sich meiner Kenntnis - im Nürnberger Prozeß ist von einem Dokument vom 30.1.1939 die Rede):
Der polnische Botschafter in Washington an den polnischen Außenminister
Nr. 3/SZ-tjn-3
Washington, den 12. Januar 1939
Geheim
Betr.: Innenpolitische Lage in den USA.
Die Stimmung, die augenblicklich in den Vereinigten Staaten herrscht, zeichnet sich durch einen immer zunehmenden Haß gegen den Faschismus aus, besonders gegen die Person des Kanzlers Hitler… Die Propaganda ist vor allen in jüdischen Händen, ihnen gehört fast zu 100% das Radio, der Film, die Presse und Zeitschriften…
Die Lage hierzulande bildet ein ausgezeichnetes Forum für alle Art Redner und für die Emigranten aus Deutschland und der Tschechoslowakei, die an Worten nicht sparen, um durch die verschiedensten Verleumdungen das hiesige Publikum aufzuhetzen. Sie preisen die amerikanischen Freiheiten an, im Gegensatz zu den totalitären Staaten. Es ist sehr interessant, daß in dieser sehr gut durchdachten Kampagne, die hauptsächlich gegen den Nationalsozialismus geführt wird, Sowjetrußland fast ganz ausgeschaltet ist…
Außer dieser Propaganda wird auch noch künstlich eine Kriegspsychose geschaffen: Es wird dem amerikanischen Volk eingeredet, daß der Friede in Europa nur noch an einem Faden hänge, ein Krieg sei unvermeidlich. Dabei wird dem amerikanischen Volke unzweideutig klargemacht, daß Amerika im Falle eines Weltkrieges auch aktiv vorgehen müsse, um die Losung von Freiheit und Demokratie in der Welt zu verteidigen…
Zu dem ersten Punkte muß man sagen, daß die innere Lage auf dem Arbeitsmarkt sich dauernd verschlechtert, die Zahl der Arbeitslosen beträgt heute schon 12 Millionen… Nur die Milliardensummen, die der Staatsschatz für die Notstandsarbeiten ausgibt, erhalten noch eine gewisse Ruhe im Land.
Zum zweiten Punkt kann ich nur sagen, daß der Präsident als geschickter Kenner der amerikanischen Psychologie die Aufmerksamkeit des Publikums sehr bald von der innerpolitischen (sic!) Lage abgelenkt hat, um es für die Außenpolitik zu interessieren. Der Weg war ganz einfach, einmal mußte man die Kriegsgefahr, die wegen des Kanzlers Hitler über der Welt hängt, richtig inszenieren und das Schreckgespenst eines Angriffs der totalitären Staaten auf die Vereinigten Staaten in die Welt zu setzen… Für diese jüdische Internationale, die vor allem ihre Interessen sieht, war das Herausstellen des Präsidenten auf diesen „idealsten“ Posten eines Verteidigers der Menschenrechte ein genialer Schachzug. Sie haben auf diese Weise einen sehr gefährlichen Herd für Haß und Feindseligkeiten auf dieser Halbkugel geschaffen und haben die Welt in zwei feindliche Lager geteilt… Innenpolitisch ist es sehr bequem, die Aufmerksamkeit des Publikums von dem in Amerika immer mehr zunehmenden Antisemitismaus abzulenken, indem man von der Notwendigkeit spricht, Glauben und individuelle Freiheit vor dem Angriffen des Faschismus zu verteidigen. Jercy Potocki, Botschafter der Republik Polen.
Der polnische Botschafter in Washington an den polnischen Außenminister
3/SZ-tjn-4
- Januar 1939
Geheim
Betr.: Unterredung mit Bullit
Vorgestern hatte ich eine längere Unterhaltung mit dem Botschafter Bullit in der Botschaft wo er mich besucht hat. B. reist am 21. d. M. mit einem ganzen Koffer voll Instruktionen und Direktiven vom Präsidenten, vom Staatsdepartement und von den Senatoren, die zu der Kommission für Auswärtige Angelegenheiten gehören (nach Paris).
Der Inhalt dieser Direktiven, die mir Bullit im Laufe seiner Unterhaltung anführte, ist wie folgt:
* 1.Eine Belebung der Außenpolitik unter Führung des Präsidenten Roosevelt, der scharf… die totalitären Staaten verurteilt.
* 2. Die Kriegsvorbereitungen… zu Land, zu Wasser und in der Luft, die in beschleunigtem Tempo durchgeführt werden und die kolossale Summe von 1 250 000 000 Dollar verschlingen.
* 3. Die entschiedene Ansicht des Präsidenten, daß Frankreich und England jeder Kompromißpolitik… ein Ende machen müssen. Sie sollen auf keine Diskussion eingehen, die irgendwelche Gebietsveränderungen bezweckt.
* 4. Eine moralische Versicherung, daß die Vereinigten Staaten die Isolierungspolitik verlassen und bereit sind, im Falle eines Krieges… aktiv einzugreifen. Amerika ist bereit, sein ganzes Material an Finanzen und Rohstoffen zur Verfügung zu stellen.
Auf meine Frage welches Horoskop er für 1939 zu erstellen gedenke, antwortete er, daß er im Frühjahr die Gefahr eines Konfliktes zwischen Frankreich und Italien wegen der Kolonien befürchte…
Sowjetrußland gegenüber war Bullit ausgesprochen unfreundlich gestimmt…
Er meinte ferner, daß Deutschland jetzt wohl kaum einen Angriff auf Osteuropa unternehmen werde, denn einerseits ist Polen zu stark… Übrigens wäre er überzeugt, daß Deutschland seinen Plan mit der Ukraine durchführen werde, aber erst im Jahre 1940.
Ich habe mit Bullit über diese Aktionen nicht diskutiert. Ich fragte nur, ob die Westmächte in einem solchen Falle aktiv auftreten würden und ob sie das Reich zum angeblichen Schutz Sowjetrußlands angreifen würden. Bullit antwortete, daß die demokratischen Staaten ein für alle Mal alle imaginären bewaffneten Interventionen zum Schutze irgendeines Staates, der zum Opfer eines deutschen Angriffes werden sollte, aufgegeben hätte.
Jercy Potocki, Botschafter der Republik Polen.
Der polnische Botschafter in Washington an den polnischen Außenminister
3/SZ-tjn-9
Washington, den 7. März 1939
Geheim
Betr.: Die Außenpolitik der Vereinigten Staaten
Die Außenpolitik der Vereinigten Staaten beschäftigt augenblicklich nicht nur die Regierung, sondern die ganze Öffentlichkeit… Diese Äußerungen werden von der Presse aufgenommen und dann in geschickter Weise in die Gemüter der Durchschnittsamerikaner hineinfiltriert… Dabei spielt man immer auf derselben Saite, nämlich - der Gefahr des Krieges in Europa und der Rettung der Demokratien vor dem feindlichen Faschismus… Kürzlich war die Außenpolitik des Präsidenten Gegenstand einer lebhaften Diskussion im Repräsentantenhaus und im Senat. Sie rief dort große Aufregung hervor… vor allem die Bemerkung, in der er sagte, daß die Grenzen der Vereinigten Staaten am Rhein liegen, regte die Abgeordneten und Senatoren auf das lebhafteste auf… .Unter der Parole der Aufrüstungspolitik setzt aber der Präsident seine Außenpolitik fort. In ihr gibt er der Welt… zu erkennen, daß im Kriegsfalle die Vereinigten Staaten mit ihrer ganzen militärischen und finanziellen Macht auf Seiten der demokratischen Staaten stehen. Zusammenfassend kann man sagen, daß die…Vorbereitungen…zur Teilnahme an einem Kriege…rasch vorwärts gehen, und es sieht so aus, als ob gleich nach Beginn die Vereinigten Staaten Frankreich und Großbritannien mit ihrer ganzen Macht zu Hilfe kommen werden…Jerzy Potocki Botschafter der Republik Polen.
(Quelle: Revanchistische Webseite)
Gruß
Armin
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