Hallo, ich habe vor, eine Bodenplatte mit den Maßen 4x3,5 m zu gießen.Die Bodenplatte ist in einem nicht beheizten Raum, trotzdem frostsicher.
Unter die Bodenplatte kommen noch eine 10cm dicke Dämmung.
Es soll nur als Last eine Waschmaschine und einen Trockner verwendet werden. Ein paar Regale und Wäscheständer sollen auch noch rein.
Nun zu meiner Frage:
reicht es aus, dem Beton PP-Fasern beizumischen?
Oder kann ich auch einfach Estrichmatten nehmen?
Die Bodenplatte wird ca. 15 - 20 cm dick.
Hi!
Übertreibe das nicht.
Ich fage mich, wozu das Styropor in einem unbeheiztem Raum dienen soll.
Und, 20 cm Faserbeton, da kannst du eine Drehbank aufstellen.
Bei mir im Keller, in einem ähnlich grossen Raum, wo die Wama + Trockner steht, hab ich so 8 cm Beton gemacht, mit einer Laage Estrischmatten drin,
und das dann gefliest.
Das ist schon 15 Jahre her, da ist noch nichts gerissen.
Grüße, Steffen!
Hai
ich habe vor, eine Bodenplatte mit den Maßen 4x3,5 m zu
gießen.Die Bodenplatte ist in einem nicht beheizten Raum,
trotzdem frostsicher.
Unter die Bodenplatte kommen noch eine 10cm dicke Dämmung.
Es soll nur als Last eine Waschmaschine und einen Trockner
verwendet werden. Ein paar Regale und Wäscheständer sollen
auch noch rein.
Darf ich zunächst mal fragen, wozu du überhaupt eine (noch dazu gedämmte) „Bodenplatte“ brauchst? (Unter einer Bodenplatte stelle ich mir etas anderes vor, als was du beschreibst, aber lassen wir das mal beiseite.)
Nun zu meiner Frage:
reicht es aus, dem Beton PP-Fasern beizumischen?
Oder kann ich auch einfach Estrichmatten nehmen?
Die Bodenplatte wird ca. 15 - 20 cm dick.
Das weiß nur der Statiker deines Vertrauens.
Gruß
smalbop
Hallo „hundebiss“,
Du wirst die nachträgliche Bodenplatte wahrscheinlich auf vorhandenem und verdichtetem Planum gießen wollen. Das geht natürlich (auf PE-Folienlage), auf die mögliche Problematik der in den Randfugen aufsteigenden Feuchtigkeit möchte ich an dieser Stelle einmal ausklammern.
Wenn Du eine Dämmung (als Perimeterdämmung) einsetzen willst, dann nur eine druckfeste und für den Verwendungszweck geeignete. Bei der geplanten Nutzung macht das allerdings keinen Sinn!
PP-Fasern kann man einbringen. Es soll Risse beim Trocknen des Mörtelgefüges minimieren. Mein Tipp: lasse es!
Sogenannte „Estrichmatten“ haben in der Praxis mehr Estrichschäden angerichtet als sie diese verhindern konnten. Im Beton haben sie nichts zu suchen!
Die von Dir geplante Einbaudicke 15cm bis 20cm ist ausreichend für die geplanten Lasten, soweit
- eine entsprechende Sieblinie des Kiesgemisches gegeben ist
- die richtige Zementmenge eingesetzt,
- das Ganze ausreichend gemischt werden kann und
- der w/z-Wert um 0,50 eingehalten wird
Bei einem unzureichend festen Beton (hier einmal beispielhaft unterstellt) á la „Pfefferkuchen“ reichen ggf. die 20cm nur für das Befahren mit einem Kinderroller aus. Scherzhaft gemeint!
-.-.-
Gutes Gelingen wünscht: Klaus
Hallo Klaus!
Sogenannte „Estrichmatten“ haben in der Praxis mehr
Estrichschäden angerichtet als sie diese verhindern konnten.
Im Beton haben sie nichts zu suchen!
Könntest Du dazu bitte paar Worte schreiben?
Reine Neugier von mir, weil ich auch schon mehrmals solche Matten verbaut habe, und
irgendwann in den nächsten Jahren vielleicht ziemlich viele verbauen will.
Grüße, Steffen!
Hallo Steffen,
Deinem Wunsch komme ich gerne nach!
Diese Gittermatten, von denen wir hier reden, waren lange Zeit in DIN 18560-2 (Estriche auf Dämmschichten) und auch in der DIN 18352 (Fliesen- und Plattenarbeiten) aufgeführt. Verbindlich sogar.
In DIN 18560 steht nun klar und deutlich geschrieben, dass es solcher Matten (die keine Bewehrung im statischen Sinne darstellen, sondern nach Rissbildung im Estrich nur einen Höhenversatz der Rissflanken minimieren sollten) nicht zwingend bedarf.
Und in der DIN 18352 wird nur darauf hingewiesen, dass es notwendig sein kann, diese zu verbauen, um eine Rissbreitenminimierung zu erhalten und Höhenversätze zu reduzieren. Mehr nicht!
-.-.-
Warum schrieb ich schädlich?
Nun, ich habe ausreichend Estriche gutachterlich überprüft, bei denen sich aufgrund der schlechten Anbindung (es sind ja keine gedrillten Stäbe wie beim Beton) zum Mörtel die Estrichschichten genau in der Lage der Matten getrennt hatte.
Des weiteren ist die Frage zu stellen: Wie werden denn die Matten üblicherweise eingebaut?
Sinnvoll wäre es, sie aufgrund ihrer Anforderung, Höhenversätze nach Rissbildung zu inimieren, estrichmittig einzubauen.
Nur: wie soll das praktisch funktionieren?
Öffnet man einen Estrich mit eingebrachtem Gittergewebe, dann zeigt sich in 99% aller Fälle, dass diese Matten in der unteren Estrichrandzone auf der Dämmschichtabdeckung liegen.
Und dort haben sie schon einmal gar keine Aufgabe.
Deswegen spricht man (ketzerisch, zugegeben) auch davon, dass man hier lediglich „Eisen beerdigt“.
Sagen wir einmal so:
Es gibt in der Bautätigkeit einige Aspekte, welche man aus der Idee des praktischen Nutzens nicht machen muss, aber aus Gründen des (berechtigten) Zugewinngedankens eines Unternehmens machen könnte.
Unter den letzten Aspekt fallen auch die „Bewehrungen aus Stahlmatten“, die aber keine Bewehrung im statischen Sinne darstellen (können).
-.-.-.
Ich hoffe, mit diesen Informationen gedient zu haben:
Klaus
[Sachverständigenbüro für Fußbodenkonstruktionen]
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