Hallo,
ich habe da eine Frage:
Was besagt das Konzept der prämorbiden Persönlichkeit und welche Probleme entstehen bei der Beschreibung einer prämorbiden Persönlichkeit?
Ich brauche möglichst schnell eine Antwort.
Vielen Dank!!
Viele Grüße,
Sandra
Hallo Sandra
Beginnen wir mit der „einfachen“ Erklärung:
- prämorbid bedeutet zunächst einmal „Vorerkrankungen betreffend“.
So ist es zum Bleistift interessant, bei einem Diabetes mellitus nachzuschauen, ob der Erkrankte viel Zuckerzeugs sein Lebtag lang gegessen hat oder ob Alkohol massiv im Spiel war, ob seine Vorfahren Diabetes hatten usw. usf.
etwas komplexer bedeutet das - Wenn Menmschen älter werden verstärken sich typische Wesenszüge. Das kann bei einigen psychiatrischen und einigen neurologischen Erkrankungen relevant sein, z.B. auch bei Morbus Alzheimer.
Welche Wesenzüge waren vor Ausbruch der Krankheit auffällig? wäre zum Beispiel eine Frage dabei.
Gruß,
Branden
hallo Sandra,
prämorbide Persönlichkeit heißt eigentlich nur: die Persönlichkeit vor(prä-) der Krankheit(morbid). Man meint damit eher das Wesen, den Charakter des Betreffenden, und damit zusammenhängende Verhaltensweisen.
Weil z.B. auffällt, daß Parkinson-Kranke im Krankheitsprozeß besonders genau und pingelig zu werden scheinen, beschreibt man gern, ob sie das schon vorher gewesen seien. Weil sich schizophrene Menschen eher von anderen zurückziehen und oft lieber allein sind, beschreibt man gern, ob sie auch vor ihrem ersten Krankheitsschub eher Einzelgänger gewesen sind. Bei Depressiven, ob sie schon vorher zu Depressionen neigten - usw… Kannst Du hoffentlich was mit anfangen für Deine Zwecke. I.