soeben lese ich in einem Artikel von einer „Präventationsinitiative“ - nun hatte ich mich bisher für halbwegs gebildet gehalten, aber von „Präventation“ habe ich bisher noch nie etwas gehört - durchaus aber von Prävention. Hat sich da also mal wieder jemand bei dem Versuch verstiegen besonders gebildet zu klingen oder handelt es sich wirklich um ein eigenständiges Wort?
Nie gehört
Diese Schreibweise ist mir bisher nie untergekommen und richtig hört sie sich nicht an.
Das würde bei der Wortherkunft (praevenire) auch keinen Sinn machen.
Oh, Verzeihdigung! Selbstvertürlich meinte ich Vermeidigung. Mir ist schleiersam, weshalb mir diese Unrichtigheit unterlief - vermutlich war ich unachtbar.
Wohl eher von der Verdummsprachlichigung der Modernizität, in der man Wörter ja immer abgekürzteter schreiben will. Die echtigen Wortformungen gehen dabei verloren gegangen. Obgleichwohl das ja in gewissermaßener Hingesichtung auch „Verachtigung der Funktionalitäten“ ist.
Was auch ein interessantendes Diskutierungsthema sein könnte…
Wohl eher von der Verdummsprachlichigung der Modernizität, in
der man Wörter ja immer abgekürzteter schreiben will. Die
echtigen Wortformungen gehen dabei verloren gegangen.
Obgleichwohl das ja in gewissermaßener Hingesichtung auch
„Verachtigung der Funktionalitäten“ ist.
Was auch ein interessantendes Diskutierungsthema sein
könnte…
Hallo,
das könnte in der Tat ein sehr interessantes Thema sein.
Könnte man nun vielleicht sagen, dass die Abkürzerei, die sich aus SMS und Chat ergibt, eine Art „Rückschritt“ im Sprachlernprozess begründet?
So nutzt doch zumindest der Erstsprecher idR „verb islands“ und proto-forms", um sich Sätze zu erschließen. Das tut er hier nun ja gerade nicht; zumindest nicht im typischen Rahmen.
MFG Cleaner
P.S.: Die These ist jetzt auf die Schnelle zurecht gezimmert. Da setze ich mich mal näher dran.
Im Sprach_lern_prozess vielleicht nicht, ich würde das eher als allgemeinen Rückschritt bezeichnen… (oder als einen Sprach_ver_lernprozess)
Und das Internet ist dafür wohl hauptsächlich verantwortlich.
Darüber werden die Sprachgrausamkeiten auch noch stark verbreitet.
Oft werden ja auch englische Begriffe oder Abkürzungen verwendet, oder beide Sprachen werden willkürlich vermischt.
Das ganze hat dann Auswirkungen auf die gesprochene Sprache, in der die Abkürzungen sogar ausgesprochen werden. („lol“ ist wohl die häufigste)
Wenn man diese oft genug in einem Chat oder Forum liest, verwendet man sie selbst meist auch; zunächst nur im Internet, aber durch diese Verwendung werden einem die Begriffe vertraut und alltäglich, sodass sie auch überall sonst verwendet werden.
Und sicher gibt es noch hunderte weiterer Faktoren im Internet…
Die SMS-Texte sind auch oft grauenvoll, aber ich habe den Eindruck, dass die auch nur in SMS verwendet werden. Bzw. ihren Weg über das Internet fortsetzen
Naja, das sind aber auch nur auf die Schnelle zusammengewürfelte Thesen…
Aber am interessantesten wäre wohl die Frage, wieso im Internet überhaupt diese Sprache verwendet wird. Im Englischen (bzw. Amerikanischen) scheint es ja auch Probleme zu geben.
Google zeigt knappe 6 Millionen Treffer zum Suchbegriff „i can haz cheezburger“: http://www.google.de/search?hl=de&rlz=1R1GGLL_de___D…
Und wenn man den Suchbegriff in Anführungsstriche setzt:
„i can haz cheezburger“: 138.000 Ergebnisse
„i can has cheezburger“: 14.600.000 (!!)
„i can has cheeseburger“: 378.000 Mit: Meinten Sie: „i can has cheezburger“
„i has“: 6.080.000
„i is“: 48.800.000
Ich glaube, dazu stelle ich mal eine Statistik auf…
Im Englischen
(bzw. Amerikanischen) scheint es ja auch Probleme zu geben.
Google zeigt knappe 6 Millionen Treffer zum Suchbegriff „i
can haz cheezburger“:
schlecht ausgewähltes Beispiel - es handelt sich um Lolcat / Kitty Pidgin. Ein synthetisches Pidgin. Und damit meine ich nicht diesen dämlichen Chat-Client sondern so etwas: http://en.wikipedia.org/wiki/Pidgin
Das ist kein Beispiel für Sprachverfall, sondern für spielerisch-kreativen Umgang mit Sprache.
schlecht ausgewähltes Beispiel - es handelt sich um Lolcat /
Kitty Pidgin. Ein synthetisches Pidgin. Und damit meine ich
nicht diesen dämlichen Chat-Client sondern so etwas: http://en.wikipedia.org/wiki/Pidgin
Was ich auch schon schlimm genug finde
Das ist kein Beispiel für Sprachverfall, sondern für
spielerisch-kreativen Umgang mit Sprache.
Und deswegen ist es natürlich ratsam, im Englischen Prädikate immer in die dritte Person zu setzen.
Den „spielerisch-kreativen Umgang“ könnte man schon beinahe „mutwilligen Sprachverfall“ nennen؟
Aber gut, es stimmt, das war nicht optimal gewählt…
Anderes Beispiel: Such jemanden, der ununterbrochen am Chatten zu sein scheint, frag ihn, was ihm alles zu den Worten „Faust“ und „Morgenstern“ einfällt und er wird dir einen Vortrag über Nahkampfwaffen halten.
Das ist mir schon klar, aber BEVOR es Internet und Chats gab, wurde für gewöhnlich recht selten „lol“ oder „rofl“ oder ähnliches Zeug verwendet.
Gegen Abkürzungen (und Akronyme) an sich habe ich ja nichts, aber sie müssen doch nicht in solchem Ausmaß verwendet werden. Besonders, wenn kaum jemand weiß, wofür sie überhaupt stehen.
Und was ist mit „xd“ (in beliebiger Großschreibung)? Das höre ich auch gelegentlich.
Jedenfalls sollte diese (Internet-)Chat-Sprache auch wirklich eine solche bleiben.
Es gibt genügend Personen, die nicht einmal (mehr?) wissen, dass es auch ein „dass“ mit zwei s gibt. Es würde mich nicht wundern, wenn das auch auf Kommata zutrifft.