Kommt drauf an…
Kein Titel, keine Kopfzeile, schon mal schlecht.
X war 2008 zur Ableistung seines Studienbegleitenden Praktikums in unserem Unternehmen tätig.
Damit ist die Dauer wohl 3 Monate?
x war mit folgenden Aufgaben betraut:
Softwareentwicklung
Verschiedene Aufgaben der Firma
–> Wenn „Verschiedenes“ schon das Zweitwichtigste ist… naja…
Kundenbetreuung
Im Rahmen seiner Entwicklertätigkeiten erledigte X selbstständige Programmieraufgaben in blah, blah, blah und blah.
Oha, ein selbständiger Programmierer? Lass mich raten, sowas wie Anforderungen, Spezifikation oder Systemlandschaften waren Fehlanzeige? Oder war X einfach nicht fähig, auf komplexe Systeme losgelassen zu werden?
Wir haben X als eine Persönlichkeit kennen gelernt, die über
großen Einsatz und hohe Leistungsbereitschaft verfügt.
Verfügt, aber nicht tut…
X war ein äußerst selbstständig arbeitender Praktikant, der die ihm übertragenen Aufgaben planvoll und gewissenhaft bearbeitet hat.
Okay, äußerst selbständig macht er alles, was man ihm sagt: Sieht jemand irgendwo einen Widerspruch darin?
X erledigte die ihm übertragenen Aufgaben stets zu unserer vollen Zufriedenheit.
Hat also auch keinen Deut mehr getan als das, was von ihm erwartet wurde. Oder noch schlimmer: Hat zwar mehr probiert, das hat aber nicht funktioniert. Ich reite hier bewußt auf dem mehrfach erwähnten „selbständig“ rum, welches sich nicht in seinen Leistungen wiederspiegelt!
Das Verhalten von X gegenüber Vorgesetzten, Mitarbeitern und Kunden war jederzeit einwandfrei.
Wie viele Kunden hat er denn vergällt, daß die hinten anstehen müssen?
Und daß man einem Praktikant Mitarbeiter anvertraut, ist mir auch neu!
X verlässt uns nach Ablauf der vereinbarten Praktikumszeit, um sein Studium fortzusetzen.
… was wir nicht bedauern, sonst würden wir das sagen.
Wir bedanken uns bei X für seine sehr guten Leistungen.
… hinzugdeacht „ab und zu“, sonst würden wir nämlich „stets“ sagen.
Wir wünschen ihm auf seinem weiteren Berufs- und Lebensweg alles Gute und viel Erfolg.
Endlich mal, da er den Erfolg hier nicht hatte, sonst könnte man ihm den „weiterhin“ wünschen.
Da ich den Betrieb und dessen Größe nicht kenne, tippe ich auf ein kleines Unternehmen, daß es nicht so böswillig meint, wie meine Interpretation klingt.
Sollte es ein Unternehmen > 50 MA sein, würde ich sagen: „Vorsicht geboten, der richtet überall Unheil an, wenn man ihm nicht genau auf die Finger schaut!“
Gruß,
Michael