sicher sind hier auch Eltern dabei die schon Kinder haben die ein Schülerpraktikum gemacht haben. Heute bekomme ich für 2 Wochen eine Schülerpraktikantin. Da ich alles richtig machen möchte und ich meiner Praktikantin einen guten Eindruck vom Berufsleben vermitteln möchte brauche ich noch ein paar Ratschläge. Es wäre schön, wenn ich von Euch ein paar Tipps bekommen könnte.
also um alles richtig zu machen hast du schon zwei Kleinigkeiten versiebt . Zum einen passt die Frage wahrscheinlich besser ins Brett Ausbildung & Beruf und zum Zweiten hättest du vielleicht zwei drei Tage vorher anfangen sollen.
Aber jetzt mal im ernst, ich würde mein persönlichen Einsatz immer dem des Praktikanten anpassen und mir Zeit nehmen denjenigen für meinen Beruf zu interessieren. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass viele nicht mehr richtig vorbereitet sind und zum Teil völlig falsche Vorstellungen (auch an die Anforderungen) haben.
wenn die Praktis Interesse zeigen, viel erklären und ev. einfache Sachen machen lassen (aber nicht am Kopierer versauern lassen und der Kaffee gehört auch nicht von ihnen aufgebrüht).
Bei weniger Interesse (etwas) weniger erklären, aber immer noch sich um sie kümmern.
Es kommt natürlich auch darauf an, wie groß der Bereich ist (fachlich), auf dem Du den Praktis was zeichen/erläutern kannst, ob Du sie (kurz) in fachlich verwandten Gruppen unterbringen kannst etc.
Und wie schon gesagt, die Überlegungen hätten spätestens am Montag beginnen müssen
praktikanten muessen meist eine art bericht ueber ihre taetigkeit schreiben.
daher faellt es ihnen umso leichter, etwas sinnvolles zu berichten, umso mehr sie zu tun haben.
vor allem sollten sie von anfang an wissen, was die firma ueberhaupt macht/produziert, und diese darstellung ist bei dienstleistungsunternehmen manchmal gar nicht so einfach.
bei uns ist es relativ einfach - unsere firma verkauft u.a. im ebay hardware.
also bekommen die praktikanten die aufgabe, das komplette programm abzuwickeln = hardware bewerten, fotografieren, text gestalten, einstellen, auktion abwickeln.
dazu bekommen die dann nach erfolgtem verkauf eine kleine provision ( wirklich klein !!), aber dieses prinzip, dass man mit geleisteter arbeit eigenes geld verdienen kann, hat schon manche richtig gierig nach mehr werden lassen…
gruss
khs
es kommt natürlich darauf an, was Du eigentlich für einen Job machst - als Datentypistin wird es schwierig werden, einen Praktikanten halbwegs sinnvoll zu beschäftigen und für Deinen Job zu begeistern…
Ansonsten: nimm den Praktikanten ins Schlepptau. Eine Kundenbesprechung ist interessant, mal einen Tag mit einem Monteur unterwegs sein, toll wäre auch, wenn es ein Projektlein gäbe, das der Praktikant mehr oder minder selbsständig ausführen kann (meine Nichte durfte einen Flyer für eine Veranstaltung entwerfen - so richtig mit drei Variationen - und dann saß sie mit in der Besprechung mit dem Kunden)
…und quassel Dir den Mund fusselig. Was für Dich schon selbstverständlich ist (Der Kunde hat immer Recht, auch, wenn er behauptet, die Sonne wäre grün und würde im Norden aufgehen), ist so einem Schüler noch neu - und es kann ziemlich unangenehm werden, wenn so ein Praktikant mitten in einem Gespräch „Was reden Sie denn da für einen Unsinn?“, besser kommt noch „Ey, Alder - Du laberst voll den Scheiß, Alder!“, raushaut.
Vergiß aber nicht, auch die unangenehmen Seiten Deines Jobs zu erwähnen. Wenn Du zwei Tage in der Woche damit verbringst, Unterlagen abzuheften, dann muß das Praktikant auch da helfen.
-gib ihnen viel arbeit, die sie fordert und sage ihnen, dass sie ein taschen geld bekommen, wenn du zufrieden bist. falls das der fall ist, gib 20 euro. das erste selbst verdiente geld ist unter umständen ein wichtiger motivationsfaktor für die zukunft.
-sage ihnen, dass du am praktikumsabschluss von ihnen wissen willst, was sie gut gekonnt haben und was sie beim nächsten mal anders machen würden. für den fall, dass sie dir das gut sagen können, würdest du besonders positiv gegenüber der lehrerin von ihnen reden.
ich betreue regelmäßig Auszubildende und bin auch Bürokauffrau. Dass du die Praktikantin nach Möglichkeit beschäftigen solltest, wurde ja schon gesagt. Versuche dich mal in Ihre Lage zu versetzen: Du guckst die ganze Zeit angestrengt in den Bildschirm und sie soll dabei zusehen und Däumchen drehen? - Nicht gut.
Mein Vorschlag wäre: Lass sie so viel möglich teilhaben, und wenn sie sich neben dich setzt und dir bei der Arbeit zuguckt, während du erklärst, was du gerade machst.
Wenn du gar nichts mehr weißt, zur Not, lass sie das Büromaterial sortieren, neue Ordner anlegen für´s nächste Jahr, mal ein Regal staubwischen oder alte Akten aussortieren.
als ich während der Schulzeit ein Praktikum gemacht habe, fand ich es klasse, eine Übung machen zu können, die mit dem Beruf zu tun hat. Es hatte dem Vorgesetzten gezeigt, dass ich zu dem Beruf Talent habe und bei mir hat der Beruf noch viel mehr Interesse und Begeisterung geweckt als zuvor, da ich gemerkt habe, ich kann das!
z.B.: Beim Zahntechniker bekam ich einen kleinen Zahn und den mußte ich in groß aus Gips modellieren.
Beim Optiker habe ich aus einer Stück (Material weiss ich nicht mehr) eine geometrische Figur geschliffen.
Ich hatte aber auch Praktika gemacht, da durfte ich nur zuschauen, was andere machen und das fand ich tod langweilig, da war ich froh als ich meine Zeit abgesessen hatte. Es gibt nix Schlimmeres als das.
Peinlich war für mich als ich an einem Tag Mittagspause gemacht habe und als ich wieder kam, machten alle eine halbe Stunde später Feierabend. Niemand hatte mir gesagt, dass an diesem Tag der Woche keine MiPa ist, sondern früher Feierabend. Auch solche Dinge sollten erklärt werden.
Wenn ich Gelegenheit gehabt hätte, dann hätte ich mir schon eher Gedanken gemacht.
Gestern kam ein Mädel auf mich zu und sagte, dass sie bei der Firma, wo sie eigentich ihr Praktikum machen sollte, sie heimgeschickt hat, weil sie keine Praktikannten mehr brauchen und deshalb ist das alles etwas verwirrt. Ich musste umorganisieren und sehen, dass das Mädel eine anständige Praktikantenstelle bekommt.