Hallo Allerseits,
im letzten Jahr war das Thema Generation Praktikum in den Medien. Es ging darum, dass immer mehr Arbeitgeber junge Akademiker ausnutzen, indem sie unbezahlte oder kaum bezahlte Praktikumsstellen anstatt Arbeitsstellen anbieten. Und die Akademiker nehmen an, in der Hoffnung, dass daraus vielleicht doch mal eine richtige Stelle.
Wie sieht es nun aber bei Arbeitslosen im allgemeinen aus? Ich könnte mir folgendes vorstellen. Ein Arbeitgeber schreibt eine normale Stelle aus, gegebenenfalls über das Arbeitsamt. Beim Bewerbungsgespräch erfährt der Bewerber, dass es sich erst mal um ein Praktikum handelt, aus dem vielleicht eine feste Stelle werden könnte. Gibt es das in der Praxis? Wenn ja, wie gehen die Arbeitsämter damit um? Was passiert mit einem Arbeitslosen, der eine solche Stelle ablehnt, weil er Geld für den Lebensunterhalt braucht.
Gruß
Carlos
Hallo Carlos,
Wie sieht es nun aber bei Arbeitslosen im allgemeinen aus? Ich
könnte mir folgendes vorstellen. Ein Arbeitgeber schreibt eine
normale Stelle aus, gegebenenfalls über das Arbeitsamt. Beim
Bewerbungsgespräch erfährt der Bewerber, dass es sich erst mal
um ein Praktikum handelt, aus dem vielleicht eine feste
Stelle werden könnte.
Gängige Prxis ist, oder war zumindest, die Leute dann ca. 2- 4 Wochen Probearbeiten zu lassen. Dass dann mit mehreren und schwupps, hatte man eine günstige Krankheitsvertretung
Einen Arbeitsplatz gab es natürlich nicht. Besonders im Osten war das sehr verbreitet.
Gibt es das in der Praxis? Wenn ja, wie
gehen die Arbeitsämter damit um?
Die scheinen das nicht zu realisieren. Oder die AG sagten einfach, die Auftraglage hat sich verschlechtert, oder sie fanden jemanden anderen (nicht arbeitslose z.B. durch Bekannte, betriebsintern). Da gibt es genug Gründe, ein Angebot wieder rauszunehmen.
Ich wüsste nicht, dass das die AA prüft. Die haben auch nicht die Zeit dazu und sicher auch keine rechtl. Handhabe diese Praktiken zu verhindern.
Was passiert mit einem
Arbeitslosen, der eine solche Stelle ablehnt, weil er Geld für
den Lebensunterhalt braucht.
Ein gering, oder nicht bezahltes Praktikum wird er sich nicht leisten können. Also arbeitet er auf Probe und erhält seine Leistungen weiter.
Lehnt er ab, hat er natürlich ggflls. mit Sanktionen zu rechnen und die Leistungen werden gekürzt.
Gruß Marion
ganz so negativ wie marion würde ich das nicht sehen. stellenangebote, die in den zuständigkeitsbereich einer agentur fallen, werden auf jeden fall von den vermittlern registriert.
macht eine firma öfters mal sowas, dass sie nur praktikanten nimmt und dann nicht einstellt, spricht sich das schon rum und man wird an diese firma nicht mehr vermitteln.
was oftmals der fall ist: firmen schreiben ein sozialversicherungspflichtiges angebot aus und beim vorstellunsgespräch erfährt man dann, dass es sich nur um eine 400 euro-stelle handelt… auch ärgerlich!
generell bei praktikum gilt: dem vermittler bescheid sagen, damit er eine betriebliche trainingsmassnahme daraus macht. nciht dass zollkontrollen kommen
ausserdem werden dann die fahrkosten für die zeit des probearbeitens gezahlt.
gruss
Paragraphenmaus!
Hallo,
ganz so negativ wie marion würde ich das nicht sehen.
ich sagte ja nur, dass dies vorkommt, nicht, dass es an der Tageordnung ist.
stellenangebote, die in den zuständigkeitsbereich einer
agentur fallen, werden auf jeden fall von den vermittlern
registriert.
Aber nicht geprüft! Ich meldete mich auf ein Stellenangebot, das in der AA registriert war. Die Arbeitsbedingungen (50 Std./wö Regelarbeitszeit) entsprach nicht dem Arbeitszeitgesetz (max. 48 Std./wö).
Ich meldete dies dem Amt. Antwort: Da können wir nichts machen! Bingo
Ich ließ icht nach und es dauerte mehrere Wochen, bis das Angebot rausgenommen wurde. Mitunter ist es eben schwierig, einen Veratnwortlichen zu finden 
macht eine firma öfters mal sowas, dass sie nur praktikanten
nimmt und dann nicht einstellt, spricht sich das schon rum und
man wird an diese firma nicht mehr vermitteln.
Da bin ich mir leider nicht so sicher. Ich denke, die Kapazität, sowas zu überprüfen, ist nicht gegeben. Bestenfalls durch Rückmeldung der betroffenen Arbeitsuchenden. Einige Stellen werden ja vermutlich von mehreren Fallmanagern vorgeschlagen. Dann müssten die Ergebnisse gebündelt und abgeglichen werden, damit sowas auffält. Ob das gemacht wird und geleistet werden kann?
was oftmals der fall ist: firmen schreiben ein
sozialversicherungspflichtiges angebot aus und beim
vorstellunsgespräch erfährt man dann, dass es sich nur um eine
400 euro-stelle handelt… auch ärgerlich!
Da kann das Amt auch nichts machen. Viele AG sind sehr unsorgfältig. Auch ein Problem für die Ämter ist, dass eine inzw. besetzte Stelle nicht gmeldet wird und ewig im ‚System‘ bleibt. Das kostet die MA der AA viel unötige Zeit und auch viel Geld.
Gruß Marion
hallo marion,
man spricht schon mal auf dem flur miteinander und tauscht feedback der kundschaft aus…
schlimm finde ich das mit den „alten kamellen“ auch, vor allem: oft haben die firman die angebote selbst reingestellt und können sie auch nur selbst wieder löschen.
ich arbeite in einer beratungsstelle und habe auch schon bei den unternehmen angerufen und gefragt ob die stelle tatsächlich noch frei sei, weil sich gerne ein kunde vor mir drauf bewerben würde…
„nehmen sie sie bitte raus“ kriege ich dann oft zu hören, aber ich bibn dazu gar nicht berechtigt!
hallo §§maus, (hoffe das ist ok
)
man spricht schon mal auf dem flur miteinander und tauscht
feedback der kundschaft aus…
Das ist ja gut, wenn es dann wenigstens ab und zu zu erfolgen
führt. Aber eine umgreifende Kontrolle kann das Amt enfach nicht
leisten, denke ich.
schlimm finde ich das mit den „alten kamellen“ auch, vor
allem: oft haben die firman die angebote selbst reingestellt
und können sie auch nur selbst wieder löschen.
Als ich noch AG war, wurde ich von den SB der AA gelobt, weil
ich ihnen Arbeit ersparte, und den Bewerbern frust, sich auf
eine bereits besetzte Stelle zu bewerben.
ich arbeite in einer beratungsstelle und habe auch schon bei
den unternehmen angerufen und gefragt ob die stelle
tatsächlich noch frei sei, weil sich gerne ein kunde vor mir
drauf bewerben würde…
„nehmen sie sie bitte raus“ kriege ich dann oft zu hören, aber
ich bibn dazu gar nicht berechtigt!
Meines Wissens wurden extra Stellen geschaffen, um besetzte Stellen auszufiltern und die Datenbank aktuell zu halten. Das ist natürlich mitunter sehr müßig und auch sehr aufwändig.
Grüße Marion