Praktikum, kaum Unterstützung vom Arbeitsamt :(

Hallo,

vielleicht nicht 100% das richtige Brett, will es aber dennoch hier versuchen. Allein aus dem Grund, weil hier der Einstiegsartikel liegt:
http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

Das Vorstellungsgespräch war soweit erfolgreich und mir wurde ein Praktikum von 3 Monaten angeboten (vorbereitend auf das Volontariat).

Heute morgen bin ich direkt zum Arbeitsamt und habe dort nach Unterstützung für die Dauer des Praktikums gefragt. Jedoch werden die Leistungen verwährt.
Für ein Berufsnahes Praktikum würde das Arbeitsamt _maximal_ 4 Wochen die Leistungen voll übernehmen. Alles andere nicht.

Ich bin ausgebildeter Fachinformatiker. In meinem Job finde ich nichts und möchte gern etwas anderes machen (Volontariat TV). Ich hab bei dem Sender sozusagen den Fuß in der Tür.
Was zum Geier stimmt an diesem System nicht? Ich will arbeiten, will lernen, will voran kommen, bin bereit etwas zu tun und persönlich zurück zu stecken. Wieso verflixt wird mir nicht geholfen?

Bitte entschuldigt mein wirres Posting, ich bin momentan wirklich traurig, weil sich mein beruflicher Traum immer mehr in Luft auflöst …

Kurz zu mir in Stichpunkten:

. Kaufmann im EZH angefangen, Geschäft ging nach 2 Jahren Ausbildung Pleite
. gejobt
. 3 Jahre Bundeswehr
. wieder gejobt
. Ausbildung zum Fachinformatiker, Abschluss im Janur, konnte nicht übernommen werden

Jetzt bin ich seit Ende Januar arbeitslos. Leistungen beziehe ich bisher keine, weil das A-Amt es nicht gebacken bekommt den Bewilligungsbescheid auzustellen. Ich hänge also richtig schön in der Luft.

Jetzt habe ich die Möglichkeit beruflich voran zu kommen und _kann es mir nicht Leisten_?
Ich mein, ich würde auch was anderes machen - wenn das Arbeitsamit mir nur ‚irgendwas‘ anbieten würde. Aber da kommt gar nichts.

Begründet hat man die Ablehung der Leistung mit dem Satz: „Sie stehen dann dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung!“. Zum Henker, ich will verdammt nochmal auch nicht arbeitslos sein, ich will was machen!

Meine Eltern können mich nicht unterstützen, möchte ich auch nicht.
Evtl. steht mir Arbeitslosengeld II zu - aber da weiss am Ende keiner was und wie viel (glaube 345€ Auskommen + Miete + Heizung). Klar, ich könnt’ nebenbei arbeiten gehen - werde ich auch machen.
Aber wie kann mir denn so ein Beamter meine Zukunft verbauen?

Weiss jemand Rat?

Danke, olli

Guten Abend.

Das Vorstellungsgespräch war soweit erfolgreich und mir wurde
ein Praktikum von 3 Monaten angeboten (vorbereitend auf das
Volontariat).

Wenigstens etwas… Wird das Praktikum bezahlt ?

Heute morgen bin ich direkt zum Arbeitsamt und habe dort nach
Unterstützung für die Dauer des Praktikums gefragt. Jedoch
werden die Leistungen verwehrt.
Für ein Berufsnahes Praktikum würde das Arbeitsamt _maximal_
4 Wochen die Leistungen voll übernehmen. Alles andere
nicht.

Ist auch so: wer einer Tätigkeit nachgeht steht einer Vermittlung rein rechtlich nicht zur Verfügung…

Ich bin ausgebildeter Fachinformatiker. In meinem Job finde

Brutal gesagt: mit Allerweltsqualifikation kann das ja auch nichts werden…

ich nichts und möchte gern etwas anderes machen (Volontariat
TV). Ich hab bei dem Sender sozusagen den Fuß in der Tür.
Was zum Geier stimmt an diesem System nicht? Ich will
arbeiten, will lernen, will voran kommen, bin bereit etwas zu
tun und persönlich zurück zu stecken. Wieso verflixt wird mir
nicht geholfen?

Bitte entschuldigt mein wirres Posting, ich bin momentan
wirklich traurig, weil sich mein beruflicher Traum immer mehr
in Luft auflöst …
Jetzt bin ich seit Ende Januar arbeitslos. Leistungen beziehe
ich bisher keine, weil das A-Amt es nicht gebacken bekommt den
Bewilligungsbescheid auzustellen.

Dann tritt den Sachbearbeitern dort mal richtig in den A****…
Eigentlich ein Unding, das Leistungsberechtigte ihre Ansprüche nicht geltend machen können :frowning:

Jetzt habe ich die Möglichkeit beruflich voran zu kommen und
_kann es mir nicht Leisten_?
Ich mein, ich würde auch was anderes machen - wenn das
Arbeitsamt mir nur ‚irgendwas‘ anbieten würde. Aber da kommt
gar nichts.

Wie wärs damit: Das Jobportal der FH Darmstadt unter http://212.202.151.238/iqb/JobPortal/BewerberStellen… ?

Begründet hat man die Ablehung der Leistung mit dem Satz: „Sie
stehen dann dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung!“. Zum
Henker, ich will verdammt nochmal auch nicht arbeitslos sein,
ich will was machen!

Richtig so.

Meine Eltern können mich nicht unterstützen, möchte ich auch
nicht.

Über einen solchen Schatten wird man wohl springen müssen.

Evtl. steht mir Arbeitslosengeld II zu - aber da weiss am Ende
keiner was und wie viel (glaube 345€ Auskommen + Miete +
Heizung). Klar, ich könnt’ nebenbei arbeiten gehen - werde ich
auch machen.

Besser als nix…

Aber wie kann mir denn so ein Beamter meine Zukunft verbauen?

Wieso Zukunft verbauen ? Der hält sich an die Vorschriften…
Aber wie wär*s mit jetzt arbeiten zu gehen ? („Okay, ich weiss: SCH***** Idee…“)

HTH
mfg M.L., der leider auch keinen Geldesel hat, den man melken könnte

Hallo Olli,
ich versteh Dich nicht, was wäre denn die Alternative zum Praktikum? Du bist arbeitslos also zu Hause am Bewerbungen schreiben. Nun gehst Du halt zum Praktikum und schreibst die Bewerbungen am abend oder am Wochenende. Mit der tollen neuen Info, das Du zur Zeit ja nicht untätig bist, sondern arbeitest beim Praktikum. Wo ist Dein Problem?

Pat

Hi Pat,

du hast absolut Recht.
Das Problem ist, dass ich wärend des Praktikums von 3 Monaten für max. einen Monat Geld vom Amt bekommen (weil ich etwas tun will?).

Verstehst du … ?

-(

Grüße, olli

Ne nicht so richtig, ist doch super dass die wenigstens für einen Monat zahlen. Du könntest z.B. nach einem Monat bei Deinem Praktikumsgeber nachfragen wie es jetzt mit einem Zuschuß aussieht.
Warum sollte das Amt Deine Bemühungen noch mehr honorieren? Die sind doch selbstverständlich.

Verständnislos
Pat

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Hi Pat,

deine Verständnislösigkeit kann ich nicht nachvollziehen.
Bitte verrat mir, wo von ich die anderen beiden Monate leben und meine Miete bezahlen soll!?

Nach dem bisherigem Stand kann ich mir solch ein Praktikum einfach nicht leisten. Wenn ich weiter zu Hause rumsitze und mich hier und bewerbe, bekomme ich weiter mein Geld. Wirds aber konkret, kneift das Amt.
Es ist ja nicht mal sicher, ob ich die vier Wochen bezahlt bekomme, weil es mit meiner erlenten Beruf nichts zu tun hat.

Bisher bekomme ich vom Arbeitsamt noch gar nichts, weil die es seit knapp einem Monat nicht hinbekommen, meinen Bewillungsantrag so zu bearbeiten, dass ich etwas Geld erhalten kann.
Ende Janaur habe ich vom letzten Azubigehalt 2/3 bekommen (ca. 340,–). Davon habe ich meine Miete bezahlt und mein Monatsticket für den VRR.

Ohne den Bewillungsbescheid kann ich keine weitere Unterstützung beantragen und auch kein Vorschuss o.ä. bekommen.
Ich bin seit 10 Jahren nun das 1. mal arbeitslos… Keine Angst, ich will dies auch nicht bleiben, jedoch geht mir das Verständnis aus.

Grüße, olli

hallo oli,

mir scheint, dir wurde bisher außer schlauen sprüchen von denen, die ARBEIT HABEN nicht geholfen.

versuche es so zu sehen:

  1. dein praktikum wird nicht bezahlt -schade!
  2. das arbeitsamt hat nur die gesetzlichen rahmenbedingungen umzusetzen und die können nach § 48 SGB III praktika nur bis zu einer dauer von 4 wochen unterstützen, wenn danach eine beschäftigung in aussicht steht. diese unterstützung betrifft die fahrtkosten, leistungen laufen dann weiter.
  3. die realität ist manchmal hart. berufliche träume lassen sich zuweilen nicht verwirklichen, weil die möglichkeiten (gesetzlich, finanziell, ausbildungsmäßig,…) nicht da sind. wir hätten vielleicht alle einen anderen beruf, wenn das so einfach wäre, also kompromisse sind nötig, wenn man erkennt, dass es grenzen gibt. ich verstehe dich, das ist frustrierend!
  4. die agentur für arbeit hat ein beschwerdemanagement. wenn dir berechtigte leitungen nicht gegeben werden, dfann nutze die möglichkeit, vorgesezte und andere sachbearbeiter der agentur hinzuzuziehen, schreibe auch mal einen brief per einschreiben an deinen sachbearbeiter. wenn ich hier tips höre a la „die leute in den arsch treten“, dann gibt das höchstens zeugnis darüber ab, dass die leute noch nie in deiner situation waren, oder wenn sie es wären, sicher diese NICHT bewältigen könnten!

auch von mir zum schluß noch ein „schlauer“ spruch: versuche, in ein größeres unternehmen hineinzukommen, die irgendwas mit deiner fachinformatik/computerbranche machen. und sei es, dass du dort als lagerkraft anfängst. deine qualifikation nimmt dir keiner, und du läufst dann eben am schwarzen brett der firma vorbei… :wink:
lieber unterqualifiziert arbeiten und sich damit im lebenslauf als leistungsbereit zeigen. das ermöglicht neue dinge. viel glück!

HAllo Olli, Schon mal bei dem anderen Verein nachgefragt, die für ALGII zuständig sind. wenn du für das Praktikum wegziehen mußt, bist du eine eigene Bedarfsgemeinschaft und damit berechtigt. Wenn der ANtrag läuft, kannst du infos bei denen einholen, wie es im Praktikum läuft.
Ich mach auch grad ein Praktikum in einer arbeitsamtsmaßnahme für Uniabsolventen, alle dort sind ohne Leistungsbezug und diejenigen, die alleine wohnen, bekamen Geld vom Sozialamt und nun von ALGII.
bei denen die fürs Praktikum wegzogen, wurde auch Umzugsbeihifle gezahlt.
Vielleicht wird dir da eher geholfen…
Viel Glück Susanne

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

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Nach dem bisherigem Stand kann ich mir solch ein Praktikum
einfach nicht leisten. Wenn ich weiter zu Hause rumsitze und
mich hier und bewerbe, bekomme ich weiter mein Geld. Wirds
aber konkret, kneift das Amt.

Kein Mitaerbeiter des Amtes wird kontrollieren, ob Du täglich an deinem schreibtisch sitzt und Bewerbungen schreibst. Ich versteh das wirklich nicht. Du meldest Dich einen Monat ab zum Praktikum und machst dann einfach weiter. Was die sehen wollen sind Adressen, bei denen Du Dich beworben hast. Das machst Du dann außerhalb der Praktikumszeit. Sollte das Amt es schaffen Dir inzwischen ein Vorstellungsgespräch zu besorgen, wird Dein Praktikumsgeber mit sicherheit Verständnis haben und Dich die Stunden freistellen.

Es ist ja nicht mal sicher, ob ich die vier Wochen bezahlt
bekomme, weil es mit meiner erlenten Beruf nichts zu tun hat.

Gut, dann machste das also ohne Meldung beim Amt.

Ich werde Mitte Juni wieder arbeitslos sein und war es schon mehrere Male, da ich projektbezogen arbeite und es halt manchmal mit den Übergängen nicht so nahtlos klappt. Ich versteh sehr wohl, dass du Panik schiebst. Finde es gut, dass Du Dich für ein Praktikum beworben hast, da das in der Tat ein guter Weg ist, um irgendwo unterzukommen. Das Praktikum ist aber eine freiwillige Vorleistung und das zahlt das Amt eben nicht, was ich gut nachvollziehen kann.

Ich konnte immer alle Verzögerungen usw mit persönlichen und langandauernden Besuchen direkt im amt klären. Meist lag es daran, dass ICH etwas vergessen hatte einzureichen.

Bisher bekomme ich vom Arbeitsamt noch gar nichts, weil die es
seit knapp einem Monat nicht hinbekommen, meinen
Bewillungsantrag so zu bearbeiten, dass ich etwas Geld
erhalten kann.
Ende Janaur habe ich vom letzten Azubigehalt 2/3 bekommen (ca.
340,–). Davon habe ich meine Miete bezahlt und mein
Monatsticket für den VRR.

Ohne den Bewillungsbescheid kann ich keine weitere
Unterstützung beantragen und auch kein Vorschuss o.ä.
bekommen.
Ich bin seit 10 Jahren nun das 1. mal arbeitslos… Keine
Angst, ich will dies auch nicht bleiben, jedoch geht mir das
Verständnis aus.

Grüße, olli