auf den Punkt …
Schwierige Frage, weil man die Emotionen raushalten müsste,
was als Eltern natürlich nur schwer geht- Ihr leidet ja quasi
mit.
Ja wir leiden mit und es ist auch eine Herausforderung für uns als Eltern, wir, die doch bisher nie wirkliche Probleme mit ihm hatten.
Darum versuch ich es mal mit einer neutralen Position
Was im Rahmen ist und was zu viel ist natürlich auch eine
Frage
der Qualität- Wenn ich einen Hüberhabicht den halbe Tag
Heuballen per Hand verladen lasse, dann ist das sicher nicht
im Rahmen, weil ich ihn körperlich überforder. Also Qualität
und Quantität.
Quantität- Arbeitszeit. Mit 16 fange durchaus schon viele
Jugendliche der Haupt- und Realschulen eine Lehrstelle an
(wenn sie eine kriegen). Da gilt der 8 Std Tag.
Gutes Argument! Aber: die Lehrstelle hat man dann aber gewollt und man weiss in etwa worum es geht.
der Praktikumsplatz wurde zwar auch von uns mit ihm zusammen ausgesucht aber die Vorgabe Landwirtsch. kam von der Schule und ist ein MUSS
In einem Praktikum wird das eigentlich lockerer gehandhabt, weil es ja
auch Spaß machen soll, aber theoretisch geht es darum, den
Berufsalltag kennenzulernen. Auf so einem Hof hat der
Arbeitstag natürlich immer mehr Stunden, als in anderen
Berufen mit geregelten Schichten und Zeiten. Auch das ist
Alltag und gehört dazu.
Ich persönlich finde, das kann man einem Praktikanten auch
ruhig zeigen- allerdings immer wieder mit längeren Pausen
dazwischen, so dass ich die 8 std nicht überschreite. Die Kuh
will halt auch abends gefüttert werden, da gibts keine
Stempeluhren.
Wenn Du als Elternteil das Gefühl hast, da nutzt ein Hofherr
eine billige Arbeitskraft (immer wieder monotone Arbeiten,
statt Spaß und Begeisterung vermitteln z.b.) und lässt Deinen
Sohn 3 Wochen den Hof fegen würde ich mir tatsächlich
überlegen, ihn da rauszunehmen, weil er dabei einfach auch
nichts lernt…
Allerdings klingt das von hier aus nicht danach…
den Eindruck haben wir auch nicht
Die Frage ist, was das Lernziel ist und was er jetzt lernt.
Jetzt lernt er, dass man für sein Geld (in dem Job) hart
arbeiten muss, dass arbeit nicht immer Spaß macht,
anzunehmenderweise Disziplin (ständiges frühes Aufstehen),
lernt die Aufgaben eines Bauern kennen, die kaum etwas mit der
romantisch verklärten Vorstellung zu tun haben usw. usf.
Grundsätzlich ist das gut, gilt nämlich für (fast) alle
Berufe. Was zieht er für Schlüsse, wenn ihr das Ganze
abbrecht?
…
Ich würde, so lang er nur pöbelt und meckert und ich als
Elternteil nicht das Gefühl habe, der knickt mir da gleich ab,
eine klare Haltung beziehen… Weitermachen ohne Diskussion!
Aber mutmachend…
Er wird anschließend wahrscheinlich stolz wie Oskar sein, das
geschafft zu haben. Evtl hat das ganze einen netten
Nebeneffekt, nämlich die Feststellung, dass Schule doch ganz
gut ist, was sich auf Leistung und Motivation auswirken kann
(ggf. für einen besseren Abschluss). Ich meine, er muss da
durch- und er muss da auch alleine durch. Ich würde daher auch
die Telefonate reduzieren. Du machst Dir wahrscheinlich
Sorgen, fühlst mit ihm und daraus wird ein „mama findet auch,
dass …“ und bestätigst ihn und seine Haltung damit. Das führt
zu immer mehr Frust und Unlust, worauf der Chef garantiert
reagiert. Was würdest Du mit einem „unwilligen“ Praktikanten
tun?
Bis jetzt hat er seine Arbeit ordentlich gemacht und der Hofchef ist total zufrieden mit ihm, hat gar nichts von dem Stress gemerkt
Dann kriegt er doch erstmal richtig Feuer… Er hat sich
das ausgesucht und nun muß er das auch anpacken und Mama hilft
nicht bei jedem Problem und nimmt einem jede Last ab. Für
seine Entwicklung dürfte sich das positiv auswirken, das
Problem eigenständig zu lösen und zu bewältigen.
Wie recht du hast, eigentlich mit allem was du schreibst, ich sehe das auch so aber wie soll man sich verhalten wenn der Sohn täglich anbimmelt um zu signalisieren „ich kann nicht mehr“
Ich weiß, als Elternteil ist das … scheiße…
Versuch abzuschalten, sei mal nicht ständig erreichbar und gib
ihm die Chance das jetzt zu lernen und nicht erst in der
Ausbildung oder im Job- die Wahrscheinlichkeit dann nicht
damit klar zu kommen und unterzugehen ist groß.
Tapfer bleiben
Gruß Frosch
Ja, wir bleiben tapfer und hoffen dass noch alles gut wird, ein Lehrer hat sich jetzt eingeschaltet und wird morgen dort einen Besuch machen und mit Söhnchen reden, ohje
Danke Hanna