Helfen würde es, wenn du schreibst, an welcher Universität du studierst. Die Anforderungen sind von Universität zu Universität und selbst da von Dozent zu Dozent unterschiedlich.
Mein 4-Wochen-Praktikum war z.B. gar nicht fachbezogen, d.h. hospitiert wurde alles während der 4 Wochen. Unterricht habe ich nur Physik (d.h. Sachunterricht), das allerdings in Absprache mit der Lehrerin - ich hätte auch Deutsch, Mathe, Kunst usw. unterrichten können, Physik bot sich halt einfach an, weil das sonst in dieser Klasse nicht gemacht wird.
Der Praktikumsbericht bestand dann bei mir aus einer Vorstellung von Schule und Klasse. Dazu kam dann eine Forschungsaufgabe, so dass das Hospitieren zielgerichtet vonstatten ging. Dazu stelle ich theoretische Grundlagen dar, dann meine Forschungsaufgabe mit These, Methoden usw. und schließlich Präsentation des Ergebnisses und Diskussion. Dazu kamen dann Unterrichtsentwürfe einzelner Unterrichtsstunden mit Reflexion, nur von Stunden, die ich gehalten habe, aber nicht von allen.
Normale Protokolle von hospitierten Stunden habe ich gar nicht angefertigt bzw. in den Praktikumsbericht geschrieben, dafür war ja die Forschungsaufgabe da.
Ich kam mit unter 20 Seiten aus - ich weiß aber von anderen an der Uni, die 40 Seiten brauchten. Minimum war bei mir 15 Seiten.
Letztlich solltest du das alles jedoch mit deinem Dozenten und der Studienordnung bzw. Lehramtsprüfungsordnung ausmachen. Also erstmal den Dozenten fragen, der hat offensichtlich keine Ahnung. Also einen Blick in die Studienordnung werfen und gucken, was da so zu den schulpraktischen Studien steht. Danach dann eine Gliederung entwerfen. Deine Gliederung finde ich z.B. ok, wenn sich das so halbwegs mit der Studienordnung deckt würde ich die Gliederung einfach mal dem Dozenten zeigen und fragen, ob das ok ist. Denn letztlich hat der ja das letzte Wort.
Das Praktikumsbüro der Uni Dortmund hat im Netz ein paar Infos zu deren Anforderungen zusammengestellt: http://www.fb12.uni-dortmund.de/pbla/Material.html
Was jetzt den geringen Englischunterrichtsanteil betrifft, dazu kann ich nichts sagen, mein Praktikum war halt fachunabhängig.
* Umfang: Mit Dozenten ausmachen. Im Zweifel: 10-25 Seiten, also wie eine Hausarbeit.
* Wissenschaftlich: Formulierungen / Ausdruck sollten natürlich schon vernünftig sein, ganz unabhängig vom Dozenten. Bei deinen Unterrichtsentwürfen wirst du ja wahrscheinlich auch auf den Lehrplan oder die Richtlinien verweisen, eventuell auf andere Texte, um deine Methoden oder Inhalte zu rechtfertigen, da sollten dann natürlich auch korrekte Quellenangaben hin. Zur Reflexion könnte es auch günstig sein, einen Text zu finden, der Infos zur Reflexion gibt und vielleicht ein Schema, an dem du dich orientieren kannst.
* Stundenverlaufsplan: Ich weiß jetzt nicht, was für dich ein „Stundenverlaufsplan“ ist. Ich habe für meine gehaltenen Stunden Sachanalyse, Einordnung des Themas in die Unterrichtseinheit, Lernziele, Rechtfertigung des Themas, Analyse der Lerngruppe, Unterrichtsskizze etc. angefertigt (ich kenne das unter dem Namen „Unterrichtsentwurf“). Nur Unterrichtsskizzen fände ich zu wenig, allerdings habe ich auch nur exemplarisch zwei (oder sogar nur eine?) Stunden rausgepickt, wenn man alle Stunden in den Praktikumsbericht packen will, würde ich vielleicht eine Stunde ausführlich machen und den Rest dann auch nur mit einer kurzen Skizze, dann vielleicht noch eine Gesamt-Reflexion der ganzen Einheit. (Je nachdem, ob du überhaupt eine geschlossene Einheit machst.)
Einheitliche Standards wirst du jedenfalls vergeblich suchen.