Praktikumszeugnis - Formulierungen ok?

Hallo zusammen!

Ich habe eine Frage zu meiner Praktikumsbescheinigung (studienbedingtes Praktikum)- ich habe mir zwar schon etliche Arbeitszeugnis-Geheimcodes angeschaut, finde aber auf einige Formulierungen keine Antworten.

Ich würde mich freuen, wenn mir einige von Euch helfen könnten, dieses Praktikumszeugnis richtig zu „deuten“ und eventuell bessere Formulierungen zu finden, denn es besteht die Möglichkeit, dass mein Chef einige Änderungen vornehmen kann.
Schon mal vielen Dank!

Herr XXX, geboren am XXXX in XXXX, hat in der Zeit vom 1. Dezember 2008 bis 31. März 2009 ein Praktikum in unserer Lokalredaktion absolviert.

Herr XXX fand sich sehr schnell im Redaktionsalltag zurecht und überzeugte durch fachliche Kompetenz gegenüber seinen Gesprächspartnern. Zu seinen Aufgaben zählte das Redigieren von Fremdtexten, das Schreiben von Meldungen und die Telefonrecherche. Herr XXX wurde überwiegend mit der Erarbeitung eigener Beiträge beauftragt.

Im Umgang mit den Kollegen, Vorgesetzten und Kunden zeichnete er sich durch Hilfsbereitschaft und Fleiß aus, er war stets freundlich und kollegial.

Wir freuen uns sehr, dass Herr XXX bis auf weiteres als freier Mitarbeiter für die Lokalredaktion tätig sein wird.

Hallo Langegeorg,
nach dem Abschnitt mit dem Zeitraum Ihres Praktikums sollten ein paar Zeilen über die Zeitung kommen. Name, Verbreitungsgebiet, Auflagenstärke…
Da ich ja selbst Journalistin bin, habe ich das Zeugnis besonders kritisch gelesen. Ich schreibe meine Anmerkungen hinter die betreffenden Sätze:

Herr XXX fand sich sehr schnell im Redaktionsalltag zurecht

ein bisschen unglücklich, dieses „zurechtfinden“: er fand schnell die Teeküche und die Kantine… besser vielleicht: fügte sich ein? Ist aber Geschmackssache.

und überzeugte durch fachliche Kompetenz gegenüber seinen Gesprächspartnern.

Was genau ist mit der fachlichen Kompetenz gemeint? Das journalistische Handwerkszeug? Oder das jeweilige Thema?

Zu seinen Aufgaben zählte das Redigieren von Fremdtexten, das Schreiben von Meldungen und die Telefonrecherche. Herr XXX wurde überwiegend mit der Erarbeitung eigener Beiträge beauftragt.

Wenn Sie überwiegend mit eigenen Beiträgen beauftragt wurden, warum steht das dann an letzter Stelle? Schön wäre, wenn da noch ein, zwei Beispiele genannt würden. "Besonders herzvorzuheben sind seine Artikel über … " o.ä.

Im Umgang mit den Kollegen, Vorgesetzten und Kunden zeichnete er sich durch Hilfsbereitschaft und Fleiß aus, er war stets freundlich und kollegial.

Hilfsbereitschaft und Fleiß - typische Praktikantentugenden. Kunden? Was ist damit gemeint? Leser, Ansprechpartner, Experten?

Wir freuen uns sehr, dass Herr XXX bis auf weiteres als freier Mitarbeiter für die Lokalredaktion tätig sein wird.

Das ist natürlich ein guter Hinweis. So schlecht kann er also nicht gewesen sein, wenn er als Freier bleiben kann.

Das Zeugnis ist ganz ok, ich würde den Chef darum bitten, den Abschnitt über die geleistete Arbeit noch etwas zu ergänzen.
Haben Sie Ihre Arbeitsproben - auch digital - gesichert? Farbkopien oder Screenshots, je nachdem? Insbesondere wenn nun der eine oder andere Artikel erwähnt wird, sollten Sie den auch zumindest bei den Bewerbungen am Anfang Ihrer Laufbahn als Arbeitsprobe zu den Bewerbungsunterlagen geben.

Viel Erfolg
Julia Kleine

Die Frage ist doppelt in meinem Postfach gelandet. Siehe Antwort auf Ihre vorherige Frage.

Hallo Paulaline,

vielen Dank für Ihre Antwort! Ich habe Ihre Nachricht vom 28. Dezember leider gerade erst gelesen, da ich mich auf dieser Plattform noch nicht ganz zurechtfinde.

Nochmals danke für Ihre Rückmeldung!

Mit freundlichen Grüßen
Georg Lange