Praxisgebühren

Ich bin schon jahrzehntelang bei ein- und derselben Hausärztin,
die mir auch hin- und wieder eine 10 er Packung Schlaftabletten aufgeschrieben hat, da ich an Asthma leide und Theophillin nehmen muss,
so dass ich oft nachts nicht schlafen kann, weil mein Herz wie wild schlägt.

Nun weigert sie sich strikt, diese weiter zu verschreiben, obwohl es eh ein Privatrezept ist.

Ein anderer Arzt, den ich aufsuchte, verschreibt sie mir unter strengster Kontrolle.

Nun meine Frage:
muss ich bei diesem neuen Arzt auch jedes Quartal 10 Euro bezahlen,
denn es sind beide Hausärzte und eine Überweisung gibt mir meine langjährige Hausärztin nicht. Sie sagt, das geht nicht von Hausarzt zu Hausarzt, auch muss ich bei jeder Überweisung zu ihr kommen und lang und breit erklären, wozu ich sie brauche. Manchmal verweigert sie sie mir sogar und behandelt selbst.

Kann ich denn nicht zwei Hausärzte haben und nur einmal die Gebühr bezahlen?

Wer kennt sich da aus?

Danke für eine Antwort.

Brigitte

Hi!

Theoretisch geht das wohl doch mit der Überweisung von einem Facharzt zum anderen (zumindest wurde dies hier im Forum mal gesagt…).

Aber:
Deine Hausärztin hat schon Recht, wenn sie dir nicht auf Dauer Schlafmittel verschreiben will, denn die führen schneller als man gucken kann zu einer Abhängigkeit.
Wenn du solche Probleme vom Theophyllin hast, müsstest du also die Schlafpillchen länger nehmen und das kann ja nicht die Lösung sein.

Sprich doch nochmal mit deiner Ärztin über das Problem mit dem Herzrasen. Eventuell kann man an der Theophyllindosis etwas ändern oder auf andere Präparate umsteigen.

P.S. nur als kleiner Tipp nebenbei: manchmal hilft bei Herzklopfen auch ein wenig, wenn man mit erhöhtem Oberkörper schläft. Das ist jetzt auch nicht die ultimative Lösung, aber vielleicht kannst du das zusätzlich versuchen :wink:

Und nebenbei: als Asthmapatient fällst du doch unter die Klausel des chronisch Kranken, ev. kann man da auch noch einiges an Geld „sparen“

Gruß,
Sharon

Hallo Sharon

Theoretisch geht das wohl doch mit der Überweisung von einem
Facharzt zum anderen (zumindest wurde dies hier im Forum mal
gesagt…).

Facharzt schon, aber von Hausarzt zu Hausarzt könnte problematisch sein. ZWAR nennt sich der Hausarzt inzwischen auch gern Facharzt für Allgemeinmedizin, aber wir wissen ja: Es ist nicht immer das drin, was draufsteht. :wink:

Aber:
Deine Hausärztin hat schon Recht, wenn sie dir nicht auf Dauer
Schlafmittel verschreiben will, denn die führen schneller als
man gucken kann zu einer Abhängigkeit.

Das sehe ich ähnlich.
Man sollte seinen Hausarzt nicht wie einen Drogerie-Markt nehmen, sondern ihn auch immer noch als einen Fachmann / Fachfrau, der/die beratend und entscheidend arbeitet.
Wenn ich als Arzt etwas nicht für sinnvoll halte, dann verschriebe ich es auch nicht. Ich bin doch nicht der Kaugummiautomat meines Patienten, wo man oben was reintut (10 Euro) und unten kommt das Gewünschte raus.
Gruß,
Branden

Hallo,
da kann ich als Krankenkassenmensch nur sagen - Branden hat recht !!
Gruss
Günter Czauderna

Dank Dir, Günter! owT
:wink:

>>Wenn ich als Arzt etwas nicht für sinnvoll halte, dann verschriebe ich es auch nicht. Ich bin doch nicht der Kaugummiautomat meines Patienten, wo man oben was reintut (10 Euro) und unten kommt das Gewünschte raus.>>

Als Altenpflegerin weiß ich natürlich über die Suchtgefahren Bescheid.
Nebenbei habe ich diese Schlaftabletten vor Jahren im Krankenhaus erhalten, und meine Ärztin hat sie ohne zu fragen weiter verschrieben.
Ich bin weder abhängig noch suchtgefährdet.
Die Weigerung ihrerseits finde ich verantwortungslos, wusste sie vorher über die Nebenwirkungen nicht Bescheid?
Beispiel:
Sie verschreibt auch bedenkenlos Cortison, 5 mg, N3,
auch schon jahrelang, die Anfälle wurden nicht weniger, im Gegenteil.

Der neue Arzt verschrieb mir „Symbicort“ ein Spray, bei dem das Cortison über die Schleinhäute abgebaut wird.
Es hilft bedeutend besser und bekommt mir auch besser,
er arbeitet darauf hin, dass bei mir keine Anfälle mehr auftreten.
Dann hat sich der Probl. Schlaftabletten eh gelöst.

Mir fehlt jetzt jedes Vertrauen in diese Ärztin.
Mit Verlaub, die 10 Euros reißt sich der Arzt ja nicht unter den Nagel, und ich denke, als selbstbestimmender Mensch kann ich sehr wohl entscheiden, was ich möchte oder nicht.
Die Zeiten, wo Ärzte als Halbgötter galten und die Patienten vor ihnen zitterten, sind gottlob vorbei.

Und nebenbei, drei Ärzte, drei Meinungen.

@Sharon
Ich habe mir heute ein Formular bei der Krankenkasse besorgt,
es muss vom Arzt ausgefüllt werden.
Ich hoffe, dass ich dann von den Praxis- und Medikamentengebühren befreit werde. Bitte drück mal Däumchen, lächel…

Liebe Grüße
Brigitte

Mit Verlaub, die 10 Euros reißt sich der Arzt ja nicht unter
den Nagel, und ich denke, als selbstbestimmender Mensch kann
ich sehr wohl entscheiden, was ich möchte oder nicht.

Für den Arzt gilt ja mindestens dasselbe. Als selbstbestimmender Arzt und Mensch kann ich sehr wohl entscheiden, was iuch verschreibe und was nicht.
Gruß,
Branden

1 „Gefällt mir“

Richtig!!!
Das schließt aber nicht eine Informationspflicht gegenüber den Patienten aus.
Du kannst verschreiben, was du willst, an erster Stelle steht das Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient.
Und wenn das nicht gegeben ist, bzw. der Arzt es nicht für nötig hält, mich über die verordneten Medikamente aufzuklären, schlucke ich sie auch nicht, umgekehrt genauso.

Gruß
Brigitte

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

D’accord, Brigitte.
Ich denke, darauf können wir uns einigen. :wink:
Gruß,
Branden

Hi!

Wenn Du Dich beim neuen Arzt besser behandelt fühlst, warum wechselst Du dann nicht generell?

Gruß
Peter

Hi Brigitte!

Ähm ja, wie ich schon schrieb, daß mit der Überweisung hab ich hier aus dem Forum. War aber wohl doch nicht richtig - tja, da sieht man, daß man sich nie auf Forumsbeiträge verlassen sollte *gg*

Als Altenpflegerin weiß ich natürlich über die Suchtgefahren
Bescheid.

Ja, ist wohl anzunehmen :wink:
Trotzdem der Hinweis, daß eben ein nicht unerhebliches Suchtpotential bei Schlaftabletten vorhanden ist. ICh nehme ja auch schon lange diese netten Pillchen und habs auch noch nicht geschafft, süchtig zu werden, aber was nicht ist, kann immmernoch werden :wink:
BTW: Hier schrieb ich schon mal, wie ich trotz Pillchen eine Sucht bisher vermieden hab:
http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

Der neue Arzt verschrieb mir „Symbicort“ ein Spray, bei dem
das Cortison über die Schleinhäute abgebaut wird.
Es hilft bedeutend besser und bekommt mir auch besser,
er arbeitet darauf hin, dass bei mir keine Anfälle mehr
auftreten.
Dann hat sich der Probl. Schlaftabletten eh gelöst.
Mir fehlt jetzt jedes Vertrauen in diese Ärztin.

Naja, bei der Vorgeschichte würde ich mir aber wirklich ernsthaft überlegen, ob ein Wechsel des Hausarztes nciht besser wäre!
Wenn schon das Vertrauen hin ist und sie dich auch nicht ordentlich behandeln kann…

@Sharon
Ich habe mir heute ein Formular bei der Krankenkasse besorgt,
es muss vom Arzt ausgefüllt werden.
Ich hoffe, dass ich dann von den Praxis- und
Medikamentengebühren befreit werde. Bitte drück mal Däumchen,
lächel…

*däumchen drück* :wink:

Gruß,
Sharon

1 „Gefällt mir“

Hallo Brigitte,

hab ich neulich schon mal gepostet, aber nun noch einmal: Überweisung von HA zu FA geht immer, auch von HA zu 2 Internisten (als Beispiel), wenn die 2 Internisten unterschiedliche Gebiete abdecken. Überweisung von HA zu HA geht nicht, lediglich dann, wenn der eine HA Spezialbehandlungen durchführt (z.B. Homöopathie oder Blutegel-Therapie).
Du kannst theoretisch beliebig viele Hausärzte aufsuchen dank Deiner Chipkarte, musst aber jedesmal 10,- € löhnen.
Übrigens, die Therapie mit Theophyllin ist nur noch in seltenen Fällen angebracht, Symbicort o.ä. ist Mittel der Wahl!
Schlaftabletten: erlaubt ist es nur kurzfristig, da das Suchtpotential sehr hoch ist. Tuts ein Baldrianpräparat nicht auch?
Also: alle Vorredner haben Dir etwas richtiges gesagt…
gute Besserung wünscht
synapse

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Hallo,

Der neue Arzt verschrieb mir „Symbicort“ ein Spray, bei dem
das Cortison über die Schleinhäute abgebaut wird.
Es hilft bedeutend besser und bekommt mir auch besser,
er arbeitet darauf hin, dass bei mir keine Anfälle mehr
auftreten.
Dann hat sich der Probl. Schlaftabletten eh gelöst.

Mir fehlt jetzt jedes Vertrauen in diese Ärztin.

Was haelt dich den noch bei deiner bisherigen Ärztin, wenn du mit dem anderen zufriedener bist?

Und das der neue Arzt die Medikamente nur unter „strenger“ Kontrolle verschreibt, spricht imho fuer und nicht gegen ihn.

Gruss

Sebastian

An alle,

ganz herzlichen Dank für eure Infos, besonders dir, Synapse.

Nach reiflilcher Überlegung werde ich die Hausärztin auch wechseln.
Ich hätte es schon längst tun sollen.
Ok, zum anderen Arzt fahre ich 45 Minuten mit dem Auto, während meine Hausärztin, die auch den Rest unseres „Familienclans“ behandelt, hier um die Ecke praktiziert, lächel…
Aber das ist mir egal, ist ja schließlich meine Gesundheit.
Schön, dass es dieses Forum gibt.

Liebe Grüße
Brigitte

Ok, zum anderen Arzt fahre ich 45 Minuten mit dem Auto,
während meine Hausärztin, die auch den Rest unseres
„Familienclans“ behandelt, hier um die Ecke praktiziert,
lächel…
Aber das ist mir egal, ist ja schließlich meine Gesundheit.
Schön, dass es dieses Forum gibt.

Liebe Grüße
Brigitte

Hi Brigitte - Du wohnst in Bochum. Ich bin dort sehr oft beruflich gewesen und erinnere mich so schwach, dass es dort doch mehr als diese beiden Ärzte gab. Und 45min auseinander ist ein bischen weit.
Maile mir doch mal Deinen ungefähren Wohnort, einige Kollegen kenn ich noch, vielleicht fällt mir da was ein.
Gruss frieeda

Ich bin schon jahrzehntelang bei ein- und derselben
Hausärztin,
die mir auch hin- und wieder eine 10 er Packung
Schlaftabletten aufgeschrieben hat, da ich an Asthma leide und
Theophillin nehmen muss,
so dass ich oft nachts nicht schlafen kann, weil mein Herz wie
wild schlägt.

Nun weigert sie sich strikt, diese weiter zu verschreiben,
obwohl es eh ein Privatrezept ist.
Ein anderer Arzt, den ich aufsuchte, verschreibt sie mir unter
strengster Kontrolle.

Nun meine Frage:
muss ich bei diesem neuen Arzt auch jedes Quartal 10 Euro
bezahlen,
denn es sind beide Hausärzte und eine Überweisung gibt mir
meine langjährige Hausärztin nicht. Sie sagt, das geht nicht
von Hausarzt zu Hausarzt, auch muss ich bei jeder Überweisung
zu ihr kommen und lang und breit erklären, wozu ich sie
brauche. Manchmal verweigert sie sie mir sogar und behandelt
selbst.
Kann ich denn nicht zwei Hausärzte haben und nur einmal die
Gebühr bezahlen?

Wer kennt sich da aus?

Danke für eine Antwort.

Brigitte

Hallo Brigitte!
Als erstes würde ich das Gespräch mit Deiner Hausärztin suchen und sie geziehlt nach ihren Gründen fragen, warum sie Dir das Madikament nicht verschreiben möchte! So ließe sich vielleicht einiges klären!

Ohne Überweisung kostet es immer 10 Euro! Du mußt überlegen, ob es Dir das Geld Wert ist, zu einem Arzt Deiner Wahl zu gehen!

Vielleicht solltest Du Dich aber auch zwischen beiden Ärzten entscheiden und zu dem gehen, wo Du mehr Vertrauen hast!

Bist Du wegen dem Astma nicht auch bei einem Facharzt in Behandlung?
Lungenfacharzt z.Bsp? Der könnte für Dein Problem auch ein Ansprechpartner sein.

Vielleicht helfen Dir meine Tips?!

Liebe Grüße Doreen