Hallo,
also versuchen die Unternehmen ihre Marke zu „verschleiern“,
damit die güter nicht weiterverkauft werden können?
Preisdifferenzierung funktioniert dann gut, wenn man die Märkte voneinander trennen kann, um die Kunden voneinander abzuschotten. Dann kann ich mein Produkt den einen Kunden teuer verkaufen und dem anderen billiger. Damit mache ich insgesamt mehr Gewinn, als wenn ich es allen zu einem mittleren Preis verkaufe.
Ich muss allerdings die Kunden daran hindern, selbst zwischen den Märkten hin und her zu wandern oder dass sie das Produkt von den Kunden des billigeren Marktes kaufen, da sich sonst ein mittlerer Marktpreis bildet, bei dem ich insgesamt weniger Gewinn mache.
Das Weiterverkaufen ist eher Thema bei Reimporten von Autos. Hier kann man die Märkte (Inland/Ausland) gut trennen. Es ist für die Käufer umständlicher, ins Ausland zu fahren, um schnell mal eben ein Auto zu kaufen. Allerdings entstehen dann Firmen, die von diesen Reimporten leben.
Bei einem Produzenten, der bei Aldi verkauft werden die Märkte (Markenkäufer/Discounterkunde) über das Verschleiern der Marke getrennt. Die Kunden würden sonst die Arbitrage selber machen, weil sie nicht einsehen würden, dass sie wo anders für exakt das gleiche Produkt mehr bezahlen sollen.
warum ist jetzt bei Dienstleistungen eigentlich leichter
möglich… irgendwie bin ich verwirrt.
Wenn VW sich entscheidet, seine Autos im Ausland billiger zu verkaufen, dann gibt es Firmen, die daran verdienen, diese Autos nach Deutschland zurück zu importieren und sie hier billiger zu verkaufen.
Wenn eine Frisörkette sich entscheidet, die Haarschnitte im Ausland billiger zu verkaufen als in Deutschland, wird das nicht so einfach funktionieren. Auch werden die Kunden nicht so schnell ins Ausland fahren, nur um sich die Haare schneiden zu lassen
Anderes Beispiel:
Gebe ich als Buchhändler Studentenrabatt, kann ich als Nicht-Student einen Studenten hinschicken und mir danach mit dem Studenten den Rabatt teilen.
Gebe ich als Frisör einen Studentenrabatt, dann bekommen die Haarschnitte auch nur Studenten. Einem Nicht-Studenten würde es wenig nützen, einen andern hinzuschicken.
aber wenn die unternehmen zb. ein und das selbe produkt
(normalerweise kostet es zb 6 euro) nun für 2 euro verkaufen,
dann machen sie doch auch weniger gewinn oder nicht?
Eine Firma verkauft ihr Produkt (sagen wir mal Kaffee) auf dem Markt „Markenkunde“ für 10 €. Dieser Markt und dieser Gewinn bleibt ihr. Verkauft die Firma dann ihren Kaffee unter anderen Namen bei Aldi für 8 €, ist das ein zusätzlicher Gewinn, weil sie dann mehr Kaffee verkauft. Andernfalls würde eine andere Firma den Kaffee bei Aldi verkaufen.
klar?
fx