Huhuu,
ich werte gerade eine Graphik zum Thema Preiselastizität der Nachfrage aus (ich versuche es zumindest). Es ist eine lineare Nachfragekurve gegeben, ein Gleichgewichtspunkt auch. Dann steht an der Graphik, dass der Teil der Nachfragekurve unter dem Gleichgewichtspunkt unelastisch ist und der Teil darüber elastisch.
Ab welchem Punkt schwengt das um? Woher weiß ich das und wie berechne ich das?
Oder ist es eine Tatsache, dass in dem Gleichgewichtspunkt die Preiselastizität = -1 ist und ab da dann der elastische Teil der Nachfrage beginnt?
Wieso wird die Nachfrage überhaupt elastischer, je näher der Gleichgewichtspunkt (bzw. überhaupt irgendein Punkt auf der Nachfragekurve) an die Ordinate rutscht? Eigentlich wird es doch elastischer, je mehr sich die Menge ändert und wenn der Punkt immer weiter nach links rutscht, wird die Menge doch kleiner…?
Fragen über Fragen…ich hoffe, es kann mir jemand helfen :S
Vielen Dank schon mal,
Schneckchen
Nur die (linear fallende) Nachfragefunktion betreffend ist die Preiselastitziät im üblichen VWL-Preis(Y)-Mengen(X)-Diagramm direkt oberhalb eines bestimmten Punktes (halbe Sättigungsmenge) größer als eins (elastisch, aber nicht vollkommen elastisch) in diesem Punkt gleich eins (proportional elastisch) und direkt unterhalb dieses Punktes kleiner eins (unelastisch aber nicht vollkommen unelastisch). Das ergibt sich mathematisch daraus, dass die Elastizität ja relativ ist, so dass die Elastizität nicht nur von der Steigung der Funktion abhängig ist, sondern auch von der konkreten Größe von Preis und Menge. Ist vielleicht das gemeint?
Du kannst dir das so vorstellen: Marktvolumen wäre ja Menge*Preis, also die Rechtecke vom Ursprung des Koordinatensystems entlang der Achsen und bis zu jedem Punkt auf der Nachfragekurve (als als Menge aller dieser Rechtecke). Betrachten wir den Schnittpunkt mit der Preis-Achse oder Mengen-Achse, ist die das entweder x*0 oder 0*p und damit die Fläche auch 0. Dazwischen ist die Fläche >0 und irgendwo auch maximal. Das ist der o.g. Punkt.
Was das jetzt mit dem Marktgleichgewicht zu tun haben soll, ist mir aber nicht klar. Um was für einen Anbietermarkt soll es denn gehen? Vielleicht irgendein konstruierter Sonderfall?
Grüße
… Michael
Huhu,
mit dem ersten Absatz hast du getroffen, was ich meinte. Den Punkt, wo die Elastizität = 1 ist, hab ich einfach mal als Gleichgewichtspunkt betitelt…dachte, das wär er…?
Woher weiß ich denn nun aber, WO dieser Punkt liegt? Wie berechnet man das oder legt man das willkürlich fest?
Liebe Grüße,
Schneckchen
Hi Schneckchen,
bei einer linear fallenden Nachfragefunktion die halbe Sättigungsmenge, wie ich schon in Klammern schrieb. Also Hälfte der Menge, die bei einem Preis von 0 noch abgesetzt würde. Wenn du nur die Funktion hast, muss du also die Menge für p=0 ausrechnen und die Hälfte nehmen.
Grüße
… Michael