meine Freundin behauptet, daß man in Deutschland nicht seine Preise gestalten darf wie man will.
Beispiel:
Man kauft für ein Hotel Orangensaft für 0,79 DM ein und verkauft dann den Liter für umgerechnet ca. 25 DM. Sie behauptet, dies sei nicht zulässig, weiß da jemand was genaues?
Na ja, da kommt einem dann vielleicht
doch der Wucherparagraph dazwischen.
Meinst du das jetzt ernst???
Im Grunde istes doch meine Sache, wieviel ich dafür verlange, oder etwa nicht? Ich hab ja als Hotel kein Monopol, und wenn die Leute das bezahlen, dann ist es doch auch zu rechtfertigen, oder etwa nicht???
meine Freundin behauptet, daß man in
Deutschland nicht seine Preise gestalten
darf wie man will.
Im Prinzip, ja.
Beispiel:
Man kauft für ein Hotel Orangensaft für
0,79 DM ein und verkauft dann den Liter
für umgerechnet ca. 25 DM. Sie behauptet,
dies sei nicht zulässig, weiß da jemand
was genaues?
In einer Herberge der gehobenen Klasse ist diese Preisbildung üblich und daher in Ordnung.
Niemand wird ein 5-Sterne-Hotel deswegen verklagen.
Wenn Du aber, sagen wir, von einer Baufirma etwas machen lässt und die verlangen DM 500,00 pro Stunde, ist das mehr als ein ortsüblicher Stundenverrechnungssatz und daher jur. anfechtbar.
Ronald.
Wenn Du aber, sagen wir, von einer
Baufirma etwas machen lässt und die
verlangen DM 500,00 pro Stunde, ist das
mehr als ein ortsüblicher
Stundenverrechnungssatz und daher jur.
anfechtbar.
Ronald.
Ok, aber wenn die mich vorher über ihre Stundenpreise aufklären, dann ist es doch ok, oder etwa nicht???
Dann natürlich! Es liegt ein ANGEBOT vor, welches Du akzeptiert hast. Nur wer macht das dann ?
Wieso eigentlich fragst Du speziell nach dem Saftpreis? Gibt es einen konkreten Anlass? Würde mich mal interessieren.
Viele Grüße Ronald.
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Dann natürlich! Es liegt ein ANGEBOT vor,
welches Du akzeptiert hast. Nur wer macht
das dann ?
Wieso eigentlich fragst Du speziell nach
dem Saftpreis? Gibt es einen konkreten
Anlass? Würde mich mal interessieren.
Viele Grüße Ronald.
Natürlich gibt es einen Anlaß. Der Arbeitgeber meier Freundin macht das so und sie meint, dies sei nicht rechtens und ich habe eben behaupted, daß er den Preis so gestalten kann wie er will
Wie bereits weiter unten erwähnt, gibt es in der Rechtsprechung den Begriff „Wucher“.
Und Wucher ist verboten. Allerdings gelten sehr strenge Voraussetzungen, damit etwas als „Wucher“ anerkannt wird. Neben einem viel zu hohen Preis kommen soviel ich weiss noch andere Dinge hinzu (Ausnutzen ein Zwangslage o.ä). Deshalb wird man in Deinem Fall wohl nicht von Wucher sprechen können und die Sache ist legal.
Journey
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Ich denke an dieser Stelle ist es einmal wichtig zu posten, was die Folge ist, sollte der Preis tatsächlich als Wucher ualifizieren wäre: wurde der Kaufpreis noch nicht gezahlt und soll er gerichtlich eingefordert werden, besteht Erfolgschance nur im Rahmen des „Nicht“-Wuchers.
Wurde aber bereits gezahlt, besteht kein Rückforderungsanspruch bzgl. des „Wucheranteils“.
Vergleichbar ist dies etwa mit dem sog. „Dirnenlohn“ bzw. der populäreren Rechnungsstellung der Telekom zu den SEX-0190er Nummern. Wurde bereits gezahlt --> Pech gehabt. Leichte Abweichung bei noch nicht erfolgter Zahlung: gar kein Anspruch !
PS: In Bezug auf den „Saftverkauf“ dürfte die obige Unterscheidung jedoch nur von theoretischer Bedeutung sein, da ja wohl SOFORT bezahlt werden soll.
Natürlich kann er das, in Grenzen selbstverständlich. Ein Hotel, oder jeder andere Betrieb auch hat gewisse Kosten (Personal, Reinigung, Heizung, Wasser, E, Telefon, usw.). Das wird auf die Preise umgelegt. Schließlich hast Du an jedem Restaurant AUSSEN die Karte hängen. Und wem es dann nicht passt, der braucht das Angebot nicht wahrzunehemen.
Auf der andern Seite beschwert sich keiner über einen Preis von DM 2,50 für eine Tasse Kaffee im Restaurant, wo jeder Kaffeetrinker weiß, wieviel Tassen aus einem Päckchen Jacobs für 8 DM herauskommen !
Deine Freundin sollte für kurze Zeit die Hotelleitung übernehmen, mit ihrer Kalkulation und auf ihre volle Verantwortung. Dann wird sie wissen, warum ihr Chef das tut.
Viele Grüße Ronald.
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Hi an alle,
Warenverkaufspreise kann jeder so kalkulieren, wie er es für richtig hält (ausgenommen Dumping unter Einkaufspreis).
Wie schon mehrfach erwähnt ist niemand gezwungen, das Angebot anzunehmen, Beispiel: Preise an Autobahntankstellen und -raststätten, auch wenn man hier zuweilen einfach keine andere Wahl hat.
Hier gibt es, denke ich, keine Möglichkeit, wegen Wucher irgendjemandem an den Karren zu fahren.
Anders bei Dauerschuldverhältnissen, wie Miete, Darlehen usw. Und auch anders bei Dienstleistungspreisen, Handwerker, Berater usw., aber auch da liegt ja in der Regel ein Angebot vor, das man annimmt oder auch nicht.
DD