ich hätte eine allgemeine Frage ob es beim Immobilienkauf die Möglichkeit gibt, den Kaufpreis zu mindern, wenn ein versteckter Mangel auftritt.
Sagen wir z.b. wenn man nicht gesagt bekommen hat, dass das Mauerwerk nass ist und man es selbst durch z.b. eine Holzverkleidung nicht sehen konnte oder dergleichen…
kann man den Kaufpreis mindern, auch wenn im kaufvertrag darauf hingewiesen werden würde, dass es sich um ein altes objekt handelt das renovierungsbedürftig ist?
Nun ja, dumm gelaufen. Altes Haus billig gekauft, keinen Fachmann zugezogen (kostet ja schließlich), selbst den Hinweis im Kaufvertrag nicht ernst genommen, Neubau erwartet und dann sowas … ist das Haus doch wirklich sanierungsbedürftig.
Was erwartest du? Dass alle Welt um dich herum für deine Fehler zahlt?
meine frage war eigentlich ob man bei einem verstecktem mangel eine preisminderung erwarten kann.
und eventuell war es ja in diesem fall so, dass das haus nicht billig war nur alt. und man sich das haus nicht wegen dem sparen gekauft hat, sondern wegen der lage oder weil man alte häuser ( die trocken sind) einfach schön findet. kann ja alles sein, renovierungsarbeiten nat eingeplant wurden aber man z.b. nicht ahnen kann dass ein haus komplett feucht ist, wenn man nachfragt und einem gesagt wird, es ich nicht feucht und es gibt eine dreinage, sich aber später herausstellt, dass das haus doch feucht ist, die feuchten wände nur durch die holzverkleidung versteckt wurden und es keine dreinage gibt sondern nur einen graben…
sicher sachverständiger wäre in so einem fall nat vor dem kauf gut gewesen. aber wir gehen einfach mal davon aus, dass man da einfach nicht daran gedacht hat. und nur weil man ein altes haus kauft heißt es noch lange nicht, dass man geizig ist.
nur wenn der Käufer dem Verkäufer ein arglistiges Verschweigen eines dem Verkäufer bekannten Mangels nachweisen kann, dann besteht eine Chance, dass der Verkäufer für den Mangel haftbar gemacht werden kann.
Also:
1.) Mangel muss dem Verkäufer bekannt gewesen sein.
2.) Der Verkäufer muss den Mangel ARGLISTIG verschwiegen haben.
3.) Der Käufer muss dem Verkäufer 1.) und 2.) nachweisen.
ich hätte eine allgemeine Frage ob es beim Immobilienkauf die
Möglichkeit gibt, den Kaufpreis zu mindern, wenn ein
versteckter Mangel auftritt.
Das hört sich so an, als ob der Vertrag schon geschlossen ist.
Sagen wir z.b. wenn man nicht gesagt bekommen hat, dass das
Mauerwerk nass ist
Das muß man ggf. beweisen können.
kann man den Kaufpreis mindern, auch wenn im kaufvertrag
darauf hingewiesen werden würde, dass es sich um ein altes
objekt handelt das renovierungsbedürftig ist?
Dann wohl kaum, denn dann muß man mit zahlreichen Mängeln gerechnet werden.
Vermutlich wurden bei Kauf der Immobilie die paar hundert Euro für einen Sachverständigen gespart. Ein Rechtsstreit wird erheblich teuerer und die Sanierung auch.
Aber zum Glück nur für den Betroffenen, nicht für den Forenschreiber. Der kann nämlich mal so richtig gehässig seinen Senf ablassen und damit beweisen, dass er natürlich nie so blöd wäre, auf etwas hereinzufallen. Geschweige denn, einen Kaufvertrag anders auszulegen als der Verkäufer oder gar zuwenig Geld für ein anständiges Haus zu haben. Ganz toll.
„Renovierungsbedürftig“ ist m.E. etwas anderes als „unbewohnbar“ oder „baufällig“.
Stinkt verdammt nach Anwalt, vereidigten Gutachtern, Gericht und ScheiBe.
ja, nehmen wir mal an, dass die beteiligten schon beim notar gewesen wären, allerdings noch keine zahlungsaufforderung bekommen haben…
nehmen wir an, es wäre so, dass von mehreren verwandten des käufers bestätigt werden könnte, dass da haus als trocken bezeichnet wurde und dass der verkäufer ebenfalls noch darauf hingewiesen hätte, dass es eine dreinage ums haus gibt. dann würde sich eben z.b. rausstellen, dass das haus alles andere als trocken ist und hinter der holzverkleidung in zwei zimmern alles nur noch schwarz ist vor lauter schimmel und es sich auch noch rausstellt, dass keine dreinage um das haus ist…
wäre das ein versteckter mangel. wenn man nat auch noch nachweisen könnte, dass der schimmelbefall schon viele jahre vorliegt, bzw das haus schon immer feucht ist, weil die verkäufer in dem fall natürlich sagen würde, dann sie ebenfalls nichts davon gewusst haben…
also erst einmal, geben sehr viele Leute mehr Geld für die Beratung beim Autokauf aus, als ish von Fachleuten beim Hauskauf unterstützen zu lassen.
Zweitens, beim Notar ist die Tinte trocken. Jetzt wird mit böse Argumenten gefochten.
Drittens die Preisminderung ergibt sich aus den zu erwartenden Sanierungskosten.
Viertens ist man in der BEweispflicht, das das Haus nass ist.
Ergo fünftens kann man getrost zum Anwalt gehen und sich beraten lassen, wie man mit einem Beweissicherungsverfahren und einem etwaigen prozess aus der Scheisse herauskommt.