Hallo Jesse,
Harte Worte, aber das hilft mir schon sehr viel weiter!
hart finde ich das nicht, es ist halt die Realität.
Ich dachte jedoch, dass es eine staatliche Behörde
wir leben hier in keinem totalitären Staat. Journalismus in China mag so
funktionieren, hier gilt die Freiheit des Wortes.
Ich dachte da an Zugang zu Terminen und
Veranstaltungen, wohin sich nicht jeder Geisteskranke verirren
darf.
Zunächst: Pressetermine sind meistens öffentlich.
Davon abgesehen, spricht aus diesem Satz deutliche Arroganz gegenüber
nicht-Journalisten. Also nimm es hin: Jeder Kreti und Pleti darf zu
Presseterminen, so er nett fragt, und darf hinterher drüber schreiben. Und
Kreti und Pleti nehmen diese Möglichkeit freudig wahr und schreiben für
Wochenblätter, Boulevardmedien und ähnlichen Käse.
Etwas anderes sind natürlich Termine von deutlich überregionaler bzw.
(inter)nationaler Bedeutung, wo schon aus Platzgründen nur akkreditierte
Journalisten zugelassen werden. Akkreditieren kann man sich, wenn man einen
entsprechend honorigen PA vorlegt.
Drastisch gesagt: jemand, der in der Verlegenheit ist, Fragen ähnlich der
deinen zu formulieren, ist von diesem Level noch recht weit entfernt.
Aber wenn das so ist, woran erkenne ich dann seriöse
„Organisationen“?
Vergiss es, in die kommst du als Gelegenheitsschreiber nicht rein. Das meine
ich nicht negativ, aber ohne hauptberufliche Anstellung hast du einen PA quasi
nicht nötig. Es sei denn, du magst damit ein paar mickrige Journalistenrabatte
bekommen (womit manche Aussteller von PAs werben). Das wiederspricht m.E. einer
seriösen Berichterstattung und hat mit dem Thema nichts zu tun.
Wenn du einen gut gemeinten Rat willst: lies viel (große, überregionale
Zeitungen) und schreib viel (für lokale Blätter). Dann hast du die Chance, was
zu werden. Mehr brauchts nicht.
Grüße,
Simon