Prinzessin

Nicht es war einmal, sondern es lebt eine Prinzessin, Tochter (13) meiner Lebensgefährtin in unserer gemeinsamen Wohnung.

Nun ist es so, dass die Tochter das Spiel als Prinzessin stets in ihrer Selbstsucht steigert. Es beginnt mit herumkommandieren, will die besten Klamotten haben, bestimme das Fernsehprogramm und zickt wenn sich nicht alle in der Familie daran halten. Hilft dies nicht, folgen Mitleidstränen. Spätestens dann wird die Kindesmutter (Lebensgefährtin) schwach und erfüllt alle Wünsche. Verteitigt mir gegenüber diese Gangart der Tochter. Argument : Sie ist eben noch ein Kind. Dann setzt die Prinzessin eins drauf und beginnt die Mutter respektlos zu kritisieren. (Sie bekomme zuwenig und wird stets benachteiligt)
Das erträgt die Mutter nicht und bekommt daraufhin Migräne. Weint sich bei mir aus und das Spiel beginnt von vorne. Das spielt sich jede Woche seit Monaten ab. Wenn ich meine Lebensgefährtin in der Regelaufstellung gegenüber der Tochter unterstütze nimmt sie das gerne an. Sobald die Tochter im Hause ist, fällt die Mutter wieder um und toleriert und entschuldigt jedgliches Verhalten.Ist sogar böse auf mich, wenn ich an die eben zuvor vereinbarten Regeln erinnere. Wie kann ich den Kreislauf unterbrechen? Danke vorab. Christian.

Hallo,

auf alle Fälle müßt ihr „Eltern“ an einen Strang ziehen!

LG

Hallo,

Wie kann ich den Kreislauf unterbrechen?

Gar nicht - und solltest Du auch nicht
versuchen.

Sieh es pragmatisch. Die Tochter ist
alles, was die Mutter hat. Du bist ein
irgendwoher gekommener Fremder.
So lange, bis der nächste Fremde kommt.

Die Klamotten und ähnliche Statussymbole
sind auch nur wieder „Gefechtsbedarf“ der
Tochter, sie muss sich in einer verrückten
Umwelt behaupten - mit verrückten Dingen
und Verhaltensweisen. Was erwartest Du?

Grüße

CMБ

Hallo,

Wie kann ich den Kreislauf unterbrechen? Danke vorab.

einfach abwarten. Da geht früher oder später alles vorbei.
Gruß Uwi

Hi Christian,
ob man so was schaffen kann, kann sein.
Aber je nach Dickkopf und Kampfgeist der jungen Dame kann es auch so
enden, dass du bzw die Mutter die psych Grätsche mach(s)t.
Frei nach dem Motto:
Den Mensch, in seinem Wahn, hält weder Ochs noch Esel an
kann es passiern, dass die junge Dame schnellstmöchlich freiwillig
ausm Haus geht (kann aber gut sein, dass das irgendwann mithilfe
des Jugendamts passiert).
Die Lady ist 13, macht, was sie will.
Glaubst du wirklich, dass sie ruhiger wird, freiwillig?
Stell dich auf nen Kampf ein, der jahrelang dauern kann.
… manchmal ists besser, wenn man sich trennt, so lange man den
andern noch mag (dies kann durchaus unter Eltern/Kind-Situation sein).
Die Dame hat keinen Respekt vor ihrer Mutter, lässt sich von der nix
sagen. Wenns so weiter geht, wird sie sich von keiner Autoritätsperson
mehr was sagen lassen. D. h., abwarten, bis sie volljährig ist und
dann ihren Weg gehen lassen (dann wirds der Mutter auch wieder besser
gehen).
So, und wer mich nun verhauen will (von wegen, falsche Vorstellung,
wie man Kinder erzieht) den möchte ich sehen, wie er sich verhalten
würde, wenn er tagtäglich, 24 Stunden, einem solchen Nervenkrieg
ausgesetzt ist. Die Mädels in dem Alter können sich gut verstellen,
auch mal für einige Wochen/Monate. D. h. aber nicht, dass sich die
Dame für die nächsten 5 Jahre beherrschen würde.
Sorry, meine Meinung: da hilft nur Aussitzen, bis die Dame volljährig
ist. Notfalls Trennung Mutter/Kind, auch notfalls mithilfe eines,
durch das Jugendamt betreuten, Jugendwohnheims.
LG
D

Hi ho,

Was erwartest Du?

ein „Oder so…“ ?

SCNR.

Grüsse,
Herb

Hallo Christian,

Ich kann deine Sorge um das Zusammenleben im Haus nachvollziehen. Aber du selbst wirst wohl nicht viel ändern können, weil du als Vater - also eine Autoritätsperson - offensichtlich nicht in Frage kommst und nur den Status eines Lebens(abschnitt)gefährten der Mutter hast. Das muss schon die Mutter übernehmen. Eigentlich sollte die Mutter zwei eigennützige Gründe dafür haben, ja, sogar drei: aus der Tochter einen erwachsenen Menschen zu machen, der sich an die Regel halten kann und dadurch im Leben einfacher hat, den schiefen Haussegen wieder in Ordnung zu bringen und dich als Partner nicht zu verlieren.

Das Problem, das du geschildert hast, liegt nicht bei Tochter, die für ihr Alter ein absolut normales Verhalten (dazu unten mehr) an den Tag legt, sondern bei der Mutter. Die Mutter macht einen grundsätzlichen Fehler: sie sieht ihre Tochter als Kind an. Wobei diese schon längst kein Kind mehr ist, sondern eine Heranwachsende, eine Jugendliche. In diesem Alter können und müssen die Jugendlichen sich in das Erwachsenenleben - mit allen Rechten, aber vor allem Pflichten und Rangordnungen - einfügen.

Dass die junge Dame herumnörgelt, zickt, bestimmen und kritisieren will, ist normal. Es gibt ja ein tolles Buch „Und plötzlich sind sie 13…“ Manchmal kann es sehr schön anstrengend sein (ich habe selbst zwei Exemplare dieser Spezies bei mir zu Hause). Da werden die Eltern plötzlich peinlich (weil sie zu altmodisch in jeder Hinsicht sind)und „unfair“, und die Gruppe der Gleichaltrigen der Maß aller Dinge. Das gehört zum normalen Abnabelungsprozess, wo man seine eigene Identität zu finden sucht. Hier braucht die Mutter nicht zu weinen (es sei denn, sie weint dem Kind nach, das dabei ist, sich der Totalkontrolle der Mutter zu entziehen; sie trauert also den Zeiten nach, wo sie als Mutter alles bestimmen konnte, was wohl ihr ganzes Leben erfüllt hat). Und die Mutter braucht keinen Krieg zu führen, dort, wo es keinen gibt.

Nur sollte man Grenzen ziehen und Vereinbarungen treffen: „Nein, jetzt bestimme ich die Fernsehsendung. Du kannst an dem und dem Tag, um so und so viel Uhr deine Sendung gucken. Ja, du kannst weinen, toben, sagen, dass es unfair ist, - ich will trotzdem jetzt meine Sendung schauen“; „Markenklamotten gibt es nur gemäß Familienbudget. Alle Sonderwünsche werden aus dem Taschengeld bezahlt. Ja, man kann das Taschengeld für Brötchen und Süßigkeiten ausgeben, man kann es aber sparen und sich etwas Größeres kaufen“; „Ja, du kannst mich kritisieren, die Eltern sind schließlich auch nur Menschen und machen so ihre Fehler. Aber bitte nur mit Argumenten und Verbesserungsvorschlägen. Einfaches Herumnörgeln wird nicht geduldet. Und wenn du meinst, du kannst es besser, darfst du es ruhig übernehmen (kochen, bügeln, putzen, einkaufen etc.) Ich habe gar kein Problem damit“; „Und jetzt möchte ich mit deiner Mutter allein sein, und du hast unsere Privatsphere gefälligst zu akzeptieren, so wie es unter Erwachsenen nun mal üblich ist“. Usw.

Generell ist in diesem Alter mit Heulattacken, Türknallen und Drohungen („ich haue ab“, „ich werde dich verklagen“ usw.)zu rechnen. Das sollte man aber gelassener nehmen: wir sind schließlich den Kiddies Jahrzehnte voraus und haben unsere Erfahrungen mit der Pubertät schon gemacht und Konsequenzen daraus gezogen.

Viel Glück

Jarolep

Hallo,

Was erwartest Du?

ein „Oder so…“ ?

Verd …

Nachdem ich auf Beiträge mit „Oder so…“
immer Sternchen bekomme, wollte ich mal
prüfen, ob es wirklich *nur daran* liegt.

Offensichtlich ja!

Grüße

CMБ

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hi,

du kannst auch, wenn es wieder losgeht, einfach spazieren gehen.

einer 13jährigen, deren vater du nicht bist, kannst du nix erzählen. einer mutter, die nicht konsequent sein kann, kannst du zwar helfen, aber nicht als stütze für ihre unzulänglichkeiten.

warte ab, bis die situationen vorbei sind, halte dich raus und rede anschliessend mit der mutter, frag sie, was sie selbst glaubt, verändern zu müssen. sag ihr auch deinen eindruck.

deine einflussmöglichkeiten sind begrenzt.

wie wär´s mit humor?

„oh die damen sind wieder in heller aufregung. dann lasse ich mal die vorsitzende mit der opposition streiten und enthalte mich mal einen moment.“

Danke
Vielen Dank für die hilfreichen und gut erklärten Antworten.
Nun geht es mir auch schon einwenig besser.
Manchmal halte ich diese Kampfeskapaden nicht aus.
Bin eben auch nur ein Mensch…

Hallo ihr Drei! Die 13-jährige ist nicht die erste, die sich als Beziehungsbrecher betätigt, das gibts öfter… Hast Du Lust Dein Leben so zu gestalten?? Zieh aus, und hole dann und wann die Mutter zu Kino, Ausflug ect.ab. (Sie soll Dir aber nix von der Prizessin erzählen, denn deswegen bist Du ja ausgezogen.) Macht euch einfach die Stunden schön! Gruß Erika

Hallo Jarolep,

Das sollte man aber gelassener nehmen: wir sind
schließlich den Kiddies Jahrzehnte voraus und haben unsere
Erfahrungen mit der Pubertät schon gemacht und Konsequenzen
daraus gezogen.

Das fände ich spannend, welche Erfahrungen und welche Konsequenzen ,mit dem Credo der Allgmeingültigkeit selbstverständlich, sollen das sein?

Schöne Grüße
guvo