Prisoners Dilemma

Hallo liebe Psychologen,

ich fuehle mich wie in einem Kaefig fuer den ich einen Ausweg suche. Zur Situation - ich arbeite 4 Tage die Woche im Ausland - so ca. 10 -14 Stunden taeglich. Freitag habe ich Homeoffice wobei ich eigentlich nur ein paar adminstrative Sachen fuer die Arbeit erledige und eben all die liegengebliebenen privaten Sachen aufarbeite.

So sah mein Freitag aus:

0:30 - nach Haus gekommen
6:45 - aufgewacht weil es im Badezimmer laut ist… mein Tag (ist das wirklich mein Tag?) beginnt
7:15 meine Frau meint ich soll noch etwas zu essen fuer Mittags besorgen, dann Morgentoilette
8:15 - Bank Geld fuer den Monat geholt
8:30 - Auto aus der Werkstatt abgeholt

Heut wird der Getraenkebedarf fuer den Monat besorgt

9:15 - Eistee fuer meine Tochter und Sohn in Shop N gekauft
9:45 - Baumarkt - Pflanzkasten geholt, dann nach Haus alles ausgeladen, Zaehne geputzt
10:45 - Zahnarzt… muss 30min warten
11:30 - Shop A, O-Saft, Milch und Wuerstchen gekauft
11:45 - Bier und Mineralwasser von der Shop Q geholt
11:55 - Auto 1 getankt
12:05 - Broetchen besorgt, kurz nach 12 zu Haus, meine Tochter gebeten mit auszuladen… sie nimmt sich die schweren Sachen und mosert hinterher rum…

  • kurz ein Broetchen und Wuestchen reingehauen
    12:30 - meine Schwaegerin ruft an und verschiebt den Grillabend von Samstag auf Sonntag (das Sonntagsfamilienessen canceln - das vergess ich aber)
    13:15 - meine Frau und Tochter fahren zum reiten
    13:30 - zur Firma - ein paar Sachen erledigt
    14:30 - Shop L - Mineralwasser still + OSaft gekauft,
    zurueck nach Haus ausgeladen und umgezogen Bumenkasten auf den Balkon geschleppt - um 17:00h kommt ein Kumpel mit dem ich ein Fundament giessen will… Baustelle eingerichtet Kabeltrommel funzt nicht… repariert, ein kurzes Kabel zusammengeschustert, dann auf den Balkon und den Kasten angefangen zusammenzubauen,
    17:00 - mein Kumpel kommt puenktlich - wir optimieren die Baustelle kurz nach 17.00h beginnen wir mit dem Fundament 19:00h sind wir fertig… trinken ein Bier.

Mein Kumpel bemerkt die negative Stimmung ohne das ich etwas sage und meint ich naehme allen zuviel ab sie haetten alle Langeweile und deshalb maekeln sie rum… ich solle ihnen mehr Aufgaben uebertragen… ich werde nachdenklich. Ich komme kurz vor 8 rein und alle moechten etwas vom Thailaender - ich rufe an und hole die Sachen ab kurz nach 8 ist „mein Tag“ zu Ende.

Am Samstag ist shoppen angesagt - ich fahre… natuerlich auf der falschen Autobahn mit Stau weil ich das Radio ausgeschaltet habe. Ich sitze viel im Auto nutze die ich die Zeit zum relaxen.

Am Sonntag haben wir nun natuerlich zwei Essen (weil ich vergessen habe das Mittagessen abzusagen - dazwischen wird der Koffer gepackt, der Blumenkasten zu Ende gebaut… meine Frau und Tochter setzen sich vor den Computer und versuchen eine Bestellung aufzugeben… ich werde gefragt was sie anklicken sollen… kenne aber die Seite nicht aus dem Kopf… ich mag sie nicht mehr ansprechen und Abends hoere ich dann „ich naehme allen die Ruhe usw. usw.“.

Das moechte ich nun nicht mehr (ich hab keinen Bock auf noch so ein Wochenende… „Und ewig gruesst das Murmeltier“ - ich erinnere mich ans Studium - Spieltheorie ich meine kooperativ zu sein (vielleicht bin ich das ja nicht?) bekomme aber immer defekte Ergebnisse. Kennt jemand einen praktikabelen Weg aus der Krise?

Was ich wohl gern gemacht haette???

Gruss
LC7

Worum geht’s hier eigentlich? Du musst EINEN Tag in der Woche einkaufen und einen Arzttermin wahrnehmen, einen Kübel bepflanzen und ein Fundament giessen? Nach doppeltem Sonntagsessen düst Du wieder ab und geniesst 4 Tage familienfreie Jobauslebung? Ich beneide Dich.
Ich will ja nicht jammern, aber steck mal 14 Tage im Familienmanagement einer halbberufstätigen Mutter.

Und nun ein guter Hinweis, ganz ohne Schelte: wenn Dich der Freitag samt Wochenende stresst, dann schöpfe Kraft aus Deinem Job. Klar stresst der auch, aber eben ANDERS. Nutze die guten Ressourcen in beiden Welten: Jobtime und Familientime. In beiden gibt es Erfolge und Zustimmung, Anerkennung. Etwa nicht? Das liegt in DEINER Hand. Bereite etwas ausser der Reihe vor! Im Job vielleicht ein guter Messeauftritt oder Werbeidee oder neuer Käuferpool oder so, in der Familie ein Ausflug (Angeln oder Wellness oder Reitausflug), lad die Freunde oder Familie aus und zelte mit Deinen Kindern im Garten. Du weisst schon. Was nettes. Ein Erlebnis. Das tut richtig gut. Und man denkt noch die ganze Woche daran.
(Schlechte?) Gewohnheiten muss man einfach knacken und mal was ausser der Reihe tun.
A.

Hallo LC7,

ich bin nicht vom Fach, muss aber trotzdem mein Ketchup Senf dazu abgeben.

Außer dass du Getränke und anderes Zeugs in EINEM Markt kaufen sollst,
kann ich dir keinen praktischen Rat geben.

Alles andere ist eigentlich eine Sache der Absprache zwischen dir und deine Familie.

Du sagst was du nicht möchtest:

Das moechte ich nun nicht mehr (ich hab keinen Bock auf noch
so ein Wochenende…

und dann:

Was ich wohl gern gemacht haette???

Ja, was hättest du gerne gemacht? Wäre das nicht möglich?

Und warum meinst du, wäre das eine Prisoners Dilemma?

Soweit ich weiß, wäre in so einem Fall die Lösung und der optimale Weg das Vertrauen untereinander und eine Zusammenarbeit unter den Angeklagten .
Dann würden auch alle ‚Gefangenen‘ besser weg kommen.

Ich denke, der erste Ansprechpartner wäre deine Frau, wenn ihr nicht weiter kommt, dann ein Fachmann, der euch dabei hilft.

Gruß,
Maja

Hallo,

ich habe erstmal ein paar Fragen an dich.

Was macht deine Frau beruflich?

Wenn sie etwas macht, wie sehr ist sie im Job eingespannt?

Wie alt sind deine Kinder?

Gruß

Phoebe

Hallo Alexandra,

hast du überhaupt den Hauch einer Ahnung WIE stressig der Job eines Projekt-Managers sein kann. Und das noch in Verbindung mit der Wochendlichen Reise nach Hause und dann wieder zum Job.

Man möchte nach so einer Woche einfach nur noch entspannen, nichts tun, die Seele baumeln lassen. Innerhalb der Woche irgendwoher Kraft tanken (wie du es so schön nennst) ist wohl kaum bis gar nicht möglich.

Gruß

Phoebe

1 „Gefällt mir“

Hallo Phoebe,

hast du überhaupt den Hauch einer Ahnung WIE stressig der Job
eines Projekt-Managers sein kann.

Betonung auf „kann“. Was der OP als Horror-Freitag (nicht Samstag oder Sonntag!) darstellt, ist eigentlich ein völlig normaler Tag, wie ihn die meisten von uns wohl ziemlich gut kennen. Das kann einem wohl mal auf die Nerven gehen, ist aber (zumindest in meinem Umfeld) ein absolut durchschnittlicher Wochentag, an dem man erfreulicherweise endlich mal den Privatkram abarbeiten kann.

Der OP schreibt mehr oder weniger von einer 4-Tage-Woche, während derer er sich ausschließlich auf den Job konzentrieren kann. Viele von uns müssen nach einem 14-Stunden Tag noch eben den Haushalt schmeißen. Die Wochenendschilderung ist meiner Meinung nach auch absoluter Standard - wenn ihm Gartenbastelei keinen Spaß macht, möge er es doch lassen.

Ausbrennen kann man schon aus geringeren Gründen und ich will nicht sagen, dass der OP nicht subjektiv leidet, aber objektiv betrachtet beschreibt er eigentlich den Doppel-Verdiener/ Verdiener-Kindererzieher- Normalzustand.

Gruß
Ramona

1 „Gefällt mir“

hast du überhaupt den Hauch einer Ahnung WIE stressig der Job
eines Projekt-Managers sein kann.

Gerade nachgelesen: 4 Tage die Woche à 10-14 Stunden…

Nunja, ich kenne tatsächlich Menschen die noch mehr arbeiten…

hmmmm

so sieht bei mir ein sehr entspannter (!) Samstag aus - die Wochentage sind bei mir deutlich stressiger ;o) und länger

ausser Einkaufen, Tanken, Einkäufe reintragen, einem Zahnarztbesuch und ein Fundament mit deinem Kumpel zusammen zu bauen (Hobby, oder ?) hast du nicht wirklich viel getan

Wobei du asig viel Zeit mit Einkaufen und Kleinigkeiten herumgebracht hast, weil du einen Haufen Läden angefahren hast - das wäre auch alles mit Sicherheit einfacher gegangen

Kann das sein, dass du ein klein wenig umständlich und unorganisiert bist (oder deine Frau ?) , so dass sich kleine Dinge wie Berge vor dir auftürmen, weil du einfach viel Bohei drumherum machst und du deswegen tatsächlich überfordert bist ?

So ähnlich ist es nämlich bei meinem Ex-Mann … der braucht zum Einkaufen von 5 Sachen bis zu 1,5 Stunden !!! (4 verschiedene Läden weil man in dem einen 2 Cent und im anderen 3 Cent spart … Parkplatz suchen „es MUSS doch einen vor der Tür geben“ *kreisel* etc. und die Läden legt man auch nicht auf eine Strecke am Stück an sondern fährt sie alle einzeln und extra an)

Das erledige ich, ganz ernsthaft, in 10 Minuten (incl. Anfahrt)

Ihm hat es geholfen, wenn ich erstmal notiert habe, WAS alles an dem Tag zu machen ist … und das dann für ihn in der zeitlich und räumlich optimalen Reihenfolge auf einem zweiten GROSSEN Zettel übertragen habe - den bekam er dann mit Einkaufsliste auf den Beifahrersitz und schon brauchte er nur noch 30 Minuten (wegen der optimalen Parkplatzsuche *kreisel*) …

Gruß H.

Hallo Alexandra,

hast du überhaupt den Hauch einer Ahnung WIE stressig der Job
eines Projekt-Managers sein kann. Und das noch in Verbindung
mit der Wochendlichen Reise nach Hause und dann wieder zum
Job.

OHO?! Kollegen? 4 Tage Jobstress finde ich gar nicht so übel. Ich kenne andere, die haben ein grösseres Pensum. Den Freitag zuhause kurz ein paar administrative Kleinigkeiten und dann Privatkram?! Ist doch geschenkt.

Man möchte nach so einer Woche einfach nur noch entspannen,
nichts tun, die Seele baumeln lassen. Innerhalb der Woche
irgendwoher Kraft tanken (wie du es so schön nennst) ist wohl
kaum bis gar nicht möglich.

Warum nicht? Ich bin immer froh wenn ich mal einen GANZEN Arbeitstag vor meiner Familie flüchten kann (und hab sie trotzdem alle lieb). Selbst wenn ich dann zB Messerummel habe, der mich echt schlaucht. Ich sinke dann doch sehr zufrieden abends in die Federn. Ich bleib dabei: 4 Tage Job und 3 Tage Familie und Freizeit ist sehr ausgewogen, geradezu luxuriös.

Gruß

Phoebe

Gruß
Alexandra

1 „Gefällt mir“

Siebenuhrfünfzehn
Um 7:15 solltest du einfach mit niemandem reden, erst recht nicht mit (d)einer Frau. JA sagen, nochmal umdrehen und um 10 Uhr aufstehen.

Zoelomat

Hallo Alexandra,

wir sind hier im Psychologiebrett, nicht im Eltern-Kinder-Brett. Ob LC7 einen „objektiven“ Anlass für sein Stressempfinden hat oder nicht, interessiert hier nicht. Eine harsche Diskussion darüber, ab welchem Stresslevel man(n) rechtmäßig anfangen darf zu klagen und wieviel Stress noch klaglos gelebt werden muss, hat hier m.E. nichts zu suchen.

Gruß
Burkh

3 „Gefällt mir“

Hallo Phoebe,

danke erst einmal

(die mochte ich immer am liebsten bei den zauberhaften Hexen :smile:)

Was macht deine Frau beruflich?

Angestellte im oeffentlichen Dienst

Wenn sie etwas macht, wie sehr ist sie im Job eingespannt?

Halbtags (3,75h) bis 12:00h, jede Ueberminute wird auch wieder ausgeglichen sie meint allerdings sie sei mit dem Haushalt ueberlastet… geht min. 2-3mal die Woche reiten (ca. 5Std.), Kaffeklatsch etc.

Wie alt sind deine Kinder?

meine Tochter wird 16 mein Sohn ist 10

Gruß

Phoebe

  • das wäre auch alles mit Sicherheit einfacher gegangen

wenns nach mir gehen wuerde ja

Kann das sein, dass du ein klein wenig umständlich und
unorganisiert bist

nee nee, die Wegen waren schon optimiert und ich mach den Getraenke - Einkauf deshalb ja schon monatlich um Zeit zu sparen… das Prob ist ausser Milch trinkt bei uns jeder etwas anderes und es dreht sich nicht um 2 Cent sondern um die Praeferenzen jedes einzelnen.

Das erledige ich, ganz ernsthaft, in 10 Minuten (incl.
Anfahrt)

…da kann ich mithalten :smile: wenn nicht die Typen die ein Brot mit der EC Karte bezahlen oder mit lahmarschigen Tempo ihre Sachen aufs Band legen

…wenn ich erstmal notiert habe, WAS alles

an dem Tag zu machen ist

Der Zettelschreiber und Planer bin ich bei uns …es ist eher umgekehrt - die anderen zelebrienen fast jeden Einkauf als „Bummel“, anstatt eben das zu kaufen was man braucht… und die vergessenen Sachen bleiben dann an mir kleben… . Dann gibt es da noch meine Schwiegereltern… die meinen immer sie naehmen einem Arbeit ab… nach dem Motto „viel hilft viel“. Bespiel: da ist eine Kompostkiste (die niemanden stoert ueber die niemand gesprochen hat) - die wird auseinandergerissen und liegen gelassen - der Kompost (den ich eigentlich spaeter fuer die Beete gut haette gebrauchen koennen) wird dorthin geschuettet wo eigentlich der Unterbau fuer die Terasse hin muss - Ergebnis mehr Arbeit als vorher. Arbeiten ueber die man vorher gesprochen hat die einem gern abgenommen worden waeren wie das Auto aus der Werkstatt zu holen bleiben unerledigt… da sieht ja die Nachbarschaft nicht wie schwer man sich fuer die Familie ihren Tochter abrackert… dann bleibt man freundlich und sagt auch noch - danke - fuer den Mehraufwand.

Bdt
LC7

Hallo zusammen,

vielen Dank erst einaml fuer all die Antworten - in jeder steckt ein bischen was ich verwerten kann. Ich werde einfach paar Arbeitstechniken aus dem Job auch auf zu Haus uebertragen - delegieren und rationalisieren.

Ein gosses Prob ist denke ich auch meine pubertierende Tochter, sie hat kaum Freunde und ich denke ich weiss auch warum sie ist ein Intrigenspinner. Sie probt zur Zeit „Paris Hilton“ auf Mittelstandsniveau. Sie laest schlicht alles liegen bis nichts mehr geht, beteiligt sich nur nach mehrfacher Aufforderung an den Aufgaben einer Familie.

Sie hat z.B. einen nagelneuen Markenmotoroller bekommen - eigentlich haben wir gedacht das wir dann vom „Elterntaxi“ entlastet werden - ich war mehrfach mit ihr zusammen tanken habe ihr gezeigt wo Oel aufgefuellt werden muss und was sonst noch wichtig ist - es wird einfach nicht gemacht. Dann erklaerst du ihr ruhig wie wichtig es ist Oel im Tank zu haben und bei dir tickert im Kopf wenn sie ohne Oel faehrt das du 2500 Euronen in den Sand setzt… was kommt dabei raus „Papa maeckert nur rum - wenn Papa das nicht macht komm ich nicht zur Schule“. Man zeigt ihr einen Weg wie sie ihre Wuensche erfuellen kann… wenn sie es hat - haut sie dich in die Pfanne das du ihr den Weg gezeigt hast wie es geht.

Gruss LC7

N.S. …ich haette gern ein paar Sternchen vergeben - kann es aber noch nicht.

hi

Kann das sein, dass du ein klein wenig umständlich und
unorganisiert bist

nee nee, die Wegen waren schon optimiert und ich mach den
Getraenke - Einkauf deshalb ja schon monatlich um Zeit zu
sparen…

Was ist denn bitte daran optimiert wenn man DREIMAL losfahren muss um die Getränke zu holen ? Einmal Tee, einmal Cola, einmal Wasser ??

das Prob ist ausser Milch trinkt bei uns jeder etwas
anderes und es dreht sich nicht um 2 Cent sondern um die
Praeferenzen jedes einzelnen.

und die sachen bekmmt man nicht in einem Laden, ja ? *kopfschüttel* und man muss dreimal losfahren und dreimal ausladen , ja ???

Wenn doch DU den Plan machst - warum machst du das nicht in einer Fahrt?

Bespiel: da ist eine Kompostkiste (die niemanden stoert ueber
die niemand gesprochen hat) - die wird auseinandergerissen und
liegen gelassen - der Kompost (den ich eigentlich spaeter fuer
die Beete gut haette gebrauchen koennen) wird dorthin
geschuettet wo eigentlich der Unterbau fuer die Terasse hin
muss - Ergebnis mehr Arbeit als vorher.

wieso ? wer sagt, dass du wegräumen musst was andere hinräumen? Solange DU DICH selber für alles als zuständig erklärst „macht ja sonst keiner“ … musst du dich doch nicht wundern ;o)

Wer dir etwas in den Weg räumt, muss es auch wieder wegräumen - vorher fängst du nicht an zu arbeiten - punkt!

Getränke kommen auf EINE liste und die Läden werden alle am Stück angefahren - wer vergessen hat etwas aufzuschreiben, holt es sich selber! punkt (du solltest ein gelassenes Schulterzucken und „selber schuld“ einüben )

Zwei Lieblingssätze meines Vaters (der einzige damals mit Führerschein)

  1. Ich bin KEIN Taxiunternehmen!
  2. Wenn du jetzt noch etwas brauchst, sieh selber zu wie du dran kommst

Solange du dich wie ein Taxiunternehmen benimmst, wirst du wie eines behandelt ;o) und solange du springst wenn man pfeift auch …

Allerdings stand nirgens in deinem Thread, dass da irgendjemand dich um etwas gebeten hätte … es klingt eher alles so, als würdest du dich für alles zuständig fühlen und sehr wirr durch die Gegend düsen und zeit verbraten die du auch gemütlich auf der Terrasse zubringen könntest, wenn du mal eine klare Linie fahren würdest.

Everybodys Darling ist everybodys Fool ;o)

vorher gesprochen hat die einem gern abgenommen worden waeren
wie das Auto aus der Werkstatt zu holen bleiben unerledigt…

und du bist wieder zuständig … und jammerst dann hier statt dich hinzustellen und mal Tacheles zu reden

Everybodys Darling ist everybodys Fool ;o)

da sieht ja die Nachbarschaft nicht wie schwer man sich fuer
die Familie ihren Tochter abrackert… dann bleibt man
freundlich und sagt auch noch - danke - fuer den Mehraufwand.

ernsthaft : WARUM ?? Hast du kein Selbstwertgefühl ? Warum lässt DU das zu ? Fällt NEIN sagen so schwer ?

Solange du dich FREIWILLIG zum Deppen für alle machst, wirst du auch so behandelt - aber daran bist vor allem mal DU selber schuld - nicht deine Familie, die nutzen nur das Angebot das du ihnen dauernd machst

Gruß H.

1 „Gefällt mir“

Moin LC7,

für mich hört sich das so an, als ob Du nicht mehr richtig am Familienleben teilnimmst. Vorausgeschickt: Ich schreibe nur ein paar Gedanken auf. Ich kenne Dich und Deine Familie nicht. Ich schreibe nur auf, was mir beim Lesen durch den Kopf ging.

Ich vermute: Nicht die ganzen Aufgaben sind das Problem, sondern, dass Du nicht richtig von Deiner Familie wahrgenommen und geschätzt wirst. Du hast in ihren Augen Aufgaben zu erledigen (was als selbstverständlich angenommen wird) und wenn Du das nicht macht, wird gemeckert. Du hast die Versorgerrolle übernommen und erfüllst sie zu 100%. Nur…

Verbringt ihr auch „Qualitätszeit“ miteinander? Redet ihr miteinander? Weiß Deine Familie, welches Deine Wünsche sind? Wie Du Dir die Zukunft vorstellst? Welche Gefühle Du hast? Wie es Dir geht? Und andersherum(!)… Wie sieht es mit Deinem Kontakt zu Deiner Frau und Deinen Kindern aus? Weißt Du, was sie bewegt? Wann hast Du Deine Frau das letzte Mal wirklich interessiert und aufrichtig gefragt wie es ihr geht?

Mir kommt es so vor als ob ihr den Kontakt zueinander verloren habt. Denn ganz ehrlich: Wie relevant ist es wirklich, dass jede® seinen (überkandidelten?) Getränkewunsch erfüllt bekommt?

Was ich an Deinem Tagesablauf vermißt habe sind, Punkte wie:

  • Gemeinsame Mahlzeit
  • Frage meine(n) Frau/Tochter/Sohn wie ihre/seine Woche war. Telefonierst Du jeden Abend ausführlich mit Deiner Familie? Bist Du über alle laufenden Geschehnisse in der Woche informiert? Weißt Du wie die beste Freundin Deiner Tochter heißt? Wie viele Tore Dein Sohn im letzten Training geschossen hat?..
  • Gemeinsame Aktivitäten (Spielen? Gemeinsames Einkaufen?..)

Mach einen Anfang und rede über Deine Gefühle, erzähle Deiner Familie wie es Dir geht und was Du Dir wünscht (und was Du nicht möchtest). Entspecke Dein Programm (2 Sorten Getränke, wer was anderes möchte, kann es sich selber besorgen - hey, die sind wirklich alles groß genug). Verbring mehr „echte“ Zeit mit Deiner Familie. Und zeig Ihnen gegenüber Interesse! Frag sie wie es ihnen geht! Und erzähl von Dir.

Ich wünsche Dir, dass Du einen guten Weg für Dich und Deine Familie findest!
Herzliche Grüße
Stefanie

Hai, LC7,

sonst gebe ich diesen Rat eigentlich dauernd Müttern: Sei egoistisch!
Ja! - auch Du darfst mal keine Lust haben…
Ja! - auch Du hast das Recht auf einen Gammel-Tag…

  • delegieren und rationalisieren.

schon mal 'ne gute Idee

Ein gosses Prob ist denke ich auch meine pubertierende
Tochter, sie hat kaum Freunde und ich denke ich weiss auch
warum sie ist ein Intrigenspinner. Sie probt zur Zeit „Paris
Hilton“ auf Mittelstandsniveau. Sie laest schlicht alles

Die Paris-Hilton-Tour funktioniert aber nur, solange da jemand ist, der „Ja, mein Prinzeßchen“ flötet…
Wollt Ihr wirklich abwarten, bis ein Richter sich gezwungen sieht, Eurer Tochter beizubringen, daß Handlungen Konsequenzen haben? Räumt ihr doch nicht jeden Scheiß hinterher. Sie hat ein eigenes Zimmer? Na, wunderbar. Das ist ihr Reich. Ihr putzt da nicht, ihr kuckt da gar nicht mehr rein, ihr öffnet die Tür nur noch, um den Müll, den sie in anderen Räumlichkeiten hinterlässt, hineinzuschütten (und das meine ich wörtlich). Sprich Dich mit Deiner Frau ab - sonst bleibt es bei ihr hängen.
Sie hat einen Marken-Roller (lass mich raten: sponsored by Papi)? Ja warum sabbelst Du Dir denn den Mund fusselig? Wenn sie das Ding killt, weil sie es für unnötig hält, sich zu kümmern (Papa macht schon für’s Prinzeßchen), dann hat sie eben Pech gehabt und muß die Reparatur von ihrer Kohle zahlen - ihr habt doch sicher noch ein altes Klapprad im Keller?! Damit kommt man auch zur Schule… (…und red darüber mit Deiner Frau - mit Offenheit kann man Intrigen oft stoppen)

Und nächstes Wochenende kaufst Du zwei Eintopf-Büchsen, stellst sie den Kindern hin, stopfst Deine Frau ins Auto, Dich selbst hinterher und ihr verkrümelt Euch und betrachtet Euch mal wieder als Paar und nicht nur als Eltern. Redet miteinander. Spielt. Macht, was Euch Spaß macht. Lasst den Alltag mal wieder Alltag sein.

Und übt schon mal beide kalt-Lächeln und „Kann das Leben nicht hart sein?“-Sagen - für „Paris“.

Gruß
Sibylle

1 „Gefällt mir“