Priv. Krankenversicherung

Als Mitglied der gesetzl. Krankenversicherung möchte ich in eine priv. KV welchseln. Ich liege Einkommensmäßig nicht über der Bemessungsgrenze bin aber teilweise selbständig, d.h. befinde mich in einem Angestelltenverhältnis und habe nebenbei eine Firma.

Ist unter diesen Umständen ein Wechsel in die PKV möglich?

Danke

Hallo Holger,

das hängt davon ab, was du für einen Versicherungsstatus hast. Dieser wird normalerweise daran bemessen, wo du deine Haupteinkünfte hast oder den Großteil der Zeit verbringst. Überwiegt bei einem der beiden das Angestelltenverhältnis bist du im Normalfall im Topf der GKV. Und das ist eben auch das Prinzip der Solidargemeinschaft.
Eine genaue Feststellung kann aber deine Kasse vor Ort durchführen. Die Feststellung deines Versichertenstatus ist bei Vorlage der nötigen Daten normalerweise nicht so schwer.

Gruß
Marco

hallo Marco,
im Prinzip richtig… doch eigentlich ein Gummipragraph.
Es heißt eigentlich „der Lebensmittelpunkt“ und hat mit der Höhe des Einkommens nur sekundär was zu tun.
B: Du gründest eine Firma und investierst den Großteil Deiner Zeit in den aufbau. Verdienst: im erstem Jahr: minus! Trotzdem kann man daraus eine freiwillige Kassenmitgliedschaft herleiten.
Ich habe gerade so einen Fall. Ergebnis: Kunde hat sich privat versichert, Kasse knirscht mit den Zähnen.
Grüße
Raimund

*offtopic*
Na dann lass Sie mal weiterknirschen…

Hallo Raimund,
warum sollte die Kasse mit den Zähnen knirschen ???
Schliesslich entscheidet die Kasse, und nur die,
über das Vorliegen der Krankenversicherungspflicht als Arbeitnehmer oder ob hauptberuflich Selbständigkeit vorliegt - also keine Polemik, sondern sachlich bleiben.

Gruss

Günter

hallo Günther,
nicht 100 % richtig. Die Kasse prüft nur, ob sie den Kunden weiter behalten kann. Grundlage ist das Gesetzbuch. Entscheidungsgewalt hat die Kasse nicht.
Also keine Polemik.
Grüße
Raimund

Hallo Raimund,

du hast recht und wieder nicht - im Gesetz steht nur drin
wer hauptberuflich selbständig ist und wer Arbeitnehmer ist -
die Entscheidung im Einzelfall trifft die Kasse per Verwaltungsakt,
der nur durch Klage aufgehoben werden kann, wenn er ordnungsgemäß erlassen wurde.
Wenn also im speziellen Fall die Kasse auf Arbeitnehmereigenschaft
entscheidet, so wird dies dem Betroffenen und der Rentenversicherung
und der Bundesanstalt für Arbeit mitgeteilt - die beiden letztgenannten sind, sofern sie selbst keinen Widerspruch erheben
max. 5 Jahre an die Entscheidung der Kasse gebunden.
Immer dann wenn es heisst - die Kasse entscheidet, dann gibt
es auch mindestens zwei Möglichkeiten, denn ohne die kann es auch keine Entscheidung geben.

Übrigens hab ich die Erfahrung gemacht, dass im Grossteil der
Entscheidungsfälle die Betroffenen eigentlich immer Arbeitnehmer
sein wollten und nie selbständig - was sagst Du nun ?

Gruss

Günter

Hallo Günter

Übrigens hab ich die Erfahrung gemacht, dass im Grossteil der
Entscheidungsfälle die Betroffenen eigentlich immer
Arbeitnehmer
sein wollten und nie selbständig - was sagst Du nun ?

ganz klar: der Deutsche hat Angst vor der Eigrenverantwortung. er liebt es, wenn er am Händchen genommen wird und man ihm zeigt, wo´s lang geht.
Gibt noch ein paar andere Gründe: haben alle nichts mit Logik zu tun.
Genauso bei der Rentenversicherung: ich begtreife nicht, warum überhaupt noch ein einziger Selbständiger in die BfA einzahlt.
Außerdem: dass so verhältnismäßig wenig in die Private wechseln, hat damit zu tun, dass die Kassen immer noch die Märchen verbreiten:
die Privaten sind im Alter unbezahlbar
die Privaten werfen dich raus, wenn Du Kosten produzierst
die Privaten wefden mit dem Alter immer teuerer
die Privaten zahlen nicht
wenn Du aus der Kasse austrittst, kommst Du nie mehr wieder rein
und überhaupt sind die Privaten unterm Strich viel teuerer als die kassen
Außerdem ist jeder, der wechselt ein Volksschädling, ein Schmarotzer.

Keines von dem allen stimmt, trotzdem wird es dem Kunden suggeriert! Ergebnis: er wird unsicher. Und das ist der Zweck der Desinformation.
schönen Abend noch
Raimund

Hallo Raimund,

Genauso bei der Rentenversicherung: ich begtreife nicht, warum
überhaupt noch ein einziger Selbständiger in die BfA einzahlt.

Z.b. Pflichtversicherungsgesetze (Handwerkerpflichtversicherungsgesetz mal als Beispiel)

Außerdem: dass so verhältnismäßig wenig in die Private
wechseln, hat damit zu tun, dass die Kassen immer noch die
Märchen verbreiten:
die Privaten sind im Alter unbezahlbar
die Privaten werfen dich raus, wenn Du Kosten produzierst
die Privaten wefden mit dem Alter immer teuerer
die Privaten zahlen nicht
wenn Du aus der Kasse austrittst, kommst Du nie mehr wieder
rein
und überhaupt sind die Privaten unterm Strich viel teuerer als
die kassen
Außerdem ist jeder, der wechselt ein Volksschädling, ein
Schmarotzer.

Ganz so sagen sie es nicht… aber schon ähnlich… häufig… aber wer weiß… vielleicht haben sie ja bald recht gehabt…

Ich hoffe es nicht…

Gruß
Marco

hallo Günter,

… vielleicht haben sie ja bald recht gehabt…

Ich hoffe es nicht…

Siehst Du, genau so wird´s gemacht! Unsichheit sähen.
Grüße
Raimund

Hallo Raimund,

nicht Unsicherheiten…sondern einfach nur die Tatsache, dass die Regierung an der Schraube drehen will… die Folge daraus wäre, dass die GKV recht hätte…
aber erstmal schauen…

vor der Wahl und einer eindeutigen Aussage dazu, kann ich jedenfalls keine Entscheidung ruhigen Gewissens machen…

Gruß
Marco