Hallo zusammen!
Ich hätte folgende Fragen zur priv. Rentenversicherung.
Ein Mitarbeiter der Debeka war bei mir Zuhause und bot mir auf
meine Anfrage hin eine priv. Rentenversicherung an. Ich hätte direkt unterschrieben, wenn nicht folgendes passiert wäre.
Der Mitarbeiter fragte, ob ich ein Wettbewerbsangebot hätte. Ja, von der HUk, dieses möchte ich aber noch nicht preis geben.
Anbebot: Einzahlung jährlich 828 Euro für 22 Jahre ergab eine Garantie-
auszahlung von ca. 23.000 Euro. Ich war damit einverstanden und unterschriftsbereit. Bei der Frage nach dem Mitbewerber war ich ehrlich und sagte hier nur garantiert 21.700 Euro. Wir kümmerten uns dann noch um die Finanzierung einer Fotovoltaikanlage, sah auch gut aus. Am Ende wollte der Mitarbeiter alles ausdrucken und stellte
fest, daß er bei der Rentenversicherungskalkulation einen Tarif
ausgewählt hätte, welcher bei mir ja garnicht ginge, hat dann umgestellt und auf dem Ausdruck waren es dann nur noch 21900 Euro
garantiert. Zitat: " Immer noch besser als bei der HUK".
Ich kam dann etwas ins Zweifeln und bat um ein paar Tage Bedenkzeit.
Was meint Ihr zu der Sache?
Die Überschußbeteiligungsalternativen wollte ich
nicht vergleichen, da diese ja eh „etwas stochern im Wind sind“
Desweiteren wollte ich noch folgendes fragen, da ich hier unterschiedliche aussagen bekam. Um in den Genuß der nur 18 Prozent
Versteuerung komme, muß ich da frühestens die Auszahlung zu meinem
60. Geburtstag und zur Vollendung des 60 Lebensjahres, sprich mit
61. Geburtstag abschließen?
Vielen Dank im Voraus!
Thomas Gehrer
Guten Tag Herr Gehrer,
möglich ist vieles. Ob sich der Mitarbeiter vertan hat und ursprünglich vielleicht einen Frauentarif für Sie gerechnet hat,
ist Spekulation.
Viele Unternehmen haben in ihrem Tarifwerk auch die Möglichkeit
eingebaut, dass der Mitarbeiter die eigene Abschlussprovision
in Stufen variieren kann - sogenannte Sondertarife - und damit
ein Stückchen flexibel wird. Je nachdem, worauf der Kunde geeicht
ist oder in welchem Maße er Durchblick zeigt, kann der Vermittler
mit der Provision runter- und mit der Auszahlungsleistung hochgehen
oder umgekehrt. Er jongliert dadurch je nach Bedarf mit eigenen
Abschlussprovision, um den Abschluss zu erreichen und dennoch einen
auskömmlichen Verdienst zu erzielen.
Ob das in Ihrem Fall auch so ist, steht dahin.
Wenn Sie vergleichbare Angebote haben wollen, dann müssen nun einmal
Ihre Vorgaben (Laufzeit, Monatsbeitrag, Überschussverwendung,
Rentengarantiedauer und sonstige Tarifmerkmale) i d e n t i s c h
sein. Wenn Sie von sich aus sagen, dass die ÜBerschussverwendungsart
für Sie zu kompliziert ist, um darüber nachzudenken, dann ist eh alles
Vergleichen für die Katz. Denn Verträge dieser Art haben die Eigenschaft, dass j e d e s Vertragsmerkmal wichtig ist.
Lassen Sie sich auch eine Kostenaufstellung zum Angebot geben.
Mit den 18 % haben Sie etwas in den falschen Hals bekommen.
Wenn die Rente mit Ihrem 65. Lebensjahr greift, kommt es zu einer
Versteuerung des Ertragsanteils, der mit 18 % angesetzt wird.
Grundsätzlich gilt: Die genannte Gesellschaft zählt nicht erst seit vorgestern zu den Guten im Land. Wie das künftig aussehen wird,
weiß - übrigens auch für andere Gesellschaften - kein Mensch.
Gruß
Günther
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Hallo zusammen!
Ich hätte folgende Fragen zur priv. Rentenversicherung.
Ein Mitarbeiter der Debeka war bei mir Zuhause und bot mir auf
meine Anfrage hin eine priv. Rentenversicherung an. Ich hätte
direkt unterschrieben, wenn nicht folgendes passiert wäre.
Der Mitarbeiter fragte, ob ich ein Wettbewerbsangebot hätte.
Ja, von der HUk, dieses möchte ich aber noch nicht preis
geben.
Anbebot: Einzahlung jährlich 828 Euro für 22 Jahre ergab eine
Garantie-
auszahlung von ca. 23.000 Euro. Ich war damit einverstanden
und unterschriftsbereit. Bei der Frage nach dem Mitbewerber
war ich ehrlich und sagte hier nur garantiert 21.700 Euro. Wir
kümmerten uns dann noch um die Finanzierung einer
Fotovoltaikanlage, sah auch gut aus. Am Ende wollte der
Mitarbeiter alles ausdrucken und stellte
fest, daß er bei der Rentenversicherungskalkulation einen
Tarif
ausgewählt hätte, welcher bei mir ja garnicht ginge, hat dann
umgestellt und auf dem Ausdruck waren es dann nur noch 21900
Euro
Hallo,
der Debeka-Mitarb. hatte wahrscheinlich aus Versehen anstatt 22 J. 23 J. Laufzeit eingegeben, das kommt hin und vor!
garantiert. Zitat: " Immer noch besser als bei der HUK".
Ich kam dann etwas ins Zweifeln und bat um ein paar Tage
Bedenkzeit.
Warum kommen ihnen Zweifel - das stimmt!!
Was meint Ihr zu der Sache?
siehe oben - kommt vor!
Die Überschußbeteiligungsalternativen wollte ich
nicht vergleichen, da diese ja eh „etwas stochern im Wind
sind“
Die Garantieleistungen (von mir Supergau-Leistungen genannt) zu vergleichen, sind eher witzig - das bedeutet, dass die Gesellschaften ab Beginn des Vertrages sofort mit dem garantierten Rechnungszins von 2,25% verzinsen würden und das ist Unsinn. Mein Herr, die Debeka hat ihre Verzinsung mit weit über dem Doppelten festgesetzt und die HUK auch nur mit 0,6% weniger! Ob es in diesen 22 Jahren überhaupt vorkommt, dass die beiden Gesellschaften mal in einem Jahr den gar. Rechnungszins festsetzen müssen, halte ich für ein ausgesprochenes Gerücht!
Desweiteren wollte ich noch folgendes fragen, da ich hier
unterschiedliche aussagen bekam. Um in den Genuß der nur 18
Prozent
Versteuerung komme, muß ich da frühestens die Auszahlung zu
meinem
60. Geburtstag und zur Vollendung des 60 Lebensjahres, sprich
mit
61. Geburtstag abschließen?
Das haben sie völlig verwechselt: Die priv. Rentenversicherung bietet ihnen 2 Möglichkeiten 1) eine lebenslange Rente und 2)optional eine Einmalauszahlung. Bei Wahl von 1) hätten sie bei einer lebenslangen Rente ab 65 J. nur 18% Ertragssteuer zu zahlen (Beispiel: 1.000 EUR Rente, davon 18% = 180 EUR. Nur diese 180 EUR müssen dann mit ihrem späteren Steuersatz versteuert werden (und nicht die 1.000EUR).
Anders sieht es bei 2) aus. Hier ist mindestens Endalter 60J. (mindest. 12 J. Laufzeit) nötig, um ein Steuerprivileg zu bekommen: Von den Überschüssen müssen dann nur 50% mit dem späteren Steuersatz versteuert werden! (Nehmen wir mal an 33.000 EURO Ablaufleistung - 18.000 EUR eingezahlte Beiträge = 15.000 EUR Überschüsse, und davon muss nur die Hälfte, also 7500 EUR versteuert werden. Wäre die Auszahlung VOR 60J., müssten die ganzen 15.000 EUR Überschüsse versteuert werden!
Noch ein kleiner Hinweis: Du hast tatsächlich die beiden Gesellschaften erwischt, die zum Ablauf 31.12.2007 das meiste ausgezahlt haben!
Vielen Dank im Voraus!
Thomas Gehrer
Bitte cooler
Hallo Thomas,
Die Frage ist wohl eher nicht nach Debeka oder HUK (das Ergebnis siehst Du verbindlich sowieso erst danach), sondern warum willst Du überhaupt jetzt eine kapitalbildende Rentenversicherung abschließen? Also ich kenn wenig Gründe das mit gutem Gewissen zu empfehlen.
Gruß
Boris
Dass du wenig Gründe kennst (kennen willst), das wundert hier wirklich niemand! Du vertrittst ja auch ne völlig andere Fakultät!
Deine völlig neutralen (LOL) Ausführungen lassen mich immer verschmitzt grinsen!
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Guten Morgen,
also so ein Statement missfällt mir - sorry für das Wortspiel.
Aber zum einen zu behaupten, außer der PKV für Beamte und einer kapitalbildenden RV gäbe es keine guten Produkte bei der Debeka (was übrigens ziemlich falsch ist und von mangelnder Produktkenntnis dieses Versicherers zeugt), zum anderen dann die HUK ins Feld zu führen, die nun auch nicht der Top-Versicherer in allen Sparten ist - woher weht denn hier der Wind?
Frank Wilke
P.S.: Links auf eigene Seiten sind hier nicht erwünscht!
[MOD]
P.S.: Links auf eigene Seiten sind hier nicht erwünscht!
…und wurden mitsamt des Beitrags gelöscht!
Hallo Herr Wilke,
natürlich haben Sie mit (fast allen) Aussagen recht.
Es ist einfach enorm schwer, auf die Ausgangsfragestellung (ohne Rahmenangaben) präzise zu antworten. Daher war mir wichtig, den Horizont etwas zu erweitern. Und die Debeka ist natürlich aus kein Wals-und-Wiesen-Versicherer mit schlechten Produkten. Sie hat sogar eine äußerst niedrige Valtungskosten- und Vertriebskostenquote. Wichtig ist jedoch, was am Ende heraus kommt. Eines müssen Sie mir jedoch zugestehen: Da sich Debeka-Vertreter meist auch mit Maklern messen, bietet der Markt selbstverständlich meist günstigere Lösungen an. Im Bereich PKV für Beamte und kapitalbildende Rentenversicherung ist die Debeka halt führend und so verkaufen die auch. Der Rest ist deshalb nicht schlecht, aber nicht führend. Da kann man der Debeka 8nicht böse sein, denn kaum eine Versicherung hat ist in mehreren Bereichen in den Top 5.
Im Interesse des Anfragenden ist es mir jedoch ein Anliegen, die zur Standardberatung der Debeka gehörende Rentenversicherung kritisch zu hinterfragen. Denn ich denke mal, sie würden auch keinen Sparplan mit einer Aktienquote von 0-1% abschließen? Das ist wichtig! Und die HUK finde ich ebenfalls keinesfalls toll.
Jetzt gehe ich doch einmal kurz ins Detail:
Berechnung von Morgen&Morgen
klassische Rentenversicherung, Geburtsdatum 06.06.1970, 50 Euro mtl, Laufzeit 23 Jahre, Todesfallschutz Beitragsrückgewähr bei Tod in der Aufschubzeit:
XXX
[MOD] Entsprechend den Forenregeln Unternehmensnamen entfernt!
CM
XXX
Denn ich denke
mal, sie würden auch keinen Sparplan mit einer Aktienquote von
0-1% abschließen? Das ist wichtig! Und die HUK finde ich
ebenfalls keinesfalls toll.
Die Sicherheitsbewußten finden es traumhaft!
Jetzt gehe ich doch einmal kurz ins Detail:
Berechnung von Morgen&Morgen
klassische Rentenversicherung, Geburtsdatum 06.06.1970, 50
Euro mtl, Laufzeit 23 Jahre, Todesfallschutz
Beitragsrückgewähr bei Tod in der Aufschubzeit:XXX
Schau dir einfach die WIRKLICH ausgezahlten Leistungen der Gesellschaften zum 31.12.2007, 2006, usw. z.B. nach 12, 20 oder gar 30 Jahren (nach id. Voraussetzungen an) dann weißt du, was Sache ist, Herr Europa!
Das mit dem Link wußte ich nicht, daher hier einige Zitate_
(Dr. David Blake, Direktor das Birkbeck College der
Universität London. Dr. Blake hat 1997 eine Rede vor dem
Deutschen Bundestag gehalten. Nachstehend die wichtigsten
Auszüge
zum Thema Altersvorsorge.)Die ideale Anlagepolitik… braucht eine hohe Gewichtung in
Aktien
(und anderen Substanzwerten), um in den Genuß der
Aktienrisikoprämie
zu kommen…"
„…Natürlich macht sich jeder Sorgen über die Möglichkeit
eines Börsencrashs. Aber selbst wenn es am Tag vor dem
Eintritt in den Ruhestand zu einem Börseneinbruch von 30% käme
(der Börsencrash von 1987 brachte nur einen Einbruch von 25%),
ist Ihr Pensionsvermögen immer noch viereinhalb mal so groß
wie ein Pensionsvermögen, das in scheinbar risikolosen
Anlagewerten angelegt ist…“
„…Es gibt eine offensichtliche irrationale Angst vor Aktien.
Dies liegt aber hauptsächlich an ihrer kurzfristigen
Volatilität. Gewiß, kurzfristig können Aktienkurse ganz
erheblich fallen und steigen. Langfristig hingegen sind sie
nicht riskant…“
„…Tatsächlich sind Anleihen die viel riskantere, wenn z.B.
Verbindlichkeiten an die Steigerung der Realeinkommen
gekoppelt sind, da die realen Renditen von Anleihen nicht mit
den realen Steigerungsraten der Einkommen Schritt halten…“
„…Aus diesem Grund nennen wir eine Anlage in Anleihen
„leichtfertigen Konservatismus““
Quelle: Dr. David Blake - Discussion Paper PI-9713: The German
Pensions Sondervermögen:
A pension fund model for Europe?
Meine Güte, du hast wirklich hier im Forum gefehlt - soviel Unsachlichkeit!
Viel Erfolg und beste Grüße
Gruß Cooler und viel Erfolg bei deine Werbeaktivitäten für XXXX und den XXX, Mann, Mann!
[MOD] Entsprechend den Forenregeln Unternehmensnamen und Vollzitate entfernt!
CM
@ Cooler: Was schlägst Du denn vor?
[MOD] Zu, da off topic!
Wer neu ist, darf gerne mal in die Forenregeln schauen!