Hallo!
Ich brauche mal Eure Hilfe zu diesem Thema.
Die FAQ befasst sich ja offenbar überwiegend mit priv. Versicherungen.
Ich habe einen Halbtagsjob in einer AG des ehemaligen öffentlichen Dienstes. Weiterhin habe ich nebenberuflich zu 50% eine GbR zusammen mit meinem Vater. Ich bin jetzt 31 Jahre alt und erfreue mich bis jetzt glücklicherweise bester Gesundheit und habe auch finanziell keine Probleme.
Wegen des relativ geringen Einkommens meiner Tätigkeit als Arbeitnehmer bin ich in der GKV und will (muss) dort auch bleiben.
Für Montag hat sich ein Versicherungsvertreter angekündigt und will mir (neben einer kleinen Formsache in einer anderen Angelegenheit) offenbar eine private Zusatzversicherung zu meiner GKV aufschwatzen.
Allerdings ist mir der Sinn einer solchen Versicherung nicht ganz klar, weil ja z. B. fast jeder Mensch gelegentlich mal beim Zahnarzt eine Krone teilweise zu bezahlen hat.
Eine mir sinnvoll erscheinende Sache ist ja beispielsweise die Kfz-Haftpflichtversicherung, wo man gegen den seltenen Extremfall versichert ist, welcher den finanziellen Ruin bedeutet.
Ehrlich gesagt, hab ich auch in Sachen Krankenversicherung in der letzten Zeit wegen der widersprüchlichen Informationsflut völlig den Überblick verloren.
MfG,
Steffen Georgi
Hallo,
wenn der „Vertreter“ von deiner gesetzlichen Krankenkasse
kommt kann er dir nichts andrehen, denn das darf er nicht.
Er kann dir höchstens empfehlen bei der Privatversicherung
einen entsprechenden Vertrag abzuschliessen, mit der deine
Kasse zusammenarbeitet (DAK-Hanse-Merkur, BEK-HUK usw).
Ob sich für dich eine Zusatzversicherung lohnt ist schwer
zu beantworten - Raimund würde sagen - ja, immer) ich als GKV-Mensch
sage - nur bedingt ja.
Ich kann leider nur konkret vergleichen was wir empfehlen, aber
das zu dir passt oder nicht - sorry dzu kann ich nichts sagen -
denn wären alles nur Allgemeinhinweise, die dir speziell nichts
mützen wenn Du in einer anderen Kasse als der meinigen versichert
bist.
Gruss
Günter
Hallo Steffen,
praktische Beispiele sagen mehr als Tausend Worte.
Ich war auch 31 Jahre, als ich von der GKV in die PV wechselte (Selbständiger). Nunmehr nach 25 Jahren ohne die PV in Anspruch zu nehmen war es so weit. Ein Bandscheibenvorfall liess mich in ärztliche Hände kommen. Nach drei Tagen bekam ich einen Termin zum Kernspin. Nach weiteren drei Tagen einen Termin, um im CT eine weitere Fragestellung abzuklären. Drei Tage darauf die erste Spritze an die Nervenwurzel unter CT-Monitoring. Dann jede Woche eine weitere Spritze (insgesamt vier). Nach fünf Wochen war ich wieder auf dem Damm. Habe aber nur die erste Woche im Bett gelegen (eben selbständig).
Am 5.1.04 (erster Arbeitstag des Jahres) erreichte mich die Krankmeldung eines GKV-versicherten Angestellten, dass er starke Schmerzen im Lendenbereich habe und mit dem Bein umknicke. Aus meiner Erfahrung heraus empfahl ich ihm sofort zum Arzt zu gehen und eine OP zu avisieren, da offensichtlich schon sensible oder/und motorische Nerven betroffen waren. Resultat: Kernspin-Termin am 20.1.04. Originalton Orthopäde: Wir machen erstmal eine Entwässerung. Jetzt ist die Vorbesprechung zum OP-Termin am 10.2.04. Wann ist dann die OP? Und auf die Schmerzen nimmt keiner Rücksicht.
Was lernt uns das? Grob gesagt, dass der GKV-Patient wegen der Budgetierung ein Patient dritter Klasse ist. Meilen besser steht sich der PV-Patient. Und erster Klasse versorgt sind die, die sich einen eigenen Arzt oder sogar ein Krankenhaus leisten können (siehe Stiftung oder Bundeswehr).
Ziehe die Schlussfolgerung und entscheide richtig. Jeder wird eines Tages krank und braucht dann eine medizinische Versorgung, auf die er sich verlassen kann und nicht verlassen ist.
In aller Kürze. Tschüss.
Bernd
Hallo,
wenn der „Vertreter“ von deiner gesetzlichen Krankenkasse
kommt kann er dir nichts andrehen, denn das darf er nicht.
Darf er nicht?
))
Er kann dir höchstens empfehlen bei der Privatversicherung
einen entsprechenden Vertrag abzuschliessen, mit der deine
Kasse zusammenarbeitet (DAK-Hanse-Merkur, BEK-HUK usw).
Das sollten die GKv´en auch lieber lassen. Ihre Aufgabe ist es ,die Versicherungsbeiträge sinnvoll zu verwalten, damit auch ältere Arbeitnehmer und Rentner noch einen Anspruch auf eine menschenwürdige Behandlung haben.
Ob sich für dich eine Zusatzversicherung lohnt ist schwer
zu beantworten - Raimund würde sagen - ja, immer) ich als
GKV-Mensch
sage - nur bedingt ja.
Einer Zusatzversicherung betreffend Krankenhausaufenthalt kann man nur zustimmen. Aber sonst, nein.
Ich kann leider nur konkret vergleichen was wir empfehlen,
aber
das zu dir passt oder nicht - sorry dzu kann ich nichts sagen
denn wären alles nur Allgemeinhinweise, die dir speziell
nichts
mützen wenn Du in einer anderen Kasse als der meinigen
versichert
bist.
Gruss
Günter
Ich bin kein Mitarbeiter einer GKV oder PKV. Nur die ersteren kenne als Versicherter, die Zweiten aus einem füheren Berufsleben. Keine von Beiden hält dass, was sie versprechen. Die ersten gehen sehr freigibig mit den Beitragseinnahmen um, sind aber noch das kleinere Übel. Die Anderen schlagen beitragsmäßig bei den Älteren erbarmungslos zu, da sie genau wissen, dass diese Klientel meistens keine andere Wahl mehr hat, wenn sie versichert sein möchten.
Gruß Peter
siehe meine Antwort weiter oben an Peter o.w.T
.
Hallo,
wenn der „Vertreter“ von deiner gesetzlichen Krankenkasse
kommt kann er dir nichts andrehen, denn das darf er nicht.
Darf er nicht?
))
Nein, das darf er absolut nicht - allein schon wegen der
Haftungsfrage wenn die Zusatzversicherung nicht leisten will
Das sollten die GKv´en auch lieber lassen. Ihre Aufgabe ist es
,die Versicherungsbeiträge sinnvoll zu verwalten, damit auch
ältere Arbeitnehmer und Rentner noch einen Anspruch auf eine
menschenwürdige Behandlung haben.
Was soll denn diese Aussage konkret bedeuten ???
Einer Zusatzversicherung betreffend Krankenhausaufenthalt kann
man nur zustimmen. Aber sonst, nein.
Ich bin kein Mitarbeiter einer GKV oder PKV. Nur die ersteren
kenne als Versicherter, die Zweiten aus einem füheren
Berufsleben. Keine von Beiden hält dass, was sie versprechen.
Die ersten gehen sehr freigibig mit den Beitragseinnahmen um,
sind aber noch das kleinere Übel. Die Anderen schlagen
beitragsmäßig bei den Älteren erbarmungslos zu, da sie genau
wissen, dass diese Klientel meistens keine andere Wahl mehr
hat, wenn sie versichert sein möchten.
Gruß Peter
Du glaubst also die Kassen würden die Beiträge „verschleudern“
und Leistungen nach Gutdünken oder frei Schnauze gewähren und sogar
Unterschiede zwischen alt und jung machen - starker Tobak !!!
Gruss
Günter Czauderna
Hallo,
wenn der „Vertreter“ von deiner gesetzlichen Krankenkasse
kommt kann er dir nichts andrehen, denn das darf er nicht.
Darf er nicht?
))
Nein, das darf er absolut nicht - allein schon wegen der
Haftungsfrage wenn die Zusatzversicherung nicht leisten will
Also ich versteh den § 194 Abs 1a SGB V hier ganz anders. Natürlich kann eine GKV und damit auch Ihre Angestellten private Zusatzversicherungen vermitteln und das werden sie auch.
Derzeit werden die GKV-Mitarbeiter noch geschult, bzw. neue Produkte erstellt, aber das wird so kommen. Da beißt die Maus keinen Faden ab.
Die Haftungsfrage spielt hier keine große Rolle, das kann man nämlich mit einem Haftungsausschluss für die Vermittler elegant beseitigen.
Das sollten die GKv´en auch lieber lassen. Ihre Aufgabe ist es
,die Versicherungsbeiträge sinnvoll zu verwalten, damit auch
ältere Arbeitnehmer und Rentner noch einen Anspruch auf eine
menschenwürdige Behandlung haben.
Was soll denn diese Aussage konkret bedeuten ???
Na, dass sie während Ihrer Arbeitszeit private Verträge vermitteln und das auf Kosten der Beitragszahler (den zweiten Teil versteh ich allerdings auch nicht).
Bekommt man aber durch Provisionen wieder mehr als rein oder, wenn man auf das Geld verzichtet, „dann wird bei der Beratung halt mal etwas weniger über das Wetter gesprochen“ (wie der Chef der Gmündner Ersatzkasse wörtlich sagte, ehrlich ich lüge nicht!).
Schöne Grüße,
Bernhard
Hallo,
das kann so nicht stehen lassen !!
Fakt ist - wenn ein Mitarbeiter der DAK als Privatversicherungsvertreter auftritt und aktiv vermittelt ist er
seinen Arbeitsplatz los.
Selbst bei den neuen Zusatzversicherungen die wir als DAK
anpreisen ist es so, dass wir zwar allgemeine Auskünfte erteilen aber mit dem direkten Vertragsabschluss nichts zu tun haben.
Die VErsicherten werden auch klar informiert dass es sich hier um
einen Vertrag mit der Privatversicherung und nicht mit der
Krankenkasse handelt.
Gruss
Günter
Hallo Günther,
das ist vielleicht bei der DAK so, aber sicherlich nicht bei allen GKVs. Ihr bekommt ja auch keine Vermittlungsprovisionen. Aber bei anderen GKVs ist das halt anders, da fließen Provisionen und es wird auch vermittelt.
Auf Eurer Website steht in den FAQs zu den Zusatzversicherungen übrigens auch folgendes:
"Viele Versicherte möchten aber auch derartige Leistungen gern über die DAK versichern. Bisher war das aber rechtlich für alle gesetzlichen Krankenkassen nicht möglich.
Mit der Gesundheitsreform 2004 wurden die gesetzlichen Regelungen geändert – jetzt darf die DAK Zusatzversicherungen vermitteln. Die DAK hat diese Chance sofort genutzt und kooperiert mit einem renommierten Partner."
Also irgendjemand vermittelt dann doch bei Euch oder hat hier jemand nicht richtig Korrektur gelesen? 
Ciao, Bernhard