Privat-E-Mail-Adressen Middle East, Asien

Moin zusammen!
Ich hab keine Ahnung, ob ich hier richtig bin und eine passende Überschrift hab ich auch nicht gefunden.

Ich pflege grade zum wiederholten Male Messekontakte in ein CRM ein und mir fällt jedes Mal wieder auf, dass Geschäftsleute aus dem Raum ME/APAC sehr oft auf ihren Visitenkarten eine Freemailadresse angegeben haben statt der üblichen name@firma-Adresse (googlemail, hotmail etc.).

Kann mir jemand sagen, weshalb das so ist? Weshalb also die geschäftliche Korrespondenz über ein privates Mailkonto abgewickelt wird? Liegt das im Sinne des jeweiligen Unternehmens? Wohl kaum, oder? Und weshalb grade in diesem Raum? Bei Kontakten aus Europa oder Nordamerika hatte ich bisher nur Geschäftsmailadressen auf den Vikas…

grüße
Sarah

Moin zusammen!
Ich hab keine Ahnung, ob ich hier richtig bin und eine
passende Überschrift hab ich auch nicht gefunden.

Ich pflege grade zum wiederholten Male Messekontakte in ein
CRM ein und mir fällt jedes Mal wieder auf, dass
Geschäftsleute aus dem Raum ME/APAC sehr oft auf ihren
Visitenkarten eine Freemailadresse angegeben haben statt der
üblichen name@firma-Adresse (googlemail, hotmail etc.).

Kann mir jemand sagen, weshalb das so ist?

Ich könnte mir vorstellen, das dies mit der Überwachungsmentalität einiger Länder zusammenhängt und man so eben vermeidet, das der Statt sich in Firmenpolitik einmischt.

Raum? Bei Kontakten aus Europa oder Nordamerika hatte ich
bisher nur Geschäftsmailadressen auf den Vikas…

Richtig. Hier gilt noch eher die Politik, das geschäftliches auch geschäftlich bleibt und (noch) nicht verstaatlicht ist.

Gruß
h.

Hey!

Danke für deine Antwort, aber was hat der Staat plötzlich damit zu tun? Ich verstehe das grade nicht.

grüße
s.

hy,

ganz einfach, in einigen Asiatischen Ländern ist der KOMPLETTE Internetverkehr innerhalb des Landes von Staat überwacht. Sprich, wenn Du einen Server in einem solchen land hast (als Firma z.B.) und damit ausser landes „sendest“ weiss die Staatsmacht ALLES was Du machst. Firmen werden also nicht nur überwacht, sondern unterliegen letztendlich dem Staat, der Staat hat bedingungslose Kontrolle über die Firma. Denn wenn die Firma z.B. Waren7Wissen/Handelsgüter ausserhalb des Landes schaffen will und dem Staat nicht den nötigen Tribut zollt oder es nicht im Sinne einiger Staatsoberen ist, dann wird mal eben der Server im Internet (des jeweiligen Landes) gesperrt oder sonstige Sanktionen verhängt. Wenn der Internetverkehr in der Hand der Staatsmacht ist sind die Möglichkeiten dahingehend schliesslich grenzenlos.

Wenn Du also mit den westlichen Staaten eben ungestört kommunizieren willst machst Du das über server ausserhalb des eigenen Landes. Also z.B. von Free-Mail providern im Westen (per Webinterface und https Verbindung z.B.).
Sollte eigentlich einleuchtend sein.

gruß
h.

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Aaaaah, JETZT ist es einleuchtend (ich stand vorhin völlig aufm Schlauch^^). Das könnte in der Tat die Erklärung dafür sein…
Dankeschön!

Ich könnte mir vorstellen, das dies mit der
Überwachungsmentalität einiger Länder zusammenhängt und man so
eben vermeidet, das der Statt sich in Firmenpolitik einmischt.

Das dürfte ziemlich sicher nicht der Grund sein. Für einen Zuliefererbetrieb dürfte es sich schlicht nicht lohnen, eine lokale Domain zu erwerben, dafür sind Domains auf .kr, .vn oder .la zu unbedeutend, die Verwechslungsgefahr mit den ‚grossen‘ TLD’s zu groß. Unter denen aber dürfte so ziemlich jeder attraktive Name bereits vergeben sein.

Und wofür eine eigene einigermaßen sichere Mail-Infrastruktur aufbauen, für die qualifiziertes Personal a) vor Ort nicht vorhanden b) zu teuer ist, wenn man doch kostenlos eine gmail- oder ymail-Adresse mit (zumindest dort) sehr guter Reputation bekommt. Dienstleister, die den Betrieb der Mailinfrastruktur übernehmen, gibt es m. W. auf den dortigen Märkten praktisch nicht.

Hausintern haben die dortigen Firmen dort sogar oft z. B. einen Exchange-Server stehen, alle Kommunikation nach aussen wird aber wesentlich auf fremden Rechnern übers Webmailinterface oder über PDA (Blackberry etc.) abgewickelt.

Gru0ß

Bei dem Aufwand, der in Südostasien üblicherweise für IT-Sicherheit getrieben wird (ca. 0,nix; fast bin ich versucht, hier einen negativen Wert anzugeben), halte ich eine derartige Motivation für ausgeschlossen.

Gruß