Hallo,
nach einem Sturz am 13.08. und dem Besuch in der Notaufnahme, wurde bei miener privat versicherten Mutter (59) eine Fraktur des rechten Handgelenks (Elle oben ohne Splittern, verschieben etc.) festgestellt.
Natürlich wurde sie dazu geröngt.
Der Arm wurde mit einer Schiene versorgt, Kühlung, hochlegen, Schmerzmed…
Da sie privat versichert ist sollte sie am Di. 16.08. dem CA vorgestellt werden.
An diesem Termin wurde die Schiene dann entfernt, meine Mutter ging zum röntgen… Schiene wieder dran.
Dann kam der CA…er meinte der Arm sei ja schön abgeschwollen (er war immernoch so geschwollen wie zu angang), da könne ja jetzt ien „Rundumgibs“ drum…
Gesagt getan!
Am folgenden Termin am 22.08. wurde zuerst wieder geröngt… alles OK.
Nun ist der nächste Termin am 06.09.
Da soll wieder geröngt werden…
So, nun meine Frage… ist das nicht übertrieben???
Ich bin selber Krankenschwester…und mir ist nicht bekannt das man bei einem Kassenpatient mit gleicher Verletzung so oft röngt!
Mir kommt es so vor als solle meine Mutter schön „gemolken“ werden…
Ich glaube nicht das es ihr ums „melken“ geht.
Wenn deine Mutter eine verschobene Fraktur hat ist die regelmäßige röntgenologische Kontrolle wichtig, um auch zu sehen ob die Passform und Stellung des Gipses diese Verschiebung korrigiert. Weiter muss auch die Konsolidierung der Fraktur beobachtet werden, ggf. kann es bei „älteren“ Patienten auch länger dauern bis die Fraktur vollständig ausgeheilt ist.
Bei großen Bedenken würde ich aber dennoch mit dem behandelnden Arzt sprechen, aus meiner Sicht ist das ein normales Vorgehen bei solchen Frakturen.
Deine Ahnung trügt Dich nicht. Für jede Röntgenaufnahme, die ein Arzt ‚über den Durst‘ verordnet, bekommt er einen Gutschein von der Stiftung ‚Qualitätssicherung in der Radiologie‘, der auf ‚Malle‘ im Bierkönig eingelöst werden kann. Der Vitamin- und Mineraliengehalt in den spanischen Getränken erhöht die Sehfähigkeit der Doktoren, sodass sie daheim gleich wieder erkennen, wann eine zusätzliche Aufnahme erforderlich ist. Man nennt das die ‚radiologische Endlosschleife‘
Also die Fraktur ist nicht verschoben!
Es ist ein ganz einfacher und unkomplizierter Bruch!
Auch laut Aussage des Arztes!
…und woher weiß er das??? weil er es regelmäßig kontrolliert!
brüche in der nähe von gelenken kontrolliere ich auch lieber einmal mehr als zu wenig…das geschrei danach ist groß wenn dann die funktion im gelenk eingeschrenkt ist…
Vielen Dank für die Antwort…
Ein wenig netter formuliert hätte mich das noch mehr erfreut:wink:
Klar müssen Frakturen an Gelenken mit mehr Sorgfalt behandelt werden( natürlich jeder Bruch!), aber wenn der Arzt dann jedes mal 4-5 Aufnahmen in verschiedenen Positionen macht… und dann noch in den Raum wirft… da im Daumengelenk haben sie verschleiß… das müssen wir mal operieren…
Schleicht sich bei mir einfach der Verdacht ein, das da jemend Geld verdienen möchte…
sorry, ist eben so!
Ich würde in der Situation Deiner Mutter dem Arzt meine Bedenken deutlich machen und mir anhören, welche Begründung er für diese häufigen Aufnahmen hat.
Mir selbst ist es schon passiert, dass eine Zahnärztin in einem „Ritt“ neun Röntgenbilder von meinen vollkommen beschwerdefreien Zähnen machen wollte - nur mal so, um sich einen Überblick zu verschaffen. Ich habe das verweigert und damit eine endlose Debatte vom Zaun gebrochen - heute bin ich dort nicht mehr Patient. Mein neuer Zahnarzt bezeichnete das Ansinnen der Kollegin übrigens als absurd.
Man ist also gut beraten, auch immer auf seinen gesunden menschenverstand zu hören.
Viele Grüße!
florestino
Deine Ahnung trügt Dich nicht. Für jede Röntgenaufnahme, die
ein Arzt ‚über den Durst‘ verordnet, bekommt er einen
Gutschein von der Stiftung ‚Qualitätssicherung in der
Radiologie‘, der auf ‚Malle‘ im Bierkönig eingelöst werden
kann. Der Vitamin- und Mineraliengehalt in den spanischen
Getränken erhöht die Sehfähigkeit der Doktoren, sodass sie
daheim gleich wieder erkennen, wann eine zusätzliche Aufnahme
erforderlich ist. Man nennt das die ‚radiologische
Endlosschleife‘
Gruß
Kai Müller
Sehr netter Scherz!
Zumindest konnte ich heute einmal herzhaft lachen!
Danke:smile:)
So, nun meine Frage… ist das nicht übertrieben???
Ich bin selber Krankenschwester…und mir ist nicht bekannt
das man bei einem Kassenpatient mit gleicher Verletzung so oft
röngt!
Mir kommt es so vor als solle meine Mutter schön „gemolken“
werden…
als Erstes würde ich für Deine Mutter einen Röntgenpass ausfüllen lassen (sofern noch nicht geschehen), damit das viele R. dokumentiert wird und der Arzt vllt. davon abgehalten wir, unnütz zu röntgen.
Vermutlich besteht ein Zusammenhang mit der PV und dem vielen Röntgen.
Mich würd’s interessieren: Was kostet 1 Aufnahme?
eine Röntgenaufnahme des Handgelenkes in 2 Ebenen kostet laut aktueller GOÄ im 2,3 fachen Satz 23,08 € zuzüglich eines evtl Digitalzuschlages von ca. 12 €.
Mir selbst ist es schon passiert, dass eine Zahnärztin in
einem „Ritt“ neun Röntgenbilder von meinen vollkommen
beschwerdefreien Zähnen machen wollte - nur mal so, um sich
einen Überblick zu verschaffen. Ich habe das verweigert und
damit eine endlose Debatte vom Zaun gebrochen - heute bin ich
dort nicht mehr Patient.
Servus Florestino,
wie ‚gesund‘ Dein Menschenverstand in Deinem Zahnarztbeispiel wirklich war, ist tatsächlich ein Feld für endlose Diskussionen: Vielleicht hilft Wissen auch hier etwas weiter - erhältlich (zum Thema ‚unnötige Röntgenaufnahmen‘) zum Beispiel hier:
Der kürzlich gestorbene Prof. E. Sonnabend hat in zahlreichen Arbeiten nachgewiesen, dass rund 70% der Zwischenraumdefekte bei der klinischen Untersuchung unentdeckt bleiben. So etwas sieht dann zB so aus: http://www.augustafamilydental.com/images/xrays/ip_c…
Bei PatienInnen, die aus Angst beginnende Beschwerden gern verdrängen oder rationalisieren, bleiben solche Defekte dann nicht selten unbehandelt.
Dafür kann man dann in Internetforen den Verdacht finden, dass wieder einmal ein Zahnarzt dem Lamborghini einen Schritt näher kommen wollte, indem er eine Wurzebehandlung an einem - gestern noch völlig beschwerdefreien - Zahn vorgeschlagen hat und dafür zusätzlich ungeheure Zuzahlungen haben wollte, weil seine Frau einen deutlich überalterten BMW X6 ertragen muss.
Gut, dass man seine Erfahrungen hier uneigennützig zur Verfügung stellen kann, gell?
ich bin MTRA und kann nur sagen, das gelenknahe Frakturen nach Gipsneuanlage oft geröntgt werden, in maximal zwei ebenen ist das ausreichend. (einmal von oben, einmal von der seite). das handgelenk ist ein sehr komplexes gelenk,mit kleinen knochen, feinen sehnen und vielen möglichkeiten für bewegungsstörungen.
ich denke, das das eher abhängig vom gelenk ist.
würde man deine mutter melken wollen, würde sich da ein mrt oder ct eher lohnen, das gibt mehr geld (so das zehnfache) zudem wäre ein mrt strahluingsfrei und damit noch besser zu verkaufen - selbst schon erlebt.
aber gründliches nachfragen hilft immer weiter.!! und vielleicht der dezente hinweis, das du krankenschwester bist.
Wenn ich diesen Thread so lese, wünsche ich mir, wir hätten als Ärzte die Möglichkeit, den Patienten zu fragen „Wieviel Röntgen darfs denn sein?“
Und wenn es schief geht, hat der Patient eben Pech gehabt.
Aber leider ist uns diese Möglichkeit verwehrt, weil wir dann mit den überschlauen Juristen Ärger kriegen, die bekanntlich von allem etwas verstehen.
Eine dazu passende Geschichte: Kommt eine FRau zum Zahnarzt mit Kopfschmerzen. Sie ist sicher, das liegt an ihren Zähnen. Der Zahnarzt „Blödsinn!“
Am Schluß hat sie ihn doch weichgeklopft und ihr werden alle Zähne des Oberkiefers gezogen. Natürlich ohne positiven Effekt.
Nun verklagt sie den Zahnarzt, weil er ihr die Zähne gezogen hat - und sie kriegt prompt von unserern albernen Juristen recht.
Nun verklagt sie den Zahnarzt, weil er ihr die Zähne gezogen
hat - und sie kriegt prompt von unserern albernen Juristen
recht.
Was daran albern ist, kann ich nicht nachvollziehen. Ein Arzt, der sich zu einer Behandlung wider besseren Wissens „weichklopfen“ lässt, hat doch selbst dran Schuld.
Was daran albern ist, kann ich nicht nachvollziehen. Ein Arzt,
der sich zu einer Behandlung wider besseren Wissens
„weichklopfen“ lässt, hat doch selbst dran Schuld.
Da stand ich nun und konnt nicht anders. Zermürbt und gebrochen unter dem Druck des Patienten.
Was albern ist, ist das Beispiel. Das ist an den Haaren herbei gezogen. Ein Patient, der glaubt, dass seine Kopfschmerzen von den Zähnen kommen, ist zunächst einmal nicht einer, der völlig bekloppt ist, denn Zähne können Ursache für Kopfschmerzen sein.
Aber als Lösung für das „ich glaube meine Kopfschmerzen kommen von den Zähnen“ gleich alle Zähne zu ziehen, hat nichts mit weich klopfen zu tun. Es ist kaum anzunehmen, dass der Patient gebettelt hat: Ziehen sie mir alle Zähne. Sollte er es doch gemacht haben, dann wäre es wohl eher des Mediziners Pflicht, einen Rat vom Zahnklemptner Richtung Seelenklemptner zu geben.
Aber so ist es nun mal: in seinem Weltbild kommt die Möglichkeit, dass ein Arzt einen Fehler machen und dafür und auch noch ganz alleine verantwortlich sein könnte, nicht vor.