Privat-personen wollen Lan-party veranstalten!

Hallo!

ich hab mir ein paar kollegan aus der BS-Klasse beschlossen eine Lanparty zu veranstalten,technisches know how is vorhanden,und das sollte nicht das problem sein.

meine frage, was muss man juristisch und so beachten??
wir planen eine Lan für

Hallo Sven,

so ganz offen gesagt, würde ich die Finger von einer so großen Veranstaltung lassen. Die finanziellen und rechtlichen Risiken wären mir da viel zu hoch, wenn ich nicht über genug Kohle verfügen würde, um die ganzen Aufwendungen notfalls als Verlust abschreiben zu können und auch noch einen Haufen Geld im Hintergrund für evtl. mögliche Schadenersatzforderungen, Bußgelder, etc. hätte. Alleine schon die nötige Vorfinanzierung von Halle, Verpflegung und Technik geht bei der Größenordnung in die Tausende. Dann braucht man noch die Werbung, sicherheitshalber Versicherungen, etc. Die Technik sollte auf jeden Fall von geprüften Fachleuten abgenommen werden, damit es hinterher keinen Ärger mit Bränden, und durchgebrannten Rechnern, etc. gibt. Auch dies kostet üblicherweise, denn so jemand nimmt auch nicht die fünfzig zusammengeknoteten Verlängerungskabel ab, sondern verlangt professionelle Verteiler. Die kann man natürlich mieten, kosten aber auch entsprechend.

Wenn man nicht nur im LAN spielen will, sondern auch noch Internet-Zugang braucht, kommt der ganze Aufwand mit der Telekom dazu. Viel Spaß dabei. Wenn man da nicht gerade in einer Halle mit eigene Telekom-Leuten sitzt, bzw. in einer Stadt angesiedelt ist, in der die Telekom ein Team für solche Veranstaltungseinsätze hat, bricht üblicherweise das Chaos aus. Habe dies vor zwei Jahren oft genug erlebt, als u.a. für einen Messestand und dessen Rundreisen technisch verantwortlich war.

Ja und dann würde ich mir mal am besten gleich einen Anwalt mit ins Team holen (arbeitet auch nicht umsonst), der vernünftige Teilnahmebedingungen und insb. Haftungsausschlüsse, etc. definiert und die diversen nötigen Verträge prüft.

Sorry, wenn ich Dir jetzt den Spaß ein wenig verdorben habe. Denke aber, dies ist besser, als wenn hinterher ein Berg Schulden da steht und man zum Dauergast vor Gericht wird.

Gruß vom Wiz

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Hallo Jörg,

so ganz offen gesagt, würde ich die Finger von einer so großen
Veranstaltung lassen. Die finanziellen und rechtlichen Risiken
wären mir da viel zu hoch, wenn ich nicht über genug Kohle
verfügen würde, um die ganzen Aufwendungen notfalls als
Verlust abschreiben zu können und auch noch einen Haufen Geld
im Hintergrund für evtl. mögliche Schadenersatzforderungen,
Bußgelder, etc. hätte.

okey, schadenersatz ?wir würden für die halle ne haftflicht abschliessen.

bussgelder ?wieso bussgelder?wir wolln alles korrekt und ordentlich anmelden.

wenn ich weiss wo ich überall genehmigungen brauch,hol ich mir die doch ein:wink:
dan sollts doch keine bussgelder geben.

Alleine schon die nötige

Vorfinanzierung von Halle, Verpflegung und Technik geht bei
der Größenordnung in die Tausende.

das einzigste was was kostet ist die Halle,
technik haben wir :wink:
und verpflegung??wir holen getränke und arrangieren einen catering…das kostet zusammen knapp 500Euro…

Dann braucht man noch die

Werbung(bekommen wir auch kostenlos), sicherheitshalber Versicherungen(jup,was brauchen wir den alles?Haftpflicht?), etc. Die Technik
sollte auf jeden Fall von geprüften Fachleuten abgenommen
werden, damit es hinterher keinen Ärger mit Bränden, und
durchgebrannten Rechnern, etc. gibt. Auch dies kostet
üblicherweise, denn so jemand nimmt auch nicht die fünfzig
zusammengeknoteten Verlängerungskabel ab, sondern verlangt
professionelle Verteiler.(ich denke,das könnte ich auch kostenlos bekommen,mein bruder ist elektriker-meister;() Die kann man natürlich mieten,
kosten aber auch entsprechend.

>>>also wenns brennt, und wir keinen fachmann die kabel und so haben abnehmen lassen,zahlt die versicherung nicht ?

Habe dies vor zwei Jahren oft genug erlebt, als u.a. für

einen Messestand und dessen Rundreisen technisch
verantwortlich war.

Ja und dann würde ich mir mal am besten gleich einen Anwalt
mit ins Team holen (arbeitet auch nicht umsonst), der
vernünftige Teilnahmebedingungen und insb.
Haftungsausschlüsse, etc. definiert und die diversen nötigen
Verträge prüft.

>>>>kann man doch einfach von den bekannten seiten übernehmen(nett gefragt und schon geben sie die raus)

Sorry, wenn ich Dir jetzt den Spaß ein wenig verdorben habe.
Denke aber, dies ist besser, als wenn hinterher ein Berg
Schulden da steht und man zum Dauergast vor Gericht wird.

na,das is klar,das is mir des auch nicht wert :wink:

merci,

grüsse
Sven.

Hallo Sven,

evtl. mögliche Schadenersatzforderungen,
Bußgelder, etc. hätte.

okey, schadenersatz ?

  • durchgebrannter Rechner wg. schlechter Verkabelung,
  • Mensch stolpert über Kabel -> Beinbruch,
  • Menschen rangeln sich, jmnd. unbeteiligtes wird verletzt, weil kein Ordnungsdienst da war

bussgelder ?wieso bussgelder?wir wolln alles korrekt und
ordentlich anmelden.

Wer garantiert, dass alle Lizenzen haben ?
Ich hab mal gehört, dass Spielefirmen mal so eine LAN-Party gesprengt haben und nach Lizenzen gesucht haben.
Analoges gilt, wenn manche nebenher noch Napstern.
Ihr habt zwar primär nix damit zu tun, aber ihr habt die Infrastruktur gestellt und (vielleicht) nichts getan um Rechtsbrüche zu verhindern -> Beihilfe ?.

wenn ich weiss wo ich überall genehmigungen brauch,hol ich mir
die doch ein:wink:
dan sollts doch keine bussgelder geben.

die Frage ist, ob 250 Personen noch als private Veranstaltung durchgehen: die Regel geht wohl von einem geschlossen Personenkreis aus, wo jeder jeden kennt (bin mir hier nicht sicher).

und verpflegung??wir holen getränke und arrangieren einen
catering…das kostet zusammen knapp 500Euro…

rechne, rechne 250 x 1,5 l Cola = 250 €
arrangieren Catering ?
wollt ihr was kommen lassen ? Für 1 €/Person ? Nehmt da lieber eine grosse Kiste Riegel.

Dann braucht man noch die

Werbung(bekommen wir auch kostenlos)

das sieht ja dann eher nach kommerzieller Veranstaltung aus !
-> Anmeldung bei Ordnungsamt, die sagen Dir auch, wie gross die Halle sein muss. Dies geht nach qm und Rauminhalt, weiterhin wieviele Toiletten vorhanden sein müssen, Fluchtwege … . In manchen Bundesländern finden sich diese Angaben in den Landesbauordnungen/-gesetzen.
? Music -> Gema
Auflage von Ordungamt z.B. Ordner, Nachweis von Parkplätzen, falls im Mischgebiet: Genehmigung der Nachbarn einholen

Die Technik
sollte auf jeden Fall von geprüften Fachleuten abgenommen
werden, damit es hinterher keinen Ärger mit Bränden, und
durchgebrannten Rechnern, etc. gibt. Auch dies kostet
üblicherweise, denn so jemand nimmt auch nicht die fünfzig
zusammengeknoteten Verlängerungskabel ab, sondern verlangt
professionelle Verteiler.

(ich denke,das könnte ich auch kostenlos bekommen,mein bruder :ist elektriker-meister;

schon gefragtr, ob er dafür seinen Kopf hinhalten würde ?

() Die kann man natürlich mieten,
kosten aber auch entsprechend.

>>>also wenns brennt, und wir keinen fachmann die
kabel und so haben abnehmen lassen,zahlt die versicherung
nicht ?

ja

Tschuess Marco.

Hallo Sven,

was die Sache mit der Haftpflicht angeht, so ist es damit so pauschal für die Halle nicht getan. Da gibt es so diverse Spezialitäten, die man berücksichtigen muss. Klar, was in oder an der Halle kaputt geht, muss mit drin sein. Aber wie sieht es mit Personenschäden und Geräteschäden der Besucher aus? Da sollte man einerseits mit vernünftigen Haftungsausschlüssen arbeiten und andererseits die dazu genau abgestimmten Versicherungen haben. Und in diesem Zusammenhang warne ich dringend vor abgekupferten Standard-Verträgen, etc. Wenn man keinen Profi an der Seite hat, weiß man nie, wie gut die Dinger sind. Wer sagt denn, dass sie z.B. schon an die aktuellen Gesetzesänderungen zum 01.02.02 angepasst sind? Wer weiß, wer die Dinger ursprünglich mal erstellt hat (verklausuliertes Juristendeutsch ist kein Qualitätskriterium). Habe dies leider schon recht häufig in der Praxis erlebt, dass selbst bei großen Firmen AGBs verwendet werden, die nichts mit geltendem Recht zu tun haben. Die sind dann oft über Generationen von Unternehmen „gereift“, vollkommen überaltert und immer mal wieder von Amateuren an andere Gegebenheiten „angepasst“ worden. Kommt es dann zu einem Verfahren, lacht sich die Gegenseite ins Fäustchen, und Du stehst ganz schön dumm da, weil die angeblich so sichere Haftungsausschlussklausel nicht greift und plötzlich ein Haufen Leute Ansprüche gegen Dich geltend machen kann (gehe immer bei der Planung von einem Worst-Case-Szenario aus).

Was die Frage mit der Abnahme der technischen Anlage durch einen Profi angeht, so wäre eine fehlende Abnahme bzw. die nicht fachmännische Verlegung grob fahrlässig und würde im Zweifel zu einem Haftungsausschluss der Versicherung führen (mach denen im Nachhinein klar, dass ausgerechnet die selbstgebastelte Elt.-Verteilung unschuldig an einem Feuer im Hauptverteiler sein soll). Mal abgesehen davon, alle Elt-Arbeiten in öffentlichen Räumen dürfen nur von geprüften Fachleuten durchgeführt werden, und wenn der Halleneigentümer auf Draht ist, wird er schon selbst dies verlangen. BTW, dies wäre auch so ein Fall von wegen Bussgeld.

Ansonsten ist die Sache mit den Bußgeldern auch nicht so ganz beiseite zu schieben, auch wenn man vorhat alles ganz legal und sauber zu machen. Es gibt einfach zu viele für eine solche Veranstaltung geltende Vorschriften, die man als Laie u.U. nicht mal vom Namen her kennt. Plötzlich stehen die freundlichen Damen und Herren von der Gewerbeaufsicht da und Du kannst nur staunen, was die so alles finden. Du bist für die gesamte Veranstaltung denen gegenüber verantwortlich und damit auch erster Ansprechpartner für Dinge, die Du naiverweise beim Halleneigentümer, dem Catering-Unternehmen oder anderen Dritten in guten „professionellen“ Händen geglaubt hast.

Hat also nichts mit bösem Willen zu tun. Wenn Ihr die Sache doch durchziehen wollt, geht auf jeden Fall rechtzeitig zur Gewerbeaufsicht, und lasst Euch da beraten. Die Leute sind üblicherweise ganz kooperativ und freuen sich, wenn sie gefragt werden. Dann gibt es auch weniger Streß, wenn doch etwas nicht ganz perfekt laufen sollte.

Ich würde auch mal bei der Polizei vorbei schauen, wenn ein Termin und Ort in engerer Wahl ist. Auch da sollte man einen Ansprechpartner haben, der weiß, dass ihr z.B. mit Drogen nichts am Hut haben wollt und Euch da kooperativ zeigt, wenn die Jungs vielleicht doch auf die Idee kommen sollten, bei dem ein oder anderen mal in den Rucksack schauen zu wollen. BTW: Auch hier muss man mit Bußgeldern und Strafverfahren rechnen! Wer Gelegenheit zum Handel und Konsum von Drogen schafft ist zunächst einmal dran. Ist dann nicht so einfach klar zu machen, dass man hiervon nichts gewusst hat. Eine Taschenkontrolle würde ich daher auf jeden Fall mal in den AGB vorsehen. Dabei sollte man dann nicht nur auf Drogen, sondern auch gleich auf andere verbotene Gegenstände achten. Auf keinen Fall sollte man Leute mit Software ohne Lizenzmaterial rein lassen.

Gruß vom Wiz
Gruß vom Wiz

Warum kein Verein?
Hi Sven

Wenn ihr sowas öfter machen wollt, dann solltet ihr darüber nachdenken, einen eingetragenen Verein zu gründen.

Nachteil: Verwaltungskrempel
Vorteil: Im Falle eines Falles geht der Verein den Bach runter, nicht eure Privatvermögen (Ausnahme: Grobe Fahrlässigkeit)
(das ist jetzt natürlich sehr sehr kurz gefasst) denn: ein eingetragener Verein ist eine juristische Person

wenn ihr sowas als Privatpersonen veranstaltet, dann seid ihr komplett haftbar.

Näheres über Vereine usw. hier:
http://www.marktplatz-verein.de/index.htm

allerdings ein grausiges Layout…

gruß
Mike

Hallo Sven,

was die Sache mit der Haftpflicht angeht, so ist es damit so
pauschal für die Halle nicht getan. Da gibt es so diverse
Spezialitäten, die man berücksichtigen muss. Klar, was in oder
an der Halle kaputt geht, muss mit drin sein. Aber wie sieht
es mit Personenschäden und Geräteschäden der Besucher aus? Da
sollte man einerseits mit vernünftigen Haftungsausschlüssen
arbeiten und andererseits die dazu genau abgestimmten
Versicherungen haben. Und in diesem Zusammenhang warne ich
dringend vor abgekupferten Standard-Verträgen, etc. Wenn man
keinen Profi an der Seite hat, weiß man nie, wie gut die
Dinger sind. Wer sagt denn, dass sie z.B. schon an die
aktuellen Gesetzesänderungen zum 01.02.02 angepasst sind? Wer
weiß, wer die Dinger ursprünglich mal erstellt hat
(verklausuliertes Juristendeutsch ist kein
Qualitätskriterium). Habe dies leider schon recht häufig in
der Praxis erlebt, dass selbst bei großen Firmen AGBs
verwendet werden, die nichts mit geltendem Recht zu tun haben.
Die sind dann oft über Generationen von Unternehmen „gereift“,
vollkommen überaltert und immer mal wieder von Amateuren an
andere Gegebenheiten „angepasst“ worden. Kommt es dann zu
einem Verfahren, lacht sich die Gegenseite ins Fäustchen, und
Du stehst ganz schön dumm da, weil die angeblich so sichere
Haftungsausschlussklausel nicht greift und plötzlich ein
Haufen Leute Ansprüche gegen Dich geltend machen kann (gehe
immer bei der Planung von einem Worst-Case-Szenario aus).

>>>hmm…da hast du natürlich recht,aber wie ichs mitbekommen habe,hat ein kollege einen anwalt in der familie,dan werden wir den mal anheuern müssen*g*

Was die Frage mit der Abnahme der technischen Anlage durch
einen Profi angeht, so wäre eine fehlende Abnahme bzw. die
nicht fachmännische Verlegung grob fahrlässig und würde im
Zweifel zu einem Haftungsausschluss der Versicherung führen
(mach denen im Nachhinein klar, dass ausgerechnet die
selbstgebastelte Elt.-Verteilung unschuldig an einem Feuer im
Hauptverteiler sein soll). Mal abgesehen davon, alle
Elt-Arbeiten in öffentlichen Räumen dürfen nur von geprüften
Fachleuten durchgeführt werden, und wenn der Halleneigentümer
auf Draht ist, wird er schon selbst dies verlangen. BTW, dies
wäre auch so ein Fall von wegen Bussgeld.

>>>>>so gesehn hast du auch recht,ist ein risiko.
werden wir uns dan explizit mit unserer versicherung auseinander setzen.

Hat also nichts mit bösem Willen zu tun.

nein um gotteswillen,das habe ich dir nie unterstellen wollen!

Wenn Ihr die Sache

doch durchziehen wollt, geht auf jeden Fall rechtzeitig zur
Gewerbeaufsicht, und lasst Euch da beraten. Die Leute sind
üblicherweise ganz kooperativ und freuen sich, wenn sie
gefragt werden. Dann gibt es auch weniger Streß, wenn doch
etwas nicht ganz perfekt laufen sollte.

>>>dankeschön,das ist auch eine idee.

Ich würde auch mal bei der Polizei vorbei schauen, wenn ein
Termin und Ort in engerer Wahl ist. Auch da sollte man einen
Ansprechpartner haben, der weiß, dass ihr z.B. mit Drogen
nichts am Hut haben wollt und Euch da kooperativ zeigt, wenn
die Jungs vielleicht doch auf die Idee kommen sollten, bei dem
ein oder anderen mal in den Rucksack schauen zu wollen.

>>>die idee ist auch super,werde ich auch machen.!

Schönen dank nochmals für die Tipps.

grüsse
Sven.

Hallo!

na,das layout ist nicht soo wichtig wenn die informationen was taugen.

an eine e.V haben wir auch schon gedacht,das wir dan aber „aus dem schneider“ wären wussten wir garnicht.

die idee ist ebenfalls klasse und werde dan wohl erstmal die idee zurückstellen bis wir genaueres wissen.

Schönen Dank!

grüsse
Sven.

Hallo Sven,

gerne geschehen. Ist immer besser, wenn man vorher weiß, was einem schlimmstenfalls passieren kann. Wollen ja immer das Beste hoffen, aber man hat ja schon Pferde kotzen gesehen … Hocke Dich mal mit dem Anwalt und einem vernünftigen Versicherungsmenschen zusammen, und schau mal bei der Gewerbeausfischt vorbei. Mit den jetzt schon mal vorhandenen Basis-Infos kommst Du da sicher weiter und kannst dann die Risiken sauber abschätzen.

Viel Spaß!

Gruß vom Wiz