Private Arbeitsvermittlung

Hallo!

Kennt hier jemand eine gute und seriöse private Arbeitsvermittlung (also alles außer der Agentur für Arbeit)?
Klar, über Suchmaschinen findet sich einiges. Aber wie kann man herausfinden bei welchen es sich um seriöse und bei welchen es sich um schwarze Schafe handelt? Hat hier jemand gute Erfahrungen mit einer privaten Arbeitsvermittlung gemacht? Raum NRW wäre gut.

Hallo

wie kann
man herausfinden bei welchen es sich um seriöse und bei
welchen es sich um schwarze Schafe handelt?

Am ehesten dann, wenn man mit ihnen in Kontakt kommt. Drei (negative) Indizien können sein:

  • der konkrete Wortlaut des Vermittlungsvertrages
  • die Aufforderung, das Original des Vermittlungsgutscheins abzugeben
  • die PAV prahlt mit tonnenweise AG, die man an der Hand habe
    Alles andere zeigt sich erst im Gespräch und in der Vorgehensweise.

Hat hier jemand
gute Erfahrungen mit einer privaten Arbeitsvermittlung
gemacht?

Ja :wink:

Raum NRW wäre gut.

Bisschen weit gefasst. Im Übrigen ist hier nicht der richtige Ort, welche zu empfehlen. Außerdem kann der eine Glück bei einer PAV haben und der nächste fällt auf die Nase.

Gruß,
LeoLo

Hallo,

Aber wie kann
man herausfinden bei welchen es sich um seriöse und bei
welchen es sich um schwarze Schafe handelt?

Beschreibe doch mal, was für dich seriös und unseriös bedeutet und wie wie du „schwarze Schafe“ definierst.

Gruß
Otto

Ich hatte vor kurzem auch Kontakt mit einer privaten Arbeitsvermittlung. Leider war dieser auch nicht unbedingt positiv, da sie mir einen tollen Job als Teamassistentin vermitteln wollten… Leider viel kein Wort das dies bei einer Versicherung war - und den Verkauf betraf!

Traumjob ade

Kennt hier jemand eine gute und seriöse private
Arbeitsvermittlung (also alles außer der Agentur für Arbeit)?

Allein daran, dass du keine guten Aussagen im Internet findest, sollte dir zu denken geben, mit welcher Branche es du zu tun hast! Oder?

Klar, über Suchmaschinen findet sich einiges. Aber wie kann
man herausfinden bei welchen es sich um seriöse und bei
welchen es sich um schwarze Schafe handelt?

Es gibt im Internet so’ne Arbeitgeber-Bewertungsportale, wie http://www.kununu.com/
Natürlich darf den dortigen Aussagen nicht voll vertraut werden, da nicht bekannt ist wer da bewertet hat. Könnte ja auch der AG selber gewesen sein.
Ansonsten wäre es natürlich an der Zeit auch über die Arbeitsvermittler und Leiharbeitsfimen schwarze Listen zu führen, genau so wie die untereinander auch „böse“ Leiharbeitnehmer registrieren; praktisch so wie eine „schlechte“ Mieterdatenbank.

Die Erfahrungen der Leute sind ganz unterschiedlich. Da du ja ausschließlich Vermittler meinst, musst du noch besser aufpassen. Denn entgegen dem Verleiher ist der an der schnellen Vermittlungskohle interessiert. So ein Vermittlungsgutschein ist für den in etwa so, wie denn du deiner Frau einen 2000er-Shopping-Scheck ausstellst. Also $-Zeichen in den Augen und Kreide auf den Stimmbändern.
Auch wenn die Kohle zeitlich gebunden ist und in Teilen ausgezahlt wird. Egal, es ist erstmal Kohle damit zu machen.
Und jetzt kommt es darauf an, was der private Arbeitsvermittler im Vordergrund sieht, die Kohle oder dein Jobwunsch.
Du als Bewerber hast genaue Vorstellungen was du für einen Job willst. Der Vermittler will/muss aber Geld verdienen und jeh nach finanzieller Dringlichkeit kann er länger oder kürzer nach dem richtigen Job für dich suchen (vom Zufall, dass gerade genau der richtige Job vorhanden ist mal abgesehen).
Das läuft hier nicht wie beim Häusermakler, wo der Kunde sagt: zeig mal dieses Haus und jenes, passt mir nicht, warte ich noch.
Der Arbeitsvermittler nimmt halt einen passenden Job den er kriegen kann und „passt“ ihn dir auf die Kopfform, weil er an die Vermittlungsprovision ran will. Hat der Vermittler jetzt noch „Kontakte“ zur Arbeitsagentur, setzt der den Arbeitslosen unter Druck, weil der Arbeitslose alles unternehmen muss um einen Job zu bekommen (Unterschied ALG1/ALG2 ist klar). Und eben diesen „passenden“ Job hat ja gerade der Arbeitsvermittler zur Verfügung. Jetzt kannst du dir selber ausrechnen, welche Möglichkeiten dem Arbeitslosen bleiben.
Genau das unterscheidet den seriösen vom unseriösen Arbeitsvermittler. Und nebenbei noch die anderen Anzeichen, die hier andere schon erwähnten.

Es ist natürlich auch richtig, dass ein Arbeitsvermittler, der richtig im Geschäft ist, Kontakte hat und weiß wo was läuft. Welchen Anteil am Jobmarkt das ausmacht, im Vergleich zu den Möglichkeiten des Jobsuchenden selbst am Markt zu suchen, ist nicht bekannt. Damit wird der AV auch nicht rausrücken, höchstens prahlen! Wenn die Statistik genauso gut ist, wie die in welcher angegeben ist, wievile der entliehenen AN später in ein festes Arb.verhältnis übernommen wurden, darf auch an dieser gezweifelt werden.

Der arbeitslose Jobsucher, der mit einem Vermittlungsgutschein beim AV auftaucht, macht sich mitunter zum Spielball zwischen diesem AV und Arbeitsagentur. Traumjob ade.

Definitv sind die Finger zu lassen von den Job-Offerten, in denen der Zusatz steht „Vermittlungsgutschein notwendig“. Um was hier geht weiß du jetzt.

Sorry, aber es geht bei diesem Fall weder um einen Arbeitlosen und auch niemanden der einen Vermittlungsgutschein hat (was auch immer das ist).
Es gibt auch Menschen, die sich beruflich verändern möchte ohne gerade arbeitslos zu sein und da Hilfe/Unterstützung suchen. Aber im Internet muss ja jeder irgendwas reininterpretieren, egal ob es auch nur annährend der Frage entspricht.

Hat hier jemand
gute Erfahrungen mit einer privaten Arbeitsvermittlung
gemacht?

Ja :wink:

Sehr hilfreich! Und wie oben schon gesagt, ein Vermittlungsgutschein ist hier überhaupt nicht im Spiel.

Es gibt auch Menschen, die sich beruflich verändern möchte
ohne gerade arbeitslos zu sein und da Hilfe/Unterstützung
suchen. Aber im Internet muss ja jeder irgendwas
reininterpretieren, egal ob es auch nur annährend der Frage
entspricht.

Gibt es auch Menschen, die dankbar sind, wenn sie solch ausgearbeitete Antworten mit viel Mühe bekommen?
Ich habe mal von denen gehört.

Die Tatsache, dass zwei verschiedene hilfsbereite Menschen hier auf dem gleichen, wenn auch dem falschen Dampfer sind, sagt wohl weniger was über die Qualität von Internet-Kommunikation aus.

Die Frage ist auch, ob für dich dann nicht fast jeder ein schwarzes Schaf ist, wenn du immer so reagierst, wenn deine Wünsche nicht sofort zu 110% auf den Punkt erfüllt werden.

Suchst du denn nun eher Jobbörsen, die öffentlich oder nach Anmeldung einsehbar sind? Oder eher sowas wie „Agenten“, die du zwar online finden kannst, die aber selber nach Angeboten suchen und nicht nur eine Plattform bieten, wo jeder sein Angebot eintragen kann?

Vielleicht hilft das spezifizieren dann ein bißchen weiter.:wink:

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nicht irgendwas

…Aber im Internet muss ja jeder irgendwas
reininterpretieren, egal ob es auch nur annährend der Frage
entspricht.

Das tut mir leid falsch verstanden worden zu sein. Aufgrund der Formulierung „private Arbeitsvermittlung (also alles außer der Agentur für Arbeit)“ hatte ich angenommen, dass der Jobsucher, a) Kunde der Arbeitsagentur und b) dort unzufrieden ist. Gerade letzteres ist immer wieder zu hören, da offensichtlich die Qualität der Vermittlung von Jobs bei der Arbeitsagentur verbesserungswürdig ist.
Wenn der Jobsucher aus der Beschäftigung heraus eine neue Tätigkeit sucht, kann natürlich auch ein privater Arbeitsvermittler eingeschaltet werden bevor der Suchende wartet, wartet und wartet, dass ein Headhunter anruft.

Hallo Addie

Sehr hilfreich! Und wie oben schon gesagt, ein
Vermittlungsgutschein ist hier überhaupt nicht im Spiel.

In der Regel sind solche Mißverständnisse darauf zurückzuführen, daß der Fragesteller sich mit Informationen zurückgehalten hat.

Aber warum soll nicht mal der Baum den Hund anbellen?

Gruß,
LeoLo

1 „Gefällt mir“

Private & öffentliche Arbeitsvermittlung…
Hallo,

Letztlich sehe ich weniger eine Argumentation, nach gut und schlecht
zu unterscheiden, sondern ein momentanes Problem schlichtweg in
fehlenden Arbeitsplätzen. ( Daher wenig bis keine Resonanz für den
Großteil der suchenden Menschen )
Im Allgemeinen kann man ja auch private ( oder öffentliche ) Arbeits-
vermittler verstehen… Warum soll er sich intensiv mit mit allen seiner Kunden beschäftigen, wenn er nur für einen kleinen Teil direkt
etwas in der Hand hat ? Dann müßte auch ich zunächst Prioritäten setzen. Der Ruf bei Arbeitgebern würde auch nicht besser, wenn der PAV
statt 1-2 gezielten Vorschlägen 10 - 20 Leute " so lala " für eine
Stelle vorschlägt…Dann hätte er als " Privater " seinen Beruf
verfehlt und wäre nicht lange am Markt…
Der " öffentliche " Vermittler MUSS anders arbeiten, da er sich seine
Kunden nicht aussucht und reichlich davon in allen Gewerken hat.
Er wird also informativ zwischen AG und potenziellen Kandidaten vermitteln. AG hat eine Stelle - ÖAV 20 potenzielle Bewerber, die er
dann über das Stellenangebot informiert. Der AG übernimmt damit die
Bewerberauswahl komplett selber und bezahlt keinen 3. für die Vorauswahl.

Aber man ist doch noch recht gut bedient, wenn man sich aus einem
bestehenden Job zusätzlich nach einer Alternative umsehen kann.
Und wer lieber bestimmte Arbeitsstellen sucht, ist in diversen Arbeitsportalen ganz gut aufgehoben.
Hier sehe ich doch direkt: Arbeitgeber bietet das und das an…paßt
das zu mir…bewerbe ich mich. :smile:

mfg

nutzlos