Private Arbeitsvermittlung - seriös?

Hallo,

die Arbeitslosen kriegen nach 3 Monaten so einen Gutschein über ein- oder zweitausdenfünfhundert Euro, dafür können sie sich von einem privaten Arbeitsvermitteler vermitteln lassen.

Ich frage hier für einen Freund, (denn ich selbst habe 12 Stunden Arbeit pro Tag). Ist ein Angebot, ein solcher Arbeitsvermittler zu werden, seriös?

Er soll ein paar Tausend Euro Franchisegebühren bezahlen, und dann brauch er nur drei Arbeitslose pro Monat vermitteln und schon kommt gut Kohle rein.

Ich bin da ein bißchen am Zweifeln, wenn das so einfach wäre, dann könnte ja jeder Arbeitslose einfach alle seine Kollegen in Stellen vermitteln und bald gäbe es gar keine Arbeitslosen mehr - die einen verdienen durch Vermitteln, und reißen sich bald um die immer weniger werdenden Arbeitslosen.

Wo ist da der Haken? Ich habe die Vorschriften gelesen, das scheint tatsächlich so zu sein, daß das Arbeitsamt das bezahlt.

Danke für jede Aufklärung
Dan

PS: Bei der Gelegenheit frage ich mich mal wieder, warum die Arbeit eigentlich so ungerecht verteilt ist. Ich bin total unglücklich, weil ich dauernd malochen muss, und wenn ich höre, dass Leute unglücklich sind, weil sie keine Arbeit haben, fällt für mich die Klappe der Unverständnis. Wäre das nicht schön, wenn man da tauschen könnte. Wer glaubt, dass Arbeit glücklich macht, könnte gerne meine ganze Arbeit haben. Gegen ein bescheidenes Grundeinkommen würde ich mich verpflichten, nie wieder im Leben auch nur einen Finger krumm zu machen.
Schluss mit der Träumerei, ich muss zurück an die Arbeit - 22:44 Uhr.

Hallo,

Hi Dan,

die Arbeitslosen kriegen nach 3 Monaten so einen Gutschein
über ein- oder zweitausdenfünfhundert Euro, dafür können sie
sich von einem privaten Arbeitsvermitteler vermitteln lassen.

richtig

Ich frage hier für einen Freund, (denn ich selbst habe 12
Stunden Arbeit pro Tag). Ist ein Angebot, ein solcher
Arbeitsvermittler zu werden, seriös?

warum erstmal nicht?

Er soll ein paar Tausend Euro Franchisegebühren bezahlen, und
dann brauch er nur drei Arbeitslose pro Monat vermitteln und
schon kommt gut Kohle rein.

Gut (bei Franchise): Know-How kann direkt übernommen werden, Erfahrungen sind da usw.
Weniger gut: man muß in der heutigen Situation erstmal die drei Stellen für die Arbeitslosen jeden Monat neu finden! Dann kommt auch die Kohle rein. Außerdem ist die Höhe des Betrages auf dem Vermittlungsgutschein abhängig von der Dauer der Arbeitslosigkeit, je länger (und damit auch schwieriger zu vermitteln in der Regel) desto höher.

Danke für jede Aufklärung
Dan

Bitte

lass die Finger davon!
Hallo,

ich habe mehrere Jahre als Trainerin gearbeitet und auch Bewerbertraining gemacht. ANfang diesen Jahres hatte ich auch so eine Idee mich damit selbständig zu machen.

Hat sich alles toll angehört, von zuhause aus arbeiten, freie Zeiteinteilung und die tolle Provisionen!

Dann habe ich einfach einen solchen Vermittler angerufen und mich mit ihm getroffen und unterhalten. Er hat mir in 1 Std. Dinge erzählt, die mich dieses Verhaben sofort wieder vergessen liessen:

Gut, Werbung muss man selbst machen, aber wie viele Vermittler gibt es in der Umgebung? Die reissen sich die Leute aus den Händen!
Dann sind die Leute da und können keine Bewerbung schreiben bzw. haben keine guten Deutschkenntnisse und man muss denen helfen. Diese Zeit bekommt man nicht vergütet!

Dann hat eine Firma Intersse und der TN will gar nicht arbeiten und kommt nicht zum Gespräch oder läßt sich gar am Telefon verleugnen, ruft nie mehr zurück.

Oder auf einmal passen ihm die ARbeitszeiten nciht, oder gerade bei dieser Firma will er nciht arbeiten oder von seinem Piercing trennt er sich auf keinen Fall…

Ich für meinen Teil habe entschieden, dass ich das auf keinen Fall wirklich brauche :wink:) und mache huete etwas anderes.

Erzähle das Deinem Bekannten und melde Dich dann mal wieder :wink:

Gruss

Heike Glänzer

Hi Seven,
danke für Deine Meinung.

kommt auch die Kohle rein. Außerdem ist die Höhe des Betrages
auf dem Vermittlungsgutschein abhängig von der Dauer der
Arbeitslosigkeit, je länger (und damit auch schwieriger zu
vermitteln in der Regel) desto höher.

Stimmt das hab ich jetzt auch verstanden, deshalb empfiehlt der Franchisegeber, frisch arbeitslos gewordene zu drei Monaten Mallorca zu überreden, dann sollen sie mit einem Gutschein sich wieder melden. Das sei keine Satire, sondern Folge der gesetzlichen Regelung.

Gruß
Dan

Hi Heike,
danke für Deine Antwort. Das Thema ist ja wirklich interessant, deshalb habe ich mal ein bißchen mehr nachgelesen.

Gut, Werbung muss man selbst machen, aber wie viele Vermittler
gibt es in der Umgebung? Die reissen sich die Leute aus den
Händen!

Das kann eigentlich nicht sein. 4 Millionen Arbeitslose, und 5.700 private Arbeitsvermittler. Da bleiben doch für jeden mehr, als er auch nur kontaktieren kann.

Gruß
Dan