jetzt bin ich also wirklich dabei, mir diesen alten Kasten ans Bein zu nageln.(Fachwerkhaus 18.JHD)
…und der muss grundsaniert werden… $$$$$
Meine persönliche Erfahrung sagt mir nun, dass es immer besser ist, mehrere Meinungen zur gleichen Sache zu hören.
Ist es prinzipiell machbar oder absolut unüblich, eine Ortsbegehung mit mehreren Artichekten zu machen, um dann das Projekt demjenigen zu übergeben, der einem am kompetentesten erscheint?
hallo alex,
Ob ein architekt gut oder weniger gut ist wirst du erst nach einer baumassnahme herausbekommen. architekten sind meister im blenden. gerade in der altbausanierung ist es am besten sich bei altbauversierten handwerkern umzuhören mit welchen architekten sie erfahrung haben. hier bekommst du meinungen aus der praxis. der rest wie förderungen undsoweiter ist dann auch kein problem mehr.
habe selbst ein haus aus dem 18jahrhundert renoviert und bin jahre später architekt geworden
Bei der Auswahl des Architekten würde ich mich (wie schon der Vorredner meinte) bei den Handwerkern umhören, evtl. auch mal bei der Innung.
Was auch eine Möglichkeit ist: In der lokalen Vertretung des BDA (Bund Deutscher Architekten - haben in jedem Bundesland eine Vertretung und in jeder halbwegs größeren Stadt einen Ortsverband) nachfragen, ob man jemanden empfehlen kann, der spezialisiert ist auf sowas. Erfahrungsgemäß sind gerade die Ortsverbände da schon hilfsbereit und kennen die Fachgebiete der Kollegen (vor allem, nachdem die ja bei ihrer Aufnahme in den Verband Interessensgebiete angeben müssen und Objekte vorweisen müssen, die begutachtet werden)
Sonst ist es sicher legitim, einigen Architekten mal das Objekt unverbindlich zu zeigen - aber kläre, ob Kosten für Dich anfallen (wie ein Richter am Landgericht Augsburg mal einem zahlungsunwilligen Architektenkunden sagte: Es braucht nicht unbedingt einen Vertrag - und Kosten fallen an, wenn der Herr Architekt nur Linien in die Erde zeichnet!) Sichere Dich also vorher ab - eine Architektenstunde muß man schließlich wie eine Handwerkerstunde bewerten (leider nur!) - keiner erwartet schließlich vom Automechaniker, daß er sich die Karre mal umsonst ansieht
Hoffe, geholfen zu haben - gebe Dir auch gerne die Infos über Deinen zuständigen BDA-Ortsverband, wenn Du mir Stadt/Bundesland sagst.
erst bauen, dann Architekt…
…jetzt male mal den Teufel nicht an die Wand, muss ja nicht gleich im Extrem enden:smile:
Aber es könnte ja schlimmer kommen, man könnte ja als Immobilien Makler enden:smile:
Quatsch, Dank für die Info, schaun mer mal was geht…
schon mal überlegt, ob sich nicht ein kompetenter Bauträger der Sache annehmen sollte? Nicht immer ist es der Beste Weg einen Architekten einzuschalten.
Vorallem bekommst Du dort etwas, was kein Architekt liefern kann: eine Leistung zum Festpreis!
Die Beratung dort ist sicherlich genauso kompetent wie die eines Architekten.
Vorallem bekommst Du dort etwas, was kein Architekt liefern
kann: eine Leistung zum Festpreis!
Hallo Klaus,
ein Haus aus dem 18. Jahrhundert saniert niemand zu einem akzeptablen Festpreis. Außerdem: Auch eine Bauträgergesellschaft braucht einen Architekten und wird damit nur zu einer zwischengeschalteten Stelle, die Geld frißt.
ein Haus aus dem 18. Jahrhundert saniert niemand zu einem
akzeptablen Festpreis. Außerdem: Auch eine
Bauträgergesellschaft braucht einen Architekten und wird damit
nur zu einer zwischengeschalteten Stelle, die Geld frißt.
Kann ich nur sage: falsch!
Keiner braucht einen Architketen. Der ist nur nützlich um einen Bauantrag zu unterschreiben! (Tschuldigung an alle Architekten!!)
Insofern ist der Architekt der „Geldfresser“! (nochmal Tschuldigung!!)
Architekten können laut Standesrecht keine „freien“ Verträge schließen (kommt aber in der Praxis trotzdem vor). Sie müssen nach den HOAI abrechnen. Ich nehmen an, daß Du die kennst und weißt das die Entlohnung mit den Bausumme steigt. Also, warum sollte ein Architekt eine Veranlassung zum Sparen haben?
Eine Sanierung durch einen „Fachbetrieb“, wie es auch ein Bauträger ist hat dazu ganz anderen Möglichkeiten. Eine richtige Sanierung, richtig geplant und ausgeführt, dazu mit einem umfassenden Baubeschreibung zur Ausführung der notwendigen Arbeiten läßt sich zu einem Festpreis anbieten.
Die Totalsanierung eines Gebäudes läuft auf keinen Fall nach dem Motto ab: Wir werden sehen was rauskommt. Dabei gilt vielmehr: jemehr Dinge nicht mehr zu gebrauchen sind und komplett ersetzt werden müssen, desto genauer läßt sich die Sache kalkulieren.
Hallo Klaus,
hab mal ne blöde Frage : wer soll dann die Leistungsbeschreibung erstellen.Denn auf irgendeiner Grundlage müssen ja wohl Angebote eingeholt werden ,oder seh ich das falsch.
oder soll der dumme Handwerker kostenlos sich ein Kopf machen ,gerade bei sanierungsarbeiten ist das doch ein recht umfangreiches und schwieriges Thema.
(Massenermittlung und Angebot kann Tage dauern.)
bei größeren projekten rate ich jedem Handwerker dringend ab irgend welche arbeiten auszuschreiben und dann auch auszuführen.(nach der eigenen Ausschreibung)
dann wird nacher z.b. Schwamm entdeckt -die halbe Arbeit schon fertig und dann ?-muss wieder abrerissen werden, ne lass mal. Planung Ausschreibung Vergabe und Bauleitung ist eine Position die vergütet werden muss.Auch ein Bauträger macht das nicht umsonst,ich bezweifle auch das dieser billiger ist als ein Archi.(Es wollen immerhin 2 leute verdienen,eigentlich logisch ,oder?)
Naja,ist nur mene Meinung
gruß
Roger
Hallo WOlfgang
ein Haus aus dem
Jahrhundert saniert niemand zu einem
akzeptablen Festpreis. Außerdem: Auch eine
Bauträgergesellschaft braucht einen Architekten und wird damit
nur zu einer zwischengeschalteten Stelle, die Geld frißt.
Kann ich nur sage: falsch!
Keiner braucht einen Architketen. Der ist nur nützlich um
einen Bauantrag zu unterschreiben! (Tschuldigung an alle
Architekten!!)
Insofern ist der Architekt der „Geldfresser“! (nochmal
Tschuldigung!!)
Architekten können laut Standesrecht keine „freien“ Verträge
schließen (kommt aber in der Praxis trotzdem vor). Sie müssen
nach den HOAI abrechnen. Ich nehmen an, daß Du die kennst und
weißt das die Entlohnung mit den Bausumme steigt. Also, warum
sollte ein Architekt eine Veranlassung zum Sparen haben?
Eine Sanierung durch einen „Fachbetrieb“, wie es auch ein
Bauträger ist hat dazu ganz anderen Möglichkeiten. Eine
richtige Sanierung, richtig geplant und ausgeführt, dazu mit
einem umfassenden Baubeschreibung zur Ausführung der
notwendigen Arbeiten läßt sich zu einem Festpreis anbieten.
Die Totalsanierung eines Gebäudes läuft auf keinen Fall nach
dem Motto ab: Wir werden sehen was rauskommt. Dabei gilt
vielmehr: jemehr Dinge nicht mehr zu gebrauchen sind und
komplett ersetzt werden müssen, desto genauer läßt sich die
Sache kalkulieren.
Keiner braucht einen Architketen. Der ist nur nützlich um
einen Bauantrag zu unterschreiben!
Hallo Klaus,
mit Verlaub, Deine Aussagen sind schlicht unzutreffend.
Zu den Aufgaben eines Architekten gehört es, den Sanierungsbedarf festzustellen, die Arbeiten nach Gewerken aufzuteilen und auszuschreiben und die fachgerechte Ausführung zu überwachen. Diese Planung und Überwachung ist absolut unverzichtbar, es sei denn, der Bauherr ist selbst dazu in der Lage. Ansonsten gibt es dazu keine Alternative. Es ist nicht Job eines Handwerkers und dafür fehlt ihm i. d. R. auch die Qualifikation, gewerkübergreifende Arbeiten zu koordinieren.
Diese Feststellungen lassen sich nicht in Frage stellen oder diskutieren. Schon der erste Überblick über den Istzustand von Feuchtigkeitsschäden, Isolationsmängeln, Schädlingsbefall, altersbedingte Bauwerksmängel bis zur Einhaltung einschlägiger Vorschriften und Beurteilung von Machbarkeit und Folgen von Umbaumaßnahmen überfordern den Handwerker gleich welcher Richtung. Auch die Einschaltung eines Bauträgers ändert daran nichts, schließlich kann dieser auch nur einen Architekten beauftragen.
Zur exakten Vorausberechnung von Sanierungskosten ist zu festzustellen, daß dies mit zunehmendem Alter des Gebäudes schwieriger wird. Verborgene Schäden und deren Umfang, wie z.B. bei Schwamm und Schädlingsbefall, früher unsachgemäß durchgeführte Reparaturen, eben Pfusch in allen Schattierungen, offenbaren sich oft erst im Laufe der Arbeiten in genau kalkulierbarer Höhe.
Die bausummenabhängige Berechnung nach der Honorarordnung kann ein Schwachpunkt sein. Hält der Bauherr den engen Kontakt zum Architekten und finden alle wesentlichen Maßnahmen nach gegenseitiger Absprache statt, leistet der Architekt dann tatsächlich die Überwachung aller Arbeiten, hat er sich sein Honorar redlich verdient. Wenn es ein auf seinen Ruf bedachter Könner seines Fachs ist, schielt er auch nicht auf das Hochtreiben der Kosten, sondern spart schon durch Planung, Anregungen für den Bauherrn und Pfuschvermeidung mindestens sein Honorar ein.
Daß es manchmal leider anders läuft, ist mir auch bekannt. Dennoch ist es ein unvertretbarer Rat an einen nicht sehr erfahrenen Hauseigentümer, auf den Archtekten zu verzichten.
das hin und her, ob Architekten nun so sinnvoll sind oder nicht, ist doch schon fast zur Glaubensfrage geworden…
Es gibt nämlich genauso viele schlechte Architekten, wie schlechte Bauingenieure (die im übrigen auch Bauanträge unterschreiben können und sich oft in Form von größeren Ingenieurbüros auf Sanierungen spezialisiert haben !!!)
Wichtig ist meiner Meinung nach wirklich, das Du Dir erstmal ein paar Meinungen anhörts, bevor Du diesen wirklich dicken Auftrag vergibst. Selbt wenn die eingeholten Meinungen mal Geld kosten, ist das immer noch billiger, als später festzustellen, das man den falschen Partner hatte…
Oft gibt es an Universitäten und Fachhochschulen Professoren, die Berater- und Gutachtertätigkeiten im Bereich Baustoffkunde (= Bauschäden und deren Sanierung) übernehmen, so einer ist zwar auch nicht umsonst aber man bekommt eine gute Übersicht über die anstehenden Arbeiten und erfährt so schon vorher, wo sich der Schwamm versteckt ;o)
Danke Wolfgang!
Vielleicht konntest du mit deinen Ausführungen ein wenig verdeutlichen, daß Architekten keine Scharlatane sondern in ihrer Fachrichtung ausgebildet und durchaus notwendig sind.
Alexander möchte ich noch empfehlen, viel, viel, ganz viel Zeit im Vorfeld und während der Baumaßnahmen zu investieren. Je genauer verschiedene Möglichkeiten untersucht und diskutiert -zwischen Bauherrn, Architekt UND ausführenden Firmen- desto befriedigender wird das Endergebnis sein. Bauen ist nun mal keine Standartaufgabe wie z.B. Autofertigung am Fließband, jede Entscheidung will gefunden werden.
Ganz viel Erfolg und Gruß
Ima
PS: Zum Thema Kosten: Ich würde nie die Kosten meines Bauherrn Grundlos nach oben treiben. Wem sollte er mich noch empfehlen? Und wer sollte mein Honorar bezahlen, wenn keine Kohle mehr da ist???
kannst Du mir mal sagen, was Du so beruflich im weiten Umfeld
des Bauen tust?
Gerne Klaus!
Zunächst habe ich im Laufe der Zeit insgesamt 4 Häuser für private und berufliche Zwecke saniert. Zur Sanierung eines dieser Häuser meldete ich wegen der Größe des Objekts ein eigenes Baugewerbe an.
Außerdem ergab es sich vor Jahren, daß ich mich beruflich mit der Kondenswasservermeidung beschäftigte. Im Zuge dieser Arbeit habe ich an zahlreichen Häusern die Sachkunde von Handwerkern unterschiedlicher Gewerke bewundern dürfen. Zugegebenermaßen ist das ein fachübergreifendes eigenes Gebiet, wo unglaublich viel Murks gebaut wird. Das machte ich nur ein paar Jahre, bis es meine zeitlichen Möglichkeiten sprengte. Immerhin entstand ein Schutzrecht, das ich an eine Franchise-Kette verkaufte, soweit es sich auf die Anwendung in Gebäuden bezog.
ich wollte das nur wisswn, um zu erfahren auf welcher Ebene wir das eventuel (diese Brett dürfte dazu aber der falsche Platz sein) ausdiskutieren könne.
Kurz zu mir:
Seit 91 bei Bauträger und Generalunternehmern überwigende mit Neubau in Süddeutschland und den den Neuen Bundesländern tätig.
Zum Schluß: Meine persönlichen Erfahrungen mit Architekten: Nimm bloß keinen! Ich kennen kaum keinen, der eine vernünftige Kalkulation erstellen kann. Von Bauleitung ganz zu schweigen. Aber vielleicht ist da mein Gesichtskreis auch zu klein.
hab mal ne blöde Frage : wer soll dann die
Leistungsbeschreibung erstellen. Denn auf irgendeiner Grundlage
müssen ja wohl Angebote eingeholt werden ,oder seh ich das
falsch.die vergütet werden muss…Auch ein Bauträger macht das nicht
umsonst,ich bezweifle auch das dieser billiger ist als ein
Archi.(Es wollen immerhin 2 leute verdienen,eigentlich logisch
,oder?)
Ich möchte jetzt deine Frage hier nicht ausführlich beantworten. Nur soviel dazu: ich hab also Baukaufmann noch keinen Architekten erlebt, der so kosten günstig an eine Bauprojekt herangegangen wäre wie ein Bauträger. (siehe hierzu auch meine Antwort etwas weiter oben).
Bei einem gebe ich Dir allerdings recht. In jeder Branche gibt es solche und solche. Gute Bauträger gehen an ein Bauprojekt anders heran und handeln im Normalfall güstigere Preise mit den Handwerksunternehmen aus als Architekten (Baukaufmann bei Bauträgern und Generalunternehmern ist 8 Jahre mein Job gewesen).
Ich bezweifle, daß eine Diskussion über diese Thema den ursprünglichen Fragesteller weiterbringt. Eine ausführliche Diskussion zu diesem Thema gerne unter [email protected] oder unter einer „allgemeinen“ Frage hier im Brett.