Guten Tag!
Nehmen wir an, wir haben folgenden Fall:
User A war Moderator bei einem Onlineradio und hat dort im dazugehörigen internen Forum (das nur von Teammitgliedern einsehbar ist) seine privaten Daten gepostet, damit andere Moderatoren ihn im Notfall erreichen können. User B bewirbt sich beim Radio als Moderator, wird aufgenommen, weigert sich aber, seine Daten preiszugeben, obwohl jeder Moderator die Wahl zwischen öffentlicher Preisgabe privater Daten (im internen Forum) und der Hinterlegung seiner privaten Daten (bei der Sendeleitung) hat.
Das Onlineradio hat Anschluss an das IRC (Internet Relay Chat). Auf diese Weise können Hörer Musikwünsche äußern und aktiv am Sendegeschehen teilnehmen. User B ist bereits im IRC registriert und dort auch wegen diverser Regelverstöße und vulgären Verhaltens bekannt.
User B weigert sich nach Aufnahme ins Onlineradio weiterhin, private Daten wie Telefonnnummer, E-Mail-Adresse, Meldeadresse etc. zu hinterlegen. Diese Daten dienen dazu, zu verhindern, dass der Radiobetreiber im Falle groben Unfugs bzw. Verstoßes gegen Regeln der GVL oder GEMA und eines damit verbundenen Rechtsverstoßes, alleine haften muss.
Nach Verstreichen einer gesetzten Frist von 3 Monaten weigert sich User B nach wie vor. Daraufhin wird er gebeten zu gehen, was er nach langem Hin- und her auch tut.
Monate später stellt besagtes Onlineradio einen neuen DJ ein, worauf User B gereizt reagiert und, nach einer kurzen Diskussion, die Telefonnummer von User A in einem anderen IRC-Channel (Chatroom) postet - mit der Aufforderung an andere User, doch „einfach mal anzurufen“.
User A befürchtet, dass User B auch in Besitz anderer sensibler Daten ist, die von anderen Moderatoren stammen und dass er nicht zögern wird, diese Daten in diversen Chatnetzwerken und Internetforen öffentlich preiszugeben um sich für seinen „Rausschmiss“ zu rächen.
Kann User A nun von seinem ehemaligen Kollegen User B verlangen, die Weitergabe zu unterlassen. Können User A und andere Kollegen rechtlich dagegen vorgehen?
Danke
chika