Private Jobvermittlung - eine einmalige Chance!

Ab 1.4. kann jeder eine private Arbeitsvermittlung betreiben! (Es gilt als sicher, dass das Gesetz in Kraft tritt.)
Man braucht nur einen Gewerbeschein!
Pro Vermittlung gibt es 1.500 bis 2.500 Euro!

Ich sehe da eine Menge Möglichkeiten, die uns das Internet bietet:
Zum Beispiel könnte man eine Spezialvermittlung für bestimmte Berufsgruppen anbieten und sich in diesem Bereich zu einer kompetenten Fachagentur entwickeln.
Die Werbung kann man dann über das Internet betreiben. Ebenso kommt man auf diese Weise an Firmen heran, die Arbeitnehmer suchen.

Der Vorteil: Man braucht keine speziellen Büroräume anzumieten und spart so Kosten. Die 1.550 bis 2.500 Euro, die man vom Arbeitsamt erhält, sollten also genügen. Das heisst, man kann seinen Service für Arbeitsuchende und auch für Arbeitgeber kostenlos anbieten.

Diese Chance kommt nur einmal! In einem Jahr wird es schwierig werden, noch als neue Agentur Fuss zu fassen.

Wie denkt Ihr selbst darüber?
Wollen einige von Euch auch in diesem Bereich tätig werden?
Vielleicht könnten wir ja Ideen austauschen, von denen wir alle profitieren.

Volker

Hallo Volker,

der Arbeitsuchende, gut ausgebildet, in der Lage, nicht nur zu lesen, sondern auch zu verstehen, gerät über das Internet an einen Vermittler, der seinerseits auch nur das Internet nutzt, um an Arbeitgeber und Arbeitsuchende zu kommen. Der Betreiber der Internetseite („Vermittler“) arbeitet am heimischen Küchentisch der Sozialwohnung, nachdem er mit dem Handrücken die Krümel vom Frühstück entfernte. So ungefähr?

Ja, so wird’s laufen. Manch anderer „Vermittler“ lernt jemanden in der Kneipe kennen und man vereinbart, wer wen vermittelt und beim Arbeitsamt kassiert. Gleichzeitig lehnen sich die Herrschaften auf den Arbeitsämtern noch ein bißchen ruhiger in die Sessel.

Du kannst in jeder Branche die ganz dünnen Bretter bohren und versuchen, mit minimiertem Aufwand irgendwo Geld abzugreifen. Wenn Du darin eine Chance siehst, ist es sicher eine solche. Um bisher arbeitsscheue Kumpels zu motivieven, läßt sich die Vermittlerprovision brüderlich teilen. Wie bei Zeitschriftenabonnements, für deren Vermittlung eine Sachprämie in Form eines Toasters oder Walkmans lockt, läßt sich das Ganze optimieren. Nach einem Jahr wird das Abo, hier der Anstellungsvertrag, gekündigt und der vorher Vermittelte wird zum Vermittler. Das macht man mit einem größeren Bekanntenkreis und lebt davon.

Lasse Dir einmal das Wort „Dienstleistung“ auf der Zunge zergehen, um zu begreifen, wie aus der Vermittlung eine tragfähige Existenz werden kann. Du dienst und bietest eine Leistung an, die ihr Geld wert ist. Der qualifizierte Arbeitsuchende, den ich ganz oben beschrieb, braucht weder den staatlichen noch den Küchentischvermittler. Was solche geldabgreifenden und ihm nur die Zeit stehlenden Laien zustande bringen, kann er sicher selbst. Wenn ein privater Vermittler Erfolg haben will, darf er sich nicht noch inkompetenter und dusseliger anstellen als die staatlichen Schlafmützen. Dann muß er einen Dienst leisten. Dann muß er dem Arbeitsuchenden und dem Arbeitgeber deutlich mehr bieten, als es das Arbeitsamt kann.

Meldet ein Arbeitgeber dem AA eine zu besetzende Stelle, läuft die Sache wie folgt: Zunächst gibt es Probleme, den richtigen Sachbearbeiter zu finden. Dann hat das Amt einen Bearbeiter für z. B. Metallberufe und dem versucht man nun, telefonisch und schriftlich beizubiegen, um welche Art der Tätigkeit es sich handelt. Man bemerkt die Sinnlosigkeit und besteht darauf, daß sich der AA-Mitarbeiter den Arbeitsplatz ansieht. Wer nur einen Dreher, einen Schweißer, einen Elektriker braucht, ist gut dran. Sobald die Ansprüche ein wenig höher werden, man braucht z. B. einen richtigen Feinmechaniker mit elektrotechnischen Grundkenntnissen, gibt es nur noch üble Überraschungen. Das AA schickt jemanden, der die letzten Jahre als Fahrer gearbeitet hatte, aber früher schon einmal beim Andübeln von Kabelkanälen geholfen hatte („was wollen sie, Kabelkanäle sind doch irgendwie mechanisch und da kommt doch etwas Elektrisches rein“). Als Alleinkraft fürs Büro (ich hatte ausführlich alle Tätigkeiten beschrieben) wird eine ehemalige Chefsekretärin geschickt, die 270 Anschläge auf der IBM-Kugelkopf schafft und über 5000 DM bei 14 Gehältern verdienen will. Ich hab’ aber meine letzte IBM-Kugelkopf vor 15 Jahren verschrottet, es läuft absolut nichts mehr ohne PC (wie auch sonst), von den Niederungen der Buchhaltung versteht die Dame rein nichts und was eine Auftragsbestätigung ist, kennt sie auch nur vom Hörensagen („Dafür gabs eine eigene Abteilung“ erzählt sie).

Das kennt jeder, der mit dem AA zu tun hatte. Irgendwann hat man die Nase einfach voll. Wenn statt des AA ein privater Vermittler den gleichen unqualifizierten Job am Bedarf vorbei macht, schickt man ihn nach Hause. Er wird ganz sicher zukünftig keinen Fuß mehr in die Tür bekommen, hat man doch gelernt, daß der Dilettant einem nur die Zeit stiehlt.

Der Vermittler muß sich die Tätigkeit, das Umfeld und die dort arbeitenden Menschen ansehen und begreifen, um was es geht. Der Vermittler muß sich aber auch mit dem Arbeitssuchenden ausführlich beschäftigen, muß alle Fähigkeiten aufnehmen und richtig einordnen, muß Defizite erkennen, deren Behebung anregen und im Einzelfall dafür sorgen, daß die Zeit der Arbeitslosigkeit mit sinnstiftender Fortbildung genutzt wird, so daß der Bewerber eine Chance am örtlichen Arbeitsmarkt bekommt. Das geht nicht per Internet, das geht auch nicht am Wohnzimmertisch. Das funktioniert in professioneller Arbeitsatmosphäre in einem Büro. Sodann muß der Vermittler den Betrieb mit dem richtigen Arbeitsuchenden zusammen bringen und wenn der Vermittler etwas taugt, paßt alles und es kommt zu einem Anstellungsvertrag. Wer als Vermittler den 3. oder 4. ungeeigneten Bewerber schickt, verplempert nur die Zeit der Beteiligten. In solchem Fall kann der Betrieb lieber selbst suchen.

Die private Jobvermittlung ist eine Chance für engagierte Fachleute mit Einfühlungsvermögen, Beobachtungsgabe, Menschenkenntnis und Biß. All die Wohnzimmerhelden ohne Sachkenntnis, die sich von den 2000 AA-Euros locken lassen, verschwinden ganz schnell wieder von der Bildfläche. Die Firmen der Umgebung hat so jemand bald durch und darf sich nirgends mehr blicken lassen. Wer als Jobvermittler nicht den oben beschriebenen Aufwand treibt und sich letztlich nur als Tippgeber betätigt, ist sein Geld nicht wert und hat verloren.

Gruß
Wolfgang

Hallo Volker,
genau!!!..mach eine private Arbeitsvermittlung auf.
Um Kosten zu sparen kaufe bei eBay einen gebrauchten, langsamen Pc und auf geht’s, Drucker nicht vergessen.

Du wirst gewaltigen Erfolg haben, alles ganz einfach!!!

Private Arbeitsvermittlung und Jobbörsen gibt es überhaupt noch nicht im Internet…hoffentlich sag ich nichts falsches, gibt es die schon???

Es wird ganz einfach sein einen frischen Dipl.-Ing. vielleicht mit Doktortitel und Zweitstudium und mehreren Fremdsprachen, japanisch und russisch eingeschlossen zu vermitteln, achja chinesisch ist im kommen. Hohe Gehaltsansprüche hat er ebenfalls nicht…hat ja nur aus Spass soviel gelernt, nicht für den Lebensunterhalt.
Stellt sich die Frage, ob solch ein Arbeitssuchender auf Dich angewiesen sein wird???

Was will die Politik erreichen? Welche Arbeitslosen sollen vermittelt werden? Nicht diese, sondern die, die sowieso keine Chance auf dem Arbeitsmarkt haben…die will die Bundesanstalt für Arbeit von ihrem Tisch haben nicht die Superfachkräfte, die Behörde braucht doch auch was für die Statistik.

Du wirst nur solche bekommen, wo Du Dir die Zähne dran ausbeisst, oder doch nicht???

Ob sich dafür Leute eignen, die sich das Wissen über Arbeitsvermittlung aus dem Internet ziehen, geeignet sind, sollen andere beurteilen.

Aber kannst ja mit mir mal anfangen:
Beruf habe ich.
Hatte auch schon leitende Funktionen im Berufsleben.
Bin im besten Alter für die private Arbeitsvermittlung, nämlich nur 57 (siebenundfünfzig)
Schwerbehindert bin ich auch, nur 40%!!! (macht nichts, oder??)
Ein Gutachten, welche Arbeiten ich noch machen darf, hat mir freundlicherweise die Kassenärztliche Vereinigung auch ausgestellt. Hab zwar eine Menge Einschränkungen, aber bin arbeitsfähig (sah mein Arbeitgeber so nicht und kündigte mir)…auf gut deutsch, man hat mich vom Kranken zum Arbeitslosen gemacht…Statistik der KK muss schliesslich auch bereinigt werden.
Wenn Du es schaffst mich zu vermitteln, zahle ich Dir freiwillig und auch noch gerne das gleiche Geld drauf, was Du vom AA erhälst.
Bestimmt gibt Dir mein Arbeitsvermittler noch was drauf für Deine Bemühungen bzw. Sonderleistungen, Du kannst also spielend und ganz, ganz einfach so mal schnell minimum 5.000 Euro und mehr verdienen.
Achja, falls ich noch irgendwelche weiterführende Lehrgänge brauche, die Bundesanstalt für Angestellte in Berlin zahlt mir noch eine Umschulung bis zu 9 Monaten…sagte man mir.

So gefragte Jobs wie Erntehelfer im Weinberg, Erdbeerfeld oder Gurkenflücken brauchste mir nicht anbieten.
Brauche einen Arbeitsplatz mit stabilen, klimatischen Verhältnissen…schreibt mein Gutachter der Kassenärztlichen Vereinigung, und der muss es wissen, hat das ja alles in 20 min. festgestellt.

Falls Du Bedarf hast, mache ich Dir dann aus Dankbarkeit noch die HP für Deinen Internetauftritt, das bekomme ich gerade noch hin.

Ich warte auf Deine Angebote, auch gerne nach dem 1.4.2002.

PS:
Frage mich, warum mache ich das nicht selber? Bekomme ja auch noch vom AA 6 Monate Überbrückungsgeld und dann vermittle ich mich noch selber…grübel…grübel.

Hoffentlich habe ich nichts falsches gesagt…nix für ungut

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Lieber Volker,

zu deiner Vorabinformation: dieses Gesetz wird sich sicherlich an die entsprechenden bestehenden Gestze über private AV bzw. über Arbeitnehmerüberlassung anlehnen.

Das heißt, bevor DU weißt, wie das neue Gesetz überhaupt lautet, sind sämtliche Teilzeitfirmen bereits gestartet.

Kurz der Markt ist tot, da im Moment unter den großen ein ziemlicher Verdrängungswettbewerb stattfindet: siehe Randstad u.a. Namen.

winkel

@ Volker:
Volker ist nicht fair dem Fragesteller gegenüber. Denn der macht sich ernsthaft Gedanken,wie er zu Geld kommt. Und du stellt zuviel Forderungen an den Staat. Mit 57 J. kannst du nichts mehr anpacken. Logisch. Warum machst du denn nicht selber eine Vermittlung auf. Immer nur barmen, was soll das. Anpacken. Du hättest es mal früher versuchen sollen und nicht willige Leute schlechtmachen. Wer sich nicht kümmert, bleibt ein Kümmerling.
Und jetzt kannst du dir aussuchen, was du bist.

Holger