Hallo Frank,
bei diesen Fragen zerreist es mir fast das Herz.
Aus meiner beruflichen Tätigkeit kenne ich alle Vor- und Nachteile der KV - Systeme und weiss, wie wichtig gerade der Bereich Krankenversicherung und deren Bedingungen sind. Wichtig ist das Kleingedruckte.
Deshalb hier die Fakten:
1.) Die Entscheidung zwischen Krankenversicherungen ist eine
Entscheidung zwischen zwei Systemen.
Aufkommende Fragen werden immer sein (Aber in BEIDEN Systemen, man
verfolge dazu vielleicht auch die aktuellen Nachrichten und sollte
sich darüber Gedanken machen):
- Beitrag im Alter
- Leistungsstabilität
- Finanzierungsmöglichkeiten einer Krankenversicherung
- Familien- und Lebensplanung, beruflich und privat
- Grundsätzliche Leistungsunterschiede
2.) Es gibt nur ganze 4 von 52 Gesellschaften (private KV = PKV) in
Deutschland, die in sehr wichtigen Punkten NICHT SCHLECHTER als
die gesetzliche KV sind. Leider wissen dies nur die wenigsten
Berater, auch die wenigsten Makler. Geworben wird immer nur mit
niedrigen Beiträgen und angebliche besseren Leistungen. Was nutzt
dir aber das beste Zweibettzimmer, wenn ein notwendiger
stationärer Aufenthalt in einer Spezialklinik hiervon ausgegrenzt
ist, die GKV aber hier wenigstens das Mehrbettzimmer zahlen würde?
Das kann bei einem niedrigen Pflegesatz von beispielsweise 300,–
Euro pro Tag und nur 4 Wochen Aufenthalt leicht und sehr schnell
9000,-- Euro oder mehr ausmachen.
Diese Aussage soll nun nicht unbedingt für die Gesetzliche KV
(=GKV) sprechen, sondern eher dafür, dass du die Augen nach einem
richtig guten Berater aufreisst. Die sind leider selten gesäht.
Also heisst es: Verschiedene Beratungen nutzen, sich eigene
Gedanken machen, Dinge kritisch (aber auch nicht zu kritisch - Die
Stecknadel im Heuhaufen wird in den seltensten Fällen gefunden)
hinterfragen.
2b) Und: Es gibt unter diesen 4 Unternehmen nur eine Gesellschaft, die
über mehrere Jahre hinweg den Beitrag gesenkt (!!!) hat.
3.) Entgegen aller vielleicht existierenden Meinungen in der
Bevölkerung:
a) Es gibt viele PKV´s, die erheblich beitragsstabiler als die GKV´s
sind
b) Du kannst dich in der PKV - so wie du es willst - BESSER O D E R
SCHLECHTER versichern.
c) Nur in der PKV erhältst du die Garantie, dass du die Leistungen,
die du wünscht, auch in 20 Jahren noch erbracht werden.
4.) Eine ordentlicher Berater geht so vor:
a) Er fragt dich ZUERST nach dem, was du willst
b) Er geht auf kritische und sehr kritische Fragen sofort ein, nennt
dir auch Datenquellen wenn es um wesentliche Dinge geht (Angabe von
Paragraphen, SGB, MB, VVG, usw.)
c) Erst dann folgt die Berechnung und die Begeisterung über die Prämie
(meist herrscht dann Begeisterung)
d) Er spricht von sich aus die Fragen an, die zu erwarten sind (siehe
oben unter 1.)
e) Er zeigt dir Lösungen auf und diskutiert diese mit dir.
Veränderungen am Ergebnis sollten vorgenommen werden, wenn neue
Aspekte auftauchen.
Weitere Besonderheiten sind zu beachten
- wenn du bestimmten Berufsgruppen angehörst
- beim Absichern deines Verdienstausfalles
Für weitere Fragen kannst du mich gerne anrufen:
06021-455239
Stefan
mir stellt sich die frage, ob ich bei versicherungswechsel von
gkv zu pkv auf irgendwelche besonderheiten zu achten habe.
muss ich auf bestimmte beitragssätze achten??
gibt es eine Pkv die besonders zu empfehlen ist??
für die beantwortung meiner fragen bedanke ich mich im voraus.
Gruss Frank