Private Krankenversicherung im Referendariat

Hallo!

Ich würde gern wissen, ob es generell möglich ist von einer privaten Krankenversicherung (z. B. Debeka) während des Referendariats wieder in eine gesetzliche zu wechseln, besonders wenn das Ref für eine andere Tätigkeit wie ein Studium abgebrochen wird und der Versicherte in die studentische oder eine andere gesetzliche Krankenversicherung zurück will.

Ich weiß, dass fast alle Referendare privat versichert sind, habe aber krasse Geschichten über extrem hohe Beiträge im Alter und Zwangsmitgliedschaften gehört.

Sind die Beiträge bei gesetzlichen Krankenversicherungen im Ref so hoch?

Ich würde gern wissen, ob es generell möglich ist von einer
privaten Krankenversicherung (z. B. Debeka) während des
Referendariats wieder in eine gesetzliche zu wechseln,

Die Rückkehr von der PKV in die GKV ist nur bei Vorliegen einer Versicherungsplficht möglich. Das ist während des Referendariates (ich unterstelle Verbeamtung) nicht möglich.

besonders wenn das Ref für eine andere Tätigkeit wie ein
Studium abgebrochen wird

Ein Studium löst grundsätzlich Versicherungspflicht aus.

habe aber krasse Geschichten über extrem hohe Beiträge im Alter

Stammtischparolen sollten auch dann gründlich hinterfragt werden, wenn sie einen wahren Kern enthalten. Die Entwicklung der Beiträge der GKV ist sicherlich nicht günstiger verlaufen, als die der PKV.

Zwangsmitgliedschaften gehört.

Wo ist das denn her ? Niemand kann gezwungen werden, in die PKV zu wechseln. Hat man sich aber einmal für den Wechsel entschieden, kann man gezwungen werden, dort zu bleiben, aber das ist auch gut so.

Sind die Beiträge bei gesetzlichen Krankenversicherungen im Ref so hoch?

Es ist der volle Beitrag zu leisten, ohne vom Arbeitgeber einen Anteil zu bekommen.

Hallo,

während des Referendariats gibt es keine Alternative zur PKV. In der Zeit als Referendar hat man Beihilfeansprüche in Höhe von 50%, die durch einen PKV-Beihilfetarif aufgestockt werden. In der GKV hat man selbst den Beitrag zu 100% zu zahlen, ohne dass der Dienstherr etwas dazu zahlt.
Nach dem Referendariat gilt im Prinzip das Gleiche, wenn die Ernennung zu Beamten erfolgt. Erfolgt die Übernahme ins Angestelltenverhältnis tritt wieder Versicherungspflicht in der GKV ein.
Für den Fall des Abbruches des Referendariates und Aufnahme eines Studiums, tritt Versicherungspflicht ein. Hiervon kann man sich aber befreien lassen. Sofern man noch unter 25 ist, erfolgt weiterhin eine beitragsfreie Mitversicherung in der GKV-Familienhilfe der Eltern.

Gruß Woko

während des Referendariats gibt es keine Alternative zur PKV.
In der Zeit als Referendar hat man Beihilfeansprüche in Höhe
von 50%, die durch einen PKV-Beihilfetarif aufgestockt werden.

Entschuldigung wenn ich hier frech einfach noch ne Frage von mir dazu stelle:

Wie ist es denn bei Referendiaren in Bundesländern die Lehrer gar nicht mehr verbeamten? Gibt es dann überhaupt noch einen Beihilfeanspruch?

Danke
Granini

Hallo Granini,

Entschuldigung wenn ich hier frech einfach noch ne Frage von
mir dazu stelle:

Wie ist es denn bei Referendiaren in Bundesländern die Lehrer
gar nicht mehr verbeamten? Gibt es dann überhaupt noch einen
Beihilfeanspruch?

Diese Frage ist einfach logisch zu beantworten. Wenn die Referendare nicht in einem Beamtenverhältnis, sondern in einem Ausbildungs- bzw. Angestelltenverhältnis stehen und keinen Beihilfeanspruch haben, stellt sich die Frage nach PKV oder GKV gar nicht. In diesem Falle sind sie nämlich nicht nach § 6 Abs. 1 Nr. 2 SGB V versicherungsfrei, sondern als Arbeitnehmer nach § 5 SGB V versicherungspflichtig.

Deshalb kann sich die gestellte Frage nur auf ein Beamtenverhältnis mit Beihilfeanspruch beziehen.

Gruß Woko

Wie ist es denn bei Referendiaren in Bundesländern die Lehrer
gar nicht mehr verbeamten? Gibt es dann überhaupt noch einen Beihilfeanspruch?

Nein, Beihilfe gibt es nur für die Beamten. Angestellte im öD erhalten, wie alle anderen Arbeitnehmer auch, den AG-Zuschuß zum Krankenversicherungsbeitrag.

Vielen Dank euch beiden!

Hallo,

Ich weiß, dass fast alle Referendare privat versichert sind,
habe aber krasse Geschichten über extrem hohe Beiträge im
Alter und Zwangsmitgliedschaften gehört.

und nur weil anscheinend völlig ahnungslose Personen, die sich nicht mal ansatzweise in der „Referendar/Beamten-KV-Problematik“ auskennen, so einen Müll von sich geben, kriegst du jetzt die große Flatter!?
Tipp von mir: erkundige dich mal zusätzlich bei deinem Vorgesetzten und klatsche die Infos dann „deinen Ahnungslosen“ einfach um die Ohren, mit dem Hinweis, „sie sollen sich nicht über Dinge auslassen,von denen sie null Ahnung haben“!

Gruß cooler, der hofft, dass du in Zukunft nicht einen Gartenbauing. über die Operationstechniken eines Leistenbruches frägst