Ich bin ein alter Mann, der aber noch durchaus mit der Zeit geht.
Ich weiß, daß das mobile telefonieren für viele Personengruppen eine nützliche oder manchmal auch wichtige Angelegenheit ist.
Neulich schlenderte ich mal an einem Verkaufsstand für Mobiltelefone vorbei. Preise von 1 Euro bis rund 60 Euro. Ganz klein darunter die Klausel „Nur in Verbindung mit einem Vertrag“. Ohne Vertrag waren die Preise sehr hoch.
Die Gesprächsgebühre sind doch auch sehr hoch.
Wenn ich in der Stadt die Kiddies mit ihren Handies sehe, wundere ich mich, warum deren Eltern ihnen diese sehr teuren Spielzeuge bezahlen.
Hi!
Wenn ich in der Stadt die Kiddies mit ihren Handies sehe,
wundere ich mich, warum deren Eltern ihnen diese sehr
teuren Spielzeuge bezahlen.
So kann der Sprößling sich melden, wenn er/sie den letzten Bus verpasst hat o.ä.
Man fühlt sich sicherer als Eltern (oder als großer Bruder).
Ferner nutzen die Kiddies hauptsächlich „SMS“, also Kurznachrichtenversand. Das ist billig und macht ihnen wohl auch noch Spaß. Ich mit eminen dicken Fingern empfinde das hingegen nur als Qual und rufe lieber an…
Grüße,
Mathias
Hi Jochen,
man kann den Sinn oder Unsinn der Mobiltelefoniererei unter vielen Aspekten sehen. Die einen sagen „es ging bisher auch ohne“, die anderen argumentieren daß ein Handy die Kommunikationsmöglichkeiten erweitert, es gibt einem in manchen Situationen Sicherheit weil man Hilfe rufen könnte, und nicht zuletzt macht es einfach Spaß.
Man kann sicher ohne Handy leben, man kann auch ohne Auto, Fernseher oder fließend warmes Wasser leben. Aber viele Dinge sind erst Luxus, dann Standard, irgendwann notwendige Minimalaustattung. So auch Handys. Ich erinnere mich noch gut daran daß meine Oma vor 25 Jahren kein Telefon im Haus hatte. Einmal in der Woche ging sie zur Telefonzelle um uns anzurufen. Das war „normal“. Heute wäre es sozusagen undenkbar daß jemand kein Telefon in der Wohnung hat…
Neulich schlenderte ich mal an einem Verkaufsstand für
Mobiltelefone vorbei. Preise von 1 Euro bis rund 60 Euro. Ganz
klein darunter die Klausel „Nur in Verbindung mit einem
Vertrag“. Ohne Vertrag waren die Preise sehr hoch.
Das kann man so nicht einordnen, es wäre so als wenn Du sagst „Autofahren ist teuer“. Es gibt preiswerte und teure Autos, sowohl im Anschaffungspreis wie auch im Unterhalt…
Bei Handys ist das ähnlich.
Bedenke daß die Verbindungskosten ohne Vertrag zwar höher sind als wenn man einen Vertrag hat. Allerdings fallen beim Vertrag monatliche Grundgebühren an - dadurch relativiert sich die Gesamtrechnung. Es liegt am Telefonier-Profil des einzelnen ob er sich mit oder ohne Vertrag besser steht.
Der Vorteil der Vertragsfreiheit: man spart die monatliche Gebühr und hat eine gute Kostenkontrolle, denn man kann nur so viel telefonieren wie man Guthaben auf seiner Handy-Karte hat. Aus diesem Grund geben viele Eltern ihren Kindern auch diese sogenannten Prepaid-Geräte mit - da hat man eine gute Kostenkontrolle.
Die Gesprächsgebühre sind doch auch sehr hoch.
Wenn ich in der Stadt die Kiddies mit ihren Handies sehe,
wundere ich mich, warum deren Eltern ihnen diese sehr
teuren Spielzeuge bezahlen.
Da hast Du allerdings total Recht. Ich wundere mich auch immer darüber daß die Kids scheinbar pausenlos mit dem Handy beschäftigt sind und frage mich wer das bezahlt… Allerdings sagen einschlägige Statistiken aus daß die Kids sich inzwischen wegen der Handys verschulden, und das in nicht unerheblichem Ausmaß. Früher waren es Beatles-Schallplatten oder Mofas, heute eben Handys, für die Jugendliche nicht oder knapp vorhandenes Geld ausgeben.
Es zwingt Dich übrigens keiner ein Handy anzuschaffen oder gut zu finden. Ablehnen würde ich es an Deiner Stelle aber auch nicht. Nimm es als ein Produkt der sich immer weiter entwickelnden Technik der Menschheit, genau wie Auto, Fernseher, Computer, oder das elektrische Licht…
Schöne Grüße,
MecFleih
… Allerdings
sagen einschlägige Statistiken aus daß die Kids sich
inzwischen wegen der Handys verschulden, und das in nicht
unerheblichem Ausmaß. Früher waren es Beatles-Schallplatten
oder Mofas, heute eben Handys, für die Jugendliche nicht oder
knapp vorhandenes Geld ausgeben.
Und hier möchte ich mal einhaken, denn hier gibt es tatsächlich ein neues Problem. Während früher Kiddies nur durch persönliches Vorstelligwerden bei Eltern, etc. „Schulden“ machen oder zusätzliches Geld auftreiben konnten, bieten Handy (mit normalem Vertrag) und Bankkarte heute die Möglichkeit ganz anonym und ohne sozilae Kontrolle recht große Schuldenberge anzuhäufen. Und da sehe ich doch noch das Problem, dass es für einen Heranwachsenden eben offenbar doch einen Unterschied macht, und auch zum Lernprozess im Umgang mit Geld gehört, ob Geld in Münzen direkt für eine Leistung den Besitzer wechselt und dann eben nicht mehr in der Börse ist, oder eben erst am Monatsende auf dem Kontoauszug als Saldo (evtl. sogar gelich auf Papas Konto) auftaucht. Und da tippe ich mal darauf, dass eben viele dieser SMS-Süchtigen Vieltelefonierer recht schnell in Probleme kommen bzw. schon sind, wenn sie den ganzen Tag auf dem Ding rumtippen.
Ansonsten volles ACK. War selbst eine Early-Adaptor, weil ich in der Anfangszeit der Handys ständig geschäftlich unterwegs war und eigentlich das ganze Geschäft dann von unterwegs über das Handy abwickeln konnte. Inzwischen hat sich die Situation mehrfach geändert, aber man hatte sich dran gewöhnt, und jetzt könnte man sicher auch ohne auskommen, aber es ist halt sehr bequem und in vielen Situationen äußerst nützlich. Und da es inzwischen nicht mehr die Welt kostet, ist es für einen Selbständigen, der auch noch die Kosten absetzen kann, eben doch schon Standard. Allerdings wundere ich mich doch immer wieder, wenn ich von anderen Leuten deren Rechnungsbeträge erfahre. Ich schaffe es als Anwalt mit drei Büros zwischen denen ich pendle, der nebenbei noch an einer Firma beteiligt ist, mit rund € 30,-- im Monat inkl.Grundgebühr auszukommen. Was machen bloß die Kids, die da diese immensen Schulden aufhäufen?
Gruß vom Wiz
hi,
… bieten Handy (mit normalem Vertrag) und Bankkarte heute die
Möglichkeit ganz anonym und ohne sozilae Kontrolle recht große
Schuldenberge anzuhäufen.
dann sind die eltern selber schuld. es gibt prepaid-karten und außerdem die möglichkeit nur gewisse nummern wählen zu dürfen.
cu datafox
Ich schaffe es als Anwalt […] mit rund € 30,-- im Monat inkl.Grundgebühr auszukommen.
Hi Wiz,
Jeder wie er kann. Dann verwendest Du Dein Telefon aber nicht als Arbeitsmittel, oder läßt Dich nur anrufen. Wenn nicht, würde mich einmal sehr Dein Nutzungsprofil + Anbieter + Tarif interessieren.
Gruß
Falckus
Hi!
dann sind die eltern selber schuld. es gibt prepaid-karten und
außerdem die möglichkeit nur gewisse nummern wählen zu dürfen.
Hey, dann ist man als Kiddy doch nicht mehr „in“:
„Sorry ich kann nur zu Hause anrufen!“
Überhaupt hat doch bei den meisten das Handy nur noch den „Penisverlängerungsstatus“.
Ich hatt bis vor kurzem noch zwei von den Prügeln, beruflich.
Zu dem Zeitpunkt wünscht ich, das Handy wäre niemals erfunden worden.
Aber wie sagte mein alter Zahnartzt mal: „Wer schön sein will muss leiden!“
Hi!
Ich finde es eigentlich egal solange man sowas selber bezahlt und es realistisch sieht.
Ich kann es nicht mehr hören wenn da so 10 Jährige stehen und sagen „Das Handy ist aber so wichtig für micht, ohne kann ich nicht mehr leben. Ich muss schließlich erreichbar sein und wenn mal was passiert…“. So Leute nehmen sich IMHO etwas zu wichtig.
Ich hab ein Handy das für mich nichts anderes als purer Luxus ist. Ich hab die Nummer eher wenigen Leute gegeben so das ich fast nie angerufen werden. Ich finde es nur praktisch nicht mehr zur Telefonzelle rennen zu müssen. Aber ich lebe auch ohne und die Welt geht auch nicht unter wenn ichs mal nicht dabei habe:wink:
Naja eigentlich kann auch jeder machen was er will, er soll mir nur nicht so nen Scheiß erzählen und bitte liebe Menschen: Warum kann man nicht den Vibrationsalarm benutzen? Ich hab mein Handy seit bald nem Jahr und hab noch nie einen Klingeton von mir gelassen.
Schlimmer ist da nur noch wenn erwachsene Menschen dann noch so ne Kindermelodie haben.
So genug davon
Gruß
freak
Hi!
Hey, dann ist man als Kiddy doch nicht mehr „in“:
„Sorry ich kann nur zu Hause anrufen!“
prepaidkarten sind aber ok. und dabei lernt das kind auch gleich, daß das geld eben futsch ist, wenn es sinn- und wahllos herumtelefoniert.
Überhaupt hat doch bei den meisten das Handy nur noch den
„Penisverlängerungsstatus“.
*lol* ich habe gar keinen penis und muß trotzdem ehrlich sagen: ohne handy ginge es nicht mehr. ich habe mich daran gewöhnt. es ist normal, daß *jeder* so etwas hat. das ding ist einfach nützlich. früher konnte man sich nie spontan mit irgendwem treffen. man mußte immer vorher von zuhause einen termin genauestens ausmachen. sms über internet finde ich auch spitze. immer die neusten nachrichten aufs handy.
Zu dem Zeitpunkt wünscht ich, das Handy wäre niemals erfunden
worden.
bei geschäftsleuten kann ich es allerdings nachvollziehen, daß das handy mehr ein fluch als ein segen ist. ich wünschte manchmal auch, es gäbe sowas nicht, zb. wenn mein freund und ich beim mittagessen sitzen und irgendwelche lästigen leute kriegen ihr autluck nicht hoch und piepsen ihn dann an. was bleibt denn über als dem kunden zu antworten? sonst rufen sie eben woanders an.
cu datafox
Na aber klar ist das ein Arbeitsmittel, und ich nutze einen ganz normalen Vodaphone Tarif. Allerdings liegt das Ding im Büro nur da, damit man mich per Rufumleitungen über alle Nummern der verschiedenen Standorte darauf anrufen kann. Und unterwegs im Auto mag ich nicht aktiv telefonieren und tue es nur, wenn es nicht vermeidbar ist.
D.h. aktive Telefonate kommen eigentlich nur vor, um mal kurz in der Kanzlei eine Verspätung mitzuteilen oder um z.B. vom Gericht aus mal eben mit einem Kollegen oder Mandanten Rücksprache zu nehmen. Dies lässt sich aber alles in wenigen Minuten erledigen. Gleiches gilt für kurze Abstimmungen mit meiner Frau, die als Bürgermeisterin übrigens auch nicht viel mehr mit dem Ding vertelefoniert und nun wirklich einen Job hat, bei dem sie viel unterwegs ist und viel zu organisieren hat. Und dabei haben wir uns keineswegs einen strengen Sparzwang auferlegt, brüllen also nicht nur ins Gerät „Komme 5 Minuten später“ und schicken auch keine SMS, sondern finden immer auch noch Zeit für ein nettes Wort.
Sicher gibt es Leute, die beruflich mehr mit dem Handy aktiv telefonieren müssen, und ich hatte in früheren Jobs auch schon mal (allerdings zu Zeiten, als das Vergnügen auch noch deutlich teurer war) DM 150,-- auf der Rechnung. Aber wenn wir zwei Gestressten auch unser nun wirklich massiv zu planendes Privatleben noch in diesen Kosten unterbringen können, dann frage ich mich doch, was so manche Leute mit rein privater Nutzung da zusammenbringen (kein Problem, für Leute die das Geld haben und die Sache als Hobby sehen, aber eben schon zu hinterfragen bei Leuten, die finanziell ständig mit dem Rücken an der Wand stehen).
Gruß vom Wiz
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