Hallo,
ich habe neulich einen Artikel über die gesetzliche Pflegeversicherung gelesen und über dass, was sie nicht leisten kann. Dass Verwandte einspringen müssen im Pflegefall und wie sinnvoll es ist, eine private Pflegeversicherung abzuschließen.
So weit so gut.
Nun halte ich mich für relativ intelligent und in der Lage Tabellen und Informationen selbst zu lesen.
Versicherungsvertreter haben für mich immer den Charakter eines Gebrauchtwagenhändlers, den man zum besten Auto befragt - schon vorab klar, was man für Antworten kriegt.
Ja, und hier entschuldige ich mich auch bei den dreieinhalb lieben Leuten, die es wirklich besser machen: warum begegnet Ihr mir nie?
Also bin ich auf der Suche nach Vergleichsmaterial, bei dem ich nicht gleich meine Daten angeben muß, keine Telefonate oder Vertreterbesuche bekomme und auch meine persönlichen Daten nicht freigeben muß
Gibt es so was???
Und wenn ja, dann wo???
Vielen lieben Dank vorab.
Von
Susanne
Hallo,
Also bin ich auf der Suche nach Vergleichsmaterial, bei dem
ich nicht gleich meine Daten angeben muß, keine Telefonate
oder Vertreterbesuche bekomme und auch meine persönlichen
Daten nicht freigeben muß
Gibt es so was???
Und wenn ja, dann wo???
Vielen lieben Dank vorab.
Von
Susanne
Hallo Susanne,
das einzige, was man Dir geben kann ohne Geburtsdatum, Höhe der notwendigen Absicherung und Gesundheitszustand sind bunte Informationsbroschüren, aus denen die Leistungen einer Pflegegeld- oder Pflegetagegeld-Versicherung hervorgehen und evtl. noch der Beitrag für Beispiel-Fälle.
Um Dich in das Thema einzulesen, reicht das sicherlich. Aber ich unterstelle mal den Fall, dass die zusätzliche private Absicherung für den Pflegefall nicht zu Deinem Tagesgeschäft gehört. DAher möchte ich nur die Bitte an Dich herantragen, Deine Fähigkeiten und Fertigkeiten nicht zu überschätzen.
Eine Probefahrt wie dem Auto ist nicht zu empfehlen. Denn wenn der Versicherungsschutz im Leistungsfall nicht das bietet, was Du aus den Bedingungen gelesen hast, ist es im günstigsten Fall ärgerlich bis hin zu finanziell schmerzhaft oder mehr.
Da ich mich frecherweise zu den 3,5 Personen zähle, stelle gern weitere Fragen, äußere Deine Leistungswünsche, definiere Deinen Bedarf, was auch immer du zu offenbaren bereit bist.
Grundsätzlich gilt: Je genauer die Analyse, umso potenziell passender die Lösung.
Viele Grüße
Frank Wilke
Finanztest?! Kann man dann Tabellen lesen (P.M. gleich mitnehmen?) und erhält auch garantiert kein Angebot, Daten fragt die Zeitschrift auch nicht ab. Kosten sind auch recht gering!
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Hallo Susanne,
ich finde generell sind Fragen zu klären worauf Sie den Schwerpunkt setzen (häusliche, teilstationäre oder vollstationäre Pflege). Es gibt verschiedene Modelle (Tagegeldsatz, Prozentleistung die sich an der gesetzlichen Pflegeleistung orientiert und meist zwischen 10% und 200% zuwählbar ist sowie eine pauschale Prozentleistung an den Gesamtkosten (meines Erachtens gibts da bis dato nur den Humanis Tarif der Mannheimer). Bei Tagegeld scheint ARAG sehr günstig wenn es nur um stationäre Pflege geht, AXA bietet Tarif der sich an der gesetzlichen orientiert, da kann man jedoch z.B auch eine rein häusliche Leistung wählen wenn stationär nicht gewünscht wird. Der umfassenste Schutz dürfte eine prozentuale Leistung an den Gesamtkosten darstellen. Egal wo die gesetzliche Pflege hinführt und egal wohin sich die Heimkosten entwickeln, es werden immer z.B. 80% der Kosten übernommen.
Auch eine Frage, ab welcher Pflegestufe soll geleistet werden, erst ab STufe III oder bereits ab STufe I (dann wirds z.B. schon relativ teuer, gerade für Frauen).
Grobe Vorabinfo, vielleicht hilft es bisschen.
Gruß, Alexander
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Hallo Susanne,
ich finde generell sind Fragen zu klären worauf Sie den
Schwerpunkt setzen (häusliche, teilstationäre oder
vollstationäre Pflege).
Wobei es natürlich auch Tarife gibt, die NICHT zwischen der Art (Privat oder Professionell) oder dem Ort (zu Hause oder Pflegeheim) unterscheiden.
AXA bietet
Tarif der sich an der gesetzlichen orientiert
Da hab ich nicht aufgepasst - wie genau unterscheiden sich denn die Leistungen der gesetzlichen und der privaten Pflegeversicherung?
Der umfassenste Schutz dürfte
eine prozentuale Leistung an den Gesamtkosten darstellen. Egal
wo die gesetzliche Pflege hinführt und egal wohin sich die
Heimkosten entwickeln, es werden immer z.B. 80% der Kosten
übernommen.
Oder man nimmt ein absolutes Tagegeld mit Dynamik, da ist man auch im Reinen.
Frank Wilke
Hallo Frank,
ich finde generell sind Fragen zu klären worauf Sie den
Schwerpunkt setzen (häusliche, teilstationäre oder
vollstationäre Pflege).Wobei es natürlich auch Tarife gibt, die NICHT zwischen der
Art (Privat oder Professionell) oder dem Ort (zu Hause oder
Pflegeheim) unterscheiden.
Diese Tarife gibt es sicherlich, es gibt ja eine Wust an Tarifen, für einen „Normalsterblichen“ kaum zu überblicken. WEnn man Wert auf häusliche genauso wie stationäre Pflegeabsicherung legt ist das doch ok, dann wählt man für seine Wünsche den passenden Tarif bei der geeigneten Gesellschaft.
AXA bietet
Tarif der sich an der gesetzlichen orientiertDa hab ich nicht aufgepasst - wie genau unterscheiden sich
denn die Leistungen der gesetzlichen und der privaten
Pflegeversicherung?Der umfassenste Schutz dürfte
eine prozentuale Leistung an den Gesamtkosten darstellen. Egal
wo die gesetzliche Pflege hinführt und egal wohin sich die
Heimkosten entwickeln, es werden immer z.B. 80% der Kosten
übernommen.Oder man nimmt ein absolutes Tagegeld mit Dynamik, da ist man
auch im Reinen.
Sicher kann man auch eine Dynamik wählen, wenn dies der Tarif zulässt. Da man eigentlich schon ab 40 Jahren an eine Pflegeversicherung denken sollte und der Pflegefall meist (wenn überhaupt) erst 30-40 Jahren eintreten wird - Ausnahmen bestätigen die Regel, aber wie wahrscheinlich ist das? - aber im Ernstfall ist Pflege nunmal sehr teuer und eine gewisse Eigenverantwortlichkeit in diesem Bereich wichtig wenn man seine Kinder nicht belasten will oder sein sauer angespartes Vermögen behalten und an seine Liebsten weitergeben möchte.
Ich denke generell muss sich das Bewusstsein in der Bevölkerung weiter entwickeln, dass man um Zusatzversicherungen und Zusatzvorsorge nicht mehr herumkommt.
Gruß, Alexander