Liebe/-r Experte/-in,
ich habe eine private, fondsgebunde Rentenversicherung.
Für meinen Monatsbeitrag werden von meinem Versicherer Fondsanteile gekauft, für 4 verschiedene Fonds.
Der Kurs bei Handelsschluss des letzten Handelstages des Vormonats ist maßgeblich für den Umfang der Anteilszukäufe.
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Nun habe ich unter „www.boerse-frankfurt.de - Kurshistorie“ geprüft, ob die zu Grunde gelegten Kurse meines Versicherungsunternehmens stimmen.
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Ich habe Stichproben gemacht, und die Kurse stimmten nicht.
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Auf meinen Einwand teilt mir das Versicherungs-unternehmen mit:
„Bei der technischen Abwicklung seien durch das Zusammentreffen verschiedener Faktoren Fehler aufgetreten“
Zugleich wird mir eine Gutschrift von 50,00 Euro als „Ausgleich für meine Aufwände“ gutgeschrieben.
Des weiteren wird der „richtige Kurs“ mitgeteilt.Dieser aber stimmt nach meiner Prüfung über Kurshistorie ein „www.boerse-frankfurt.de“ erneut nicht.
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Meine Fragen:
- Sollte ich aufgrund meines nicht mehr vorhandenen Vertrauens den Vertrag kündigen?
- Weil die Versicherung seit 7 Jahren läuft befürchte ich, dass nicht zum ersten Mal Fehler unterlaufen sind.
- Sollte ich einen Anwalt konsultieren.
- Sollte ich an die Öffentlichkeit gehen
Vielen Dank
Biala
Hallo Biala,
tut mir leid. Ich kann Dir leider nicht helfen. Dazu fehlt mir in diesem Fall die Sachkenntnis.
LG
Rafa
Liebe Biala,
ich bin für Finanzfragen nicht der Richtige!
Dennoch ein Tipp:
Fondgebundene Rentenverträge sind mit Vorsicht zu geniesen. Da diese mit dem Schlusskurs gekauft /veräußert werden, d. h. alle Wertpapierkurse und Renditezahlungen sind in Abhängigkeit der Anteile im Fond zu berücksichtigen. Da selbst Experten keine Ahnung haben ist die Konsultation eines Rechtsbeistandes mit Finanzkenntnissen erforderlich.
Des Weiteren eine Rendite von mehr als 1 - 3 Prozent darf nicht erwartet werden, beachte auch das Anträge für die Riester- und Rürup-Ansprüche frühzeitig gestellt werden. Hinzu kommen die Verwaltungskosten (GEBÜHREN). Diese werden in ersten Line durch das Versicherungsfondsparen in den erste 3 bis 5. Vertragsjahren anfallen, somit rentiert sich der Vertrag erst ab dem 6.ten Jahr. Des Weiteren Kaufwert ist nicht Verkaufswert von Fond zu Fond ist ein Agio von 0-5% enthalten und wird fällig beim Verkauf.
Beispiel:
Fond X -> Kurswert 10,00€
-> (sonstige Kosten) 15,00€
Stück 100 -> Buchwert 1000,00€
-> Verkaufswert 950,00€
-> (sonstige Kosten) 15,00€
-> Erlös 935,00€
./. Diff. 80,00€ (Verlust circa 8%)
Persönlich: Wäre ich zu einer Bank gegangen und nicht zu einer Versicherung, alleine wegen der Kostenkontrolle.
1.) Kündigung erst nach Überprüfung der Vertragsbedingungen.
2.) Erst mit Kenntnis der Mängel beginnt die Verjährung (3.Jahre), den Gutschein nicht akzeptieren
3.) Ja!!!
4.) Mit Vorsicht, Ja (persönliche Meinung)!!!
mfG
Blotschinski
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Meine Fragen
- Sollte ich aufgrund meines nicht mehr vorhandenen
Vertrauens den Vertrag kündigen?
- Weil die Versicherung seit 7 Jahren läuft befürchte ich,
dass nicht zum ersten Mal Fehler unterlaufen sind.
- Sollte ich einen Anwalt konsultieren.
- Sollte ich an die Öffentlichkeit gehen
Vielen Dank
Biala