Private Rentenversicherung

Hallo liebe Experten!

Ich hab mir vor ca. einem Jahr eine private Rentenversicherung „andrehen“ lassen und weiß jetzt, ehrlich gesagt, überhaupt nicht, ob die überhaupt gut ist. Hab leider keine Ahnung.
Vielleicht kann mir jemand von Euch dazu was sagen?

Die Rentenversicherung ist vom „Volkswohl Bund“. Folgende Eigenschaften hat sie (steht im „Dynamik-Nachtrag“)

fondsgebundene Rentenversicherung (heißt „Save Invest Extra“)
mit aufgeschobener Rentenzahlung (FR)
mit Anlage der Sparbeiträge in Investmentfonds
mit Beitragsrückgewähr bei Tod vor Rentenbeginn
mit flexibler Auszahlungsphase
mit Rückgewähr der Beiträge bis zum Ende der Ansparphase (Garantieleistung)
mit Ablaufmanagement
mit individueller Rentengarantiezeit
mit planmäßiger Erhöhung von Hauptversicherungsbeitrag und Sparbeitrag

Beitrag sind 50,00 Euro monatlich, jetzt bekam ich aber ein Schreiben, dass er auf 51,50 Euro steigt (wegen Dynamik - ist das übehaupt gut???). Deshalb hatte ich mich gewundert und würde mich wirklich freuen, wenn irgendjemand von Euch Licht ins Dunkel bringen kann. Ich schnall sowas echt so schwer :frowning:

Kann mir irgendjemand sagen, ob ich mich hab übers Ohr hauen lassen oder ob ich einen guten „Fang“ gemacht habe?

Vielen herzlichen Dank an Euch!

N.

Hallo liebe Experten!

Ich hab mir vor ca. einem Jahr eine private Rentenversicherung
„andrehen“ lassen und weiß jetzt, ehrlich gesagt, überhaupt
nicht, ob die überhaupt gut ist. Hab leider keine Ahnung.

Tja… hmmm… also… was hat Dich denn damals dazu bewogen, überhaupt eine abzuschließen? Vielleicht die Tatsache, dass du noch keine ausreichende Altersvorsorge betrieben hast? Doch hoffentlich nicht das charmante Lächeln des „Beraters“?

Die Rentenversicherung ist vom „Volkswohl Bund“. Folgende
Eigenschaften hat sie (steht im „Dynamik-Nachtrag“)

Volkswohlbund hat nicht die schlechtesten…

fondsgebundene Rentenversicherung (heißt „Save Invest Extra“)

Hmm… klingt nach einer defensiven Anlagestrategie. Das fände ich persönlich(!) bei Deinem Alter (runde 30?) übertrieben. Aber ohne die Angabe der Fonds, die bespart werden, kommen wir an dieser Stelle nicht weiter.

mit aufgeschobener Rentenzahlung (FR)
mit Anlage der Sparbeiträge in Investmentfonds
mit Beitragsrückgewähr bei Tod vor Rentenbeginn
mit flexibler Auszahlungsphase
mit Rückgewähr der Beiträge bis zum Ende der Ansparphase
(Garantieleistung)
mit Ablaufmanagement
mit individueller Rentengarantiezeit
mit planmäßiger Erhöhung von Hauptversicherungsbeitrag und
Sparbeitrag

Das ist durchaus üblich, normal und soweit okay.

Beitrag sind 50,00 Euro monatlich, jetzt bekam ich aber ein
Schreiben, dass er auf 51,50 Euro steigt (wegen Dynamik - ist
das übehaupt gut???).

Man muss ja feststellen, dass es durch die Inflation zu einer Entwertung deiner Vorsorge-Ablaufleistung käme. Daher baut man in der Regel eine Dynamik ein. Bei Dir sind das 3%. Du kannst so einer Dynamische Anpassung widersprechen, dann wird der Beitrag wieder zurückgesetzt. Lehnst Du 3 x hintereinander ab, so ist in der Regel die Dynamik raus.
Wenn Sie dein Gehalt erhöht, kannst Du die Beiträge entsprechend mitlaufen lassen, indem du öfter hintereinander die Dynamik mitmachst.

Deshalb hatte ich mich gewundert und
würde mich wirklich freuen, wenn irgendjemand von Euch Licht
ins Dunkel bringen kann. Ich schnall sowas echt so schwer :frowning:

Soll ich’s nochmal in Cis-Dur vorsingen oder ging’s soweit?

Kann mir irgendjemand sagen, ob ich mich hab übers Ohr hauen
lassen oder ob ich einen guten „Fang“ gemacht habe?

Über’s Ohr gehauen - wenn du schon 10 anderen Rentenversicherungen a 50€ hast, würde ich mich langsam fragen ob du nicht übertreibst.
Hast Du noch gar keien anderen Vorsorge für’s Alter, solltest Du mal durchrechnen lassen, ob das reicht.

Wenn Du noch die Fonds nennst, die bespart werden, könnte man hier noch was kommentieren.
Grundsätzlch find ich Altersvorsorge gut, und fondsgebundenen auf Sicht von 30-35 Jahren sowieso.

Frank Wilke

Man muss ja feststellen, dass es durch die Inflation zu einer
Entwertung deiner Vorsorge-Ablaufleistung käme. Daher baut man
in der Regel eine Dynamik ein. Bei Dir sind das 3%. Du kannst
so einer Dynamische Anpassung widersprechen, dann wird der
Beitrag wieder zurückgesetzt. Lehnst Du 3 x hintereinander ab,
so ist in der Regel die Dynamik raus.

Grundsätzlich bin ich ja gegen solch einen Murks, aber das können wir ja mal zur Abwechslung ganz hinten anstellen.
Wenn es aber zum Thema Dynamik kommt, kann ich nur abraten. Lassen Sie diesen Unsinn raus, diese Erhöhungen kosten nur Geld und bringen erstmal gar nix ein. Gehaltserhöhungen lassen sich auch flexibel ansparen. Nennenswerte Steuerbelastungen kann man später immer noch umgehen, indem man eine Versicherung per Einmalanlage abschliest. Denn meist wird dem Kunden nicht verraten, wie viel der Berater gerade an der Unterschrift verdient hat. Und wer dies bezahlt, dürfte klar sein.
Also raus mit der Dynamik!

Guten Tag N.H.
für jemand, der - wie er selbst sagt - leider keine Ahnung hat,
will mir scheinen, dass Sie mutig eingekauft haben.

Mutig deswegen, weil bei Ihrem Produkt das volle Risiko beim Anleger
geparkt ist. Solange Sie den Vertrag besparen, ist Ihr Sparerfolg an den Erfolg der unterlegten Fonds und deren Geschäftspolitik gebunden.

Noch dürften Sie in dem Vertrag nicht sparen. Ihre Abschlusskosten sind nämlich noch nicht bezahlt.

Wenn Sie selbst sich nicht dazu durchringen, die Dinge, die Sie
einkaufen, in groben Zügen zu verstehen, werden Ihnen punktuelle
Einschätzungen oder Ratschläge in diesem Brett kaum weiterhelfen.
Besuchen Sie doch mal ein Seminar der Verbraucherzentrale zum
Thema Altersvorsorge. Das kostet Sie Geld. Jaja. Etwa einen Fuffi.
Das klingt übel, ist es aber nicht. Denn Sie können vollkommen
angstfrei dorthin gehen. Keiner wird versuchen, Ihnen eine
Versicherung zu verkaufen.Es geht nur darum, zu erklären, wie sich die
Produkte unterscheiden und warum das eine Produkt für den
einen Menschen Käse ist, für den anderen aber der Bringer.
Und der Austausch mit Gleichgesinnten bringt Sie auch weiter.

Wenn Sie dann begreifen, was gut für Sie ist, können Sie auch entscheiden, ob und wie Sie Ihren Vertrag weiterführen bzw.
ob eine andere Form der Altersvorsorge für Sie besser ist.

Gruß
Günther

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

wie hoch sind die einzelnen Kosten,
die Ausgabesufschläge,
welche garantierte Summe hast,
wie hoch ist die garantierte Rente,
wie lange läuft der Vertrag,
warum hast Du diesen unterschrieben.

Grundsätzlich ist die Idee des langfristigen Sparens nicht verkehrt. Viel wichtiger ist aber, dass Du verstanden hast, was Du unterschrieben hast und wie hoch die (versteckten) Kosten sind.

Noch ein Tip: wenn Du alles paar Jahre etwas abschließt, dann dennoch zweifelst, so wirst Du niemals eine vernünftige Altersvorsorge aufbauen. Sicherlich hat Dir ein guter Bekannter zu dem Vertrag geraten. Und, ich tippe einfach mal, dass im Versicherungsschein nur Annahmen und Vermutungen stehen - aber wahrscheinlich keine garantierten Summen - richtig?

Detlev

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Lassen Sie diesen Unsinn raus, diese Erhöhungen kosten nur
Geld und bringen erstmal gar nix ein. Gehaltserhöhungen lassen

Diese Äußerung kann ich nicht nachvollziehen. Wenn ich heute eine Altersvorsorge mit einem bestimmten Monatsbeitrag und einer Laufzeit von 30 Jahren abschließe, muß ich doch als Kunde die Möglichkeit haben , den Beitrag und damit auch die Auszahlung zu erhöhen. Und wenn es nur der Inflationsausgleich ist.

Versicherung per Einmalanlage abschliest. Denn meist wird dem
Kunden nicht verraten, wie viel der Berater gerade an der
Unterschrift verdient hat. Und wer dies bezahlt, dürfte klar

Bei jeden Vertrag, ob Versicherungsvertrag oder Kaufvertrag, verdient irgendeiner mit. Kaufst Du nichts mehr, nur weil daran jemand verdient ?

Bei jeden Vertrag, ob Versicherungsvertrag oder Kaufvertrag,
verdient irgendeiner mit. Kaufst Du nichts mehr, nur weil
daran jemand verdient ?

Reg dich nicht auf - Mr. Bräutigam befindet sich hier in diesem Forum in einem missionarischen Kreuzzug gegen jeden Hauch von Anlage in Verbindung mit einer Versicherung. Dabei ist ihm wirklich so ziemlich jedes Argument recht !

Hallo liebe Experten!

Ich hab mir vor ca. einem Jahr eine private Rentenversicherung
„andrehen“ lassen …

Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende :wink:

Gruß, Alexander

Kontra
Werte Damen und Herren ,
ich drücke mich platt aus, aber denke damit in aller Kürze für jeden Darstellbarkeit zu erlangen:
Sofern die Anspar- bzw. Auszahlleistung in der Summe über dem Sozialilfe- oder Hartz IV-Satz liegt, hat jeder was gekonnt!
Damit sollen alle Eventualitäten zum gegenwärtigen Zeitpunkt und Rechtslage mitgenommen sein.
Wenn wir mal ehrlich sind: Wofür wird nicht gespartes Geld denn aufgebracht? Für puren Konsum und leicht erhöhten Lebensstandard im Jetzt. Doch die Weisheit, dass im Alter nichts außer der kläglichen gesetzlichen Rente ist (wenn nicht gespart wurde), kennen wir alle.
Fazit: Besser Etwas als Nichts!
(Hier sei natürlich angefügt, dass das Gesagte keinem Beratungsbogen standhält, keine Rentabilität geprüft wurde, etc. Nichtsdestotrotz wird ein Moment der Freude aufkommen, bei Benachrichtigung über Höhe und Zeitpunkt der Auszahlung.)
In diesem Sinne beste Grüße und ein angenehmes Wochenende an!
kas

OffTopic
Hey kas - was machst Du eigentlich mit den ganzen Wörten, die Du in Deinen Texten einsparst? Schreibst Du ein Buch? Dann gib mir bitte mal eine ISBN, wenn der Schinken irgendwann mal erscheint - das kauf ich!

Frank

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo!

Okay, also, ich zahle im Monat 50,00 Euro (wären dann jetzt 51,50). Ich bin jetzt 29 Jahre alt.
„Bei Erleben des vereinbarten Rentenbeginns am 01.05.2058, auf Antrag bereits ab dem 01.05.2043 wird lebenslänglich eine vorschüssig zahlbare Rente gezahlt.“
„Auf Antrag wird statt der Rente zum genannten Zeitpunkt der Wert der Versicherung (Wert der gutgeschriebenenen Fondsanteile zuzüglivh Garantieguthaben) als Kapitalabfindung ausgezahlt, mindestens die Summe der Hauptversicherungsbeiträge in Höhe von 22.848,00 Euro zum 01.05.2058. Dieser Betrag ist bereits zum Ende der Ansparphase am 01.05.2043 garantiert.“
Fondsaufteilung:
Fidelity European Growth Fund (LU 004 857 879 2) 100,00%
Für den von ihnen gewählten Fonds wird kein Ausgabeaufschlag erhoben.

Bringen diese Infos irgendwas? Garantierte Summe ist jedenfalls drin…

Warum hab ich den Vertrag unterschrieben? Hmmm, weil das alles ziemlich plausibel klang, was der nette Versicherungsmann erzählt hat. Damals hab ich das, meine ich, auch halbwegs verstanden. Aber irgendwie jetzt nicht mehr. Ich krieg halt Bammel, dass ich mich übers Ohr hauen lasse.
Bei den nächsten Verischerungen werde ich mich auf jeden Fall besser informieren…

Daaaaanke für Deine Hilfe :smile:

N.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo!

Tja… hmmm… also… was hat Dich denn damals dazu bewogen,
überhaupt eine abzuschließen? Vielleicht die Tatsache, dass du
noch keine ausreichende Altersvorsorge betrieben hast?

Ja, genau.

Doch

hoffentlich nicht das charmante Lächeln des „Beraters“?

Nö, wirklich schön war der nicht :smile:

Man muss ja feststellen, dass es durch die Inflation zu einer
Entwertung deiner Vorsorge-Ablaufleistung käme. Daher baut man
in der Regel eine Dynamik ein. Bei Dir sind das 3%. Du kannst
so einer Dynamische Anpassung widersprechen, dann wird der
Beitrag wieder zurückgesetzt. Lehnst Du 3 x hintereinander ab,
so ist in der Regel die Dynamik raus.
Wenn Sie dein Gehalt erhöht, kannst Du die Beiträge
entsprechend mitlaufen lassen, indem du öfter hintereinander
die Dynamik mitmachst.

Okay. Gehalt habe ich ja in dem Sinne nicht. Selbständig gewesen, jetzt während Mutterschutz/Erziehungszeit Hartz IV und dann wieder selbständig…

Soll ich’s nochmal in Cis-Dur vorsingen oder ging’s soweit?

Naja, moll würde wohl besser passen :wink: Ist ja gut, ich weiß ja, dass man sich da mehr erkundigen muß und ich so gutgläubig bin und so weiter. Wenigstens rekundige ich mich jetzt - ist ja auch schon mal was…

Über’s Ohr gehauen - wenn du schon 10 anderen
Rentenversicherungen a 50€ hast, würde ich mich langsam fragen
ob du nicht übertreibst.

Ich glaube, ich untertreibe eher. Bei bis jetzt minimaler Einzahlung in die staatliche Rentenkasse müßte ich wohl eigentlich mehr einsparen - geht aber gerade nicht…

Hast Du noch gar keien anderen Vorsorge für’s Alter, solltest
Du mal durchrechnen lassen, ob das reicht.

Naja, halt eher nicht. Aber mehr kann ich beim besten Wille nicht…

Wenn Du noch die Fonds nennst, die bespart werden, könnte man
hier noch was kommentieren.
Grundsätzlch find ich Altersvorsorge gut, und fondsgebundenen
auf Sicht von 30-35 Jahren sowieso.

Fonds:
Fidelity European Growth Fund (LU 004 857 879 2) 100,00 %

Danke an Dich!

N.

Frank Wilke

Hey kas - was machst Du eigentlich mit den ganzen Wörten, die
Du in Deinen Texten einsparst? Schreibst Du ein Buch? Dann gib
mir bitte mal eine ISBN, wenn der Schinken irgendwann mal
erscheint - das kauf ich!

Frank

Frank, das nennt man Ceteris paribus für Anfänger *lach*

Schwachsinn, Herr Cooler!
Wenn ich der Meinung wäre, wie Nordlicht schreibt, würde ich mein Einkommen selbst infrage stellen. Gute Leistung muss gut bezahlt werden. Da gehe ich vollständig mit. Wir können ja zum Spaß mal bewerten, wie die Bezahlung aussehen soll. Macht man mit einem Kunden einen Fondssparplan (nicht vorverprovisioniert), bekommt der Berater bei jeder Einzahlung einen Anteil, was den Berater fast dazu zwingt, den Kunden weiterhin gut zu betreuen.
Vermittelt dieser Berater jetzt aber eine Versicherung mit dem gleichen Monatsbeitrag, bekommt er die Provision auf die gesamte Laufzeit ausbezahlt. Das ist in meinen Augen der Grund, warum so viele Versicherungen abgeschlossen werden.
Nicht übel, wenn man bedenkt, dass 100€ über 30 Jahre einem Beitragsvolumen von 36.000€ entsprechen. Nicht übel, wenn man dann 3, 4 oder 5% daraus abgreifen kann.
Und wenn wir weiterhin berücksichtigen, dass diese und die meisten anderen Kosten komplett zu Beginn einbehalten werden, weiß man auch, warum ich gegen diese Art Vermögensaufbau bin.
Übrigens: Wenn Sie richtig gelesen hätten, wäre nicht solcher Blödsinn von Ihnen zu lesen. Ich bin nicht gegen Vermögensanlage mit Versicherungen. Wer lesen kann ist klar im Vorteil.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Lassen Sie diesen Unsinn raus, diese Erhöhungen kosten nur
Geld und bringen erstmal gar nix ein. Gehaltserhöhungen lassen

Diese Äußerung kann ich nicht nachvollziehen. Wenn ich heute
eine Altersvorsorge mit einem bestimmten Monatsbeitrag und
einer Laufzeit von 30 Jahren abschließe, muß ich doch als
Kunde die Möglichkeit haben , den Beitrag und damit auch die
Auszahlung zu erhöhen. Und wenn es nur der Inflationsausgleich
ist.

Stimmt, aber über Dynamik ist das Unsinn. Zumindest für den Sparer.
Wenn ein heute 30-jähriger noch 30 Jahre weiter sparen will und eine Dynamikmitteilung über 2,50€ Erhöhung bekommt, läuft parallel dazu eine Provisionsmitteilung raus. Bei 30 Jahren Laufzeit entspricht es einer Volumenerhöhung von 900€. Die Kostenbelastung liegt dann wieder bei einem mehr oder weniger hohen Prozentsatz, der in den seltensten Fällen 5% unterschreiten dürfte. Bei 5% sind das 45€ Kosten. Nicht viel, aber effektiv gesehen mal eben 18 Monatsbeiträge, die später mit dem eigentlichen Sparvorgang beginnen.
Jede Dynamikerhöhung ist noch ein kleiner Neuvertrag mit all seinen negativen Eigenschaften.
Und damit ist das für mich genauso empfehlenswert wie ein Neuabschluss zum Vermögensaufbau. Also gar nicht.

Versicherung per Einmalanlage abschliest. Denn meist wird dem
Kunden nicht verraten, wie viel der Berater gerade an der
Unterschrift verdient hat. Und wer dies bezahlt, dürfte klar

Bei jeden Vertrag, ob Versicherungsvertrag oder Kaufvertrag,
verdient irgendeiner mit. Kaufst Du nichts mehr, nur weil
daran jemand verdient ?

Die Frage ist, ob die Art und die Höhe des Verdienstes gerechtfertigt sind. Wir wissen, dass Altersvorsorge wichtig ist. Wir wissen auch, dass Essen wichtig ist. Was würden Sie sagen, wenn Sie morgen zum Bäcker gehen und dort erst einmal die kalkulierten Arbeitskosten Ihrer Brötchen für die nächsten XX Jahre, ermittelt aus den Sterbetafeln, bezahlen müssten?
Die Argumentation wäre die gleiche, 5% des Brötchenpreises bestehen aus kalkulierten Arbeitskosten. Ein Brötchen kostet 0,30€, Sie kaufen jeden Tag zwei Stück, macht bei 48 Restlebensjahren und 360 Tagen eben 518,40€, die Sie in den ersten Jahren schon mal bezahlen, dafür aber auch keine Brötchen bekommen. Die kommen eben erst nach 864 Tagen, dann aber um 5% günstiger. Wow, Super Geschäft.
Der Bäcker bekommt sein Geld eben nicht über die nächsten 48 Jahre, sondern gleich zu Beginn. Wie der Versicherungsberater. Das Gleiche könnte man auch mit der Tageszeitung, der Tankrechnung, dem Friseurbesuch oder der Handyrechnung durchführen. Auch hier bezahlt man Monat für Monat die Grundgebühr. Warum nicht gleich zu Beginn des Vertrages die Vertriebskosten auf einmal? Dann wird in den ersten 3 Wochen eben nicht, später dafür günstiger telefoniert.
Mir ist schon klar, dass diese Denkweise nicht akzeptiert werden kann, wenn man auf diese Art und Weise seinen Lebensunterhalt verdient. Aber das ist nun mal meine Ansicht, und die ist ganz sicher falsch.

fondsgebundene Rentenversicherung (heißt „Save Invest Extra“)

Hmm… klingt nach einer defensiven Anlagestrategie. Das fände
ich persönlich(!) bei Deinem Alter (runde 30?) übertrieben.

hallo frank, bedeutet das eine beitragsrückgewähr garantiert ist.

grüße
andreas

Hi Andreas,

danke für die Info - finde ich ebenfalls bei der langen laufzeit sinnfrei. Wer auf 30 Jahre nicht glaubt, dass die Fondsanlage auch nur ein Zehntelprozent abwirft, der nimmt die doch erst gar nicht, oder?
Komme ich nicht so ganz mit.

Frank Wilke

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Ist halt ne gute Beratungsleistung. Bevor sich der „Berater“ die Mühe macht und sich mit dem Potenzial aus Fonds zu beschäftigen, wird eben solcher Mist verhökert. Ist doch egal, wie man sein Geld verdient.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Daaaaanke für Deine Hilfe :smile:

…schwer, aus der Entfernung den Vertrag zu beurteilen. „Optimal“ erscheint mir dieser jedoch nicht zu sein

Dies können Sie nun wirklich erst BEI ABLAUF beurteilen !!

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]