hallo experten,
mein versicherungsproblem stammt aus dem jahre 5/06 und ich hab mich (trotz widerspruch)leider damit abfinden muessen. es ist schade, das ich www erst jetzt entdeckt habe. trotzdem moechte ich eure meinung zu meinem fall einmal hoeren. deshalb jetzt zu den fakten:
mit beginn 1.5.04 habe ich bei der asstel vers. eine lebenslaengl. sofortrente v. mtl.970 euro gegen einmalzahlung v. 150 tsd. euro bekommen. das entsprach einer gesamtrendite v. 7,9 %. diese rente setzte sich zusammen aus 624 euro garantierente u. 346 euro aus ueberschussanteilen. nach nur 2 jahren, z. 1.5.06, wurde diese rente gekuerzt um 210 euro !!.
die begruendung: 1. gesunkene kapitalertraege u. 2. es wurde eine neue sterbetafel der aktuarvereinigung (2004 R)zur neuberechnung
genommen, nach der ich nicht mehr das durchschnittsalter von 86 jahre erwarten kann, sonder jetzt 89!! jahre alt werde.
meine kritik geht dahin, das 1.: es v. jahre 94 bis 96 kaum eine renditesenkung bei bundesanleihen u.ae. gegeben hat. der 10 jahresschnitt betrug 94 3,7, % u. 96 3,4 %.
2.:ich werde, so gott will, also 3 jahre aelter,also 89 jahre. man rechnet was in diesen 3 jahren die asstel mir mehr rente zahlen muss,zumal sie ja jetzt schon mtl. 200 euro dafuer 32 jahre lang theoretisch anlegen kann.
diese beiden begruendungen rechtfertigen meiner meinung nach nicht eine kuerzung um 210 euro. das die ueberschussanteile aus den kapitalanlagen sich dem markt anpassen, war mir schon beim abschluss klar. aber , wie gesagt, mit der hoehe bin ich nicht einverstanden.
ich habe den ombudsmann letztes jahr kontaktiert. die antwort kam nach 8 monaten !! u. lautete ganz simpel: da kann man auch nichts gegen machen.!!
wie ist jetzt eure meinung dazu? hab ich noch eine moeglichkeit?
kurz, knapp und brutal: nein
Hallo,
es ist so, dass Überschüsse nicht nur von den Zinsen abhängig sind (wenn auch zum großen Teil), sondern auch von Risikogewinnen. Das wäre bei der Rentenversicherung dann der Fall, wenn die Versicherten nicht so lange leben, wie kalkuliert. Da aber hier gerade der umgekehrte Effekt stattfindet sinkt (oder verschwindet sogar) der Risikogewinn.
Damit sinken die Überschüsse deutlich.
Vertraglich ist damit alles klar. Fraglich bleibt, ob du genug aufgeklärt wurdest und da was „geht“. Eher nicht.
Andreas
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Guten Tag Dieter,
Sie haben die Dinge ja umfänglich dargestellt. Respekt insoweit.
Das ist eher selten und erleichtert eine Antwort. Der Kollege, Herr Berger, hat ja schon schlüssig dargestellt, wie der Hase läuft.
Ergänzend merke ich noch an, dass Sie bei Ihrer Rückwärtsbetrachtung
aus meiner Sicht von nicht mehr oder nur eingeschränkt bedeutsamen
Voraussetzungen ausgehen. Nicht die Rendite von 1994 bis 1996 bestimmt
maßgeblich das Geschehen seit 2004. Es sind die seit 2002 ohne
Unterlaß gefallenen Renten für sichere Investitionen und der
Umstand, das so gut wie alle Lebensversicherer Geld containerweise
verspekuliert haben. Eine gewisse Verstetigung nach oben im allgemeinen Zinsniveau ist zwar seit kurzer Zeit erkennbar. Bis die
Lebensversicherer sich aber alle Wunden abgeleckt haben und die
Zinsüberschüsse nennenswert wieder bei den Kunden einlangen, wird noch
geraume Zeit vergehen.
Gruß
Günther
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du hast die schlechteste Variante von allen gwählt. Man ist auf Gedeih und Verderb der Gesellschaft ausgeliefert,selbst wenn die Überschüsse auf 0 zurückgefahren werden. Aussteigen aus dem Vertrag geht auch nicht
LG
Mikesch
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Nicht die Rendite von 1994 bis 1996
bestimmt
maßgeblich das Geschehen seit 2004. Es sind die seit 2002 ohne
Unterlaß gefallenen Renten für sichere Investitionen und der
Umstand, das so gut wie alle Lebensversicherer Geld
containerweise
verspekuliert haben.
Erst einmal: Beileibe nicht alle!
Hier taucht allerdings sofort die Frage auf, was ist dann erst mit der Branche und den Anlegern passiert, die ihre Schnauze VOLL hineingebracht haben. Die hätten die Sorgen (schon längst konsolidiert) einiger Lebensversicherer gerne gehabt! Gelle?
Eine gewisse Verstetigung nach oben im
allgemeinen Zinsniveau ist zwar seit kurzer Zeit erkennbar.
Bis die
Lebensversicherer sich aber alle Wunden abgeleckt haben und
die
Zinsüberschüsse nennenswert wieder bei den Kunden einlangen,
wird noch
geraume Zeit vergehen.
Aber bei weitem nicht so lange, wie die brauchen, die sich wirklich schwer verwundet haben!
Immer auch (bitte) die Kehrseite der Medaille beachten, Günther!
hallo andreas,
ich danke euch fuer eure schnelle antwort. es ist so, wie ich mir schon dachte. juristisch nicht angreifbar, aber moralisch sehr bedenklich. ich troeste mich also mit meinen 6 %, das ist ja heute ganz passabel. ausserdem lebe ich von meinen einkuenften die meiste zeit auf phuket in thailand. dort ist die kaufkraft 6 mal hoeher u. im liegestuhl am pool laesst sich alles viel besser ertragen.
nochmal abschliessend danke auch an mikesch, guenther, cooler.